MoSteuS - Einleitung und Inhaltsverzeichnis

      MoSteuS - Einleitung und Inhaltsverzeichnis

      Einleitung:
      Hiermit starte ich das größte Projekt, das dieses Forum je gesehen hat: MoSteuS.
      Und ich glaube, dass selbst Mikrokontroller.net und Roboternetz.de bislang nichts Vergleichbares auf die Beine gestellt haben.

      Bestimmte Projekte sind Legende – jeder kennt sie. Ich sage nur „Arduino“. Oder auch „Raspberry Pi“.
      Sie sind Legende, weil sie offen sind. Weil sie zum Mitmachen einladen.
      Wir erschaffen hier eine neue, noch weiter gehende Legende und Ihr seid von Anfang an dabei!

      Das MoSteuS-Projekt wird mit der Zeit so umfangreich werden, dass ich es auf mehrere Threads aufteilen muss. Die Zusammenfassung samt Inhaltsverzeichnis findet Ihr dann hier in der Lobby.

      MoSteuS“ steht für „Modulares Steuerungs System“.
      (Ursprünglich sollte es MoCoS heißen, aber der Begriff brachte bei Google schon zu viele Treffer.)

      Es geht also um die Entwicklung eines modularen, praktisch beliebig skalierbaren Steuersystems, wo ein Teil zum Anderen passt; quasi wie bei Lego oder Fischertechnik.
      Mit „beliebig skalierbar“ meine ich, dass man schon mit einer kleinen Platine im Streichholzschachtelformat, für Taschengeldkosten, z.B. LED-Stripes ansteuern kann.
      Will man mehr, baut man an, indem man ein Modul hinzusteckt und das Programm anpasst.
      Wer gleich ein ganzes Riesenrad, mit tausenden LEDs ansteuern will, der steckt einfach genügend (größere) Module zusammen, verheiratet die mit einem geeigneten, ebenfalls modularen Lastteil und fertig!

      Wer an dem Projekt mitarbeiten möchte, der lese an dieser Stelle bitte erstmal die Projektvorstellungen in meinem Footer, insbesondere den Thread:
      Vorstellung einer Hutschienensteuerung .

      Das dort gezeigte Gehäusesystem für die Hutschiene, samt Busverbinder, ist der Dreh- und Angelpunkt des Projektes.
      Tatsächlich werden wir das Prinzip aber noch weiter auf die Spitze treiben und sogar innerhalb der Gehäuse eine Sub-Modultechnik aus kleineren und sehr preiswerten Platinen implementieren.
      Ein Wort noch an alle, die jetzt denken, sie wären anschließend zwingend an die Hutschienentechnik gefesselt und das wäre für ihre Anwendung zu groß oder zu klobig:
      Nein, das MoSteuS-System erstreckt sich von Platinen im Streichholzschachtel-Format, über Hutschienen-Module mit passenden Gehäusen, bis hin zu ausgewachsenen Schaltschränken!

      Das System wird flexibel alles hergeben, von ganz klein bis sehr groß. Und alles wird zueinander passen, beliebig erweiterbar!
      Aufgrund des durchdachten Designs werden auch ganz flache Aufbauten möglich sein, z.B. für den Einsatz in Bilderrahmen, hinter einem zu beleuchtenden Bild. Die Hutschiene kann dann durch Flachbandkabel ersetzt werden, so dass eigentlich für stehende Montage vorgesehene Platinen auch flach montiert und mit dem Bussystem verbunden werden können.

      Und natürlich eignet sich das System nicht nur für die Lichttechnik, sondern es kann alles, was man von einer SPS erwartet, bei noch viel größerer Flexibilität – die richtigen Module machen es möglich!
      Auch kann MoSteuS selbstverständlich mit allen möglichen anderen Steuerungen, PCs, SPS, Bussystemen, intelligenten Displays etc. etc. kommunizieren, oder man verwendet diese Komponenten zur Ansteuerung von MoSteuS.
      Flexibilität pur!

      Wegen der Hutschienentechnik passen die Module natürlich perfekt in
      Sicherungskästen, was Anwendungen in der Hausautomatisierung geradezu
      aufdrängt!
      Wir werden auch mit Funktechnik arbeiten, und und und.


      Mein aktueller Anwendungsfall zu diesem Zeitpunkt, wo ich das Projekt starte, ist übrigens die Steuerung eines Automaten, wo Schrittmotoren, Pumpen, Ventile, eine 7-Segment-Großanzeige, ein Grafik-Display und etliche Power-LEDs angesteuert, sowie Sensoren abgefragt werden sollen.
      Aber ich habe mehr damit vor ...



      Inhaltsverzeichnis: (Wird ständig erweitert werden)

      Andere Threads zum Projekt:
      MoSteuS - Der HBUS
      MoSteuS - Brainstroming

      Beiträge in diesem Thread, weiter unten:
      Gehäusetechnik

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Irrlicht“ ()

      Gehäusetechnik

      In diesem Beitrag geht es um die Gehäuse für das MoSteuS-Projekt.
      Und wer jetzt mit den Augen rollt: Nein, damit ist jetzt nicht nur die Hutschienen-Serie gemeint, aber auch die muss hier natürlich erwähnt werden.
      Und genau damit fange ich auch an:

      Die Hutschienengehäuse von Phoenix Contact
      Die ganze Übersicht über alle Komponenten der verschieden breiten Gehäuse gibt es bei Phoenix Contact.
      Leider verreckt der Editor dieses Forums, wenn ich Links auf Phoenix Contact poste. Ihr müsst die Seite daher selbst ansurfen und dort ins Suchfeld diesen Suchbegriff einfügen: "Produktliste Einbaugehäuse BC".

      Wer die Sachen bei Conrad kaufen will, wird sich in deren Shop vermutlich 'nen Wolf suchen, doch folgende Suchbegriffe fördern die dort erhältlichen Komponenten für die verschiedenen Gehäusebreiten zu Tage:

      BC 17,8
      BC 35,6
      BC 53,6
      BC 71,6
      BC 107,6
      BC 161,6

      (Die Bilder dort im Webshop scheinen aber nicht immer die korrekten zu sein, also bitte aufpassen!)


      Tischgehäuse, Wandgehäuse
      Eine der vielen herausragenden Eigenschaften der obigen Hutschienengehäuse ist die Tatsache, dass diese im Regelfall NULL mechanische Gehäusebearbeitung erfordern. Die passend konstruierten Platinen werden einfach in das jeweilige Gehäuseteil eingeschnappt und zuletzt die Gehäuseteile zusammengesteckt. Dabei ragen dann die Schnittstellenstecker zugänglich heraus.

      Wer die daran angeschlossenen Leitungen ebenfalls weg haben will und sich z.B. eine schicke Steuerung als Tischgehäuse oder Wandgehäuse basteln will, für den bieten sich Kleinverteiler an, die für den Einbau von Hutschienenmodulen konstruiert sind. Auch diese erfordern keinerlei Gehäusearbeiten.
      Somit kann sich selbst ein unerfahrene Bastler in Sekunden oder wenigen Minuten eine professionell aussehnde Steuerung einfach zusammenstecken und alle Teile später beliebig weiterverwenden, weil nichts zersägt oder angebohrt werden musste.

      Manche Kleinverteiler sind optisch durchaus als Tischgehäuse tolerierbar. Als Wandgehäuse sowieso. Es gibt sie in verschiedenen Breiten, mit Platz für nur ein einziges MoSteuS-Modul, oder etliche davon.
      Hier ein paar Links, auf verschiedene Gehäuse bei Conrad, sortiert nach Breite (es mag woanders noch schönere geben, Tipps werden gerne angenommen):

      Vier Teilungen:
      551339 - 62
      612582 - 62

      Acht Teilungen:
      612583 - 62
      551340 - 62

      12 Teilungen:
      612584 - 62

      24 Teilungen:
      551342 - 62
      612585 - 62

      36 Teilungen:
      612587 - 62
      624035 - 62
      551343 - 62

      54 Teilungen:
      551344 - 62



      Antennen-Gehäuse
      Ich habe vor, für das System eine Außenantenne zu konstruieren, die mit Funktechnik nach verschiedenen Standards bestückbar ist.
      Dazu habe ich gerade dieses Ding im Auge.

      Der User t_i_m_b_o war im Brainstorming-Thread so nett, es aufzuschrauben und zu fotografieren:







      Wie man sieht ist drinnen, zusätzlich zu der DCF77-Empfangsantenne, noch Platz für weitere Elektronik.
      Aktuell geplant ist der zusätzliches Einbau von mindestens:

      • RFM12BP
      • WLAN-Modul
      • AVR-Platine, die über I2C oder RS486 mit dem MoSteuS-System in Verbindung steht
      .

      Viel mehr wird wohl leider auch nicht hineinpassen ...
      Der AVR soll dabei das Decodieren des DCF77-Zeitsignals übernehmen, sowie das Ansteuern des RFM12BP und des WLAN-Moduls.
      Auf diese Weise wird der Hauptcontroller von MoSteuS entlastet, der einfach bei Bedarf die Uhrzeit oder empfangene Daten "im Klartext" aus der Antenne abholt, bzw. Daten dorthin schickt, ohne sich selbst um die aufwändigen Protokolle kümmern zu müssen.


      Gehäuse für Einbau eines Displays in eine Frontplatte
      Für Schaltschränke oder größere, das System umschließende Gehäuse benötige ich oft ein Display.
      Im Fall von Schaltschränken würde dieses dann in die Tür eingebaut werden. Im Fall von Tisch- oder Pultgehäusen in die Frontplatte.
      Aktuell ist als Display das hier in meinem Fokus.
      Ich werde dafür sorgen, dass sich dieses Display nahtlos in das MoSteuS-System integrieren lässt.
      Es beinhaltet "nebenbei" einen vertrauten Controller, nebst Schnickschnack, wie MP3-Chip, Speicherkarten-Slot etc.
      Und mir gefällt, dass die Schaltpläne und perfekte Doku offen vorliegen.

      Gesucht sind dafür nun zwei Gehäuse, die es ermöglichen so ein Dingens in eine Schaltschranktür bzw. Gerätefrontplatte einzubauen, möglichst ohne von außen sichtbare Schrauben. Also z.B. Snap-in, oder eine Klammertechnik.
      Variante 1 soll wasserdicht sein. Also Klarsichtdeckel. Dann ist zwar die Touchfunktion hin, aber ist halt so.
      Variante 2 soll die Touchfunktion erhalten, also die Berührung des eingebauten Displays ermöglichen.
      Gesucht werden also solche Gehäuse, wo dieses Display ohne viel Platzverlust hineinpasst (61 x 81 mm), die sich schraubenlos in eine Frontplatte einbauen lassen und möglichst wenig Tiefe nach hinten aufweisen.
      Und (Idealvorstellung) wo man ohne ausufernde Gehäusearbeiten noch an den Speicherkarten-Slot kommt. Also vorzugsweise wohl eher ein Kunststoffgehäuse, kein Gussstahl ... ;)
      Wer hat dafür Vorschläge?


      Selbstbau-Gehäuse
      Der Vollständigkeit halber sei noch auf diesen Thread verwiesen: Rapid-Prototyping für Gehäusebau.
      Da geht es darum, per 3D-CAD eigene Gehause zu konstruieren und geringe Stückzahlen per RP fertigen zu lassen.
      Wenn der Raspberry Pi endlich verfügbar ist, will ich zusehen, dass der richtig gut in das MoSteuS-System integrierbar ist.
      Er passt prinzipiell in eines der breiteren Phoenix-Gehäuse, aber da erwarte ich Frickelkram, zumal man ja irgendwie die Schnittstellen zugänglich machen müsste.
      Wer also an dem Projekt mitarbeiten möchte und selbst schon mit dem Raspberry Pi liebäugelt, dem wäre ich riesig dankbar, wenn er ein Gehäuse konstruieren würde, das dessen nahtlose Integration ins Gesamtsystem ermöglicht.
      Zur Not bekommt man den per Kabel an den HBUS , aber es wäre schick, wenn es auch ein Hutschienengehäuse gäbe, das zumindest die bei solchen Einbauten noch sinnvollen Schnittstellen nach außen verfügbar macht.
      Der GPIO ist damit natürlich nicht gemeint, der müsste intern, per Adapterkarte, mit dem HBUS verheiratet werden.


      Wer hier in der Lobby nicht antworten kann, aber mitdiskutieren möchte, der verwende bitte den Thread MoSteuS - Brainstorming .
      Sobald brauchbare Ergebnisse vorliegen, werde ich dieses Posting hier entsprechend aktualisieren.

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