Emitter elektrisch vom Kühlkörper trennen

    Emitter elektrisch vom Kühlkörper trennen

    Moin,
    ich wollte eigentlich grad anfangen einige Golden Dragon+ LEDs auf einen Kühlkörper zu kleben da fällt mir auf, dass ich garnicht an die elektische Trennung gedacht hab. Konkret geht es um eine Leuchte für meine Kakteen und Orchideen Nachzuchten. Da etwa 40 GD+ an 4 KSQs auf einem Kühlkörper betrieben werden, bin ich mir nicht sicher ob es da nicht zu irgendwelchen Problemen kommen kann was z.B. Kurzschlüsse angeht. Ist es richtig, dass der Kühlkörper auf keinen Fall geerdet sein darf? Hab zwar schon öfter Emitter einfach verklebt, aber bisher nicht in solchen Mengen auf einem Kühlkörper, da frag ich dann doch lieber ;). Zur Verarbeitung würde ich die Beinchen einfach ein Stück hochbiegen und die Emitter verkleben. Eine andere Möglichkeit wäre die Emitter auf ein Vierkantkupfer 5x5mm mit Lötpaste zu löten und den Stab dann auf den Kühlkörper zu schrauben, die Beine hängen dabei in der Luft und lassen sich leichter verlöten. Welche Variante würdet ihr wählen? Hoffe ihr könnt mir helfen..
    Emitter direkt aufs Kühlblech verkleben kann man nur wenn das Kühlblech aus eloxiertem Alu ist. Die Eloxalschicht ist keramisch und isoliert, darf aber nicht verkratzt sein.
    Das habe ich sehr oft so praktiziert ohne Probleme. Sonst hilft nur eine Platine oder ähnliches. Alles andere mit Hochbiegen und so würde ich nicht machen. Die Emitter haben auf der Unterseite Potential, manchmal auch auf der Klebestelle!

    RE: Emitter elektrisch vom Kühlkörper trennen

    Losthighway schrieb:

    ich wollte eigentlich grad anfangen einige Golden Dragon+ LEDs auf einen Kühlkörper zu kleben da fällt mir auf, dass ich garnicht an die elektische Trennung gedacht hab.

    Vor dem gleichen Problem stehend, habe ich schlicht und ergreifend zwischen LED und Kühlkörper eine keramische Wärmeableitscheibe geklebt, nämlich eine AOS18 vom Bürklin.

    Damit schlägst Du zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Anschlußbeinchen bekommen Abstand vom Kühlkörper und die Montage ist garantiert elektrisch isolierend.
    结局很近。

    RE: Emitter elektrisch vom Kühlkörper trennen

    Losthighway schrieb:

    Eine andere Möglichkeit wäre die Emitter auf ein Vierkantkupfer 5x5mm mit Lötpaste zu löten und den Stab dann auf den Kühlkörper zu schrauben, die Beine hängen dabei in der Luft und lassen sich leichter verlöten...

    Genauso würde ich das auch machen; 5x5 oder 6x6 oder 6x4 aus Kupfer, etwa 30mm lang.
    Das ergibt nämlich die beste Wärmeableitung in den Kupferblock bei einer Lötverbindung.
    Und dann den Kupferblock mit einer Glimmerscheibe, Aluminiumoxidscheibe oder ähnlichem
    als Isolierung dazwischen auf den Kühlkörper schrauben, natürlich mit 2 Kunststoffgewinde-
    schrauben. Ergibt einen großflächigen somit guten Wärmeübergang trotz Isolierung.
    Und ist bei Bedarf wieder leicht lösbar / austauschbar.

    mfg
    Bernd

    RE: RE: Emitter elektrisch vom Kühlkörper trennen

    Das ist ne gute Idee, an liebsten wäre mir jedoch wenn ich jeden Strang mit je 7 LEDs in einem Stück schrauben könnte.
    In einem Hanfforum hab ich eine Variante mit Kupfertape gefunden, als Leiterbahnen und Übergang zum Kühlkörper, allerdings vermute ich dass der Wärmeübergang dabei nicht grad der Beste ist: LED-->WL-Kleber-->Kupfer-->Kleber-->Lack als Isolation-->KK, muss den Link hier aber nicht posten, sonst bauen die Kinder sowas noch nach. Wie gesagt es wird für Kakteen sowie Orchideen Nachzuchten:






    [ModEdit: nutzlosen Fullquote entfernt ...]

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lötmeister“ ()

    Keramik - tolle Sache. Hat mich jetzt auch mal interessiert. Vor allem, die gute
    Wärmeleitfähigkeit in Verbindung mit elektrischer Nichtleitung. Hat was.

    Allerdings haben mich die beiden Diagramme im ibäh Link mehrfach stutzen lassen.
    Wieso kann eine Keramikfläche kühler bleiben als ein voluminöserer Alu-Kühlkörper
    mit Rippen = größere Fläche zur Abgabe an die Umgebungsluft? Da stimmt doch was
    nicht mit der Physik. Keramik hin oder her, entscheidend ist immer noch die Oberfläche.

    Ich habe mich denn auf die Suche gemacht, wo die Diagramme herkommen und bin fündig geworden:
    ceramtec.de/downloads/el_ceramcool-the-ceramic-heat-sink.pdf

    Auf der Seite 4 finden sich die Diagramme. Und jetzt fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren.
    Die Diagramme stellen nicht die Kühlkörper-Temperatur dar, sondern des 'die', also des Chips!!
    Und der Grund ist, dass der Wärmeübergang vom Chip zum Kühlkörper wesentlich verbessert wurde.

    Wie das?
    Auf der Seite 5 ist es gut zu sehen.
    Beim Alu Kühlkörper geht die Wärmeableitung folgenden Weg:
    Chip/ Bodenplatte - Isolation bzw. Wärmeleitkleber - Kühlkörper
    also Metall - Nichtmetall - Metall

    Beim Keramik Kühlkörper haben wir folgende Reihenfolge:
    Chip/ Bodenplatte - Lötzinn - metallisierte Fläche - Kühlkörper
    also Metall - Metall - Metall - Metall (wenn man die Keramik mal so nennen darf)
    Das erklärt natürlich sofort den viel besseren Wärmeübergang.

    Und hier ist auch der Knackpunkt:
    Wie bekomme ich die metallisierte, lötbare Fläche auf die Keramik?
    Denn das ist ja des Pudels Kern. Wenn ich die LED nur aufklebe,
    ist der ganze Vorteil dahin. Oder habe ich was übersehen?

    Was ich noch versucht habe, rauszufinden, ist die Wärmeleitfähigkeit
    der Keramik in W/mK. Die von Kupfer (400) und von Alu (236) sind bekannt.
    Ich habe da nur spärliche Hinweise gefunden, je nach Material um die 170.
    Ist aber verglichen mit Zinn (67) schon ein bemerkenswerter Wert!!

    Fazit:
    Doch nicht so easy, wie zuerst gedacht. Zumal die Kosten auch um einiges
    über den von Alu liegen dürften. Ich denke mal, der richtige Weg sind
    Keramikplättchen, auf die dann Pads zur Wärmeableitung und el. Anschluss
    aufmetallisiert sind. Damit wird die Abwärme effektiv in die Keramik geleitet.
    Und diese hat jetzt eine vielfach größere Fläche und das Aufkleben auf einen
    konventionellen Kühlkörper leitet die Wärme dann großflächig weiter.

    Aber Moment mal, das gibt es ja schon:
    led-tech.de/de/High-Power-LEDs…tine-LT-1713_120_138.html

    Ist wohl ein Anfang. Aber sicher wichtig, wenn man mit Maximalbestromung
    operieren möchte.

    mfg
    Bernd
    Woow super dok:) danke für die schnelle antwort daran hab ich jetzt nicht schnell gedacht dass ja viel mehr wärmeübergänge bei den aluträgern sind.
    Also bei Alu werden die ledgrundplatten auf den "leiterbahnen" verlötet. Danach kommen ein isolator schätz mal harz und dann alu.
    Und bei dieser spezial keramik kann man die led pads direkt verlöten oder doch wieder nur auf leiterbahnen.
    Also ich mein nun den mittleren teil der led der die wärme abführt, nicht die anschlusspins!