WS2812B brennen an SEDU-Board durch

    WS2812B brennen an SEDU-Board durch

    Hallo zusammen,
    ich stehe gerade vor folgendem Problem:

    Ich habe an ein SEDU-Board einen WS2812B-Streifen angeschlossen und jedes Mal wenn ich den USB-Stecker ziehe, wird der erste Pixel zerstört (der winzige Controller in der LED hat ein Luftbläschen über sich :-/ ).
    Weiß jemand woran das liegen könnte?

    Ich vermute, es liegt an der Verkabelung des Ganzen: Der Streifen ist sowohl an Ground und +5V des Steckernetzteils als auch an Ground und Data des SEDU-Boards (welches über USB versorgt wird) angeschlossen. Auf dem SEDU läuft übrigens die tpm2 -> WS2801 Firmware.
    Wenn man zuerst das Steckernetzteil zieht, passiert glaube ich nichts. Kann es sein dass sich da ein Kondensator entlädt und so die WS2812B zerstört?

    Ich wäre für jede Antwort dankbar, so langsam gehen mir die Pixel aus ;)
    Beste Grüße,
    Tim
    Das ist schon seltsam...

    Die Verkabelung ist ja richtig so, GND vom NT und GND vom Controller müssen verbunden sein.

    T64 schrieb:

    Wenn man zuerst das Steckernetzteil zieht, passiert glaube ich nichts.
    Glaubst Du, oder weißt Du...? - also kannst Du das noch mal ausprobieren...?

    Habe ich das richtig verstanden, wenn Du also das Ganze in Betrieb hast, und dann den USB-Stecker vom SEDU abziehst, dann brennt der erste Chip in der Kette durch...?

    m.E. (auch wenn ich da nicht der Experte bin) ist das dann keine EMV-Sache/statische Entladung oder sowas, wenn der Chip so richtig "durchbrennt" dass es sogar ein kleines Bläschen gibt, da muss dann schon richtig Strom fließen.

    Mich wundert, dass das beim ausstecken passiert - hatte mal einen ähnlichen Fall, da war GND der angeschlossenen Schaltung geerdet, GND vom Rechner (also GND vom USB ebenfalls) auch - da gab es dann beim Einstecken eine Erdschleife, über die ein spürbarer Ausgleichsstrom geflossen ist, das habe ich dadurch gemerkt, dass das USB-Kabel warm geworden ist 8|

    Wie versorgst Du den SEDU denn, wohl über USB, wenn Du nur GND und Data verbunden hast - probier' doch mal, dass Du den SEDU mit dem selben NT versorgst, an dem auch die Stripes hängen, so ist das bei diesen ganzen fertigen "SEDU-Ambilights" gemacht - den Jumper "Vcc" von "USB" auf "EXT" umlöten, den Jumper "bypass" schließen, und dann die 5V vom Steckernetzteil oben bei der Hohlbuchse einspeisen (links daneben an dem Lötauge V+).

    Dann wird der SEDU (ausser dem USB-Chip) weiter versorgt, auch wenn Du USB absteckst, evtl. bringt das ja was...

    ansonsten fällt mir nur noch ein, die Verkabelung noch mal genau zu überprüfen, evtl. ist's ja auch andersrum, dass GND schlecht verbunden ist und es so zu einer Potentialverschiebung kommt ("Loss of Ground").
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    Unabhängig davon, was Pesi schreibt: die WS2812B dürften eigentlich mit dem SEDU nicht funktionieren bzw. nur, wenn man eine Serie mit "passendem" Timing erwischt. Für die erste Version WS2812 gab es noch eine spezielle Ambilight-Firmware. Aber da hat sich zur Version B der WS2812 auch etwas geändert.

    Oder betrifft dies erst mal nur die Ambilight-Version und die tpm2 ist toleranter? Habe ich glaub ich noch nicht getestet.
    Ach, noch ne Frage aus Neugier: Wenn das läuft, läuft es dann einwandfrei...? - also ohne Flackern an den Pixeln...?

    Weil bei mir auch, bei einem anderen User gibt es mit ner ähnlichen Firmware (Mini-DMX -> WS2811, da ist die Ausgaberoutine/Timing aber die selbe) aber Geflacker an den WS2811 - siehe hier...

    Anscheinend fallen diese Stripes/Chips dann doch recht unterschiedlich aus, was die Toleranz gegenüber nicht ganz so exaktem Timing betrifft...

    EDIT: Ah, turi, zwei mal der selbe Gedanke... ;) - wenn ich das richtig verstanden habe, klappt's hier aber, halt "nur" das Problem mit den geschossenen ICs...

    m.W. ist vom Timing her zwischen WS2812 und WS2812B kein Unterschied, betrifft nur das Gehäuse, ohne "B" = mit 6 Pins, mit "B" = mit 4 Pins...
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    Erstmal danke für eure Antworten :)
    Ja, wenn es funktioniert, dann funktioniert es sehr gut. Es sind wirklich die WS2812B mit 4-Pins und 300 Ohm Abschlusswiderstand. Daraus habe ich auch geschlussfolgert, dass es beim Herausziehen des USB-Steckers passiert, denn wenn es beim reinstecken passieren würde, würden sie ja nie funktionieren.

    Ob es auch passiert, wenn man das NT zuerst raus zieht, teste ich gleich mal (so hatte ich es die erste Tage gemacht und es ist nichts kaputt gegangen, ich wollte aber erstmal nicht zu viele Pixel beim rumprobieren zerschießen ;) ). Die Lötstellen schaue ich mir auch nochmal alle an. Das SEDU über das NT versorgen wollte ich eigentlich nicht, da ich an das SEDU auch 12V WS2801 Pixel anschließen will.

    An der Erdung des GND könnte es auch liegen, da hier im Altbau GND, Erdung, Schutzleiter, Nullleiter usw. eh alle vertauscht oder nicht vorhanden sind :-/
    Also:
    Ich habe jetzt die ersten beiden kaputten Pixel zusammen mit dem Abschlusswiderstand abgeschnitten und ab dem 3. Pixel das Kabel wieder angelötet.

    Dann habe ich erst den USB-Stecker des SEDUs reingesteckt, dann das SEDU mit den Pixeln verbunden (GND und Data), dann das Netzteil in die Steckdose und dann an den Streifen angeschlossen.
    Nachdem erstmal erwartungsgemäß nichts passierte, habe ich etwas über TPM2 ausgegeben und der erste Pixel fing an unkontrolliert zu blinken. Nach ca. 3 sek hörte er auf zu Leuchten und ist anscheinend wieder durchgebrannt.

    Wenn ich aber jetzt Data an den 2. Pixel anlege, Leuchten die anderen Pixel wie gewünscht.

    Inzwischen weiß ich überhaupt nicht mehr, was ich davon halten soll... :(

    T64 schrieb:

    dann das Netzteil in die Steckdose und dann an den Streifen angeschlossen.
    Hm, also auch wenn das keine KSQ ist, die da die Spannung hochfährt, kenne ich das so (liest man auch oft in Bedienungsanleitungen) dass man erst mal alles zusammen klemmt und als letztes dann der Stecker in die Steckdose kommt...

    also mal erst alles zusammen klemmen, dann USB anschließen, dann Stecker in die Dose, und gucken, ob's dann geht...

    wegen dem Data anlegen: Hast Du erst wieder alles auseinander gerissen, oder im Betrieb die Data-Leitung umgeklemmt...?

    An der Erdung des GND könnte es auch liegen, da hier im Altbau GND, Erdung, Schutzleiter, Nullleiter usw. eh alle vertauscht oder nicht vorhanden sind :-/
    Das sind halt auch keine guten Voraussetzungen - ich hatte das schon mal im Proberaum, immer wenn ich die Saiten vom Bass angefasst habe, hat's mich "gebrizzelt" - hat sich dann raus gestellt, dass bei der Steckdose der PE abgegangen ist...

    könnte mir schon vorstellen, dass Du da z.B. irgendwo Spannung drauf hast, die zwar noch nicht spürbar ist, aber schon reicht, um die ICs zu zerstören...

    Ist halt schwierig, wenn hier alles zusammen kommt - auch k.A., was das für ein Stecker-NT ist, ob da evtl. mal Murks rauskommt..?!

    Hast Du die Möglichkeit, das ganze Setup mal bei nem Kumpel auszuprobieren, bei dem's ne anständige, sicher funktionierende E-Installation gibt..? - um schon mal auszuschließen, dass es daran liegt...?

    Was halt auch komisch ist: Wenn jetzt da wirklich (warum auch immer) ein krasser Ausgleichsstrom über die Data-Leitung (bzw. allgemein die Verbindung SEDU-Erstes Pixel) fließen würde, der sogar ausreicht, dass der IC im WS2812B "Rauchzeichen" gibt (das Bläschen), warum dann nur das Pixel kaputt geht, und nicht der µC auf dem SEDU, dem sollte das ja auch nicht schmecken... ?(
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    Ich habe jetzt einen Workaround gefunden, so dass ich zumindest an den Festtagen nicht im Dunkeln sitzen muss ;)

    Wenn ich erst alles zuammenstecke (mit einem durchgebrannten Pixel an erster Stelle), dann das Netzteil einstecke und erst dann die Data Leitung zum ersten funktionierenden Pixel überbrücke, läuft es. Sicherheitshalber kappe ich dann auch diese Überbrückung bevor ich alles wieder aus mache.

    Falls ich irgendwann mal rausfinde, woran es wirklich liegt, kann ich ja nochmal hier schreiben. Bis dahin erstmal danke für eure Hilfe :)
    Tim

    T64 schrieb:

    Falls ich irgendwann mal rausfinde
    die Versorgung vom Streifen muss immer gewährleistet sein, bevor an dessen Dateineingang ein "High" anliegt. Sonst wird es ja durch den Dateneingang hindurch versorgt.
    Wenn man unter Absolute Maximum Ratings im Datenblatt auch sieht:
    Input Voltage: -0.5 ~VDD+0.5
    Ist die Versorgungsspannung des Stripes (VDD) abgeschalten, hat ein Eingang wenn er High führt, sicherlich mehr als 0,5V und killt eben diesen ersten Pixel.
    Abhilfe wäre evtl. eine Schottky-Diode vom ersten Pixeleingang auf VDD.
    Der Datenausgang des SEDU-Boards wird so allerdings auch wieder belastet und muss das aushalten, falls nicht noch einen 47Ohm Widerstand seriell in die Datenleitung einbauen.

    Gruß Gerd
    Oder eben, wie bereits vorgeschlagen, den SEDU auch über das Stripe-NT versorgen, dann kann der erst Daten (also 5 V an Data) ausgeben, wenn die Pixel auch versorgt sind.

    Das ist aber ein gutes Argument, hatte ich noch gar nicht bedacht - normal ist diese Diode ja schon in den Eingängen verbaut, aber klar, gut möglich, dass der Chinese die weggespart hat... oder es ist gerade die Clamping-Diode, die da durchbrennt, weil sie auf Dauer so viel Strom nicht abkann... genaueres könnte man nur sagen, wenn man die Schaltung des Eingangspins kennen würde.

    wie bereits festgestellt, fallen diese Chips (wohl auch in dieser Hinsicht) höchst unterschiedlich aus, ich hatte das bei meinen auch noch nicht, dass der durchbrennt, wenn an Data 5 V anliegt, Vdd aber auf 0 V ist..

    klar, steht so im DB, aber einem ordentlich designten Chip sollte das egal sein, kann ja immer mal vorkommen, dass an nem Eingang was anliegt, obwohl die Schaltung nicht versorgt ist. Beispiel SEDU selbst: Bei diesen ganzen Ambilight-SEDUs wird der µC vom Stripe versorgt, der FTDI aber über USB, gibt also immer (wenn das Teil am Rechner hängt) munter 0V und 5V auf den USART-Eingang vom µC, auch wenn der µC selbst ohne Versorgung ist, weil Stripes ausgeschaltet.

    dem ATmega macht das ja auch nix, trotz der selben Angabe im DB (Max. Voltage any Pin -0,5 V - Vcc+0,5 V) - deswegen bin ich jetzt auch gar nicht auf die Idee gekommen, dass hier das Problem liegen könnte ;)

    Würde ich dann auch mal so probieren (mit der externen Diode und Widerstand in der Datenleitung), schaden kann's auf jeden Fall so&so nicht... also auf jeden Fall mit dem Widerstand, der µC-Ausgang kann *max* 40 mA, mit 47 Ohm sind's dann ca. 10 mA, also gut im grünen Bereich.
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