LED-Lampe als Ersatz für Kohlebogenlampe gesucht

    LED-Lampe als Ersatz für Kohlebogenlampe gesucht

    Liebe Forumsmitglieder,

    bei meiner Arbeitsstelle werden Kohlebogenlampen verwendet, um von Gegenständen einen scharfen und gut sichtbaren Schattenwurf zu erzeugen.
    Es werden Kohlebogenlampen verwendet, da sie sehr helles Licht erzeugen und durch ihren leuchtenden Lichtbogen eine fast punktförmige Lichtquelle darstellen (je punktförmiger die Lichtquelle ist, desto schärfer ist der Schatten).
    Hier könnt Ihr den Querschnitt einer Kohlebogenlampe sehen, falls Ihr noch nie eine gesehen habt: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Arc_lamp-ignition_PNr%C2%B00035.jpg

    Kohlebogenlampen sind leider umständlich zu bedienen und enthalten zum Teil Asbest, so dass ich seit einiger Zeit einen Ersatz für sie suche, der möglichst auf der LED-Technologie beruht.
    Da ich bei meiner Suche auf Euer Forum gestossen bin, erhoffe ich mir dazu einige Tipps von Euch.

    Ich habe die Beleuchtungsstärke einer Kohlebogenlampe gemessen und habe folgende Werte erhalten:
    900 lx in einem Meter Abstand senkrecht zur Kohlebogenlampe.
    Die Kohlebogenlampe erzeugt dabei, bedingt durch Ihre Apertur, einen runden Lichtkegel mit einem Durchmesser von 1.2 m.
    Der Abstrahlwinkel beträgt also ca. 70°.
    Der Lichtstrom errechnet sich dann zu etwas über 1000 lm!

    Könnt Ihr mir vielleicht Tipps geben, welche LED ca. 1000 lm liefert und möglichst punktförmig ist (je kleiner desto besser, damit der Schatten scharf ist)?
    Die Lichtfarbe spielt dabei keine sehr grosse Rolle, es kann auch ein kaltes weisses Licht sein.
    Der Abstrahlwinkel ist auch nicht so wichtig, wobei es natürlich schön wäre, wenn es etwas gäbe, das grob an die 70° herankommt.

    Vielleicht hat jemand von Euch so etwas Ähnliches schon mal gebastelt.
    Ich würde mich daher sehr freuen, wenn ich von Euch einige Tipps dazu bekomme.
    Wenn Ihr noch mehr Angaben benötigt oder Fragen habt, lasst es mich bitte wissen.
    Prinzipiell bist du hier mit aktuellen High-Power LEDs recht gut beraten - eine Cree XM-L2 bspw könnte man gut verwenden - entweder mit Optik (= weniger Punktförmig) oder eben mit genug Strom, dass die Helligkeit auch bei 120° Abstrahlwinkel ausreicht.
    Wenn jemand Futter für seine Haustiere (Hamster, Mäuse, Ratten, etc) braucht... Futterkrämerei - der Laden meiner Frau ;)
    Infos über Cree LEDs: pct.cree.com/
    Meine Projekte: [1] [2] [3]
    Hallo,
    schau mal hier:
    uwiatwerweisswas.schmusekaters…AMPE/Schattenspiel_kl.JPG
    Ist mit einer weißen Power-LED und einer Objektivlinse mit ca. 40mm Brennweite.
    uwiatwerweisswas.schmusekaters…AMPE/LED_Lampe_gesamt.pdf
    Prinzipiell kann man mit einzelnen LED so was recht gut machen, weil LED einem Punktstrahler recht nahe kommen.

    Allerdings vermute ich, dass LED im Vergleich zu der Bogenlampe nicht die gleiche Leistung bringen wird.
    Bei LED ist die Leistung pro Chipfläche nicht beliebig zu steigern. Mehr Power bekommt man da vor allem,
    indem man die Fläche vergrößert und somit weicht man vom Punktstrahler auch um so weiter ab, je höher die max. Leistung des Strahlers ist.
    Deshalb gibt es auch keine LED-Beamer in der gleichen Leistungsklasse wie herkömmliche Beamer mit Entladungslampen.
    Ausprobier es halt einfach aus. Die schon empfohlene XM-L sind mit die hellsten Einzelstrahler.
    Gruß Helles Licht
    Halle Fakrae,

    besten Dank für die Rückmeldung!
    Leider gibt es solche High-Power LEDs nicht im Laden Ihrer
    Frau. Wenn doch, dann würde ich gleich welche bestellen ;)
    Der Tipp mit der Cree XM-L2 ist auf alle Fälle gut!
    Ich habe mich nun etwas über die Cree XM-L2 schlau gemacht
    und gesucht, wo man diese LEDs kaufen kann.
    Durch Zufall habe ich dabei gesehen, dass es bei Amazon Taschenlampen
    mit diesen LEDs gibt, z.B.: amazon.de/Fenix-TK35-Cree-XM-L…/ref=cm_cr_pr_product_top
    oder
    amazon.de/Olight-M22-Warrior-X…/ref=cm_cr_pr_product_top
    etc. (da gibt es ja richtig viele…)

    An den Taschenlampen gefällt mir, dass ich ein Fertigprodukt
    hätte, das kein Stromkabel braucht und ich nicht viel basteln muss.
    Jedoch könnte ich mir vorstellen, dass sie keinen schönen Lichtkreis
    formen. Z.B.: bei dieser Taschenlampe ist das Licht zu inhomogen verteilt:
    amazon.de/UltraFire-XM-L2-2000…923&sr=8-6&keywords=XM-L2
    Am besten sollte es so homogen verteilt sein wie hier (Danke
    @HellesLicht für diese Foto):
    uwiatwerweisswas.schmusekaters…AMPE/Schattenspiel_kl.JPG

    Bevor ich nun übereilt irgendwelche Einkäufe mache, wollte
    ich Euch um Eure Meinung Fragen:
    Denkt Ihr, es ist den Versuch Wert, solch eine Taschenlampe
    zu kaufen? Wenn ja, könnt Ihr mir eine empfehlen (eine Taschenlampe, die ähnliche
    Werte wie die Kohlebogenlampe liefert und das Licht möglichst homogen verteilt)?
    Oder meint Ihr, ich sollte lieber die LED allein kaufen und
    etwas dazu basteln (ich bin nicht so der Bastler, zur Not bekäme ich es aber
    hin…)? Kann man die Cree XM-L2 denn ohne Optik kaufen? Auf dem Datenblatt
    (cree.com/LED-Components-and-Mo…te-Directional/XLamp-XML2)
    sehe ich das irgendwie nicht.
    Ich frage mich zudem, ob es denn auch mit Optik geht. Natürlich
    wird durch eine Optik die Lichtquelle weniger punktförmig, aber ich habe mal
    spasseshalber meine LED-Lampe von IKEA (ikea.com/ch/de/catalog/products/80163192/)
    getestet. Obwohl es eine Optik gibt, bekomme ich schöne, scharfe Schatten.
    Leider ist der Lichtstrom ca. 30-fach schwächer als bei der Kohlebogenlampe,
    sonst wäre sie fast der ideale Ersatz (homogen verteiltes Licht, akzeptable
    Lichtfarbe, fast gleicher Abstrahlwinkel).

    Also, was meint Ihr? Zuerst mit Taschenlampe probieren, oder
    doch selber basteln? Vielleicht habt Ihr ja noch andere (Produkt)Vorschläge. Ich
    bin auf alle Fälle auf Eure Antworten gespannt!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „partial“ ()

    Hallo HellesLicht,

    besten Dank für Ihren Beitrag!
    Mit Ihren Fotos treffen Sie recht gut ins Schwarze (ich hoffe, es ist ok, wenn ich eines der Fotos in meinem vorigen Beitrag verwende)! Nach ungefähr solchen LED-Lampen suche ich nämlich. Der Schatten schaut echt gut aus, wobei das Licht gerne etwas heller sein dürfte (wobei so etwas auf einem Foto schwer zu beurteilen ist). Vielleicht wäre es heller, wenn man die Cree XM-L2 nimmt... Bei dieser LED scheint genügend Leistung auf kleiner Fläche vorhanden zu sein.
    Könnten Sie mir ein paar Werte zu dieser Lampe liefern (Durchmesser des Lichtkreises in z.B. 1 m Abstand, oder Abstrahlwinkel; Beleuchtungsstärke oder Lichtstrom; Maße)?
    Ist die Lampe selber gebastelt oder gekauft/modifiziert?
    Ich würde mich freuen, wieder von Ihnen zu hören!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „partial“ ()

    Hallo partial.

    dieses Forum wird von der Fa. LED-Tech betrieben, siehe oben auch der Link zum Shop. Und neben vielen anderen Produkten, wird hier auch die Cree XM-L vertrieben in versch. Typen. Dort sind auch Datenblätter erhältlich.
    Der nackte LED-Chip hat einen Abstrahlwinkel von 120°, dazu gibt es diverse Optiken wie z.B. die Ledil Cree Emily XM-Optiken.
    Möglicherweise kann man mit hochwertigen Glas-Linsen noch bessere/schärfere Ergebnisse erzielen, dazu habe ich leider keine Bezugsquellen. Aber wie man sieht, kann man für den Preis einer einzigen Fenix-Taschenlampe eine ganze Menge XM-Ls mit Zubehör bekommen und verschiedene Lösungen ausprobieren.
    Was man sonst noch braucht zum Betrieb von LEDs, wie Kühlkörper und eine passende Stromquelle, wird hier im Forum tagtäglich neu diskutiert. ;)

    Frohes Basteln!
    An den Taschenlampen gefällt außerdem nur bedingt, dass sie zwar den genannten Chip verbauen, aber in der Regel diesen nicht mit soviel Strom versorgen, dass er so hell wird. Dazu reicht auch die Kühlung häufig (hochwertige Ausnahmen gibt es immer) nicht aus in einer TaLa

    Was Kühlung etc angeht ist eine XM-L2 auf Kupferkernplatine, die auf einen alten CPU-Lüfter (ebay <5€) geschraubt wurde nahezu eine ideale Lösung.
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    Hallo Fakrae und Lichtgestalter,

    besten Dank für Eure Rückmeldungen.
    Der nackte LED-Chip hat zwar nach Webseite (led-tech.de/de/High-Power-LEDs…E-XM-Serie-c_120_170.html)
    einen Abstrahlwinkel von 125°, schaut man sich aber das Datenblatt näher an
    (z.B. led-tech.de/produkt-pdf/cree/XLampXM-L.pdf
    S. 7), so sieht man, dass die Leuchtkraft jenseits von 40° stark abfällt.
    Ich vermute daher, dass ich wohl um eine Optik nicht
    herumkommen werde, um einen Lichtkegel mit einem Abstrahlwinkel von ca. 70°
    homogen auszuleuchten.
    Leider kenne ich mich mit Optiken nicht gut aus, so
    dass ich momentan trotz der hohen Kosten eher dazu tendiere, eine Taschenlampe
    zum Testen zu kaufen.
    Wenn ich dann sehe, dass die Taschenlampe nur
    grob das liefert, was ich möchte, kann ich immer noch den nackte LED-Chip
    kaufen und eine Lampe entwerfen, die besser meine Wünsche erfüllt. Wenn ich
    Glück habe, ist die Taschenlampe aber so gut, dass sie mir als Ersatz für die
    Kohlebogenlampen dienen kann.

    Könnt Ihr mir vielleicht eine hochwertige Taschenlampe
    empfehlen (weisses Licht; möglichst punktförmiger LED-Chip, der ca. 1000 lm
    liefert; Abstrahlwinkel von ca. 70°; homogen ausgeleuchteter Lichtkegel)?

    Gerne lasse ich mich auch von Euch umstimmen, wenn Ihr
    denkt, dass es keine geeignete Taschenlampe zum Testen gibt.

    Ich freue mich schon auf Eure nächsten Antworten!
    Hast du nicht die Möglichkeit, etwas mehr Abstand zu fabrizieren und so auch mit deinen 40° auszukommen?
    Aber du kannst natürlich auch so eine entsprechende TaLa kaufen, bei 100€ stellt ja der Widerruf kein Problem dar.
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    Hallo Fakrae,

    doch, natürlich kann ich mit der Lampe weiter weg gehen, so
    dass die 40° ausreichen.
    Aber je weiter weg ich gehe, desto weniger Helligkeit habe ich
    und der Schatten verliert an Kontrast.
    Zudem wäre es schön, einen scharfen Lichtkegel zu bekommen
    (wie z.B. auf dem Foto von HellesLicht: uwiatwerweisswas.schmusekaters…AMPE/Schattenspiel_kl.JPG),
    denn solch einen produziert auch die Kohlebogenlampe.

    Der Preis der hochwertigen Taschenlampen von ca. 100 - 200 € stört
    mich relativ wenig. Selbst wenn ich sie nicht zurückgeben kann, hätte ich damit
    kein Problem, da ich solche Fehlkäufe in mein Budget eingeplant habe.
    Da ich aber natürlich nicht unnötig Geld verschwenden
    möchte, würde ich gerne eine Taschenlampe zum Testen kaufen, die möglichst
    vielversprechend ist.
    Da es sehr viele Taschenlampen gibt und hier viele Leute mit
    Erfahrungen sind, hoffe ich nun auf ein paar
    Kaufempfehlungen, wobei ich natürlich nach wie vor offen bin für andere
    Vorschläge.

    partial schrieb:

    ... so sieht man, dass die Leuchtkraft jenseits von 40° stark abfällt
    Im Diagramm "Typical Spatial Distribution" sind die Halbwinkel nach jeder Seite angegeben, 2* 40° Halbwinkel ergeben mit 80° etwa mehr als deine gewünschten 70° Vollwinkel.
    Möglicherweise kannst du auf Optiken ganz verzichten und versuchst es mit einer Lochblende? So kämst du der gewünschten Punktlichtquelle vielleicht am nächsten.
    Hallo Lichtgestalter!

    Besten Dank für Deinen Beitrag! Dasselbe ist mir auch gerade
    aufgefallen, als ich ein anderes Datenblatt studiert habe!
    Dass die Lichtstärke bis zu den 2*35° leicht abfällt, stört
    sicher nicht (das ist bei der Kohlebogenlampe ähnlich).
    Und einen scharfen Lichtkegel kann ich dann in der Tat durch
    eine Lochblende erzeugen!

    Hmm, jetzt fällt mir die Wahl schwer:
    Taschenlampe zum Testen kaufen (wenn ja, welche ist am vielversprechendsten?)
    oder doch selber etwas mit der Cree XM-L2 basteln (da bräuchte ich noch etwas
    Hilfestellung, wie ich das am besten mache)?

    partial schrieb:

    Der Schatten schaut echt gut aus, wobei das Licht gerne etwas heller sein dürfte (wobei so etwas auf einem Foto schwer zu beurteilen ist). Vielleicht wäre es heller, wenn man die Cree XM-L2 nimmt... Bei dieser LED scheint genügend Leistung auf kleiner Fläche vorhanden zu sein.
    Könnten Sie mir ein paar Werte zu dieser Lampe liefern (Durchmesser des Lichtkreises in z.B. 1 m Abstand, oder Abstrahlwinkel; Beleuchtungsstärke oder Lichtstrom; Maße)?
    Ist die Lampe selber gebastelt oder gekauft/modifiziert?
    Ich würde mich freuen, wieder von Ihnen zu hören!

    Hallo,
    ja das Licht könnte noch heller sein. Ich denke, das Foto hatte ich mit einer Taschenlampe gemacht, die nur auf ca. 800mA (ca. 2,5W) eingestellt war.
    Die XM-L kann aber bei sehr guter Kühlung noch einiges mehr ab (3A, ca.10W).
    Mit meiner 60W-Lampe (6x XM-L) kann man ein Fußballfeld beleuchten :)
    uwiatwerweisswas.schmusekaters…W-Lampe/89_Lampe_vorn.JPG
    uwiatwerweisswas.schmusekaters…W-Lampe/Lichtfleck_8m.JPG

    Die Abstrahlcharakteristik bei meiner Lampe ist variabel. Man kann die Linse verschieben.
    Hier ist der Linsentubus abgenommen.
    uwiatwerweisswas.schmusekaters…CHENLAMPE/Alu_Lampe_2.JPG

    Bei minimalem Abstand der Linse zur LED ist der Öffnungswinkel ca. 90°.
    Wenn man den Abstand vergrößert bekommt man im Extremfall eine Scharfabbildung des LED-Chip entsprechend der Brennweite der Linse von ca. 40mm.
    Die Abbildungsgröße ist dann von der Größe des LED-Chip abhängig.
    Dann ist der Lichtfleck auf 1m Abstand nur ca. 8....10 cm groß. Das sieht dann etwa so aus:
    uwiatwerweisswas.schmusekaters…SCHENLAMPE/Spot_klein.JPG
    wobei der Chip noch nicht ganz scharf abgebildet wird (man erkennt aber schon, dass der Chip rechteckig ist).

    In dieser Einstellung steht die Linse in einer Zwischenposition. Durch schieben des Linsentubus macht man den Fleck größer oder kleiner
    und natürlich ändert sich damit die Lichtleistung pro Flächeneinheit.
    uwiatwerweisswas.schmusekaters…AMPE/Schattenspiel_kl.JPG

    Diese Lampe ist eine eigene Konstruktion. Der Hauptunterschied zu den allermeisten käuflichen Lampen ist eben genau die rel. hochwertige Asphäre, die ich für die Kollimation benutze.
    Es gibt wohl angeblich auch einige Lampen mit Linsenoptiken zu kaufen, aber die meisten Lampen haben nur eine eher billige Optik, die eben kein so homogenes Licht macht.
    Aber die Kollimatorlinse deiner Bogenlampe sollte auch funktionieren.
    Kaufe dir doch einfach einen XM-L auf Kupferträger und schraube diese auf einen ordentlichen Kühlkörper und setze davor mal die Optik der Bogenlampe.
    Wie man die LED befeuert, wurde ja schon beschrieben.
    Gruß Helles Licht
    Hallo Fakrae und HellesLicht,

    danke für Eure (Einkaufs-)Vorschläge. Ich werde die nächsten
    Tage noch etwas über den Eigenbau von LED-Lampen lesen und Euch dann mitteilen,
    welche Komponenten ich kaufen kann/möchte. Dann könnt Ihr mir ja sagen, ob ich
    das richtige kaufe oder nicht.
    Am Schluss hätte ich gerne eine Lampe, die dann mit einem
    Akku funktioniert. Denkt Ihr, dass das geht?

    Besten Dank @HellesLicht für die ausführlichen Erklärungen
    zu der tollen Lampe! Wenn es die zu kaufen gäbe (mit höherer Leistung als die
    800 mA), dann könnten wir ins Geschäft kommen.
    Könnten Sie vielleicht ein Foto des Lichtflecks auf einer
    Wand in ca. 1 m Abstand zur Lampe ohne Optik machen und hier hochladen? Mich
    würde wirklich sehr interessieren, wie das ausschaut.
    Welche XM-L verwenden Sie denn in dieser Lampe? Die XM-L U2,
    XM-L2 U2 oder XM-L2 U2 auf Star?

    Übrigens: Meine Kohlebogenlampen haben alle KEINE Optik! Ich
    habe aber Linsen, die ich verwenden könnte. Allerdings wäre es toll, wenn ich,
    wie bei der Kohlebogenlampe, ohne Optik auskäme.

    Noch eine Frage zum Kühlen:
    Ihr schlagt vor, dass ich einen guten Kühlkörper verwenden soll.
    Bei der Webseite zur XM-L2 U2 auf Star led-tech.de/de/High-Power-LEDs…Star-LT-2079_120_170.html
    steht ein extra Hinweis, dass man die Hitze von den Bauteilen ableiten soll.
    Bei der Webseite zur XM-L2 U2 led-tech.de/de/High-Power-LEDs…tine-LT-2078_120_170.html
    steht das nicht explizit. Ist das nur ein Versehen, oder braucht diese nicht so
    stark gekühlt werden?
    Muss es wirklich so ein riesiger (CPU-)Kühlkörper sein? Mir
    scheint das etwas überdimensioniert zu sein. Dann hätte ich einen Chip auf Kupferplatine (ca. 20 mm Durchmesser) auf etwas, das ca. 10-mal so gross ist.
    Ginge auch so ein Kühlkörper: led-tech.de/de/High-Power-Zube…T-662-LT-888_106_114.html?

    Werden die Chips eigentlich nur geklebt oder auch zusätzlich mit Schraube(n) befestigt?
    Ist dieser Wärmeleitkleber led-tech.de/de/High-Power-Zube…-Silver-LT-775_49_52.html
    gut genug?

    Viele Grüsse und Danke für Eure Rückmeldungen!

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „partial“ ()

    Hallo partial,

    - grundsätzlich kann man die LED natürlich mit Akku betreiben. Ein LiPo - oder LiIon-Akku mit seinen ~3,7V Nennspannung bietet sich da an, das sind etwa 0,4V mehr als die XM-L benötigt. Hierzu ist dann eine Konstantstromquelle (KSQ) mit "Low Drop" nötig, das ist die Spannung die die KSQ selber "verbraucht" zur Stromregelung. Die oben von Fakrae verlinkte lineare KSQ benötigt min. 1V mehr Spannung als der Verbraucher und wäre in dem Fall ungeeignet, bzw. müssten die Akkus min. 4,3V Spannung auch im teilentladenen Zustand liefern

    - Alle LEDs wollen gekühlt werden, auch wenn es vielleicht nicht explizit dabei steht. Der erwähnte "Massiver Alu-Kühlkörper für LT-662 " ist nach meinen eigenen Erfahrungen zu klein bemessen für die 10 Watt einer XM-L. Solch einer sollte es schon mindestens sein, und auch nur dann, wenn er seine Wärme ungehindert an die Umgebungsluft abgeben kann, also nicht in einem geschlossenen Gehäuse verbaut wird. Mit steigender Temperatur verkürzt sich die Lebensdauer jeder LED, sie degeniert schneller, d.h. sie verliert mit der Zeit an Helligkeit bis zum Totalausfall. Wenn der Kühlkörper klein gehalten werden soll, kommt man um eine aktive Kühlung mitttels eines Lüfters nicht herum.

    - Kleben oder schrauben? Der Arctic Silver Kleber aus dem Shop ist ganz gut und erfüllt seinen Zweck. Die geläufige Meinung erfahrener LED-Bastler ist, daß man mit verschrauben + Wärmeleitpaste noch etwas bessere Wärmeübergänge schaffen kann, ausserdem ist es bei einem Ausfall der LED leichter, sie auszutauschen. Man kann Blechschrauben zur Befestigung am KK verwenden oder M2,5-Gewinde hineinschneiden.
    Noch etwas: Wenn die LED bei >2A betrieben werden soll, dann musst du unbedingt die auf Kupferplatine nehmen und nicht die auf Starplatine - letztere kann die Wärme nicht schnell genug vom Chip ableiten und die LED würde über kurz oder lang kaputt gehen.

    Zum Thema Kleber/Paste: Sagen wir es so: Viele Leute haben mit einem Wärmeleitkleber sehr gute Erfahrungen gemacht. ALLE Leute haben mit Paste+Schrauben sehr gute Erfahrungen gemacht ^^

    Die Empfehlung für den CPU-Kühler ist recht leicht nachzuvollziehen: Er arbeitet mit 5V (= Spannung des Netzteils), er ist furchtbar billig (<5€ ist kein Thema) und die Kühlleistung ist etwas überdimensioniert, was der Lebensdauer der LED sehr zugute kommt.
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    Hallo Lichtgestalter und Fakrae,

    danke für Deinen Hinweis zur Konstantstromquelle (KSQ). Das Problem, wie ich die LED mit Akku betreibe, gehe ich dann an, wenn denn der Prototyp, den ich erstmal bauen muss, gut genug läuft. Vorher macht das keinen Sinn. Aber es ist schon mal gut zu wissen, dass nichts gegen einen Betrieb mit Akku spricht.
    Um schon für die Zukunft eine gute KSQ zu haben, die auch mit Akku läuft, könnten Sie mir da eine spezielle KSQ mit Low Drop empfehlen?

    Danke auch für den Hinweis zum Kühlen und dem vorgeschlagenen Kühlkörper. Ich denke mit diesem Modell kann ich gut leben (oder soll es noch grösser sein?). Da er ähnlich billig ist wie ein CPU-Kühler, würde ich diesen gegenüber einem CPU-Kühler vorziehen. Ein Gehäuse plane ich derzeit nicht, so dass ich vermutlich keinen Lüfter brauche.

    Der Hinweis zum Schrauben ist auch sehr nützlich und nachvollziehbar. Dann bohre ich halt noch ein paar Löcher ;) Ist diese Wärmeleitpaste gut genug?

    Danke für den Hinweis, dass die CREE XM-L2 U2 auf Star nicht in Frage kommt. Aber ich hätte von vornherein entweder diese oder diese LED genommen.

    Da ich übrigens immer noch die Anschaffung einer Taschenlampe mit der XM-L LED plane, würde ich mich freuen, wenn Ihr mir ein hochwertiges Modell, das möglichst meine Anforderungen erfüllt, empfehlen könntet. Mir fehlt bei dem grossen Angebot der Überblick und die Erfahrung.
    Die LED willst du vermutlich so montieren, dass sie waagrecht eine Wand anstrahlt, oder? Ich weiß nicht ob Lichtgestalter das bedacht hat (die angegebene Kühlleistung bezieht sich auf einen vertikalen Aufbau) - und ich selbst habe noch keine Kühlkörper dimensioniert, die an der Belastungsgrenze betrieben werden - da wäre es eventuell gut es würde sich noch jemand anders zu Wort melden.

    Ich würde an deiner Stelle DEFINITIV die XM-L2! nehmen, die ist bei 3A und 85° Chiptemperatur um etwa 16% effizienter: (Quelle: pct.cree.com/dt/index.html) - leider ist es aus den Datenblättern nicht direkt ersichtlich, weil das für die L2 bei 85° angegeben ist und das für die L bei 25°. Hier sieht man auch sehr schön, was die Temperatur für einen Einfluss hat: Der Sprung von 85° auf 100° bei der L2 führt schon zu einer Reduktion um über 30lm -> Kühlkörper nicht zu klein dimensionieren
    XM-L U2: 865lm (85°, 3A)
    XM-L2 U2: 986lm (85°, 3A)

    Wegen Taschenlampen kann ich nicht helfen - besitze keine ^^
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