LED Herz

    Hallo,
    dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum und ich hoffe, ich finde hier eine elegante Lösung für mein Problem!
    Ich möchte nun auch ein LED Herz bauen und ich weiß, dass es hier schon einige Themen darüber gab, aber ich bin sozusagen noch ein ziemlicher Anfänger und deswegen konnte ich mit den anderen Themen und Schaltungen noch nicht so viel anfangen.
    Für den Anfang möchte ich einfach nur, am besten auf einer Holzplatte, zwei Reihen aus roten LEDs in einer Herzform anbringen und diese sollen dann entweder immer von innen nach außen leuchten oder irgendwie anders.
    Nun weiß ich aber leider gar nicht, was ich dazu brauche oder wie ich das löten muss oder wie die LEDs überhaupt gesteuert werden. Ich besitze einen Arduino und kann damit auch schon relativ sicher umgehen, jedoch weiß ich nicht mal, ob das überhaupt etwas damit zu tun hat.

    Könnte sich hier jemand erbarmen und mir alles ganz genau erklären? Was ich für Bauteile brauche, was die einzelnen Bauteile machen, wie die LEDs gesteuert werden, wie das alles auf einer Holzplatte befestigen muss usw.?

    Ich hoffe, ich werde hier jetzt nicht in der Luft zerrissen, weil ich alles so genau erklärt haben möchte. :whistling:
    Hallo,
    ich würde gerne noch mal wissen, ob ich das nun richtig verstanden habe.

    Ich benötige für so ein LED Herz:

    -Einen DECADENZÄHLER wie z.B.:
    reichelt.de/MOS-4007/3/index.h…;ARTICLE=12563;SEARCH=MOS 4017
    (Was genau macht der??)

    -Und einen Taktgenerator wie z.B.:
    de.farnell.com/texas-instrumen…-cmos-dip8-555/dp/9488243
    (Was macht der? Wo ist der Unterschied zum DECADENZÄHLER?)

    -LEDS und Widerstände

    Das würde im Prinzip schon reichen? Wie würde das ganze dann mit Strom versorgt werden? Batterie oder Netzteil? Wie kann ich ausrechnen, wie viel Volt/Ampere ich benötige?

    Und man könnte das gleiche auch mit einem Mikrocontroller realisieren? Wie würde das dann aussehen?

    Ich hoffe, ihr könnt einem Anfänger wie mir helfen. :x
    Der Zähler tut das, was der Name sagt: Er zählt ^^ Jedes mal wenn am entsprechenden Pin die Spannung von GND nach VCC wechselt, zählt er um eins weiter. Die Zahl gibt er entsprechend binär kodiert auf seinen Pins aus.

    Ein Taktgeber tut das, was der Name sagt: Er erzeugt einen Takt, sprich an einem Pin wechselt periodisch mit einer gegebenen Frequenz die Spannung von GND nach VCC und wieder zurück - und wieder von vorne.

    Wie du das versorgst hängt davon ab, ob es mobil sein muss oder nicht. Rote LEDs brauchen zwischen 1,8V und 2,4V - je nach LED. Und du willst sie vermutlich mit etwa 10mA/LED betreiben, über Reihen- und Parallelschaltungen und was das für Strom und Spannung bedeutet darfst du dich selbst informieren.

    Selbstverständlich geht das auch mit einem Mikrocontroller - da geht sogar noch viel mehr :P Das würde dann ähnlich aussehen, nur dass der uC seinen Taktgeber bereits integriert hat - dafür musst du ihn halt entsprechend programmieren.

    Was bei der ganzen Geschichte noch fehlt, ist eine entsprechende Menge an Transistoren, denn weder ein uC noch der Zähler ist in der Lage den nötigen Strom für alle LEDs zu liefern.
    Wenn jemand Futter für seine Haustiere (Hamster, Mäuse, Ratten, etc) braucht... Futterkrämerei - der Laden meiner Frau ;)
    Infos über Cree LEDs: pct.cree.com/
    Meine Projekte: [1] [2] [3]

    Fakrae schrieb:



    Wie du das versorgst hängt davon ab, ob es mobil sein muss oder nicht. Rote LEDs brauchen zwischen 1,8V und 2,4V - je nach LED. Und du willst sie vermutlich mit etwa 10mA/LED betreiben, über Reihen- und Parallelschaltungen und was das für Strom und Spannung bedeutet darfst du dich selbst informieren.


    Was bei der ganzen Geschichte noch fehlt, ist eine entsprechende Menge an Transistoren, denn weder ein uC noch der Zähler ist in der Lage den nötigen Strom für alle LEDs zu liefern.


    Vielen Dank für deine Antwort! :)

    Habe jetzt noch ein ganz paar Fragen.

    Um herauszufinden, welche Transistoren ich benötige und wie viele, muss ich wissen, wie viel Strom die LEDs brauchen, richtig?
    Nehmen wir mal an, ich möchte 30 LEDs leuchten lassen. Wo ist da der Unterschied zwischen Reihen- und Parallelschaltung? Welche ist mehr zu empfehlen?

    Ich möchte diese LEDs benutzen:
    reichelt.de/LEDs-standard-hell…PID=3018&artnr=LED+5MM+RT
    Dort steht:

    Betriebsspannung
    1,7 … 2,8 V
    Gruppenstrom
    15 mA

    Im Datenblatt steht aber etwas von 5V. (siehe: cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A500/LED_5MM_RT.pdf)
    Wie viel V brauche ich nun?

    Und was für ein Netzteil brauche ich? Wie viel Watt, Volt und Ampere? Und welche Transistoren?

    Ich weiß, dass das viele Fragen sind und wahrscheinlich sind da auch echt blöde bei, aber ich bin leider echt ein totaler Anfänger, was das angeht. :x
    Die 5V aus dem Datenblatt sind der Wert, den die LEDs gerade noch überleben, wenn du sie falsch rum anschließt. Daran zu erkennen, dass dort "Reverse Voltage" steht.
    Der Wert, der für dich interessant ist, ist VF = Flussspannung. Im Datenblatt steht: typisch 2,3V. Und Maximaler Strom 15mA -> Rechne für deine Berechnungen von Strom/Spannung mal mit 10mA und 2V, dann bist du auf der sicheren Seite.

    Wenn du es mit dem Netzteil betreiben willst, würde ich mal ein 12V Netzteil in den Raum werfen - die sind billig und weit verbreitet. Bei Batteriebetrieb würde ich auf einen normalen 9V-Block setzen.
    Du brauchst bei der Menge an LEDs sowohl Reihen- als auch Parallelschaltungen. Wie du die verteilst bleibt deine Aufgabe, dazu gibt es unendlich viele Infos die nur eine Suche entfernt sind ;) Schließlich sollte irgendetwas vom KnowHow auch bei dir hängen bleiben und deine Freundin (geh ich mal von aus) freut sich sicherlich, wenn auch mehr als die reine Handwerksleistung von dir kommt.

    Über die Transistoren machen wir uns Gedanken, wenn der Rest steht ;)
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    bytekiller234 schrieb:


    Wo ist da der Unterschied zwischen Reihen- und Parallelschaltung?

    Fakrae schrieb:


    ... über Reihen- und Parallelschaltungen und was das für Strom und Spannung bedeutet darfst du dich selbst informieren.

    Das tut auch nicht weh und ist der Einfachheit halber hier direkt im Anfängerbereich angepinnt.

    bytekiller234 schrieb:


    Dort steht:

    Betriebsspannung
    1,7 … 2,8 V
    Gruppenstrom
    15 mA

    Im Datenblatt steht aber etwas von 5V. (siehe: cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A500/LED_5MM_RT.pdf)
    Wie viel V brauche ich nun?
    Und was für ein Netzteil brauche ich? Wie viel Watt, Volt und Ampere? Und welche Transistoren?

    Bei den 1,7 - 2,8V steht ja nun Betriebsspannung dabei!
    Was steht denn bei den 5V dabei?

    Die Spannung die du benötigst hängt auch von deiner Entscheidung über die Parallel- und Reihenschaltung ab. Davon ist dann natürlich auch die Wahl des Netzteils und der Transistoren abhängig.

    Elektronik ist kein Hexenwerk, verlangt aber ein bisschen Eigeninitiative.
    Bei deiner Vorbildung würde ein kompletter Plan mit Einkaufsliste wahrscheinlich zu einem zweiten Thread mit dem Titel "Hilfe Schaltung geht nicht!" führen.
    Also lieber erst mal ein bisschen einlesen und dann dazu Detailfragen stellen. Dann sollte einer erfolgreichen Umsetzung nicht mehr viel im Wege stehen.

    Wie wäre es mit so was zum üben?
    Sämtliche Angaben ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit!
    Danke für eure zwei Antworten!

    Also ich versuche nun zuerst ein Lauflicht aus den oben genannten LEDs zu bauen. Auf einem Breadboard.

    Ich habe es ohne den 555er versucht, da ich im Internet gelesen habe, dass es auch ohne einen geht (wenn auch nicht so gut/stabil).

    Bei meinem Versuch leuchtete jedoch die ganze Zeit nur eine LED.

    Ich benutze eine 9V Batterie und habe vor jeder LED einen Widerstand.

    Dann habe ich mich an dieses Datenblatt gehalten:
    cdn-reichelt.de/documents/date…4022_MOS4017%24%23NSC.pdf

    An alle Outputs habe ich die LEDs angeschlossen, an VDD Plus und an VSS Ground/Minus. Das stimmt doch so weit, oder?

    Was muss ich aber an Clock, Reset, Clock Enable und Carry out anschließen? Plus oder Minus?
    1) Ohne Taktgeber musst du den Takt manuell weiter schalten -> Am clock-Pin abwechselnd + und - anschließen.
    2) Der Counter verträgt nur sehr wenig Strom pro Ausgang (am besten <1mA) - ich hoffe dein Widerstand ist entsprechend groß sonst verbrutzelt das ganze recht schnell ;)
    3) Du willst mit dem High-Pegel schalten, also muss + von der LED an den Counter-PIN und - an GND
    4) ClockEnable muss laut Seite 4 an GND angeschlossen werden, CarryOut kann leer bleiben, Für Reset schau dir Seite 4 an.
    Wenn jemand Futter für seine Haustiere (Hamster, Mäuse, Ratten, etc) braucht... Futterkrämerei - der Laden meiner Frau ;)
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    Fakrae schrieb:

    1) Ohne Taktgeber musst du den Takt manuell weiter schalten -> Am clock-Pin abwechselnd + und - anschließen.
    2) Der Counter verträgt nur sehr wenig Strom pro Ausgang (am besten <1mA) - ich hoffe dein Widerstand ist entsprechend groß sonst verbrutzelt das ganze recht schnell ;)
    3) Du willst mit dem High-Pegel schalten, also muss + von der LED an den Counter-PIN und - an GND
    4) ClockEnable muss laut Seite 4 an GND angeschlossen werden, CarryOut kann leer bleiben, Für Reset schau dir Seite 4 an.


    Danke noch mal, dass Du mir die ganze Zeit hilfst. :) Muss echt doof sein, das alles so einem Anfänger wie mir zu erklären.

    1.Abwechselnd plus und minus? Meinst Du damit so etwas wie einen Schalter/Taster?
    2.Habe einen etwa 700 Ohm großen Widerstand vor jeder LED. Reicht das oder ist mein Counter schon kaputt?
    3.Wenn ich jetzt den Taktgeber anschließen möchte, wie muss ich das machen?
    1) Entweder zwei Schalter, oder du nimmst einen PullUp/Down-Widerstand und einen Schalter (letzteres wäre die favorisierte Methode)
    2) Du hast laut U = R*I etwa einen Strom von 10mA... Erhöhe mal deinen Widerstand auf 10kOhm, dann müsste das okay sein. Ob er schon kaputt ist -> ka. Manchmal halten die etwas höhere Ströme für kurze Zeit aus.
    reichelt.de/74HC-4017/3/index.html?ARTICLE=3220 wenn du den hier genommen hättest, wäre das kein Thema, der packt pro Pin 20mA, wenn die Summe 50mA nicht überschreitet (tut es ja nicht, ist ja immer nur einer an)
    3) Ich hoffe du hast für deinen Taktgeber auch alle Bauteile? Einfach nur ein NE555 ohne externe Beschaltung wird nicht schwingen
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    Fakrae schrieb:

    1) Entweder zwei Schalter, oder du nimmst einen PullUp/Down-Widerstand und einen Schalter (letzteres wäre die favorisierte Methode)
    2) Du hast laut U = R*I etwa einen Strom von 10mA... Erhöhe mal deinen Widerstand auf 10kOhm, dann müsste das okay sein. Ob er schon kaputt ist -> ka. Manchmal halten die etwas höhere Ströme für kurze Zeit aus.
    reichelt.de/74HC-4017/3/index.html?ARTICLE=3220 wenn du den hier genommen hättest, wäre das kein Thema, der packt pro Pin 20mA, wenn die Summe 50mA nicht überschreitet (tut es ja nicht, ist ja immer nur einer an)
    3) Ich hoffe du hast für deinen Taktgeber auch alle Bauteile? Einfach nur ein NE555 ohne externe Beschaltung wird nicht schwingen

    Hallo,

    2.Also den benötigten Widerstand habe ich irgendwo online ausgerechnet. Finde den Link gerade nicht wieder. Könntest Du mir das vielleicht einmal vorrechnen? Meine LEDs benötigen 2V und 10 Ampere.

    3.Was für Bauteile benötige ich denn noch?
    2) Du rechnest die Spannung, die am Widerstand vernichtet werden muss (9V(Akku) - 2V(LED) = 7V(Widerstand)) und den Strom (10mA in deinem Fall) und dann U = R * I -> R = U / I
    Aber dein Counter verträgt keine 10mA, deswegen musst du den Widerstand größer machen, bis <1mA fließt. Das passiert bei ungefähr 10.000 Ohm. Ich würde aber an deiner Stelle den von mir verlinkten 4017 besorgen, denn bei <1mA siehst du von deinen LEDs nicht viel.

    3) Selbst suchen :P An der Stelle, an der der NE555 erwähnt wurde, waren garantiert auch alle anderen Bauteile aufgelistet. Alternativ dazu gibt es auch im Datenblatt auf Seite 5 und 6 den Punkte "Astable Operation" - das ist das, was du haben willst und dort steht auch, welche Werte die Bauteile brauchen und wie sie verschaltet sein müssen.
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