Umbau 8-armiger Lüster / Kronleuchter auf LED-Technik

    Wir schreiben jetzt den 25.1.2018
    Von den im Oktober 2016 gekauften 10 Vosla-LED-Kerzen "leben" jetzt noch 6 Stück.
    40 % Ausfall nach 1,3 Jahren ist schon happig.
    1 LED-Leuchtmittel hat damals immerhin 5 Euro gekostet. "Geld scheissen" habe ich leider immer noch nicht gelernt... :(
    Die kaputten "Filament"-LED müssen jetzt leider zum Elektroschrott. Diese werden dann von einem geheimen Naturvolk händisch in ihre Einzelteile zerlegt.
    Elko zu Elko und Diode zu Diode usw.
    Naja, ganz so wie oben beschrieben wird das Recycling nicht ablaufen. Es wird wahrscheinlich schon mehr Energie in die Produktion der neuen LED-Kerze reingesteckt, als dieses Leuchtmittel jemals im Betrieb verbrauchen wird.
    Für mich ist das kompletter Irrsinn.
    Ich hätte gerne einmal eine neutrale Berechnung zur Energieeffizienz von klassischer Glühbirne und LED.
    Rohstoffgewinnung, Transport, Produktion, Lebensdauer, Verbrauch während des Betriebs, Recycling.
    Von staatlicher Seite gibt es als Infos dazu - dank Lobbyismus - nur Schönfärberei.
    Etwas Positives zum Schluß: Bei meinem 40 Jahre alten TI-59 Taschenrechner funktioniert die Betriebs-LED immer noch. :)

    Gruß,
    Dirk

    Bromosel schrieb:

    Ich hätte gerne einmal eine neutrale Berechnung zur Energieeffizienz von klassischer Glühbirne und LED.

    Ich war mal 4 Jahre in der Solarbranche tätig. Die Fa., wo ich war ist ein Big Player in der Player was Produktionsanlagen für die Halbleiterei, Solar, TFT und Glasherstellung betrifft.
    Hier ging es um amorphe Dünnschichtmodule, die eh keinen so berauschenden Wirkungsgrad haben.
    Der Hersteller warb damit das sich die Module nach X Jahren amortisiert hätten.
    Auf meine Gegenfrage, ob die Amortisation finanziell oder energetisch gemeint ist, konnte oder wollte mir niemand antworten :evil:
    Es macht sehr wohl einen Unterschied, ob ich für die Produktion Strom zu Großverbraucherkonditionen einkaufe und dann Solarstrom gefördert einspeise - das ist locker Faktor 3!
    Und da geht verdammt viel Strom für drauf. Die ganzen Materialien haben eine Reinheit vergleichbar mit der Halbleiterei, das ist aufwendig, dann das Aufsputtern ist energieintensiv, es landet nicht alles auf dem Panel, sondern die Kammer wächst ebenfalls von innen her zu.
    Ich war in der Reinigung und Aufarbeitung der Kammerauskleidungen. Dabei wurden Kammerteile abgeätzt und neu anodisiert. Das Galvanikbecken wurde mit einem 100KW Kälteaggregat gekühlt und die selbe Energiemenge fraß das Galvanikbecken anderthalb Stunden lang bei der Schichtabscheidung. Plus Trockenofen hinterher und diverse Beckenheizungen.
    Und wir waren nur ein Rädchen im gesamten Produktionsprozess.
    Ich sah mal eine Energierechnung eines Monats von uns. Die hätte ich ohne zu zögern mit meinem Monatslohn getauscht :D
    Für die Jüngeren: Led Zeppelin ist KEIN beleuchtetes Luftschiff! :D

    Superluminal schrieb:

    Und wir waren nur ein Rädchen im gesamten Produktionsprozess.


    Tja,
    das berühmte Rädchen. ;)
    Ich drehe mittlerweile an einem Solchen...
    Eigentlich sollte dieses Thema ja einen Umbau eines alten Kronleuchters auf LED behandeln.
    Aber ich habe in den letzten Jahren soviel schlechte Erfahrungen mit LED-Technik gemacht - Leuchtmittel verschiedener Hersteller - infolge dessen ich mittlerweile absolut ratlos bin. Es werden durch die Bank bei LED-Leuchtmitteln ca. 15.000 Stunden Betriebsdauer propagiert. Meine Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, daß LED-Leuchtmittel nur unwesentlich länger halten als die alten Faden-Glühbirnen. Deren Lebensdauer wiederum wurde mutmaßlich schon 1924 auf 1000 Stunden begrenzt.
    de.wikipedia.org/wiki/Phoebuskartell
    de.wikipedia.org/wiki/Centennial_Light

    Vielleicht kommt jetzt von irgendeinem Mitleser ein Kommentar, daß ich mir die Steinzeit herbeisehen würde.
    Hmmm...
    Mittlerweile fühle ich mich wehrlos gegenüber den Entwicklungen in der Wirtschaftspolitik.
    Ich will an dieser Stelle nicht weiter ins Themengebiet Lobbyismus abschweifen. ;)

    Eigentlich will ich nur, daß wir unseren Kronleuchter möglichst sparsam betreiben können.
    Für gutgemeinte Vorschläge bin ich sehr empfänglich.
    Ich habe einfach keine Lust mehr, mindestens einmal jährlich defekte LED-Leuchtmittel austauschen zu müssen.
    Das nervt mich mittlerweile extremst.

    Gruß,
    Dirk
    An Deiner Stelle würde ich nicht weiter gegen die LED-Technik motzen, gegen die Weltverschwörer der Obsoleszenz und gar noch denken, Deine «Versuchsreihen» durchgeknallter 3€-China-Blender sei ein repräsentativer Langzeittest!
    Als kleiner Tipp würde ich mal die Netzspannung und Verteilung in Deinem Haus genauer untersuchen lassen. Kostet zwar Geld, aber ich vermute dass da gelegentliche transiente Überspannung den LED den Garaus machen. Da Du sicher nix weg wirfst, hast Du vermutlich noch alte Elektro-Werkzeugmaschinen vom Ur-Opa im Haus (Bohrmaschine etc.) die evt. auch etwas das Netz verseuchen. Vielleicht ist auch ein Industrie-Betrieb / Werkstatt in der Nähe, welcher grössere Maschinen benützt.
    Also vielleicht ist das Problem einfach woanders zu suchen, aber Du kannst natürlich gerne weiter Lampen ersetzen und über die Wegwerf-Gesellschaft lästern.

    Ich betreibe seit Jahren diverse Lampen mit LED und hatte noch nie irgendwelche Ausfälle.
    Für etwas Überspannung reicht schon ein konventioneller Halogentrafo der im selben Kreis hängt und gleichzeitig geschaltet wird. In Ermangelung geeigneter Schalter kann das Ereignis "gleichzeitig Schalten" auch durch einen der (zumindest hier) immer häufiger auftretenden Stromausfälle verursacht werden.
    Laß dir mal vom "Elektrischen" in die Verteilung Überspannungsableiter einbauen. Die sind zwar nicht ganz billig (ein 3-phasiger ca. 270€ reiner Materialpreis) halten aber sogar einen Blitzschlag, wenn er nicht in unmittelbarer Nähe auftritt, von der gesamten danach angeschlossenen Installation fern. Außer du fängst dir Überspannungen über Telefon, Antenne oder Netzwerkkabel ein. Die Glühlampen sind dann aber sicher geschützt. Und sollte der Überspannungsableiter irgendwann einmal auslösen, dann wird nicht die Installation stromlos geschaltet, sondern er deaktiviert sich selbst. Ist z.B. wichtig, wenn du im Urlaub bist, das nicht die Kühltruhe deswegen abtaut und der Inhalt verdirbt.
    Mit Überspannungsableitern in der Verteilung werden aber z.B. auch Server geschützt. Es ist also keine leere Marketingworthülse ;)
    Für die Jüngeren: Led Zeppelin ist KEIN beleuchtetes Luftschiff! :D

    Phillux schrieb:

    An Deiner Stelle würde ich nicht weiter gegen die LED-Technik motzen, gegen die Weltverschwörer der Obsoleszenz und gar noch denken, Deine «Versuchsreihen» durchgeknallter 3€-China-Blender sei ein repräsentativer Langzeittest!
    Als kleiner Tipp würde ich mal die Netzspannung und Verteilung in Deinem Haus genauer untersuchen lassen. Kostet zwar Geld, aber ich vermute dass da gelegentliche transiente Überspannung den LED den Garaus machen. Da Du sicher nix weg wirfst, hast Du vermutlich noch alte Elektro-Werkzeugmaschinen vom Ur-Opa im Haus (Bohrmaschine etc.) die evt. auch etwas das Netz verseuchen. Vielleicht ist auch ein Industrie-Betrieb / Werkstatt in der Nähe, welcher grössere Maschinen benützt.
    Also vielleicht ist das Problem einfach woanders zu suchen, aber Du kannst natürlich gerne weiter Lampen ersetzen und über die Wegwerf-Gesellschaft lästern.

    Ich betreibe seit Jahren diverse Lampen mit LED und hatte noch nie irgendwelche Ausfälle.


    Bin eigentlich ein Befürworter der LED-Technik. ;)
    Vor 5-6 Jahren ungefähr habe ich ich unsere Treppenhausleuchten mit sogenannten "Maiskolben"-LED Leuchtmitteln versehen.
    Die funktionieren bis heute tadellos, obwohl sie die am meisten geschalteten im ganzen Haus sind.
    Könnten Kontaktprobleme im Kronleuchter selbst eine Ursache sein?
    Wenn ja: warum flackert da während des normalen Betriebs nichts?
    Die Elektrik im Haus ist vor 8 Jahren komplett neu verlegt worden. Störenfriede wie Opa's Bohrmaschine kann ich ausschließen, da ER meines Wissens nie eine hatte! ;)
    Allerhöchstens die Melkmaschinen der 3 Kleinbauern im Dorf könnten "Das Netz verseuchen".
    Aber die lassen ihre Melkmaschinen auch nicht rund um die Uhr laufen.
    Bis vor ein paar Jahren hielt eine klassische 20 W - Glühbirne in dem Kronleuchter noch 2 Jahre. Nach dem Wechsel auf LED schafft es kaum ein Leuchtmittel über ein Jahr.
    Für mich als Ottonormal-Verbraucher ist das sehr ärgerlich: Die Einsparung an Energiekosten muss ich direkt wieder in einen Neukauf investieren.
    Das ist in meinen Augen für mich ökonomisch und im Allgemeinen ökologisch total für die Füße.
    Irgendjemand verdient sich währenddessen eine Goldene Nase an diesem System.

    Schlußendlich wünsche ich mir, daß jeder Mitleser hier mich nicht als "Altvorderen" ansieht.
    Bin für jedwede neue Technik offen, aber sie müßte eben besser und haltbarer sein als die ältere Technik. Letzteres trifft eben in fast allen Bereichen nicht zu.
    Von Freunden und Bekannten (Ingenieure) z.B. aus dem Automobilbau/Maschinenbau höre ich seit mehr als 10 Jahren immer die gleiche Leier: Die werden von der Chefetage quasi dazu gezwungen, gewollten Verschleiß einzubauen. Nichts darf ewig halten. Ein heutiges Bauteil wird terminiert, dann ist es gezielt kaputt.
    In Sachen LED muß man sich nur einmal vorstellen, daß ein Leuchtmittel tatsächlich die angegebene Lebensdauer erreicht. In dieser Zeit wird kein Ersatz dafür gekauft. Die Herstellerfirma verdient in diesem Zeitraum nichts.

    Speziell bei LED-Leuchtmitteln bin ich für die Ausweitung der gesetzlichen Garantiezeit von 2 auf 5 Jahre.
    Unsere wirschaftsgesteuerten Politiker werden dieses Anliegen im Sinne des Gemeinwohls bestimmt alsbald durchsetzen.;-)

    Gruß,
    Dirk

    PS: Mein Langzeittest behandelt übrigens keine "3€-Chinaböller" sondern die LED-Leuchtmittel von "vosla" aus deutscher Produktion...
    Na ja, wenn schon «Deutsche Qualitätsprodukte» vorzeitig aussteigen, würde ich mal dort anfragen, was sie dazu meinen. Vosla kenne ich selber nicht, kann ich nix dazu sagen. Ich vermute, wie bereits erwähnt, dass irgendwelche Schweinereien auf der Netzspannung den vorzeitigen Ausfall verursachen. Aber es wäre ja auch sicher interessant zu erfahren, was Vosla dazu meint??? Fragen kostet ja nix ;) Unter Umständen sind sie selber auch interessiert, warum das Leuchtmittel ausfiel und wollen es untersuchen.
    Immer an den geplanten Ausfall zu glauben, macht auch keinen Sinn. Da sind Fakten gefragt, keine Vermutungen.
    Die Elektrik wurde komplett neu verlegt! Okay gut, heisst aber nicht, dass alles fachmännisch durchgeführt wurde oder auf dem idealen Stand ist! Kann man annehmen, ist aber auch wieder falsch - muss man abklären und sich absichern.
    Von der Ferne kann man da wirklich nicht viel mehr dazu sagen und ich behaupte auch nicht, dass es einfach ist, den Grund zu finden. Aber offenbar haben die Allermeisten keine solchen Erfahrungen gemacht - was soll man dann jammern?
    Du kannst ja die restlichen Leuchtmittel einem Bekannten zur Verfügung stellen, möglichst andere Adresse, anderer Ort und mal schauen, ob sie dort ihren Dienst klaglos und lange Zeit verrichten, dann wird man sehen!

    Phillux schrieb:

    Du kannst ja die restlichen Leuchtmittel einem Bekannten zur Verfügung stellen, möglichst andere Adresse, anderer Ort und mal schauen, ob sie dort ihren Dienst klaglos und lange Zeit verrichten, dann wird man sehen!


    Hmm, okay.

    Dann leihe ich also einem Kumpel meine problematischen LEDs aus und hole sie mir dann nach 5 Jahren Langzeittest wieder zurück...
    Soll ich jetzt auch noch Beta-Tester für LED-Leuchtmittel werden oder was? ;)
    Wir haben mittlerweile sogar in der Firma erhebliche Probleme mit LED-Technik. Andauernd Reklamationen bei verschiedenen Herstellern, weil denen ihre LED-Strahler anstatt 7 Jahre eben nur 3 Monate halten. Unsere Monteure verkabeln nach neuestem Stand der Elektro-Technik.

    Auch mein Haus ist elektrotechnisch von einem Fachmann abgesegnet.

    Nebenschauplatz KFZ-Beleuchtung, speziell Hauptscheinwerferfer. Früher vor 30 Jahren gab es noch H4-Birnen. Die hielten ca. 3-4 Jahre. Dann kam die H7 Birne, die hielt dann nur noch ca. 2-3 Jahre. Heutige Osram-H7-Birnen halten nach meinen Erfahrungswerten nur noch 1,5 Jahre.
    Kostenpunkt heute an der Tankstelle für diese Osram-Birnen pro Stück: 15 Euro.
    Vor 3 Jahren habe ich einen NONAME 10er-Pack H7-Birnen für 10 Euro + 5 Euro Versand erworben.
    Diese Chinaböller halten auch 1,5 Jahre durch, kosten aber nur 1/10 der Osram-Birnen.
    Der alte Begriff "Made In Germany" hat für mich schon seit langem an Bedeutung verloren.
    Die Komponenten billigst in China produziert und dann 2 Schrauben in Deutschland angebracht verdienen dieses Qualitätssiegel schon lange nicht mehr.
    "Made In Germany" stand früher mal für Qualität.

    Wenn ich heutzutage irgendwo "Made in Germany" entdecke, dann ist das einfach nur noch ein Witz.
    Nahezu alles kommt heute aus China.

    Gruß,
    Dirk
    Die H4/H7 kauft man ja auch nicht wenn man sie braucht, sondern wenn es sie 1-2x im Jahr billig beim Discounter für nen knappen Fünfer das Doppelpack gibt ;)
    Die reifen dann im Handschuhfach, bis zum Einsatz. Wohl dem, der noch relativ gut an seine Lampen rankommt. Dazu zählt mein 20 Jahre alter Passat noch, sieht man mal davon ab, das man für den Birnentausch am rechten Scheinwerfer die Luftansaugung ausbauen muß. Wenn man dagegen mal im Fernsehen gesehen hat, was man bei einigen Franzosen da für "Handstände" für veranstalten muß... <X
    Für die Jüngeren: Led Zeppelin ist KEIN beleuchtetes Luftschiff! :D

    Bromosel schrieb:

    Dann leihe ich also einem Kumpel meine problematischen LEDs aus und hole sie mir dann nach 5 Jahren Langzeittest wieder zurück...
    Soll ich jetzt auch noch Beta-Tester für LED-Leuchtmittel werden oder was?

    Nee, musst Du nicht, aber dann höre auf hier den Dauermotzer zu spielen, weil Dir eh niemand helfen kann. War nur die günstigste Variante ein mögliches Problem ausschliessen zu können. Da brauchst Du auch nicht fünf Jahre zu testen, weil bei Dir ja alle paar Wochen etwas kaputt geht, reichen zwei, drei Monate um zu einem aussagekräftigen Resultat zu kommen ;)
    Andere Variante: Kaufe Dir entsprechende Messgeräte für einige Lappen und überwache damit die Netzspannung auf Transienten oder lass es von einem «Fachmann» machen. Der installiert Dir dann vielleicht auch einen gescheiten Überspannungsschutz.

    Bromosel schrieb:

    Auch mein Haus ist elektrotechnisch von einem Fachmann abgesegnet.

    Ja, es nennen sich heute viele Fachmann. Man wird heutzutage schon als Fachmann geboren und braucht kein weiteres Studium (siehe auch alle die kompetenten Fachmänner auf Youtube) Manchmal machen Fachmänner aber einen Riesen-Murks, weil sie gerade keinen Bock haben oder es einfach nicht besser wissen. Es gab auch schon nukleare Katastrophen, wo doch dort nur Fachmänner gearbeitet haben oder es explodierte ein Raumgleiter, weil Fachmänner etwas übersehen haben!

    Bromosel schrieb:

    Nahezu alles kommt heute aus China.


    Na und? Denkst Du in China ist alles nur billig und schlecht? Technologisch haben die uns teilweise schon abgehängt. Und dein IPhone oder Samsung-TV, was denkst Du wo das produziert wird?

    Neu

    Phillux schrieb:

    Und dein IPhone oder Samsung-TV, was denkst Du wo das produziert wird?


    Nirgendwo... :thumbsup:
    Ich habe mich vom Handy/Smartphone vor 2 Jahren bewußt verabschiedet.
    Für mich sind persönliche Kontakte im Realleben einfach wichtiger als virtuelle Begegnungen.
    Von Dir weiß ich nur, daß Du Phillux heißt und mich als "Dauermotzer" bezeichnest. :D
    Ich kann mich natürlich auch der großen Mehrheit anschließen und die heutige LED-Technik lobpreisen. Werde ich aber nicht. Ich sehe mittlerweile nahezu Alles mit kritischen Augen. Es ist einfach eine Summe von Erfahrungen, die sich in meinen mittlerweile 48 Lenzen angesammelt haben.
    Auf kritische Langzeittests wird man jedoch bei LED-Leuchtmitteln vergeblich warten, weil die Modelle in immer kürzeren Zeitabständen abwechseln.

    Man stelle sich vor, ich kaufe HEUTE 10 LED-Leuchtmittel, welche mit einer Lebensdauer von ca. 15.000 Stunden und ca. 100.000 Schaltzyklen beworben werden:
    Zum Beispiel:
    Osram Parathom Filament Retrofit Classic B25 2.8W/827 E14 FR Kerze
    Link: leuchtmittelmarkt.com/Osram-Pa…3Aiw82EAQYAiABEgLAyvD_BwE
    Und ich starte sofort einen Langzeittest.
    Nach einem Jahr berichte ich dann über die ersten beiden Ausfälle.
    Ist das dann Gemotze oder ist das einfach nur ein Aufschrei eines verarschten Verbrauchers? ;)

    Gruß,
    Dirk

    Neu

    Langzeittests sind schon möglich, bzw. lassen sich in Klimaschränken sogar beschleunigen. Anders wäre das Prüfen von Halbleitern auch garnicht möglich. Allerdings ist es aufwändig und teuer. Nicht jeder Hersteller ist in der Lage und Willens, diesen Aufwand zu treiben.
    Für die Jüngeren: Led Zeppelin ist KEIN beleuchtetes Luftschiff! :D

    Neu

    Bromosel schrieb:

    Ich habe mich vom Handy/Smartphone vor 2 Jahren bewußt verabschiedet.
    Für mich sind persönliche Kontakte im Realleben einfach wichtiger als virtuelle Begegnungen.

    Und von wem ist das Telefon was zu Hause auf dem Tisch steht?
    Samsung, Panasonic oder noch das gute alte mit der Drehscheibe?
    Ich stehe auch etwas auf Kriegsfuß mit den Smartphone, wollte nie eines haben.
    Mit deinen 48 Lenzen bist du ja noch jung.
    Ich bin da weit drüber und deshalb habe ich mich entschieden mir eins zuzulegen.
    Einfach um Sicherheit zu haben auch mal Hilfe holen zu können.

    Mit den Leuchtmitteln ist das halt so eine Sache.
    Die Technik ist für den Privatmann/Frau noch relativ neu.
    Man versucht halt das Zeugs in die Haushalte zu bringen.
    Und da gebe ich dir Recht, das da viel Schrott auf dem Markt gibt.
    Aber wir sind eine "Wegwerfgesellschaft" das ist so und das bleibt auch so.
    Daran wirst du auch nichts ändern.

    Diese Woche hätte ich eine neue "Neonröhre" fürs Büro gebraucht.
    Im Baumarkt kostet die kompl. Lampe 9,95€.
    Die Röhre 15.95€.................

    Neu

    Ja, das machen du und ich so, aber Otto Normalverbraucher will "plug an play" altes Leuchtmittel raus und neues Leuchtmittel rein. Wobei ich mir auch überlege, wo ich umbaue und wo das Faultier siegt :P
    Z.B. im Keller habe ich keine Steckdose und es ist finster und die Leuchtstofflampe hängt an der Decke überkopf, nur mit der Leiter zu erreichen. Da würde ich eher zu einer 1:1 austauschbare LED Röhre greifen, ehe ich ne Leiter hole, die Kabeltrommel ausrolle, mich dann beim Hausverwalter rechtfertigen muß, weil mich jemand angezinkt hat, weil ich Gemeinschaftsstrom aus der Hausverteilung genommen habe... och nö, das hatte ich damals beim Einzug schon, als ich die Lampe an der Decke angebracht habe, weil mir die standardmäßig installierte Schiffsarmatur an der Eimgangstür nicht reichte für den 3 oder 4 Meter langen Keller :D
    Für die Jüngeren: Led Zeppelin ist KEIN beleuchtetes Luftschiff! :D

    Neu

    Superluminal schrieb:

    Langzeittests sind schon möglich, bzw. lassen sich in Klimaschränken sogar beschleunigen. Anders wäre das Prüfen von Halbleitern auch garnicht möglich. Allerdings ist es aufwändig und teuer. Nicht jeder Hersteller ist in der Lage und Willens, diesen Aufwand zu treiben.


    Ich hätte gerne vom Anfang (Rohstoffgewinnung) bis hin zum Ende(Recycling) eine Energie-Effizienzrechnung. Betriebsdauer angenommen 1000 Stunden.
    Alte Glühfaden-Technik im Vergleich mit LED und ESL. Wieviel Müll fällt beispielsweise bei der Produktion und der Entsorgung an...
    Welche Technik hat da die Nase vorn?
    Solche objektiven Fakten fehlen mir. Wer sollte solche Sachen auch veröffentlichen wollen?
    Mich interessieren sehr wohl im eigenen Privathaushalt die Energiekosten und daher bin ich nach wie vor bestrebt, nach und nach auf LED umzurüsten.
    Auf den Verbraucher wirken LEDs subjektiv günstiger als herkömmliche Glühfaden-Birnen. Ich denke aber auch an den ewig langen Rattenschwanz, der hinter den günstigen LED-Leuchtmitteln liegt. Wie sieht es denn tatsächlich mit dem globalen Ressourcen- & Energie -Verbrauch aus?
    Bei der verbauten Vorschaltelektronik in LED und ESL wird mir regelmäßig schlecht.

    Gruß,
    Dirk