LED per USB - Vieles gelesen... nicht verstanden :(

    LED per USB - Vieles gelesen... nicht verstanden :(

    Ich habe folgendes vor:

    Eine Reihenschaltung oder Parallelschaltung - je nachdem was besser ist

    4 -10 LED, dies wird von Projekt zu Projekt variieren

    Es handelt sich dabei immer um 5mm Farb-LED mit folgenden Daten

    -----------------------------------------
    Besonderheiten
    Betriebstemperatur
    -40 … 85 °C

    Ausführung
    Gehäuseausführung
    klar, farblos
    Abstrahlwinkel
    30 °
    Lichtstärke
    60 mcd

    Allgemeines
    Modellbezeichnung
    L-53GC
    Typ
    LED 5 mm
    Farbe
    grün

    Elektrische Werte
    Betriebsspannung
    2,0 … 2,5 V
    Gruppenstrom
    25 mA
    Wellenlänge
    565 nm

    Maße
    Höhe
    8,6 mm

    -----------------------------------------

    Wie berechne ich den Vorwiderstand - (R=U/I)

    aber brauche ich vor jeder LED einen Widerstand, oder nur einen?
    Stimmt meine Rechnung mit 80 Ohm?
    Welche Schaltung muss ich wählen - und wenn ihr noch mögt, dann bitte mit einer Erklärung, warum gerade diese?

    Macht es einen Unterschied ob ich 4 oder 5 LEDs nehme - muss ich dann bei der Berechnung was neues beachten?


    Vielen Dank

    Und ja... oft behandeltes Thema... aber aus allem was ich bisher gefunden habe wurde ich nicht wirklich schlau.
    Willkommen im Forum :led:

    Hier ein paar Grundlagen!

    Gegeben sind die 5V deines USB-Anschlusses.
    Und die ca. 2,5V 20mA pro LED.

    Die Formel für den Widerstand ist schon mal richtig.
    Du solltest für jeden Strang der LEDs einen Vorwiderstand nehmen.

    Ohne weiteren schaltungstechnischen Aufwand kannst du also maximal so viele LEDs in Reihe schalten bis inkl. Vorwiderstand eben diese 5V erreicht sind.

    Je nach dem was deine USB Quelle ist, darfst du nach USB Spezifikation max. 100mA ohne Anmeldung entnehmen. Das würde dann den maximal möglichen Strom der Schaltung begrenzen.

    Wurdest du nicht schlau oder wolltest du nicht schlau werden wollen ?( ;)
    Sämtliche Angaben ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit!
    Vielen Dank, sowohl für dein Willkommen als auch deine Antwort :)

    Ich wurde einfach nicht schlau aus dem was ich gefunden habe, aber dein Link zu den Grundlagen... der hat mir (denke ich zumindest) geholfen.

    Wenn ich das Richtig verstanden habe, dann....

    5V Quelle mit 100mA

    Reihen/Parallelschaltungsmix
    Ein Strang - Reihenschaltung besteht aus einem 39 Ohm Vorwiderstand und 2 LED mit 2,1V 25mA
    davon gibt es dann 2 Stränge Parallel geschaltet.

    So ergibt sich 2,1V + 2,1V = 4,2V
    5V - 4,2V= 0,8
    0,8 / 25mA = 32 Ohm - Den Vorwiderstand habe ich nicht gefunden, also den nächst größeren 39 Ohm



    Richtig so?

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „CM-AUR“ ()

    Hallo,
    so weit ist dein Konzept und deine Rechnung ok.
    Widerstände gibt es in definierten Abstufungen. Gängig sind eigentlch alle Werte bis zu E24-Reihe.
    Asl nächstliegender QWert wäre 33 Ohm ein sehr üblicher Wert , der sogar noch in der E6-Reihe verfügbar wäre.
    de.wikipedia.org/wiki/E-Reihe
    elektronik-kompendium.de/sites/bau/1109071.htm

    Ansonsten solltest du auch noch ein paar andere Hintergünde bei deinen Projekten beachten.
    (willst du mal veraten, was der Hintergrund der Projekte ist)

    1. Leistungswerte und Wärmemanagment
    Ist im konkerten Fall sicher unkritisch. Der Widerstand, welcher bei ca. 0,8V max. um 25mA verheizen muß, bekommt nur ca. 20mW zu sehen.
    Bei höheren Strömen und Spannungabfall kann eine kleine Bauform aber schnell überlastet werden.
    Die LED sind mit 25mA spezifiziert. Aber unter bestommten Bedingungen sollte man nicht an die obere Grenze gehen, sondern
    besser darunter bleiben.
    Dies gilt besonders für:
    - hohe Umgebungstemp.
    - schlechte Kühlung
    - Dauerbetrieb über lange Zeit.

    Du hast herkömmliche grüne LED mit ca. 565nm Wellenlänge.
    Die haben einen eher schlechten Wirkungsgrad. Es gibt aber auch LED im Bereich um 530nm,
    sogenanntes Verkehrsgrüm, die vergleichsweise phantastische Effizienz haben (bis über 2000mcd bei 20mA).
    Da holt man bei gleichem LED-Strom über 10 mal mehr Licht raus oder man braucht eben
    nur 1....2mA, für gleiche Helligkeit. Allerdings haben diese LED ca. 3V Flußspannung und gehen
    dann nicht 2 Stück in Reihe an 5V.
    Auch blaue LED sind vergleichsweise extrem hell. Bei Rot sollte man eher auf die Typen um 620....630nm (helle rot-oragne) setzen.
    Die erscheinen bei gleicher Lichtleistung viel heller als die Typen um 640...650nm (tieffrot) , weil das Auge in diesem Bereich immer
    unempfindlicher wird.
    Gruß Helles Licht
    2,1V erscheinen mir auch recht wenig.
    Mein Tipp, bestell dir auch ein paar kleinere Widerstände, und ein günstiges Multimeter um den Strom genauer bestimmen zu können.
    20mA sind generell ne Hausnummer bei LEDs dieser Bauform, und auch mit 10-15mA werden sie kaum dunkler erscheinen. Die Effizienz ist i.d.R. besser bei niedrigeren Strömen.
    So könntest du bei Bedarf auch 10 LEDs á 10mA an einen USB-Port hängen. Dazu noch, daß meiner Erfahrung viele USB-Hosts auch 500mA abgeben ohne Geräteidentifizierung, und an externen USB-Hubs mit eigenem Netzteil, oft sogar noch mehr bis zur max. Belastbarkeit des Steckernetzteils.
    Wow, so viele Antworten, vielen Dank!

    @HellesLicht Danke für die Hinweise mit der Lichtstärke, ich denke ich werde direkt bei LED-Tech bestellen... die Auswahl überzeugt, besonders die Ultrabright-LED sagen mir zu.
    Zu dem Projekt: ich habe vor ein kleines Beleuchtetes Plexi-Glasschild zu bauen. Erstmal zum testen und dann mal schauen was man noch so anstellen kann.

    @Lichtgestalter Multimeter habe ich. Dein Hinweis mit dem externen USB-Hub ist interessant... später mal messen was der ausspuckt.

    @Ledsfetz Mir ging es bei der Zeichnung erstmal darum ob ich das ganze soweit verstanden habe und keinen Fehler bei der Berechnung gemacht habe. Somit siehst du, dein Post lässt auch "kleinen Leuchten" ein Licht aufgehen ;)
    Die 2,1-2,5 volt Flußspannung stimmen schon, es sind ja alte Grüne LEDs, also, die die von den Roten abgeleitet wurden. Die neueren Grünen, die sich von den blauen ableiten und heller sind, haben 3 volt (Blaue 3,3 volt). Würde die LEDs nicht mit mehr als 20mA bestromen, 14mA wären für die Lebensdauer aber bedeutend besser. Die Herstelle ergeben halt an, was die LEDs maximal können. Dann sind die schön hell, aber nach 2-3 Jahren kommt dann nicht mehr viel Licht raus. Wird ja alles auf Wegwerfen getrimmt. 20mA sind, wenns länger halten soll, besser, bei 14mA halten die LEDs über 30 Jahre im Dauerbetrieb aus :!: Das neue Grün ist nicht nur heller, sondern auch schöner als das alte Grasgrün, das ja etwas gelblich ist. Würde schon von daher die neueren mit 3 Volt Flußspannung und 530nm nehmen. Das ist ein Smaragdgrün, daß schon ganz minimalst ins bläuliche tendiert.
    Die "alten" grünen dienen eher als Kontrolleuchte am Notebook oder Steckernetzteil, wo es gar nicht hell sein soll. Zu den Roten: ja, die 615 m Orangeroten sind natürlich heller als die 630 nm Roten unddie auch heller als die mit 640, 650 oder 660nm. Die 640nm bis 660nm sehen aber vom Rotton viel Schöner aus, weil 650nm ein Ideales Rubinrot ist und keinen Orangestich mehr hat. Ist viel intensiver, aber halt leider nicht so hell. Den 650 nm rotton siehst du hinten an deinem PC an der Soundkarte. Der Ausgang, der mit "Line out/SPDIF" beschriftet ist, leuchtet in diesem 650 nm rot (Ist ein optischer Audioausgng)
    LED the Sun shine. Nur, wer reparieren kann, lebt nachhaltig!
    Selbstgebaut hält Länger. Kampf der geplanten Obsoleszenz!
    Wir sind das Pro-LED-Tariat ;)