Grow von Supermarkt-Tomaten auf der Fensterbank und Loggia

    Juisoo schrieb:

    Ich sehe du hast die Rispentomate noch nicht aufgegeben. Hast du noch Hoffnung?


    Ein kleines Bisschen. Wollte erst die Mexikanische Honigtomate in den Topf pflanzen und die Rispentomate entsorgen, im Tomatenforum wurde mir jedoch empfohlen, die noch nicht weg zu schmeißen. Habe wie man sehen kann einen neuen Topf genommen und die Rispentomate werde ich erstmal noch eine Weile versuchen aufzupeppeln. Wenn sich jetzt im April nicht mehr viel tut, dann breche ich den Versuch jedoch ab.
    Denke die Tomate hat Braunfäule (vhttp://de.wikipedia.org/wiki/Kraut-_und_Braunf%C3%A4ule). Mittlerweile kriegen das über kurz oder lang alle Tomaten im Freiland in DE (wenn man nicht spritzt), deswegen machen die meisten einen Regenschutz über die Tomaten.
    Ist nur die Frage offen wo der Erreger her kam. Die Erde war gekauft, sollte also frei davon sein. Gießt Du mit Regenwasser?
    Jetzt ist auch die große Pflanze erkrankt.:( Ich werde demnächst einige Detailfotos machen und hier reinstellen.

    Zur Erde: Die ist zwar bei Obi gekauft, die Grünpflanzenerde, aber entkeimt wurde sie sicher nicht. Denn in der Erde sehe ich lauter kleiner Milben oder so rumwuseln. Sind weiß und maximal einen 1mm lang und länglich geformt.
    Sieht so aus, dass zumindest bei der großen Pflanze die Erkrankung durch eine zu große Luftfeuchtigkeit während der Phasen in der Growtonne entstanden bzw. begünstigt worden ist. Ich habe keine aktive Lüftung eingesetzt, sondern nur die Konvektion durch die Verdunstung (feuchte Luft ist leichter) plus die Wärme des Led-Kühlkörpers. Da die Wände der Growtonne auch aus durchlässigen 160g/m² Papier bestehen, dachte ich die Luftfeuchtigkeit wird im normalen Rahmen bleiben. Einige Nächte standen die Pflanzen komplett ohne Lüftung in der Growtonne wo dann wohl die Luftfeuchte stark anstieg. Die letzten Tage habe ich mangels 50mm Lüfter die Pflanzen nur ohne die Growtonne beleuchtet und zumindest bei der großen Pflanze hat sich die Erkrankung bisher nicht sichtbar ausgebreitet. Dafür ist sie aber sehr gut gewachsen und auch die erste Tomate zeigt sich schon. Die Höhe beträgt jetzt etwa 55cm und die Breite ebenso.
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    Heute gibt es wieder ein Update. Die große Rispentomate von Edeka wächst ausgezeichnet, und hat jetzt eine Höhe ohne Topf von etwa 60cm und etwa 65cm Breite. Wenn es so weiter geht, wuchert sie mir bis zum Sommer noch über den Kopf.:D Neben dem Tageslicht bekommt sie jeden Abend noch etwa 4 Stunden lang das Licht der Hängelampe aus 4 Cree XP-G2 R3, die auf 1A läuft und zusammen mit dem Vorwiderstand 14W aus dem Netzteil zieht. Die reine Led-Leistung beträgt dabei 12,6W.

    Die Mini-Rispentomate geht jedoch immer mehr ein schafft und es kaum schnell genug neue Blätter zu bilden, bis diese befallen und zerstört werden. Detailaufnahmen gibt es im nächsten Beitrag. Die Mexikanische Honigtomate wächst auch gut, aber viel ist noch nicht zu sehen.
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    Hier die Detailaufnahmen der befallenen Stellen:
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    Update:

    Beide Pflanzen, also die große Rispentomate aus dem Supermarkt und die Mexikanische Honigtomate, wachsen sehr gut. Bei der großen Rispentomate war ich mit dem Ausgeizen nachlässig, sodass die immer mehr in die Breite wuchert. Andererseits ist es auch nicht schlecht, da ich nicht will, dass diese auf dem Balkon zu hoch wächst. Aufgrund der hochstehenden Sonne würden die oberen Bereiche eh kein direktes Sonnenlicht erhalten. Derzeit ist sie ohne den Topf gut 80cm hoch und 1m breit. Sie trägt 18 Tomaten in den verschiedensten Reifestadien, wobei die erste und größte mittlerweile etwa 4cm Durchmesser besitzt. Außerdem sind derzeit noch etwa 13 Blüten vorhanden.

    Die Mexikanische Honigtomate wächst eher filigran, wenn man von den Seitentrieben absieht, die ich jedoch entfernt habe. Die Höhe beträgt 30cm und die Breite etwa 40cm. Leider ist auch hier die Pilzerkrankung (?) vorhanden, die sich an regnerischen Tagen mit hoher Luftfeuchte merklich ausbreitet. Was den Versuch mit der Mini-Rispentomate aus dem Supermarkt angeht, den hacke ich jetzt als gescheitert ab. Die Pflanze bildet zwar ständig neue Blätter, diese werden aber nach und nach von der Erkrankung zerstört.
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    Vielleicht werde ich auch einen Grow-Versuch durchführen, bei dem es um die photosynthetische Verwertbarkeit eines dichromatischen und eines weißen Spektrums in der Praxis geht. In der Praxis in dem Sinne, wie viel davon bei zwei gleichen Pflanzen jeweils am Ende als Biomasse landet. Da werden ja immer noch Diskussionen geführt, welche Bewertungen der bestimmten Spektralteile richtig sind und inwiefern ein vollständiges Spektrum von 400-700nm wichtig ist oder ob nur Blau+Rot ausreicht.

    Dafür brauche ich natürlich zwei Klone um Pflanzenunterschiede ausschließen zu können und so habe ich zwei Stecklinge von der großen Rispentomate geschnitten, die mittlerweile auch schon Wurzeln geschlagen haben.
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    Update:

    Die große Tomate hat durch eine Windböe fast einen der großen Seitenäste verloren. Dieser ist komplett umgeknickt, sodass ich ihn an der Stelle geschient und die Pflanze für 4 Tage drinnen im Wohnzimmer beleuchtet habe, damit die Stelle ruhig liegt und sich wieder festigen kann. Danach habe ich die Seitenäste an jeweils zwei Stellen angebunden, damit da eine Stabilisierung vorhanden ist.

    Die Mexikanische Honigtomate entwickelt sich gut, und hat mittlerweile die ersten Blüten. Die Seitentriebe schneide ich im Gegensatz zur großen Rispentomate konsequent ab, damit die Pflanze erstmal mehr in die Höhe und nicht in die Breite wuchert. Da ich bald noch eine andere Tomatenpflanze und 2 Jalapenos von meiner Mutter bekomme, werde ich wenig Platz auf dem Balkon haben. Die große Rispentomate ist nämlich jetzt schon etwa 1,2m breit.
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    Also bei einem vollen Tag Sonne so 1,5-2 Liter und das ohne abendliche Zusatzbeleuchtung. Was ich noch vergessen habe zu erwähnen, ist, dass ich der großen Rispen-Tomate vor einigen Tagen 1g Hakaphos Rot und der Mexikanischen Honigtomate 0,1g Hakaphos Blau gegeben habe. Danke an dieser Stelle an Cossart für seine Empfehlung.
    Nach langer Zeit wollte ich auch mal wieder eine Rückmeldung geben. Auch wenn das Wetter in Hamburg nicht besonders gut ist und erst Recht nicht in diesem Jahr, so konnte ich bisher bei der großen Tomatenpflanze über 2,5kg Tomatenbeeren ernten. Das Durchschnittsgewicht lag meistens etwa um 90g rum, während die schwerste über 134g wog und die leichteste Tomatenbeere nur knapp 30g erreichte. Zum Geschmack: Nichts Besonderes. Erntet man sie einige Tage nach dem Rotwerden, haben sie kaum Geschmack. Später geerntet werden sie nur leicht süß und mehlig.

    Die Mexikanische Honigtomate wächst stark in die Höhe und hat mittlerweile etwa 2m erreicht. Was ich dabei festgestellt habe, ist, dass die Mexikanische Honigtomate empfindlich auf Nährstoffmangel reagiert. Ich habe die Tomate im Juli nicht gedüngt und so bekam sie dann viele blaue Flecken auf den Blättern (Phosphormangel) und die Fruchtentwicklung wurde enorm verlangsamt. Einige Tomatenbeeren haben die Entwicklung komplett eingestellt und sind seit Wochen klein und weiß. Jetzt nach dem Düngen bilden sich wieder viele neue Beeren.

    Außerdem hat sich auch die Mini-Rispentomate irgendwann im Juni angefangen zu erholen. Mittlerweile steht sie in einem 5l Topf und hat eine ordentliche Größe erreicht und ich konnte schon etwa 200g Rispentomaten ernten.

    Als erstes die große Rispentomate:
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    Übersicht, Mexikanische Honigtomate und Mini-Rispentomate. Die Tomatenpflanze ganz vorne hat mir meine Mutter geschenkt und ich kenne die genau Sorte gerade nicht. Sie hat aber leicht längliche Tomatenbeeren von 20-30g Gewicht mit einem Geschmack ähnlich wie Sherry-Tomaten.
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    Ich habe heute den Testlauf von meinem nächsten Grow-Experiment gestartet. Zum Einsatz kommt eine Lampe aus 2 XP-G2 R5 6250K + 2 XP-G2 R3 2900K auf 1A, geregelt mit einer Präzisions-KSQ auf Basis des LM358 + IRF650 Mosfet. Der Steckling hat zum Beginn eine Naßmasse von 6,13g und die 2,5l Nährlösung hat eine Konzentration von 0,25 Promille Hakaphos Blau als Tiefenwasser-Hydroanbau nach dem Bubbler-Prinzip.

    Ich habe vor einmal wöchentlich die Lösung zu wechseln, sodass die Pflanze dann während der 4 Wochen etwa 2,5g an Dünger bekommt bzw. maximal aufnehmen kann. Die Boxfläche beträgt 625cm² und die Höhe 50cm.
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    John.S schrieb:

    Der Steckling hat zum Beginn eine Naßmasse von 6,13g und die 2,5l Nährlösung hat eine Konzentration von 0,25 Promille Hakaphos Blau als Tiefenwasser-Hydroanbau nach dem Bubbler-Prinzip.

    Sei mir nicht böse, aber beeindrucken kannst Du Deine Stecklinge mit dem dünnen Wässerchen nicht. Meine eigenen Tomaten dünge ich bei diesem Entwicklungsstand mit mindestens der dreifachen Konzentration, und das bei jedem Gießen.

    Rezepte für Nährlösungen für hydroponischen Tomatenanbau findest Du beispielsweise hier, da und dort.
    结局很近。
    Wieso böse sein? Konstruktive und fundierte Kritik ist willkommen.

    Ist wie gesagt nur ein Testlauf, und da der Dünger soweit mir bekannt ist nicht für Hydroanbau gedacht ist und noch Citronensäure enthält, wollte ich erst mal niedrig konzentriert anfangen. Der pH-Wert wäre bei einer 1 Promille Lösung beispielsweise schon deutlich unter den empfohlenen Wert von 6. Werde mir demnächst Natriumcarbonat und einen pH-Meter kaufen um den Wert richtig einzustellen.

    Danke für die Links!