LEDfizierte Campinglampe

    LEDfizierte Campinglampe

    Hallo,

    hier mal wieder ein neues, vollendetes Projekt von mir :)
    Basis war eine gute, alte und solide Campinglampe, die ursprünglich mit der im Vordergrund liegenden 9W U-förmigen Leuchtstoffröhre und 4 dicken Monozellen bestückt war. Nur wurde die Leuchststoffröhre nicht mit 9W betrieben, sondern war eher ein Glühwürmchen.



    Zeit, der Lampe mal eine Frischzellenkur zu verpassen.
    Basis sind meine selbst bestückten 12V Streifenplatinen mit 5630 LEDs vom Typ LITEON LTW-5630AZL30-EU, die auch schon in meinen Leseleuchten im Auto zum Einsatz kamen.
    Umbau Leselampen hinten Passat 3B
    Die Streifenplatinen bestehen aus 0,6 mm starkem FR4 Basismaterial, doppelseitig 35µ Kupfer und rund um das Exposed Pad der LED sind Thermal Via's, um mit dem Kupfer der Unterseite die LEDs noch mit zu kühlen. Trotzdem bestrome ich die LEDs mit moderaten 70 mA, maximal möglich wären 120 mA.
    Die Streifenplatinen habe ich auf Alu 4-Kantprofil mit M2,5 Schrauben aufgeschraubt. Pro Seite sind 2 Segmente a 3 LEDs, macht 24 LEDs insgesamt.
    Die 12V gewinne ich mit einem StepUp Regler vom Typ LM2577 aus 5 parallelgeschalteten 18650 Zellen, die ich aus einem Laptopakku recycled habe. Bei vollem Akku werden sportliche 2,24A bei 4 Volt gezogen. Der Strom dürfte sich mit sinkender Spannung sogar noch etwas erhöhen!
    Der 5P Akkukack wird mit einem kleinen Chinamodul mit einem TP4056 per USB-Anschluss geladen



    Das Lademodul liefert maximal 1A, ein leer gelutschter Akku braucht also ca. 12h bis er wieder voll ist. Dafür sollte er überschlägig auch 4h helles Licht liefern. Theoretisch gibt der voluminöse Standfuß auch Platz für ca. die doppelte Menge Zellen her, aber so langt's auch.



    Die 2 sandkorngroßen LEDs vom Lademodul habe ich auselötet und an die Pads auf dem Board mittels ein paar cm Flachkabel eine 5050 RGB LED geklöppelt, so das rot der Ladevorgang und grün ein voller Akku bei spannungsführendem USB-Kabel signalisiert wird.
    Ich habe den originalen Drehschalter unter dem Tragegriff weiter genutzt. Den alten Hochspannungskonverter für die Röhre habe ich durch durchtrennen der Leiterzüge totgelegt. Im Standfuß kam sehr viel (3 große Stangen) Schmelzkleber zum Einsatz, um Akku, Ladeelektronik und StepUp Platine (auf Lochraster) zu fixieren. Schlielich will man ja nicht abbrennen, wenn sich die Innereien der Lampe wärend der Fahrt in den Urlaub verselbstständigen. Zur Sicherheit habe ich direkt an den Pluspol des Akkupacks eine 4A 5x20 Glasrohrsicherung gelötet und an diese wiederum das Ladekabel und die Plusleitung zum Schalter und das Ganze mittels Schrumpfschlauch isoliert. Da die Kabel mir etwas kurz geraten sind, habe ich vom Inneren keine Fotos machen können, ich war froh, als alles verlötet und zu war :saint:
    Auch Zwerge haben mal ganz klein angefangen :D