andere Stromversorgung für Lichterschlauch

    andere Stromversorgung für Lichterschlauch

    Hallo Leute,

    erstmal wünsche ich ein 'Frohes Neues'.

    Kurze Vorgeschichte:
    Ich hatte meiner Mutter anfang Dezember eine Lichterschlauchfigur (in Warmweiss) gekauft. Eine weitere habe ich selbst gebaut unter Verwendung eines Lichterschlauches des gleichen Herstellers. Beide Figuren leuchteten anfangs recht hell mit einem eher neutralen Weiss, wurden mit der Zeit aber 'wärmer' und es fielen einige LEDs aus. Knapp 1 Woche später ist die Sicherung rausgesprungen, über die sie abgesichert waren. Die gekaufte Figur ist defekt, mein Eigenbau und die anderen Deko-Leuchten funktionieren noch. Ich habe gleich den Verkäufer kontaktiert, den Vorfall beschrieben und auch umgehend eine neue Figur erhalten. Die alte defekte solle ich entsorgen.

    Da ich ja neugierig bin, habe ich mich auf die Fehlersuche begeben und den Lichterschlauch nach und nach zerlegt, gemessen und ausprobiert ob irgendwas noch funktioniert - keine Reaktion. Als letztes habe ich die Stomversorgung 'zerlegt'. Dies ist ein kleiner schwarzer Kasten in der Zuleitung, der im Betieb nie fühlbar warm wurde, aber für den Kurzschluss verantwortlich zu sein schien. Ich habe mich regelrecht erschrocken, wie wenig da drin ist!
    Ich hab mal eben einen primitiven Plan von der Schaltung gezeichnet; ich hoffe, ihr könnt ihn 'lesen':



    Zu finden sind solche Lichterschlauchfiguren nicht nur in Discountern und Baumärkten, sondern auch 'in der Bucht' als 'LED Weihnachtsbeleuchtung'.

    Ich baue manchmal ja auch komische Dinge und bin vermutlich der Erste, der so einen Lichterschlauch zerlegt, aber sowas habe ich noch nicht gesehen. Wenn ich mal grob überschlage, brauchen die 48 LEDs in Reihe knappe 150 Volt. Das heisst aber auch, dass die 12 Widerstände mit zusammen 468 Ohm den Rest (mehr als 150 Volt) verbraten müssen - oder sehe ich das falsch?
    Wäre ein Kondensatornetzteil nicht eine bessere Stromversorgung für sowas? Das müsste bei 144 LEDs (3 solcher Ketten parallel) dann aber ca. 60 mA liefern, bei 240 LEDs (10 Meter Lichterschlauch) sogar 100 mA - das ist wohl auch nicht so das wahre, dazuz müssten die Widerstände raus.

    Besonders unsere weiblichen Familienmitglieder finden diese Lichterschlauchfiguren ganz toll, und deshalb möchte ich sie eigentlich auch weiter einsetzen.
    Hat jemand eine Idee, ausser wegscheissen oder zurückgeben?

    [Nachtrag]
    Bei der Stromversorgung haben alle 4 Gleichrichterdioden direkten Durchgang und die Sicherung ist 'explodiert'.
    Von den 144 LEDs des Lichterschlauches leuchten 35 nicht mehr. Es sind welche, die nach Ausfall den Strom durchlassen, so dass die restlichen weiterleuchten.
    Noch ein Bild der zerlegten Stromversorgung, die Münze dient als Grössenvergleich:



    Schöne Grüsse,
    Ulrich

    :/ Wenn dies die falsche Rubrik ist, bitte verschieben; danke

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „alfredo“ ()

    Hallo und ein gutes neues Jahr zurück!

    In deinem Lichterschlauch wird wohl eine Diode einen Kurzschluß haben. Die solltest du ersetzen oder gleich einen Brückengleichrichter für den
    Netzbetrieb einsetzen.
    cdn-reichelt.de/bilder/web/xxl_ws/A400/B80RUND2.png (allerdings B250...)
    Wenn du etwas für die Helligkeitsreduzierung tun willst, also den Stromfluß reduzieren willst, schalte einfach 2 MKP-X2 Kondensatoren in die Zuleitung (230V~ Seite). 1x in die L-, 1x in die N-Leitung.
    Der Wert kann zwischen 22nF und 470nF liegen.
    Hallo LEDfite,

    das mit dem Kondensator vorschalten habe ich auch schon gedacht, der Lischterschlauch ist aber hin; hab eben gerade noch was nachgereicht ...

    Mir geht es mehr um die weitere Nutzung der selbstgebauten Figur (Tanne, ca. 160 cm hoch), und den beiden Lichterschläuchen die ich zusätzlich noch habe. Die LEDs scheinen mit der originalen Stromversorgung nicht lange zu überleben (ich schliesse das aus der sich verändernden Lichtfarbe), die ja überhaupt keine Spannungsschwankungen oder -spitzen ausgleichen bzw. rausfiltern kann.

    Das beste wäre wohl, die Netzspannung gleichzurichten, einen Kondensator dahinter und eine ganz einfache KSQ. Eine vorgeschaltete Sicherung plus Einschaltstrom-Begrenzungswiderstand wären auch mit von de Partie.

    Grüsse,
    Ulrich
    Guck dir mal dieses IC an: MICROCHIP (SUPERTEX) CL220N5-G, habe ich beim Rumspielen mit der parametrischen Bauteilsuche des Shops gefunden :)
    erhältlich bei TME: tme.eu/de/details/cl220n5-g/led-treiber/microchip-supertex/
    hier ist das Datenblatt: tme.eu/de/Document/4691128d17d…9a9d815edafefb8/cl220.pdf
    Simpler geht's kaum. Ist eine lineare 20 mA KSQ, an der maximal 240V anliegen dürfen. Da das Teil nur mit 2 Beinen eingeschleift wird und Uf der LEDs von der Spitzenspannung abzuziehen ist, langn die 240V max. zulässige Spannung für das IC.
    Du erneuerst also den Gleichrichter und die Sicherung und packst alles in ein berührungssicheres Gehäuse. Damit sollten dir künftig keine LEDs mehr abdampfen, da das IC Netzschwankungen ausregelt. Allerdings immer auf den Berührungsschutz achten. Das IC ist kein Netzteil mit Potentialtrennung, alle Teile der Schaltung führen Netzspannung!
    Für die Jüngeren: Led Zeppelin ist KEIN beleuchtetes Luftschiff! :D

    Ledsfetz schrieb:

    Dann hast du das gleiche wie vorher.
    Das ist ja der Gleichrichter den es zerlegt hat.
    Nach dem gleichrichten müssten ca. 323V anliegen.

    Wenn du kein Elektriker bist, würde ich von 230V einfach die Finger lassen.

    4 Dioden auf engstem Raum und m.M.n. viel zu geringem Leiterbahnabstand an 230VAC ist in meinen Augen ein Unding! Der Kasten liegt draussen bei Wind und Wetter auf dem Boden. Besser wäre sicherlich, die Teile in den Netzstecker (Schuko-Format) zu integrieren.
    Mir ist sehr wohl bewusst, was für negative Auswirkungen Netzspannung auf den menschlichen Organismus haben kann und man für Schäden, die duch solche Basteleien verursacht werden, in vollem Umfang haftet. Deshalb sollte Sicherheit immer oberstes Gebot sein!
    Ausserdem schrieb ich:
    ... einen Kondensator dahinter und eine ganz einfache KSQ....
    So sieht das dann bei mir aus; man beachte auch die weiter 'gespreizten' Beine der Transistoren:


    Diese von mir entworfene und gefertigte Platine ist universell je nach Bestückung für einstallbare und nicht einstellbare KSQs mit AC oder DC ab 12V am Eingang gedacht. Sie ist seit Jahren vielfach (an 12V-Akkus, 24V und 48V Netzteilen, und auch an Netzspannung) im Einsatz und funktioniert einwandfrei.
    Dieses Bild stammt vom heutigen Betrieb mit meiner neu erhaltenen Lichterschlauchfigur und ist bestückt für ~57 mA Ausgangsstrom und 230VAC am Eingang. Da dabei Messungen an der KSQ durchgeführt wurden, ist natürlich kein Gehäuse drum.

    Nur so habe ich herausfinden können, dass sich bei den 3 parallelgeschalteten LED-Strängen des Lichterschlauches (je 48 LEDs + 12 Vowiderstände zu je 39 Ohm - s. Plan 1. Post; etwas weiter unten dann "Das müsste bei 144 LEDs (3 solcher Ketten parallel)") bei dem von der KSQ bereitgestellten Strom von ca. 57 mA eine Spannug von ca. 240 Volt einstellt. Messungen an der KSQ ergaben ca. 82 Volt Source-Drain-Spannung am Mosfet und ca. 9 Volt Spannungsabfall am Vorwiderstand nach der Netzeingangs-Sicherung.
    Demnach hat der Strang einen Gesamtwiderstand vom ca. 4,3k. Ein LED-Strang hat also ca. 12,9k was an den 12 Vorwiderständen einen zusammengerechneten Spannugnsabfall von 8,7 Volt bei 19 mA Stang-Strom ergibt. Zieht man das nun von der Eingangsspannung ab, ergibt das eine UF für die 48 Strang-LEDs von 231,3 Volt. Das macht wiederum ca. 4,82 Volt UF pro LED.
    Was sind das für LEDs?

    Die UF für die 48 Strang-LEDs von 231,3 Volt entspricht etwa der Nenn-Netzspannung, aber die Sinuskurve geht deutlich über 300 Volt, was einen viel höheren LED-Strom zur Folge haben dürfte. Bestätigt wird das, indem die Leuchtkraft der Figur mit und ohne vorgeschaltete KSQ verglichen wird. Ohne ist sie viel heller! Mein Bruder hat zufällig die gleiche Figur...

    Superluminal schrieb:

    ... Simpler geht's kaum. Ist eine lineare 20 mA KSQ, an der maximal 240V anliegen dürfen. Da das Teil nur mit 2 Beinen eingeschleift wird ...Du erneuerst also den Gleichrichter und die Sicherung...
    Dazu müsste ich dann den Schlauch, der ja 3 LED-Stränge beinhaltet, aufschneiden und 2 von den ICs in den Schlauch reinfrickeln. Bei der defekten Figur sind neben dem Gleichrichter und der Sicherung auch 35 LEDs durch. Mir geht's mehr um meine als Ersatz erhaltene Figur mit 6m Schlauch und meine 10m-Lichterschläuche. Mit der Garantie hat sich's bei solchen 'Operationen' auch erledigt. Aber trotzdem ist es ein sehr interessantes Teil - danke dafür!

    [Nachtrag]
    Sorry, Seite 5 vom PDF nicht beachtet...
    Aber V_A-B MAX 220 Volt sind bei diesen Lichterschläuchen eigentlich zu wenig...
    [/Nachtrag]


    Was ich bräuchte wäre ein Netzteil mit mind. 240 Volt DC Ausgangsspannung, denn die ca. 90 Volt Verluste an meiner KSQ sind mir einfach zu viel. Das sind bei den 57 mA ca. 5 Watt Verlustleistung, bei den ca. 90 mA für meine anderen 10m-Schäuche jeweils ca. 8 Watt. Das wegzukühlen ist mir momentan noch zu viel Aufwand.
    Gibt's denn keine step-down für sowas, sprich etwas grösser als 240 VDC? Ich habe nicht wirklich Lust, einen Ringkerntrafo (Ringkern u.a. wegen dem besseren Wirkungsgrad) umzuwickeln...

    Schöne Grüsse,
    Ulrich

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „alfredo“ ()

    Du kannst höchstens schauen, ob du "antiquarisch" noch einen alten Spannungskonstanthalter bekommst. Das waren so Brocken im Ziegelsteinformat, die man in der Ära der Röhrenfernseher - nicht nur der Bildröhre, sondern voll röhrenbestückt, neben dem Fernseher stehen hatte und damit Netzspannungsschwankungen ausglich. Das ist im Prinzip nichts weiter als ein einstellbarer Spartrafo.
    Für die Jüngeren: Led Zeppelin ist KEIN beleuchtetes Luftschiff! :D