Lineare KSQ oder Buck-Treiber?

    Lineare KSQ oder Buck-Treiber?

    Was würdet Ihr eher empfehlen?
    Es sollen 2 LEDs in Reihe an ein 12V-Netzteil geschaltet werden. Gewünschter Strom zwischen 120 und 150mA. Für eine lineare KSQ fällt hier relativ viel Verlustleistung an. Ist ein Step-Down-Regler hier grundsätzlich sinnvoller? Kommt der auch mit 2 LEDs in Reihe klar?
    LED - Haben wir hier doch gleich gesagt! :whistling:
    So ganz versteh ich die Frage nicht. Mal sehen, ob dir das folgende hilft.
    Angenommen deine beiden LEDs sind übliche weiße (blaue) single-die LEDs haben die beiden in Reihe etwa 6V Vorwärtsspannung. Die Verlustleistung in einer linearen KSQ beträgt also etwa 50% der Eingangsleistung, da ja die restlichen 50% der 12V @120mA verheizt werden müssen. Das ist gerade ein klassischer Anwendungsfall für Step-Downs. Für den Regler ist es völlig belanglos, ob er die 120mA@6V für zwei LEDs in Reihe oder irgendeine anderen Verbaucher mit Spannungsabfall von 6V bereitstellt.
    Der Step-Down braucht einen gewissen Spannungsoverhead (idR sowas wie 1-2V) über dem Verbraucherspannungsabfall um richtig regeln zu können. Abgesehen davon musst du (außer Spannungsfestigkeit und Nennstrom natürlich) nichts beachten.

    Romiman schrieb:


    Was würdet Ihr eher empfehlen?Es sollen 2 LEDs in Reihe an ein 12V-Netzteil geschaltet werden. Gewünschter Strom zwischen 120 und 150mA. Für eine lineare KSQ fällt hier relativ viel Verlustleistung an. Ist ein Step-Down-Regler hier grundsätzlich sinnvoller? Kommt der auch mit 2 LEDs in Reihe klar?

    Hallo,
    was für LED? Ich nehme mal an, dass es sich um weiße LED handelt
    Bei max. ca. 6V x 0,15A hat man max. 900mW Verlustleistung mit einer linearen KSQ.
    Diese Verlustleistung kann man auf Vorwiderstäne und evtl. einen Transitor (bevorzugt FET) verteilen. Technisch eher sehr unkritisch und extrem einfach umzusetzen.
    Man braucht etwas Kühlfläche auf der LPL (ca. 10cm² insgesamt, 2 Seiten -> eine LPL mit ca. 2x3cm Größe würde reichen)
    Anregung für Schaltung zum Dimmen: uwiatwerweisswas.schmusekaters…AMPEN/12-KSQ_3_HP-LED.pdf
    Sonst einfach einen passenden Vorwidertand z.B. 47 Ohm (mind. 1W) nehmen und gut ist es.

    Mit einem einfachen Step-Down-Regler erreicht man typ. 80...90% Wirkungsgrad. Die Verlustleistung wird also bei max. 100...200mW liegen. Der Regler hat aber auch noch etwas Ruhestrombedarf, je nach Typ ca. 1...3mA.

    Fazit:
    Die analoge KSQ kann man mit ca. 3...4 Bauelementen umsetzen. Man hat ca. 700...800mW mehr Verlustleistung, aber nur bei voller Helligkeit. Es gibt keine Störungen und kein Flackern.

    Der Schaltregler ist aufwendiger und wird am Ende auch kaum kleiner. Es muß mir etwas Störabstrahlung gerechnet werden (vor allem bei billigen Chinateilen mit ungeschirmten Spulen und minmalen Block-Cs. Ob der Aufwand wegen der paar mW Verlustleistung lohnt ist fraglich, vor allem, wenn die Lampe nicht dauerhaft und dann mit voller Leistung betrieben wird.
    Falls die LED 24h am Tag mit max. Helligkeit betrieben würde, kostet das übers Jahr ca. 1,5€ mehr für Elektroenergie.

    Vorschlag: Wenn möglich, nehme 3 LED in Reihe (Flusspannung ca. 9V) und dafür etwas weniger Strom (100mA).
    Dann ist der Unterschied zwischen analoge KSQ zum Schaltregler vernachlässigkbar. Der geringere LED-Strom hat noch den Vorteil etwas höherer Effizienz und Lebensdauer der LED.
    Gruß Helles Licht