[UPDATE] Projekt RGB-Wall: Plasma-Effect

    Auf den Videos sind die Farben natürlich bei weitem nicht so lebendig wie im Original. Trotzdem sieht man vor allem bei der uniformen Fläche den grossen Nachteil der sehr günstigen, aber unselektierten China-LEDs (sowohl die PLCC6-RGBs von TopBright wie auch die von JELED sind nicht selektiert). Insbesondere in der untersten Zeile bei der zweiten LED von rechts kann man eine ausgesprochene Rot-Schwäche gegenüber dem Durchschnitt der anderen LEDs feststellen. Im Original sieht man aber auch kleinere Unterschiede noch deutlicher als auf den Videos. Deshalb werde ich für die produktiven Module selektierte Qualitäts-LEDs von Samsung (PLCC6 RGB) aus einer Selektion bei LED-Tech bestellen. LED-Tech zeigte sich bei der diesbezüglichen Kontaktaufnahme sehr zuvorkommend und kompetent. Das wird dann zwar etwas teurer werden, aber ich denke, es lohnt sich allemal.

    Bei Fragen zum Projekt einfach fragen ;) .

    Updates folgen dann je nach Fortschritt.

    Beste Grüsse aus Zürich
    Neni
    :thumbup: Super gemacht! Da warte ich ja schon gespannt auf das Endergebnis :D


    Die Samsung RGBs sind übrigens wirklich gut, mit denen experimentiere ich auch gerade.
    Die Farbmischung ist da deutlich besser als bei den meisten anderen.
    Grüße aus Niederbayern

    Andy
    _____________________________________________________________________________________
    Momentan laufende Aktionen: PIX- Die Einzelpixel-Platine , Runde PLCC6 Leiterplatte, PLCC6 RGB-Stripe

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    Ich habe hier ein paar LED-Leisten von SchnickSchnackSystems - die sind mit hochselektierten Nichia RGB bestückt.... das ist mal ne Farbtreue!
    Vor allem reagieren die auf 3x PWM=255 mit reinstem Weiß.. echt mal nice.. leider auch teuer.. 25 EUR/stk mit 10 LEDs

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Stefan_Z“ ()

    Stefan_Z schrieb:

    Wieviele der Boards willst du zur Wohnzimmerwand verschalten? :P

    Fehlt nur noch der VGA oder SCART Eingang, oder?


    Also theoretisch könnte ich aufgrund des Dip-Schalters bis zu 64 Module (= 1024 RGB-LEDs; 32 x 32) adressieren, und auch der verwendete RS485-Chip würde entsprechend viele Lasten (bis zu 256) an einem RS485-Bus verkraften. Aber ich werde mich wohl mal vorerst auf 16 Module (256 RGB-LEDs; 16 x 16) beschränken. Ich will ja irgendwie auch innerhalb einer nützlichen Frist zu etwas Vorzeigbarem kommen ;) .

    Video Draufstreamen habe ich für den Moment nicht in Planung. Ich hatte ja eher an so etwas lounge-mood-mässige Animationen gedacht und natürlich an Musik-Steuerung (farbige Spektrum-Analizer-Effekte etc.). Bei einem Verbau als quadratischer Lounge-Tisch wären natürlich auch (sehr einfache) Spiele denkbar, ein Vier-Kanten(Spieler)-Pong zum Bsp. ;)

    Zur LED-Frage:
    Ich kann natürlich nicht beliebige RGB-LEDs verwenden, sie müssen schon ungefähr zum Layout passen. Die Samsungs haben zum Bsp. nur eine von meinem Layout versch. Anordnung der Farben. Da aber bei mir jeweils ein PCA9634 nur je eine Farbe (bzw. zwei PCA9634 für je eine Farbe der 16 LEDs) steuert, brauche ich im Programm dann nur die i2c-Adressen für die jeweilige Farbe zu ändern, und schon funzt das Ganze problemlos (entsprechend andere Widerstände müssen je nach LED natürlich auch verwendet werden, aber das versteht sich ja von selbst).
    Welcome back, Neni.
    Hut ab, tolle Arbeit! Schön, dein Projekt mal live über den "Äther" erleben zu dürfen. Wenn es zur Zeit auch nur im Prototypenstadium ist. Aber halte uns bitte gut informiert!

    synvox schrieb:

    ... sowohl die PLCC6-RGBs von TopBright wie auch die von JELED sind nicht selektiert ...

    Das ist ja weniger schön. Wobei der Preis eigentlich top ist.
    (Ich habe den Eindruck, dass beide die LEDs aus der gleichen Quelle beziehen, ihr Shopdesign weist auch sehr viele Ähnlichkeiten auf.)
    nicht schlecht.. Respekt kann man da nur sagen... sieht ja profimäßig aus. Bist du vielleicht Entwickler in ner Elektronikfirma? :thumbup: Die Platine ist ja auch mal geil in dem Weiß...
    Gibts irgendwann mal eine Chance den Quellcode zu sehen bzw einen Schaltplan? mich würde mal die TCP/IP Steuerung interessieren... sowas macht man ja auch nicht mal schnell über Nacht...
    TCP/IP kann man z.B. mit dem XPort oder Modulen von WIZnet machen.
    Einfach ist die Ansteuerung dadurch aber immer noch nicht ;)
    Wenn hier jemand schonmal etwas mit den Dingern gemacht hat, kann er gerne mal bescheid sagen!

    Preislich kann man ja easy ausrechnen:
    - Platine (makepcb oder pcbcart) - Größe ist im Vergleich zum verwendeten Mega32 ermittelbar
    - Mega32 DIP40
    - 6x NXP-Treiber
    - 16x RGB-SMD-LED
    - den einen IC vor dem µC (RS485 Treiber?)
    - und Hühnerfutter

    Und das teuerste: Die Arbeitszeit für die Programm-Entwicklung!
    Stefan_Z hat es schon richtig antizipiert. Ich werde ein Lantronix XPort Direct Modul verwenden. Sind gerade letzte Woche drei Stück aus den USA (ca 20$ pro Modul) bei mir angekommen. Der Vorteil der XPorts ist, dass sie praktisch die ganze Sache mit dem TCP/IP-Stack und dem darunterliegenden Ethernet übernehmen. Im Prinzip sind's reinrassige TCP/IP oder UDP/IP nach Seriell (RS232, RS485 etc.) Wandler, eigentlich ähnlich den USB-nach-Seriell-Modulen. Man kann von Lantronix sogar entsprechende Treibersoftware für den XPort runterladen, welche einem dann einen virtuellen COM-Port via TCP/IP zur Verfügung stellt. Da ich die Steuersoftware aber selbst entwickle (d.h. nicht auf eine bereits bestehende via COM angewiesen bin), werde ich das aber nicht nutzen, sondern einen TCP/IP-Socket direkt ansprechen. Dazu gibt's sowohl in DotNet (Visual Basic, C# etc.) als auch in z.Bsp. Flash (mit ActionScript) entsprechend einfach zu verwendende Klassen dafür. Mit Flash (auch als Standalone-Anwendung / EXE) habe ich vor Jahren schon mittels der Klasse "XMLSocket" (und einem entsprechenden Socket-Server in PHP) ein Multiplayer-Schiffe-Versenken programmiert, wobei ich dort auch ein eigenes Kommunikationsprotokoll verwendet habe, welches direkt auf TCP/IP aufgesetzt war. Ist also bei weitem keine Hexerei ;). Den virtuellen COM-Port werde ich höchstens für Entwicklung und Test des Protokolls verwenden. Da ist es ideal, weil man z.Bsp. zum Testen von Kommandos etc. einfach ein beliebiges Terminalproggi verwenden kann.

    Etwas zu den Kosten:
    Die Platinenkosten belaufen sich (bei 30 Stück) auf 6,50 € pro Stück.
    Die restlichen Sachen kann man sich ja selbst ausrechnen (ja, das 8-Pin-DIP-Teil ist ein RS-485-Transceiver, ein SN65HVD06).
    Grundsätzlich hängt der Modulpreis natürlich von der Anzahl der Module ab. Bei einem oder ganz wenigen Modulen (mal ohne jetzt die Platinenfertigungskosten auf die kleine Stückzahl umzuschlagen) würde man wahrscheinlich auf so um die 40 € pro Modul kommen. Bei entsprechend mehr Modulen (wie bei mir 16 - 20) wird man so eher bei um die 25 - 30 € pro Modul landen.
    Wie es aber Stefan_Z schon gesagt hat, kostet mich die Entwicklung, Tests, Programmierung etc. ein Vielfaches dieser Summe, insbesondere wenn ich meine Arbeitszeit mit einrechnen würde, aber es ist ja ein Hobby ;) .

    Gruss
    Neni
    echt gute idee und wie ich sehe bist du auch schon weit bei der umsetzung gekommen.

    ich wollte jetzt mal fragen wie weit du schon gekommen bist, da ich mir schon immer gedanken über eine solche rgb wand gemacht habe.
    ich war aber in letzter zeit mit anderen sachen beschäftigt und es hatte sich noch keine gelegenheit dafür geboten.
    wo ich dein projekt jetzt so gesehen habe hab ich da wieder richtig lust zu bekommen.

    ich wollte jetzt mal fragen wie weit du damit bist. und ob ein nachbau schon lohnt oder gibt es noch viele änderungen?

    Gruß
    Henning
    Hallo Zusammen

    Ein wirklich tolles Projekt, das kann man wohl sagen. Ich habe mich heute entschlossen meine Zimmerbeleuchtung ebenfalls mit LED-Panels zu realisieren. Für mich reicht es aber vollkommen, wenn ich die Farbe nur pro Panel einstellen kann. So könnte ich auf die NXP-Treiber verzichten. Ich möchte dann die PWM Ausgänge von einem tiny2313 verwenden, nur bin ich jetzt unschlüssig wie ich die LED's dann ansteuern kann. MB1801 und CAT4101 sind wohl nicht für LED's mit so kleiner Leistung geeignet. Ich denke man könnte eine Konstantstromregelung nehmen und mit Transistoren schalten oder bin ich da auf dem Holzweg? Hätte jemand Konkrete Schaltungvorschläge für mich? Wäre sehr dankbar.

    Liebe Grüsse aus Bern
    Danke für die Antwort. Dein Projekt habe ich auch schon gesehen, tolle Arbeit. Nur gehst du auch nicht konkret auf die Ansteuerung der LED's ein. Du sprichst von einem ULN für die Stromverstärkung, das sagt mir leider nichts. Ich möchte auch nichts mit DMX machen. Ich möchte dann eine RC5-Ferbvedienung nutzen.
    Update Teil 1:

    Nun, zunächst möchte ich doch ein kleines Update zum aktuellen Stand der Dinge geben. Wie ich schon irgendwo an anderer Stelle hier im Forum geschrieben habe, habe ich mich im Zuge des Redesigns wegen der Verwendung von Samsung PLCC6-RGB-LEDs (anstatt der unselektierten und damit für diesen Zweck unbrauchbaren China-Typen) dazu entschlossen gehabt, doch noch etwas mehr am Design zu ändern. Ich habe den Pitch der LEDs von 35 mm auf 30 mm verkleinert (und damit auch die Platinengrösse eines Moduls auf 120 x 120 mm) und aufgrund der Erhältlichkeit des ATmega328p auf die Verwendung der 28-Pin-ATmegas (ATmega168p oder ATmega328p je nach Komplexität der Software) als Modul-Controller umgeschwenkt (anstatt der 40-Pin-Typen), was zusätzlich Preisvorteile mit sich bringt. Ausserdem wollte ich die neue Modulversion der Platinen mit matt-schwarzem Lötstopplack versehen lassen, da dies eine Verbesserung des Kontrastes und weniger 'Übersprechen' der einzelnen Matrixpunkte verspricht. Der Grund ist vor allem, dass ich keine getrennten Kunststoffsegmente mehr für die Matrixpunkte machen und auch keine milchig-weisse Plexi-Sorte als Panel verwenden will, sondern die RGB-LEDs strahlen direkt von hinten ein Satin-Ice Plexi-Panel an, was bei entsprechendem Abstand (ca. 5 - 7 cm) ein für mich anspechendes, leicht 'verwaschenes' Matrixpunkt-Bild ergibt, so dass praktisch keine Punktgrenzen ausgemacht werden können, aber trotzdem wunderbar loungige Farbanimationen entstehen (habe ich bereits mit der alten Platine und einer schwarzen Papier-Maske getestet, welche ich über den weissen Lötstopplack gelegt habe). Ich will ja keine Video-Wand (dafür würde ja auch die Pixel-Zahl niemals ausreichen), sondern eben so flauschig-wolken-artige Mood-Animationen. Es ist erstaunlich, was sich bereits mit 16 RGB-LEDs (am Ende sollen's ja 256 sein) bei entsprechender 'Verwaschung' für wunderbare Animationen darstellen lassen :thumbsup: .