YAS (Yet another Sternenhimmel)

  • Moin, Moin,

    Hier, wie im Anfängerforum versprochen, eine Baudokumentation meiner Version eines Sternenhimmels für mein Söhnchen:

    Zutaten:

    Messierkarte des Sternenhimmels als PDF-Datei ( [DOWNLOAD] Messier Sternenkarte 2,5m x 1,25m für LED Sternenhimmel )
    3mm Sperrholzplatte 160x120cm (war noch vorhanden)
    Fichtenleiste 24x150x2400 (im Baumarkt gekauft)
    Lumitronix Powerbar warmweiß (12 LED)
    Alu-Kühlkörper
    KSQ 350mA
    2x Plexiglas, beidseits satiniert
    2x ELV Sternenhimmel-Effektgenerator ( http://www.elv.de/controller.aspx?cid=726&detail=32111 )
    9V 500mA unstabilisiertes Netzteil (war noch vorhanden)
    6x warmweiße LEDs, 3,3V 20mA
    6x kaltweiße LEDs, 3,3V 20mA
    Lichtleitfasern 0,75mm, 200m auf Rolle
    U-Rohr, Alu
    4 Messingwinkel

    Aus der Sperrholzplatte schnitt ich eine elliptische Scheibe, die ich mittels Bleistift und zweier Brennpunkte und eines Zwirnfadens markierte.
    Darauf setzte ich als Rahmen die zugeschnittenen Leisten aus dem Fichtenbrett, das ich zuerst mit der Lochsäge in regelmäßigen Abständen mittig lochte und dann der Länge nach ebenfalls mittig aufschnitt. Damit erhielt ich vier Leisten mit "halben" Lochkreisen.
    Ich versprach mir davon, die Lichtleitfasern dadurch zu der Fläche außerhalb des Rahmens zu leiten. Später habe ich die dann doch wieder verschlossen, um das Streulicht gering zu halten.

    Dann schnitt ich die Auschnitte für die Powerbar-LEDs aus, welche ich in 2x6 LED-streifen trennte, auf die Alukühlkörper mit Wärmeleitkleber klebte und seriell verlötete.

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    Als nächstes kam die Erstellung einer Sternenschablone dran. Dazu griff ich auf die o.g. Karte eines Forenmitglieds zurück, druckte diese aus und legte sie über die ovale Sperrholzplatte. Dann bohrte mit dem Dremel alle Sterne auf der Karte mit dem 1mm Bohrer durch.
    Der nächste Schritt bestand in der Herstellung der Effekt-LEDs und der Verbindung mit dem Lichtkabeln. Dazu schnitt ich pro LED, derer sechs an jedes Effektgerät gekoppelt werden, 30 Fasern unterschiedlicher Länge zurecht und bündelte sie mit Schrumpfschlauch an die LED. Fixiert wurden die Fasern mit Sekundenkleber.

    Anschließend wurden die 12 LEDs mit den je 30 Fasern möglichst zufällig verteilt in die gebohrten "Sternenlöcher" gesteckt und die gallertigem Sekundenkleber fixiert. Dazu half Aktivatorspray die Zeit zu verkürzen.

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    Nach diesem recht langwierigem Basteln probierte ich dann erstmal nachts die Lichteffekte aus und demonstierte sie meiner Familie, die daraufhin meinte, es seien genug Sterne und mehr wären zu hell. Nun, ja, eigentlich hatte ich noch ein paar hundert Löcher, die ich noch mit Lichtleitern füllen wollte und die nun verwaist sein sollten?
    Dann kam mir die Idee, mehrere LEDs innerhalb des Rahmens zu platzieren und an die Decken strahlen zu lassen. Von dort sollte dann das reflektierte Licht diffus durch die gebohrten Löcher leuchten und Sterne geringerer Leuchtkraft darstellen. Das spart erheblich an Lichtleitfasern und geht deutlich schneller. Ein Test in dunkler Umgebung zeigte, daß das Konzept aufgeht.

    Als Deckenbefestigung nahm ich ein U-Rohr aus Aluminium und schnitt 4 ca. 10cm lange Stücke, die ich an der Decke anschraubte. Die Winkel, die in das U-Profil greifen, wurden am Rahmen befestigt.

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    Da das Kinderzimmer nur einen Lichtschalter hat, habe ich die Deckenbeleuchtung (Powerbar) mit einem drahtlosen Fernschalter versehen. Schaltet man nun am Zimmerschalter ein, leuchtet nun der Sternenhimmel immer und die Deckenbeleuchtung (Powerbar) je nach Zustand des ferngesteuerten Schalters.

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    Die Bilder mit dem eingeschalteten Sternenhimmel und das Video, habe ich mit der Spiegelreflex gemacht, die Bauphasenphotos mit der Knips-und-wech-immer-dabei-Kamera.

    Der Sternenhimmel sieht durch die Dynamik des Effektgenerators recht plastisch aus und die indirekt "durchleuchteten" Sterne, die auf den Bildern und im Video nicht zu sehen sind, vermitteln den Eindruck einer schwach leuchtenden Milchstrasse. Es sollte immerhin mehrere Hundert bis Tausend Sterne sein. Ich habe die Löcher nicht gezählt, die ich gebohrt habe.

    [Blockierte Grafik: http://img835.imageshack.us/img835/158/dsc1442n.jpg]

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    Das einzige, was mich erstaunt ist, daß die Powerbar-LEDs beim Ausschalten Flackern, teilweise sogar abwechselnd. Liegt das am Fernschalter? Ist das auf Dauer schädlich? Ist die KSQ defekt?

    Grüße,
    Pequi

    4 Mal editiert, zuletzt von Pequi (5. September 2012 um 11:56)

  • Sehr schönes Ergebniss!
    Ich will auch noch mal einen Sternenhimmel bauen, Fasern hab ich schon liegen.

    Zum flackern: Ich hab mehrere KSQ der gleichen Baureihe wie du im Einsatz (soweit wie auf dem Foto zu erkennen). Flackern hab ich nicht. Die LED "glimmen" nur noch kurz nach, ganz schwach, ist nur zu sehen wenn sonst keinerlei Licht da ist. Deine LEDs sind doch ein Reihe geschaltet? Auf den Fotos kann ichs nicht erkennen.

  • Moin, Moin,

    japp, sind in Reihe geschaltet. Ich habe mit dem Lumitronix-service telefoniert, der mir bestätigt hat, daß das Flackern keine Auswirkung auf die Lebensdauer der LEDs und der KSQ habe. Evtl. ist es eine Spulenentladung durch das unstabilisierte Netzteil für die Effektgeneratoren und Schwach-LEDs.

    Da nun das Konstrukt noch immer Lösungsmittel ausdünstet, habe ich es erstmal wieder abgehängt und werde evtl. noch Fasern dazutun, um den "Hintergrundmilchstraßeneffekt" zu verbessern.

    Ma gucken...