Hallo,
jeder kennt wohl die "Insektenbruzzler", wo im Inneren eine kleine Leuchstoffröhre bläulich vor sich hinleuchtet und Insekten anlockt, die dann mit leistem "plopp" am vorgelagerten Hochspannungsgitter ihr Leben aushauchen ![]()
So ein Teil hatte mir lange Jahre gute Dienste geleistet. Nachdem die originale Röhre nicht mehr wollte, stellte ich fest, das guter Rat, bzw. Ersatz teuer ist. Ersatzröhren gingen bei 8€ plus Porto los. Dafür bekäme ich eine neue Insektenlampe ![]()
Was ich noch bekam, waren Schwarzlichtröhren für Geldscheinprüfer. Also nahm ich davon die 2 Letzten. Leider hielt davon jede nur 3 Wochen ![]()
Also mußte eine dauerhafte Lösung her. Ich entwarf selber Streifenplatinen für 18x 3528 LEDs, Bei LCSC orderte ich 600 Stck UV-LEDs mit 405 nm Wellenlänge für weniger als 2 Cent p. Stück ![]()
Ich bestückte 4x Platinen damit. Insgesamt 72 der LEDs. Nach einem Fehlversuch fand ich dann diese Schaltung im Netz, die ich mit geringen Änderungen verwenden konnte.
C1 erhöhte ich auf 2,2µF Folie, für 100mA, die sich auf 4 parallele LED-Stränge aufteilen. R1 ist ein 220 Ohm, 3 Watt Einschaltstrombegrenzungs NTC. Kalt berenzt der die Ladeströme von C1 und C2 auf maximal 1 Ampere. Im laufenden betrieb verheizt er zunächst 2,2 Watt, erwärmt sich und wird dadurch niederohmiger. So sinken seine Verluste im laufenden Betrieb. C2 hat 22µF. R4 ist zur Symmetrierung der Stränge aufgeteilt. Auf jeder Platine sind 60 Ohm.
Ich konnte nach Teilentkernung der Originalleiterplatte des Insektenbruzzlers weite Teile des Layouts für meine Zwecke weiterverwenden. Die Hochspannungserzeugung mittels Spannungsvervielfacherkaskade behielt ich bei. Entfert habe ich 2 parallele Folienkondensatoren (Kondensatornetzteil der Röhre), 2 Leistungswiderstände, den Glimmstarter und dessen Entstörkondensator.
Den 2,2µ FoKo habe ich flach auf die Seite gelegt, da er ein wenig höher, als die 2 alten FoKos war. Anstelle der Leistungswiderstände kam der NTC. Den Platz des Entstörkondensators nahm der Brückengleichrichter ein, auf den Platz des Starters kam der Elko C2. Ich brauchte lediglich eine Verbindung vom Gleichrichter zur Eingangssicherung nachräglich ziehen. Statt der alten Leuchstoffröhre nahm ich ein 10mm Alu 4-Kantrohr, auf dessen 4 Seiten ich jeweils ein 10 cm Board mit 18 LEDs mit doppelseitigem Thermoklebeband klebte. Das Alurohr klemmte ich in die Mulden der Röhre.
Die LEDs werden sehr schonend betrieben. Laut Datenblatt verkraften sie 150 mA Strom, ich bestrome sie lediglich mit 25 mA, einem Sechstel des Maximums. Dafür verwende ich keine Alukernplatinen, sondern billiges FR4 mit 0,6 mm Stärke.