Multiline Ultraflex

  • Hallo Freunde der glühenden LEDs,
    ich bin neu hier im Forum und ebenfalls Neuling, was das Basteln mit Elektronikkomponenten anbelangt. Als Softie (soll heißen: Softwareentwickler) bin ich zwar nicht allzu weit von der Thematik entfernt, aber mit mehr als ein wenig Löterfahrung mit hirnigerecht portionierten Bausätzen und dem Wissen, wie man Widerstände für Reihen- und Parallelschaltungen berechnet,kann ich nicht aufwarten.
    Tja, und damit komme ich auch schon zu einer Frage, die mir unter den Nägeln brennt: Ich möchte in meiner Wohnung an diversen Stellen (z.B. hinter/unter dem Bett, unterhalb einer Fensterbank, usw.) zur allgemeinen Erbauung ein paar indirekte (selbstgestrickte) LED-Beleuchtungen installieren. Bei der "Recherche" im Netz bin ich nicht nur über dieses Forum gestolpert, sondern auch bei Led-Tech über die Multiline Ultraflex Platine. Dieses Flexband kommt auch bei folgendem Projekt vom User -sonic- zum Einsatz, welches ich sehr genial finde und an dem ich mich ein bisschen orientieren möchte. Da mir die Forumssuche nicht weiterhalf, möchte ich fragen, wie diese Platine aufgebaut ist - d.h. ob jeweils mehrere LEDs in Reihe geschaltet werden oder ob alles parallel verdrahtet ist. In der Produktbeschreibung steht, dass pro Teilstück 1-3 LEDs aufgebracht werden können. Ich vermute mal, dass diese dann in Reihe geschaltet werden, aber vielleicht kann mir da jemand mit entsprechender Praxiserfahrung weiterhelfen...Vielen Dank schon mal im Voraus.

    Viele Grüße,
    50AE

  • ja das ist richtig, wie du dir das gedacht hast.. es sind pro teilstück immer 3 leds in reihe geschaltet, allerdings kannst du natürlich auch nur 1 oder 2 dort anbringen (musst dann allerdings die widerstände anders berechnen)
    beim löten muss man allerdings etwas aufpassen, weil das lötzinn manchmal nicht richtig hält - da verschafft aber vorverzinnen der einzelnen lötpunkte abhilfe. je nachdem welche leds du benutzt solltest du aber aufpassen, bei smd-leds solltest du nicht beide lötpunkte vorverzinnen, sondern nur einen zum fixieren der led, sonst hast du am ende deine leds schief auf der platine sitzen.
    hm was gibts sonst noch so zu sagen... eigentlich nix, die leiterbahnen sieht man ganz gut, daher sollte das finden der + und - pole am anfang der platine recht leicht fallen, ansonsten schonmal viel spaß

    wenn gewünscht kann ich auch nochmal fotos von der platine einzeln machen, also ohne leds, aber das erst heute abend.. hab jetzt ein date mit der liegewiese an der donau, bei dem schönen wetter muss man einfach raus ;)

  • Wow, danke für die Blitz-Antwort ! Respekt...:thumbup: Es ist gut zu hören, dass es sich so verhält, wie auch von der starren Streifenplatine im Forum vereinzelt zu lesen ist. Lediglich bei der flexiblen Variante habe ich nichts eindeutiges finden können. Na, dann kann ich ja getrost ein paar Meter bestellen. :D Ok, ich werde es am Anfang nicht übertreiben, schließlich muss ich erst mal testen, ob ich für's Löten von SMD-LEDs zu grobmotorisch bin...
    Nachdem ich Dich genialerweise direkt "an der Leitung" habe, würde ich gerne fragen, ob die gelben Osram-SMDs, die Du für Deine Bett-Beleuchtung (wie in Deiner Gallerie zu sehen) verwendet hast, auch tatsächlich an den Seitenrändern etwas ins warme Orange-Rot übergehen, oder ob das lediglich ein Kamera-Effekt ist. Wenn dieser Farbverlauf auch in der Realität so aussieht, dann wäre das mal wirklich genial. Das ist genau das, was ich suche. 8o
    Wegen mir musst Du nicht extra zur Kamera greifen, aber vielleicht würden weitere Bilder dazu führen, dass noch der ein oder andere hier an Bord angeregt wird, mal mit diesen Flex-Platinen zu experimentieren...

    Ok, noch viel Spaß auf der Wiese und die Sonnencreme nicht vergessen ! [Blockierte Grafik: http://www.clicksmilies.com/s1106/natur/nature-smiley-015.gif]

    Viele Grüße,
    50AE

  • also ich habs mir grade nochmal angeschaut wegen dem rötlichen rand.. das sieht nur auf den bildern so extrem aus, aber auch in echt ist es ein wenig so. ich kanns mir aber so erklären, dass es eben richtung rand einfach dunkler wird und daher das auge das ganze eher rötlich wahrnimmt. es ist nicht so stark, aber es ist vorhanden ;)

    die osram leds sind folgende: LY T676 R2
    bilder liefere ich später nach, muss erst akkus laden ;)

    zum smd löten ist das vielleicht hilfreich, so hab ichs auch gemacht:
    [Blockierte Grafik: http://www.marcus-pool.de/Mein_Polo/SMD-Loten/SMD_loten.gif]
    mit einer pinzette ists ganz easy, das sollte man schon ganz gut hinkriegen

  • wenn einem das mit der pinzette und gleichzeitig löten zu wiggelig ist ... das bauteil erst mit pinzette und einem winzigen tropfen sekundenkleber fixieren, dann in ruhe verlöten. funktioniert eigentlich bei allen herkömmlichen smd bauteilen. hp-leds haben leider auf der unterseite noch eine kühlfläche, da muss man anders vorgehen.

  • so, hier das versprochene bild.. ich hoffe es ist groß genug (sonst draufklicken) ;)
    auf der linken seite habe ich + und - angezeichnet, sowie die plätze wo die leds bzw. wo der widerstand hinkommt. auf der rechten seite habe ich mal eingezeichnet wie die leiterbahnen dann verlaufen, wenn die leds draufgelötet und der widerstand drin ist. man kann das ganze natürlich auch genau andersherum anschließen
    [Blockierte Grafik: http://img399.imageshack.us/img399/2517/flexplatinewx6.jpg]
    falls nochwas ist --> einfach melden ;)

  • Vielen herzlichen Dank für die Antworten und die Bilder! Das hilft mir wirklich sehr, denn so kann ich ohne großes Rätselraten für die Reihen-/Parallelschaltung die Widerstände korrekt kalkulieren und große Katastrophen sollten beim Löten ausbleiben. Mit dieser Lötanleitung kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen. 8)
    Wenn es soweit ist, werde ich die Ergebnisse meiner Bastelei dokumentieren und Bilder posten. So kommt wenigstens die Digitalkamera mal zum Einsatz und liegt nicht nur in der Ecke herum...

    Viele Grüße,
    50AE

  • So, endlich bin ich dazu gekommen und habe ein wenig den Lötkolben geschwungen...
    Die SMD-Geschichte ist schon ganz schön fummelig, aber es hat unterm Strich gut geklappt. Ich bin schließlich so vorgegangen, dass ich erst die Kontaktstellen mit je einem Tropfen Lötzinn versehen habe und anschließend das Bauteil mit einer Pinzette fixiert und bei punktueller Erhitzung mit dem Lötkolben nach unten auf die Platine gedrückt habe. Das ging zum Schluss recht fix vonstatten.
    Vom Ergebnis gibt's auch Bilder, wobei es wegen des großen Zooms schon recht "gebastelt" aussieht. In natura ist die Flex-Platine ja nur 5mm breit.
    [Blockierte Grafik: http://img185.imageshack.us/img185/3593/loeterei1mq0.th.jpg]

    Und das beste daran, es funktioniert sogar !! ^^
    [Blockierte Grafik: http://img170.imageshack.us/img170/9342/loeterei2gj8.th.jpg]

    Jetzt muss ich nur noch ein Plätzchen ausfindig machen, an dem sich der Streifen optisch am besten einsetzen lässt. Mal sehen, wie es sich hinter dem Bett macht...

    Fazit:
    Ich kann die Ultraflex Platine nur weiterempfehlen, denn selbst als Anfänger kann man damit schöne Ergebnisse erzielen. Obwohl sie sehr filigran wirkt, verzeiht die Ultraflex auch den ein oder anderen Fehler beim Löten. Für kompliziert zu erreichende Stellen, an denen eine starre Platine beim Verlegen ein Graus wäre, ist das sicher eine prima Alternative... Schade nur, dass man hierbei auf eine Farbe festgelegt ist - ich denke, als nächstes werde ich auf das Thema RGB schielen. :led:

    Gruß,
    50AE

  • sieht doch gut aus.. mit smd umgehen ist halt net jedermanns sache, aber mit ein bischen übung klappt das schon ;)
    das sind schon die leds, die ich dir empfohlen hatte oder? irgendwie wirken die etwas orangener als meine, aber das kann auch an der kamera liegen
    bin mal gespannt wo du das jetzt einsetzt und vor allem wie es ausschaut!