WS2812 Probleme

    WS2812 Probleme

    Hallo ,

    ich bin gerade dabei eine Leuchte zu bauen mit den WS 2812 Strips . Die Leuchte funktionierte schon mit 12 Streifen a 54 LED´s um sie zu komplettieren baute ich die weiteren 10 Streifen a 54 LED´s ein .

    Jetzt zum Problem nach dem Einbau der restlichen Streifen schien es so als ob der Strom ins unermessliche ging und mir einiges an Streifen zerstört hat . Wie macht Ihr das mit Euren Streifen ? Ich habe jeden 2ten Streifen mit 5V gespeist und in der mitte nochmal + und - auf den Streifen nebenan gebrückt ( also ca. an der 27 LED ) .

    Wie lange darf die Signalleitung sein ? Ich habe momentan noch einen T1000 Controller mit dem die Leuchte betrieben wird ( später mal der Controller von Pepe , wenn er denn zu erwerben ist )

    Gruß.
    Jean
    Hallo,

    überschlägig reden wir bei 22 Streifen a 54 LEDs bei vollem Weiss von rund 415 Watt bzw. 83 Ampere. Sicher, dass das das Netzteil/die Endstufe ausgehalten hat? Ansonsten könnte es zu einer Überspannung gekommen sein, die dann Deine LEDs zerstört hat. Oder aber irgendwo hat sich die Zuleitung gelöst (z.B. zwischen dem 1. und 3. Streifen) und der ganze Strom ging durch die Streifen, wodurch die Leiterbahnen zerstört wurden. Bei den Stromstärken braucht es schon ziemlich dicke Kabel. So würde sich z.B. ein 1mm^2-Kabel auf über 300°C erwärmen und sich dadurch selbst auslöten...

    Schöne Grüße,
    Martin
    Bezüglich Spannungszufuhr auf jeden Fall beidseitig eine Art Spannungsschiene bauen und möglichst Dick einspeisen. Das sollten dann mehrere Leitungen sein, ich denke 4x 4mm² zum Netzteil ist da nicht zu viel.

    Die Datenleitung darf wie immer nicht zu lang werden, beim WS2801 waran mal max. 2m im Datenblatt angegeben. Allerdings bezieht sich das auf die Länge vom Controller zum ersten Pixel bzw. zwischen den Pixeln.

    Mit dem T1000 wirst Du aber trotzdem nicht so weit kommen. WS2811/12 wird ja nur mit 800kHz betrieben. Wenn man da noch auf eine vernünftige Frame-Rate kommen will, muss man eigentlich bei so 1000 Pixel Schluss machen.
    Danke schon mal für Eure Einschätzung.

    Das mit den 80 Ampere ist mir bewusst , deswegen hatte ich den T1000 auch nur auf 60 (von 255 )Helligkeit stehen das Netzteil ist für die Test´s (noch) ein 27A PC Netzteil (sollte also bei der Dimmstufe reichen )
    Als es mir die Streifen zerschossen hat waren die Metaballs am laufen also maximal 1/10 der Pixel gleichzeitig an .

    Mir drängen sich gerade noch 2 Fragen auf ,

    1) wäre es sinnvoll vor jeden Streifen einen Sicherungshalter mit den errechneten 3,5A zu setzten (54 x 0,066)
    2 Wie könnten solche Stromschienen den aussehen ? Habe Schon geschaut ob ich flexible 2 Polige Leiterbahnen in 10mm² bekomme aber nichts zu machen bietet irgendwie niemand an.

    Später habe ich vor die Leuchte mit 5 Meanwell LPV 60-5 zu befeuern und diese alle Parallel zu schalten . spräche da etwas dagegen ?

    Gruß.

    Jean
    zu 2) man kann einfach dickere Litze oder Draht nehmen, z.B. 4mm² und jeden Streifen dann mit einem kurzen 0,5mm² Kabel anbinden. Die 4mm² dann am besten noch von beiden Seiten her einspeisen. Wenn man dies auch beiden Seiten macht, hat man quasi 8mm². Das ist schon eine Hausnummer. Das Netzteil (oder die Netzteile) sollten dann natürlich auch möglichst kurz angeschlossen werden.

    Es gibt übrigens auch Netzteile, die für Parallelschaltung geeignet sind. Das braucht man zwar nicht unbedingt, ist aber auch eine schöne Sache (meist nur recht teuer).

    Edit: hier mal zwei Fotos vom Aufbau bei mir:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „turi“ ()

    Ich habe da nur 2,5mm², die Matrix ist aber auch etwas kleiner. Die Zuleitung zu den einzelnen Stripes ist 0,5mm². Ich habe 60 Pixel damit zu versorgen, reicht soweit aus. Aber der Gesamtstrom muss halt beachtet werden und da sind 2,5mm² von nur einer Seite eigentlich zu wenig.
    Hello again ,

    habe mir Deine Idee abgeschaut Turi und habe mir 2 stck 10mm² im Kreis gelegt (Leuchte ist rund ) und jeweils 1 16mm² zu meinen Kreisen von dort werde ich jeden Streifen mit einem 1,5mm² extra anfahren.

    Dann kam mir die Idee, werde ich wohl demnächst umsetzten ,weil es besser aussieht das ich mir Kupfer Plattenmaterial besorge und daraus mit Verschiedenen Lochkreissägen runde Stromschienen herstelle. Wenn ich soweit bin mache ich mal Bilder rein.

    Gruß.

    Jean
    Da musst Du aber schauen, dass damit auch die Strombelastung gewährleistet bleibt. Das hängt vom Platinenmaterial (Dicke der Kupferlage) und Breite ab. Da gibt es auch irgendwo einen Rechner. ich glaub, ich habe da eine Eagle-Lib dafür.

    Das Problem mit dem Abschießen von Pixeln hatte ich jetzt auch ein paar Mal, aber eine Ursache konnte ich nur einmal klar zuordnen. Da habe ich nämlich mit dem Lötkolben ein Kabel angelötet, ohne vorher den Stecker zu ziehen...
    Ich denke der Querschnitt wir eher zu groß als zu klein .
    Ich werde 4mm Plattenmaterial besorgen und daraus einmal mit 80mm Lochkreis und danach mit 72 mm Lochkreis sägen so hätte ich einen Kreis mit 8x4mm Kupferstärke.

    Das sollte reichen (vom Gefühl her ) wenn ich im vergleich mir eine Kupferschiene aus dem Schaltschrankbau ansehe (zaehlerschrank24.de/Verteilerb…2227/ZM11C-5620-9302.html) die bis 250A gehem.

    Gruß.

    Jean
    Ich muss das Thema nochmal aufwärmen. Bisher hatte ich ja kaum Probleme mit den WS2812. Meist wurden die aber in kleineren Installationen verwendet (mal 1-2 Rollen). Mit der 60x17 Matrix habe ich massive Probleme, dass Pixel zerschossen werden. Bei mir ist es nicht nur/immer der erste Pixel. Oft ist z.B. aus der 3. Reihe noch der erste Pixel kaputt und der davor.

    Gut, eine gewisse Empfindlichkeit ist mir bewusst. Vom SEDU her hat man aufgrund des Aufbaus ca. 100 Ohm serien-Widerstand in der Datenleitung. Meine Vermutung geht in Richtung Netzteil. Ich habe auch ein paar Elkos noch eingelötet, brachte aber auch nichts. Ich nutze ein 300W HRP von Meanwell. Ich denke, dass u.U. die Regelung zu langsam ist und es beim Wechsel von einer hellen zu einer dunklen Szene zu Spannungsspitzen kommt.

    Kann jemand diese These bestätigen und wenn ja, was dagegen tun? Ich speise die Spannung auf größerer Schiene einseitig ein (s. Foto oben). Könnte das noch ein Problem sein? Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen. Oder sollte man doch die Datenleitung mit Dioden gegen Spannungsspitzen schützen?
    Hi Turi ,

    ich werde bald schlauer sein .....
    Habe meinem Händler gute 16m zur Überprüfung zurück gesendet.
    Mal sehen was dabei raus kommt.
    Ich hatte um sicher zu gehen was kaputt ist alle "verdächtigen" Streifen noch mal bestromt und dabei kamen seltsame Dinge zu tage .
    Manche Leuchteten nur noch in Rottönen manche gar nicht andere wurden heiß ohne ende .
    Ich hoffe ja ein wenig auf Kulanz des Händlers , das er mir wenigstens hilft den Schaden gering zu halten.

    Meine Leuchte lief bis 12x54 Pixel perfekt !! Aber mir kommt es so vor das die Signalleitung nach dieser Installation schon an der Kotzgrenze war ( Spannungstechnisch ) .

    Wäre aber auch schön wenn Du Deine Erfahrungen hier teilen würdest.

    Gruß.

    Jean
    Prinzipiell sollten so um die 1000 Pixel WS2812 ohen Probleme möglich sein, wenn man die 800kHz ansetzt und eine vernünftige Frame-Rate haben will. Dass es mit 12x54 problemlos klappt, deutet für mich auch in Richtung Spannungsversorgung und die Folgen.

    Der µC-Artikel beschreibt ja, dass die Spannung am Datenteingang nicht über die Versorgungsspannung steigen soll. Bei zu großem Spannungsabfall oder einem Einbruch kann das aber passieren. Das hat sicher etwas mit der Qualität des Netzteils und auch den angezeigten Daten zu tun. Bei mir ist am Controller ja ein Serien-Widerstand vorhanden. Also kann es nach dieser Beschreibung nur die Überspannung sein.

    Für mich ergeben sich erst mal 2 Ansätze: einerseits werde ich andere Netzteile verwenden, wahrscheinlich sogar 2 Stück. Zum anderen werden ich noch die Dioden einbauen. So eine Baugruppe müsste ich noch fertig daliegen haben. 2bl hat diese Schutzschaltung mal für die WS2801-Panels eingesetzt. Es erklärt für mich allerdings immer noch nicht, warum in der dritten Reihe Pixel zerstört werden.
    Ich denk mit den Spannungsspitzen liegst du richtig... denk aber nicht das hier das Netzteil der Schuldige ist.

    Eigentlich ganz normales Verhalten, dass sich auf einer Leitung Spannungsüberhöhungen beim schnellen Schalten einstellen. Leitunginduktivität... Da hilft kein 100 uF Elko aus der Bastelkiste.. da muss was schnelles dran... ich denk 10 uF Cerco mit kurzen Wegen...

    Hab bei meiner Tischmatrix an jedem Spannungseingang eine Transildiode mit 6,3 Volt Durchbruch vorgesehen... An den ersten Pixel würde ich zudem eine schnelle Diode von Datapin Richtung VCC vorsehen...

    Grüße Basti
    Ich habe heute die Matrix wieder in Betrieb genommen und kurz danach war ein Pixel in Reihe 3 wieder kaputt, trutz Supressor-Dioden.

    Ich denke, das Problem dafür habe ich auch gefunden. Ich hatte da meist den ersten Pixel getauscht und wieder angesetzt. Wenn man das Flexband genauer ansieht, ist da aller 50cm ein Widerstand (ich denke in Reihe). Durch das Abtrennen fehlte dieser Widerstand und dieser erste Pixel ging wieder kaputt. Zumindest habe ich dann heute mit einem 100 Ohm Widerstand in Serie davor keine Probleme mehr gehabt.

    Ich habe die Supressor-Dioden mit 6,8V Unipolar von Reichelt eingebaut, dann noch 2 Z-Dioden am Eingang.

    reichelt.de/Ueberspannungs-sch…ID=3000&artnr=P6KE+6%2C8A

    So lange wie bei den heutigen Tests hat die Matrix noch nie gehalten, so dass ich etwas Hoffnung habe.