4-Kanal DMX-Receiver mit MOSFET

    4-Kanal DMX-Receiver mit MOSFET

    Ich hatte vor einiger Zeit die DMX-Breakout-Boards mit MY994x von MySemi vorgestellt. Der IC ist vollkommen unkompliziert in der Handhabung, so dass es sich anbot, mal wieder etwas damit zu machen. Ergebnis ist ein DMX-Receiver mit Leistungsstufe. Einige ähnliche Projekte gab es ja schon hier im Forum, meist mit Mikrocontrollern. Hier wird ein Standard-IC verwendet.



    Neben der integrierten Konstantstromquelle (KSQ) kann man die MY994x auch als PWM-Generator benutzen und damit Leistungsstufen mit MOSFETs aufbauen. Ausgehend von dieser Entwicklung ist ein 1-4 Kanal DMX-Receiver entstanden, der recht große Leistungen treiben kann. Per DIP-Switch kann die DMX-Startadresse eingestellt werden.



    Die Anzahl der verwendeten Kanäle kann zwischen 1 und 4 festgelegt werden. Dies erfolgt über 2 Löt-Jumper. Die Besonderheit dabei ist, dass bei einem eingestellen Kanal das Signal an alle 4 Ausgänge ausgegeben wird und wenn man 2 Kanäle verwendet jeweils zwei Ausgänge das gleiche Signal führen. Damit lässt sich die angeschlossene Last auf mehrere Kanäle verteilen.

    Folgende Anwendungsfälle mit Flexband sind denkbar:

    1 Kanal: weißes Flexband an bis zu 4 Ausgängen, z.B. jeweils 5m Flexband weiß mit 14,4W/m bei 24V (ergibt 3A pro Kanal pro 5m)
    2 Kanäle: Flexband warmweiß/kaltweiß 12V mit 19,2W/m (ergibt ca. 4A pro Kanal je 5m), maximal 2x 5m Rolle an 2x 2 Ausgängen
    3 Kanäle: RGB-Flexband 24V, 14,4W/m (ergibt ca. 1A pro Kanal pro 5m), maximal 3 Rollen zu je 5m
    4 Kanäle: Flexband RGB-WW 24V, 14,4W / m (ergibt 0,5A je Farbe und 1,5A für weiß pro 5m), maximal 2 Rollen

    Das Board ist 40x73mm groß und so gestaltet, dass es im Gehäuse 2030 von Strapubox eingesetzt werden kann. Das Gehäuse gibt es für rund 2 EUR bei Reichelt. Es ist 80x46x26mm groß.



    Aktuell existieren Prototypen, aber es wird in Kürze auch ein fertiges Board geben. Da werde ich die Schraubklemmen noch durch Steckverbinder wie beim Spannungsanschluss ersetzen. Das ist zumindest beim Einsatz im Gehäuse besser.

    Die Begrenzung des Ausgangsstroms wird hauptsächlich durch die verwendeten Schraubklemmen bestimmt und natürlich die Leiterzüge. In einem etwas größeren Layout kann man da noch um einiges zulegen. Die MOSFESTs sind bis 51A ausgelegt, es gibt aber auch noch andere. Ziel war es, hier ohne Kühlung auszukommen, was beim vergleichsweise geringen Strom von 3-4A bei Flexband kein Problem ist.

    Die Layouts kann ich gern als PDF zur Verfügung stellen. Allerdings dürfte selbst ätzen hier schwierig werden.