LED-Röhre, internes Netzteil reparieren oder austauschen, LEDs in Röhre mit externem Netzteil versorgen

    LED-Röhre, internes Netzteil reparieren oder austauschen, LEDs in Röhre mit externem Netzteil versorgen

    Habe 4 defekte Philips-LED-Röhren, Philips LEDTube Master UO 1500 24W, 840! (zu schade zum entsorgen!)
    Möchte das interne Netzteil erneuern, reparieren, oder die LED-Reihe mit externem Netzteil versorgen.
    In der 150cm Röhre sind 142 LED auf einem Streifen verbaut!
    Das interne Netzteil bringt bei lediglich ca. 87 V DC die LEDs nur ganz schwach zum glimmen.
    Hat jemand damit E ?( rfahrung?
    142 LEDs entsprechen 2 Strängen, denn 71 ist eine Primzahl. Eine andere ganzzahlige Aufteilung ist also nicht möglich. Moderne LEDs haben unter 3V Flusspannung. Rechnen wir also mit rund 200V Summe Uf, so haben wir bei 24W durch 200V 0,12A Strom, den wir brauchen. Du benötigst also eine KSQ, die über 200V bei 120mA liefern kann. Dann kannst du die Röhren auch mit einer externen KSQ betreiben. Allerdings gilt es sicherzustellen, das beide Stränge auch tatsächlich parallelgeschaltet sind. Theoretisch möglich wäre auch ein Kondensatornetzteil, wo die LEDs durch den Blindstrom betrieben werden. In diesem Fall wäre beide Stränge antiparallel geschaltet, was bedeutet, das ein Strang in Durchlass- und der andere in Sperrichtung liegt. Bei jeder Halbwelle leuchtet dann abwechselnd ein Strang.
    Ist denn irgendwo eine oder mehrere LEDs, die dunkel bleiben, die also defekt sind?
    Für die Jüngeren: Led Zeppelin ist KEIN beleuchtetes Luftschiff! :D
    Bist du sicher dass es 142 LEDs sind? Wie Superluminal bereits geschrieben hat, würden dazu ca. 200V nötig sein bei 2 Strängen. Bei den von dir genannten 87V dürften die LEDs nicht einmal glimmen...
    ​Ich habe eine 20W 150cm HO-Röhre auseinandergenommen und da sind 3 Stränge je 33LEDs in Serie drin, was ca. 94V Betriebsspannung ergibt.
    ​Möglicherweise könnte man das interne Netzteil auch reparieren, ich denke die Elkos würde ich als erstes untersuchen.
    Wenn du ein externes Netzteil verwenden willst gibt es sicherlich auch Möglichkeiten, dazu musst du aber wirklich genau wissen welche Spannung und welcher Strom für den Betrieb erforderlich ist.
    ​Ich persönlich glaube nicht dass diese Röhren original mit einem Kondensatornetzteil betrieben werden, man könnte es aber machen (Achtung Netzspannung an den LEDs).

    ​Du könntest ja mal Fotos reinstellen vom Netzteil und dem Streifen, vielleicht kann man die Verschaltung erkennen.
    Alles was zählt ist Lumen/Watt

    LED-Röhre, Netzteil reparien oder Externe Stromversorgung für LED-Reihe

    Um etwas "Licht" in das Dunkel zu bringen, habe ich heute meine funktionierende Philips-LED-Röhre zerlegt und gemessen:
    Bei der intakten Röhre liegt an der LED-Reihe liegt eine Spannung von 91,7 Volt DC !!!
    Das Schaltnetzteil muß am Ausgang also 94 VDC liefern. Auf dem 3. Bild (Netzteilplatine von unten) ist auch ein Wert von 94V abzulesen.
    Damit bin ich einen großen Schritt weiter.
    Da kein Feinst-Lötwerkzeug habe, sehe ich mich nicht in der Lage, das Netzteil zu reparieren. (auch mit den Micro-Bauteilen kenne ich mich nicht aus).
    Die Firma Philips wird mir sicher auch keine (4 Stück) Ersatzteile schicken, oder es wird zu teuer.
    Gigt es ein derartiges Netzgerät für 94V zu kaufen (China) , hab bisher im Internet nichts gefunden. (kann auch extern sein).
    Anhängend 3Fotos von dem Netzgerät, welches am Ende innerhalb der Röhre verbaut ist.
    (Hätte nicht gedacht, dass man eine Philips-LED-Röhre mit einem kleinen Kreutzschlitzdreher zerlegen kann!)

    Wer hilft weiter?
    Bilder
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    Mamo schrieb:

    Auf dem 3. Bild (Netzteilplatine von unten) ist auch ein Wert von 94V abzulesen.


    Autsch. Das ist keine Spannung, sondern die Entflammbarkeitsklasse de.wikipedia.org/wiki/UL94

    Das heisst nicht, dass in diesem speziellen einen Fall die ca. 94V Ausgangsspannung nicht passen könnten.

    Zweitens: es ist durchaus möglich, dass Philips da Netzteile ohne galvanische Trennung verbaut. Das würde heißen, an ALLEN Bauteilen liegt Netzspannung, und Messungen im Betrieb sind mit größtmöglicher Vorsicht zu machen. Sonst bleibt es bei 2 Posts hier.
    Das ist mit sehr großer Sicherheit nur ein Buck Konverter und damit ohne galvanische Trennung...
    Würde auch gerne wissen wo der Fehler nun liegt bzw woran die Tube kaputt gegangen ist, und dann auch noch 4? auf einmal.

    Zum Thema anderes Netzteil: man könnte 2Tubes parallel an einem 350mA Netzteil ala Meanwell APC-35-350 für ca 12€ zb bei Reichelt packen. Das ist zwar etwas dunkler aber man hätte auch kein Problem mehr mit galvanischer Trennung ;)
    Ein Buck-Konverter kann meineswissens doch nur Gleichspannung herabsetzen.

    Die Tips zum Netzteil sind sehr interessant, "Meanwell AC-DC Single output LED driver Constant Current (CC); Output 00.35A at 28-100Vdc"
    Spannung 28 bis 100Vdc könnte passen, aber wie verhält es sich mit den Strömen? Gerät hat 35Watt.
    Wieso muss ich 2Tubes parallel schalten?
    Neue Röhre von Philips ca. 20 Euro, Netzteil von Meanwell 12,20 €, ob sich das noch lohnt?

    Mamo schrieb:

    Spannung 28 bis 100Vdc könnte passen, aber wie verhält es sich mit den Strömen? Gerät hat 35Watt.
    Wieso muss ich 2Tubes parallel schalten?

    Die Röhre läuft orginal mit 24Watt, geteilt durch deine gemessenen 91,7Volt, sind ca 260mA!
    Netzteile mit ~250mA in dem Spannungsbereich, gibt es meines wissens im Bastlerbereich so nicht(vor allem nicht günstig) zu kaufen, deswegen, um die LEDs in den Tubes nicht zu überstromen bzw überhitzen, zwei Röhren an ein Netzteil parallel, was dann etwa 175mA je Tube und bei ca 90V etwa 16W sind.(0,175A*90V=15,75W)

    Kannst du natürlich auch an nur einer Tube probieren, dann sind das mal eben 10Watt mehr als Orginal, vielleicht halten die das aber auch aus
    :D

    Preislich kann das zugelassene, galvanisch getrennte Meanwell Netzteil, natürlich nicht mit einem einfachen ungeschützen(weil normalerweise vor dem Nutzer verschlossenem) Buck-Converter-Netzteil, mithalten.
    (btw, auch in einem normalen Netzteil wird erstmal die Netzspannung mit einem Gleichrichter gleich gesetzt, und dann mit einem hohen Takt zerstückelt und dann durch einen Trafo konvertiert. Der Unterschied zum Buck-Converter liegt in der Komplexität was wiederum die unterschiedlichen Herstellungskosten erklärt.)

    Bist du dir nun eigentlich SICHER, dass es am Netzteil liegt? Oder hast du meine Test-Empfehlung nur gekonnt ignoriert? ^^
    Darf ich fragen wo die verbaut waren, dass die jetzt schon kaputt sind? Ich vermute mal in einem geschlossenen Gehäuse, oder?
    Hab selber 25 Stück von denen verbaut, daher bin ich einigermaßen geschockt das du hier von vier kaputten berichtest!
    (Wenn dir das Projekt doch zu doof wird, mach mir doch mal ein Angebot per PN, würde mich da auch gerne dran versuchen)
    (an moc: die Netzteile sind wie auf Bild 1 zu sehen, innerhalb einer Led-Röhre von Philips verbaut!)

    an Falco: hab es noch nicht probiert mit dem Umbau in eine funktionierende Röhre! Möchte nicht noch eine Röhre zerschießen!
    (sollte es vielleicht mal probieren, kann eigentlich nicht viel passieren, oder?)
    Deine Erklärung zu der Schaltung habe ich verstanden.
    Vielleicht sollte ich es mal mit einem "Meanwell AC-DC Single output LED driver APC-35-350" probieren.
    Kosten ja nicht alle Welt!
    Die wahrscheinlichkeit, dass es am Netzteil liegt ist schon sehr hoch... wenn es nur eine LED wäre, würde entweder nur einer der 5 Stränge, oder noch 4 Stränge leuchten, und da sie noch glimmen, scheinen sie ja auch noch durchlässig bzw ok zu sein. Ich kann hier von weiten auch nicht sagen was der Fehler ist. Ich könnte mir aber zb vorstellen, dass zb die Diode am Ausgang defekt ist, wodurch der Buckregler nicht mehr richtig schalten kann aber trozdem noch irgendwie mit geringen Strom die 87V ankommen... Evtl könntest du die Diode mal testen. (auf dem dritten Bild, das schwarze Rechteck, unten neben dem Pluspol der LEDs)
    @Mamo
    Ich werde mir demnächst wahrscheinlich ein paar Philips LED-Röhren zur Garagenbeleuchtung zulegen. Von diesen werde ich aber die Netzteile ausschlachten und ein externes verwenden weil ich die Beleuchtung dimmbar haben möchte.​ Ich werde zwar die HO-Version (20W) verwenden, aber Spannungsmäßig dürften die Netzteile ja gleich sein.
    ​Wenn du willst, kann ich dir die Netzteile zukommen lassen, wenn du die Versandkosten übernimmst (bin aus Österreich).

    MfG
    Erwin
    Alles was zählt ist Lumen/Watt

    erwinh schrieb:

    Von diesen werde ich aber die Netzteile ausschlachten und ein externes verwenden weil ich die Beleuchtung dimmbar haben möchte.​

    Da nimm doch gleich die Restposten Röhren von Toshiba. Bei denen ist kein Netzteil drin, die brauchen das von vornherein extern. Gibt's bei Pollin sehr preiswert. Toshiba hat sich aus dem Beleuchtungsmarkt zurückgezogen, deshalb werden die Restposten verramscht. Lichtqualität und Lebensdauer sind auch untadlig. Ich habe bei meiner Mutter seit über 5 Jahren eine der ersten LED Glühlampen im Einsatz und seit kurzem auch eine 60cm LED Röhre.
    Für die Jüngeren: Led Zeppelin ist KEIN beleuchtetes Luftschiff! :D
    Guter Tipp, danke.
    Gefallen mir aber nicht. Abstrahlung sehr breit, also wesentlich über 180°, so wie die Osram Glas-Röhren. Ich will das Licht aber im Raum, nicht an der Decke. Außerdem hab ich keine Angaben gefunden ob das eine Glas oder Kunststoff-Röhre ist - ich will die Kunststoff-Röhren verwenden, da die Garagenraumhöhe nur ~225cm ist und man da leicht mit etwas dranstoßen kann. Außerdem ist die Lichtausbeute bei den Philips-Röhren (trotz inkl. Treiber) wesentlich besser.
    Aber der Preis ist super, das stimmt!
    Alles was zählt ist Lumen/Watt
    hatte zwischenzeitlich Philips nochmal angeschrieben, ob sie eine Lösung haben!
    hier die Antwort:
    Vielen Dank für Ihre Anfrage.

    Leider können wir Ihnen keine Bauteile der MasterLED Tubes zukommen lassen. Diese Röhren verfügen über 5 Jahre Garantie. D.h. kommt es zu einem Defekt innerhalb der Garantie ist die Röhre beim Händler oder Grosshändler in Garantie zu tauschen.

    Bauteile der Röhre (Treibertechnik) gibt es nicht als Ersatzteile zu kaufen.

    Es tut uns Leid, aber bei dieser Anfrage können wir Ihnen nicht behilflich sein.

    Diese Anfrage wird im Anschluss an diese Antwort bei uns geschlossen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Mike
    Philips Lighting

    Falko87 schrieb:

    Die wahrscheinlichkeit, dass es am Netzteil liegt ist schon sehr hoch... wenn es nur eine LED wäre, würde entweder nur einer der 5 Stränge, oder noch 4 Stränge leuchten, und da sie noch glimmen, scheinen sie ja auch noch durchlässig bzw ok zu sein. Ich kann hier von weiten auch nicht sagen was der Fehler ist. Ich könnte mir aber zb vorstellen, dass zb die Diode am Ausgang defekt ist, wodurch der Buckregler nicht mehr richtig schalten kann aber trozdem noch irgendwie mit geringen Strom die 87V ankommen... Evtl könntest du die Diode mal testen. (auf dem dritten Bild, das schwarze Rechteck, unten neben dem Pluspol der LEDs)


    Vielen Dank für deine Antwort!
    Die Pins der Diode sind auf der Gegenseite der Platine nicht sichtbar, bekomme sie daher Wahrscheinlich auch nicht ausgelötet!
    Ist mir zu "pfriemelig". Auch die Ersatzbeschaffung ist sicher nicht einfach.

    (Würde gerne den Vorschlag von "erwinh" annehmen.