Tresor zur Schnapsbar umbauen

  • Hi, ich werde in der nächsten Zeit ins Nachbarhaus umziehen, wie es der Zufall will war das früher mal eine Volksbankfilliale und somit steht auch ein kleiner Tresor in meinem Wohnzimmer. Mein Dad war der Meinung dass wir das gute Stück rauswerfen sollten, aber ich bin der Meinung wenn man schonmal was hat was nicht jeder hat, sollte mans auch behalten und irgendwas cooles draus bauen....


    Hab also bischen mit mienen Kumpels nachgedacht und die Entscheidung ist ziemlich schnell auf Schnapsbar oder HiFi Rack gefallen...die Sache mit dem HiFi Rack haben wir aber sehr schnell fallen gelassen weil es sich als schwierig herausstellte die Kabel in den Tresor zu bekommen...naja...is ja auch dafür gebaut das DIng....


    Nun ja...also haben wir uns für ne Schnapsbar entschieden, dachte mir ich könnte da irgendwas an LED Beleuchtung einbauen, dachte da an bspw. beleuchtete Plexiglasböden oder ähnliches. Stromversorgung dürfte hier aber das Problem darstellen. aber das Teil ist ja schon etwas größer, von daher kann ich auf das obere der 2 Schließfächer gerne verzichten um bspw ein Akku, hab hier an ne Rollerbatterie gedacht, unterzubringen.


    Hier mal ein paar Fotos...





    Ich würde mich über Ideeen, Tipps und Lösungsmöglichkeiten freuen :)


    mfg Metty

  • Ich würd versuchen paar Löcher reinzukriegen und dann nen wassergekühlten PC reinstellen.
    Leiser wirds nie wieder. :D
    Und falls mal ne Hausdurchsuchung ansteht dürfte das auch interessant werden. :thumbup:


    Akkus für ne LED-Beleuchtung sind aufgrund der Selbstentladung natürlich eher schlecht.
    Und man will ja jetzt auch nicht 200€ in Eneloops investieren, vom Aufladen dutzender Aukkus gar nicht erst zu reden.


    Also Ich weiß auch nicht so genau was man damit machen könnte.
    Wenn das Ding nicht extra-Sicherungen (wie einen Verschlussmechanismus mit ner Glasscheibe (das Ding schliesst wenn die Glasscheibe bricht)) hat ist das nicht SO schwierig nen kleines Loch reinzukriegen (vermute ich).
    Lagerst ja nichts drin was irgendwie brandgefährdet wäre, also kannst du da schon mit gut Hitze drangehen.
    Ist natürlich relativ teuer oder schweißtreibend, je nachdem für welche Methode man sich entscheidet.

  • Erst mal sehr lobenswert, die Freizeitdrogen Kindersicher aufzubewahren :thumbup: :D
    Verhindert auch einen Vollrausch, weil man den Tresor nach genügend Alkoholgenuss gar nicht mehr aufbringt :P


    Ne, ich würde es dann auch mit Akku Beleuchten - allerdings würde ich da keinen Bleiakku benutzen; außer du bist Alkoholiker und bist täglich mehrfach mit dem Tresor beschäftigt :S
    Ein Lithium-Ionen Akku sollte mit der Situation besser zurecht kommen und ist deutlich kleiner und leichter - bei gleicher Kapazität.
    Ist ja auch ein bisschen davon abhängig, was du da drinnen installieren willst und ob die Tür öfter mal aufsteht oder nur zum Be- und Entladen geöffnet wird.

  • Mann, muss die Schreibmaschine wertvoll sein! :thumbup: - wenn si in *so* nem Teil drin steht... 8o


    Ja, *da* irgendwie Strom rein zu legen, so dass die Tür noch zu geht, wird wohl eher unmöglich sein (mit Heimwerker-Mittteln...)


    Ich würde dann aber den Akku in das unterste Fach bauen - das kann man eigentlich eh' zu nix brauchen, also da immer runterbuckeln... Rollerbatterie ist wohl nicht so gut, die muss ja Zyklenfest sein... Eneloops müssen's auch nicht unbedingt sein, das Teil wird ja bestimmt öfter genutzt, und dann auch öfter geladen..?


    oder man läd es halt extra auf, wenn man weiß dass Besuch kommt und den Effekt haben möchte - ich würde da ne Ladebuchse hinbauen, Ladegerät mit langem Kabel, dann kann man's einfach über Nacht bei leicht geöffneter Tür zum Laden anstecken - oder andersum, Ladegerät mit Netzkabel fest da eingebaut, ne Steckdose neben den Tresor an die Wand, da zum Laden anstecken, und dann verschwindet das Kabel in dem Fach mit Akku + Lader


    Beleuchtung an sich dann z.B. mit Flexstreifen, egal ob nun Glasböden, oder unter die vorhandenen Böden geklebt... Glasböden sehen sicherlich besser aus...

    It's only light - but we like it!


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  • Also in einen Tresor reinbohren würde ich mal lieber lassen. Dann lieber schauen, ob man nicht irgendwo ein Flachbandkabel reinlegen kann. Den nötigen Platz kann man sich vermutlich schnell mit einer Feile machen, wenn es nicht einfach so geht.
    Gut würden bestimmt ein paar Endlighten Plexiglasplatten aussehen, die du über die Kanten mit Licht versorgst. Dadurch würde auch die Flaschen noch direkt von unten bestrahlt werden.

  • Hinter der Wand ist ne große Halle, da steht der Tresor noch ca 80cm in den Raum herein, drumherum ist der zugemauert, da müsste ich erstmal die mauer einreißen und dann wohl ein paar Bohrer opfern...


    Ich kanns ja mal versuchen, wenns nicht klappt, kann ich immer noch auf Akku umrüsten ;)

  • Mann, muss die Schreibmaschine wertvoll sein! :thumbup: - wenn si in *so* nem Teil drin steht... 8o


    Ja, *da* irgendwie Strom rein zu legen, so dass die Tür noch zu geht, wird wohl eher unmöglich sein (mit Heimwerker-Mittteln...)


    das stimmt allerdings. wenn ich die Tür zufallen lasse hört man richtig wie luftdicht der abschließt....pfeift richtig das Teil :D


    die Schreibmaschine hab ich reingestellt, damit sie vom Baustellendreck beschützt ist :)

  • ... Wenn das Ding nicht extra-Sicherungen (wie einen Verschlussmechanismus mit ner Glasscheibe (das Ding schliesst wenn die Glasscheibe bricht)) hat ist das nicht SO schwierig nen kleines Loch reinzukriegen (vermute ich).
    Lagerst ja nichts drin was irgendwie brandgefährdet wäre, also kannst du da schon mit gut Hitze drangehen.
    Ist natürlich relativ teuer oder schweißtreibend, je nachdem für welche Methode man sich entscheidet.

    Da hat aber jemand zuviele Filme gesehen (The Italian Job, wenn ich nicht irre)...
    Glassicherungen mag es im Einzelfall geben, sind aber alles Andere als üblich. Zum "nicht SO schwierig": Einfache Tresore werden so simpel wie wirkungsvoll gebaut: Zwei Stahldosen (fester Stahl, aber für einen HSS-Bohrer kein großes Hindernis), dazwischen ein loses Drahtgewirr mit Korund- und Granitbrocken. Die Hohlräume dazwischen werden mit Aluminium vergossen.
    Klingt gar nicht so dramatisch, oder?
    Leider verhindern aber die verschiedenen Werkstoffe gegenseitig, dass man ihre Schwachpunkte ausnutzen kann. Stahl und Alu kann man gut bohren, Korund praktisch nicht. Insbesondere dann nicht, wenn man nicht zufällig einen Brocken mittig erwischt, sondern seitlich mit dem Bohrer 'anschneidet'.
    Deine nächste Idee ist Hitze: Leider lässt sich dickes Alu aufgrund der sehr guten Wärmeleitfähigkeit nicht ordentlich brennen, Du müsstest dazu den kompletten Alublock auf rund 400°C aufheizen. Welcher Häuslebauer möchte den dann noch in der Wand stecken haben? Zudem man dem Korund auch damit nicht beikommen kann.
    Wenn man Zeit und genug Bohrer hat, kann man einen solchen Tresor anbohren. Also mit einem HSS- oder besser Vollhartmetallbohrer gekühlt bohren, bis man Korund trifft, mit Gesteinsbohrer gekühlt durch den Korund, dann mit neuem Metallbohrer weiter usw... Aber das für ein Gimmik?!

    ... erstmal die mauer einreißen und dann wohl ein paar Bohrer opfern...

    S.o.
    Ich würde schön ruhig von innen seitlich bohren. Kommst Du durch die Außenhülle, kannst Du von innen mit einem Durchbruchbohrer durch die Mauer.
    Scheiterst Du, musst Du wenigstens nicht neu aufmauern...

  • So....ich wasr gerade nochmal gucken...obendrauf liegt sogar nur eine Holzplatte mit ner 4mm Stahlplatte drunter...die bekomm ich gut runter und von da könnte ich auch ins obere Fach kommen...


    Der Tresor ist wie kampfgnom sagt sehr einfach aufgebaut, also der Verschluss, halt der Hebel für die Bolzen auszufahren und 2 Zahlenschlösser, wobei in eines davon noch ein Schlüssel gelegt werden muss....die Schlösser musste ich aber leider ausbauen, also die Mechanik in der Innentür....die SChlüssel für den Tresor wurde beim Auszug mitgenommen und da gerade die Bolzen draussen waren hab ich die Tür nimmer zubekommen....also Tür aufgeschraubt und Schloss raus...ist jetzt halt nichtmehr abschließbar :(

  • Wenn der schon luftdicht abschließt, würde ich auf Löcher verzichten, zumal du damit den Schließmechanismus in der Tür sehr schnell zerstören kannst. Und dafür ist das Schätzchen wirklich zu schade. Hinter den Akkus könntest du noch wichtige Dokumente (Versicherungspolicen, etc) verstauen. könnte mir echt vorstellen, dass die sogar gut vor Feuer darin geschützt sind. Bei den Akkkus würde ich 2-3 Laptopakkus einsetzen (meiner hat 10,8V und 4,4Ah) oder du besorgst dir ein Batteriefach für Mono-Batterien/Akkus (gute Batterien haben durchaus 16Ah) und verwendest Suflus oder HP-LEDs, stark gedimmt in kombination mit Endlighten.
    Ich habe unseren Schuppen mit einer XPG-R4 Beleuchtet. Als Energieversorgung dienen mir 3 Mono-Batterien. Ich beziehe bei Bedarf Varta Industrial über die Firma, sind aber die Gleichen wie die Varta High Energy, haben nur ein anderes etikett und kosten nur einen Bruchteil. Jedenfalls haben die 16,5Ah angegeben und das deckt sich auch in etwa mit der Lebensdauer (ca. 45h bei 350mA). Da diese Beleuchtung nur sehr selten (Frühjahr und Herbst zum wegräumen der Gartengeräte) und in einem Jahr gerade mal ein Satz Batterien draufgegangen ist, der mich gerade mal 1€ gekostet hat lohnen sich Akkus nicht wirklich.

  • Nope, nicht Italian Job, sondern Mythbusters. :D
    Klar is das immer noch nen Haufen Arbeit, aber SO einbruchssicher ist son Tresor auch nicht.
    Und ne, das Aussenmaterial musst du nicht komplett auf 400°C aufheizen.
    Das Ding hat ne maximale Energiemenge die es von einem Punkt wegtransportieren kann und die muss man "einfach" nur überschreiten.
    Wenn man einfach ne sehr heisse Lanze nimmt (nicht den Heimlötkolben, schon klar, aber keine Ahnung wie die Teile jetzt genau heissen, wird mit Magnesium gemacht mein ich) dann kann man da schon ein Loch reinschmelzen.


    Wenn das Schloss schon raus ist, haste dann da nicht nen Platz wo du nur vergleichsweise wenig Material durchbohren musst?

  • Nun ja, die Wärmeleitfähigkeit ist natürlich endlich. Um Material zu verbrennen, musst Du lokal _nur_ schneller Wärme zuführen, als sie abgeleitet werden kann. Soweit richtig. Das Problem ist, dass dennoch Wärme abgeleitet wird, nur nicht genug. Diese abgeleitete Wärme wird im Alukern gespeichert, dadurch wird das Gehäuse langsam immer wärmer. Bist Du (wie z.B. mit einem Schneidbrenner) nur knapp über o.g. Grenze, musst Du sehr lange brennen, bis da ein Loch drin ist. Und in der Zwischenzeit ist der Rest dann eben entsprechend warm.
    Die 400°C findest Du wieder, wenn Du nach einer Schneidtemperatur für Alu mit Acethylenflamme suchst.
    Um die Erwärmung des Bauteils so gering wie möglich zu halten, muss die Energiedichte an der Schneidstelle so hoch wie möglich gezüchtet werden (= kürzere Brenndauer = weniger Wärmeableitung in das restliche Bauteil). In der Industrie nutzt man aus genau diesem Grund Laser. Die zweite Wahl, da billiger ist Plasma, die dritte dann eine Acethylenflamme = Schneidbrenner.


    Eine Termite- oder Alkalimetallladung schafft auch einen Tresor, aber an dessen Inhalt solltest Du dann kein gesteigertes Interesse haben :whistling:



    P.S.
    Energie'menge' ist übrigens falsch. Fix ist da gar nichts. Die Wärme strömt und durch die endliche Wärmeleitfähigkeit (=>Wärmewiderstand) ergibt sich eine Temperaturerhöhung am Ort der Quelle, welche umso höher ist, je leistungsfähiger die Quelle ist. Will man also ein Loch bekommen, muss die Temperatur an der Quelle entweder dem Flamm- oder Verdampfungspunkt entsprechen.

  • Passt doch.
    Viel mehr als nen Loch brauchste da ja nicht.
    Klar, mal eben selber machen ist damit garantiert nicht.
    Müsste man mal anfragen (bei ner Abbruchfirma oder sowas) wie teuer ein kleines Loch in nem Tresor wird.
    Man sollte evtl. erwähnen, dass es der eigene Tresor ist. :D
    Ich vermute aber mal dass die Kosten in keinem Aufwand zum Ergebnis stehen werden.

  • Müsste man mal anfragen (bei ner Abbruchfirma oder sowas) wie teuer ein kleines Loch in nem Tresor wird.
    Man sollte evtl. erwähnen, dass es der eigene Tresor ist. :D
    Ich vermute aber mal dass die Kosten in keinem Aufwand zum Ergebnis stehen werden.

    Dann kannste auch gleich mal am nahegelegenen Truppenübungsplatz vorbeifahren und die Jungs fragen, ob sie einen von ihren Dosenöffnern an dem Ding ausprobieren wollen. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, daß ne Hohlladung in der Wand hängen bleibt. Die machen normalerweise schöne kleine Löcher. Verschrammen halt die Außenseite ein wenig. Innen kann man ja vielleicht was reinlegen, was die Splitter auffängt - Holz oder Wasser (in Kanistern) vielleicht. Würde ich halt das Loch in die Rückwand machen und die Tür offen lassen. Sonst hast du nachher zwei Löcher.


    Fabi