[Q] Grundlagen-Fragen und Ideen-Sammlung für unser Reihenhaus

  • Hallo Leute,


    wir bekommen im Jänner 2012 endlich unser Reihenhaus. Dor würde ich dann gerne endgültig auf LED technologie umstellen. Dazu habe ich jedoch ein paar Fragen, für die ich bislang keine Antwort finden konnte:


    .) Das Wohnzimmer hat etwa 25m². Auf welche Beleuchtung (zB,Seil/Schienensystem,Spots,EL-Folie) soll ich setzten, und wie vile würde ich benötigen, um ein vernünftiges Licht zu bekommen. (die lumen angaben auf den leds sind ja meistens eher "empfehlungen" ;-))


    .) Macht es Sinn, ein standard Halogen-Seilsystem mit einem Led Trafo umzurüsten um "normale" gu7/16 Led-Spots nutzen zu können oder sind die High-Power leds wirklich so viel besser (ich tendiere zu den halhogen-replacement spots, weil ich Angst davor habe, dass ich die highpower spots später vielleicht nicht mehr bekommen könnte)


    .) Hat schon jemand eine große EL-Folie (zB A2) als Indirektes Licht über dem Essplatz genutzt? Ist das praktikabel. Wie viel Licht gibt soetwas wirklich, denn in den Videos sieht es immer gut aus.


    .) Im Stiegenhaus und Gang hätte ich darauf spekuliert, eine "Nacht/Effektbeleuchtung" mit EL-Tapes zu machen. Hat da jemand schon erfahrung damit wie man das optisch elegant verbauf?


    .) Ist es realistisch möglich, wenn das ganze Wohnzimmer/Stiegenhaus mit Led ausgestattet ist, dieses über eine Photovoltaik anlage (darf nur eine kleine sein/reihenhaus garten) zB mit Autobatterie und 220V Modulator zu betreiben, oder ist das mehr Idiologie als Sinnvoll?



    So, vielen Dank für alle Antworten und Ideen....



    GLG


    Peter

  • Herzlichen Glückwunsch zum Bauvorhaben.


    Was für Beleuchtung du einbauen kannst würde ich von den örtlichen Gegebenheiten und dem Einrichtungsstil abhängig machen. Wobei meiner Meinung nach so Replacement Spots immer eine technische Krücke sind. Da muss man für den Vorteil des vorhandenen Sockels meist Kompromisse bei der Kühlung eingehen.
    Wenn du mit LEDs planst, solltest du dich von der klassischen Beleuchtungslösung - eine Lampe in der Mitte unter der Decke - ganz schnell verabschieden. LEDs verteilt man am besten im Raum und schaltet dann die passenden gemeinsam z.B. eine Gruppe am Esstisch, eine Gruppe an der Sitzgruppe, eine Gruppe als Akzentbeleuchtung usw.. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Grenzen setzt nachher der Geldbeutel ^^
    Was vielleicht interessant sein könnte, LED Streifen als indirekte Beleuchtung z.B. umlaufend an / unter der Decke. Einfach mal etwas hier im Forum stöbern.


    Fotovoltaik mit Akku sind eher Spielerei, teures Hobby oder man versucht fanatisch autark zu sein. Wenn dann allerdings direkt mit 12 bzw. 24V arbeiten und den Umweg über den Wechselrichter einsparen.


    Achte lieber darauf, dass das Haus vernünftig gedämmt ist und eine passende Heizung kriegt. So viel Geld kannst du im Betrieb mit einer LED Beleuchtung gar nicht einsparen, wie du bei einer unpassenden Heizung auf die Jahre verplemperst.

  • Bedenke wenn Du loslegst, verlege zuvor überall dorthin wo Du denkst LEDs zu installieren zigfaches Steuerkabel (etwa 5x0,5mm²),
    je nach zu verlegender Länge entsprechend grösserer Querschnitt. Oder überall entsprechend doppelt Leerrohr, jetzt hast Du es noch
    leicht gleich entsprechend zu installieren...

    der Klaus


    Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den nächsten...
    Denkmal ist ein Imperativ, der bei mir aus zwei Worten besteht...

  • wegen der nidervolt-verrohrung....eben damit ich die planen kann, müsste ich wissen, wie ich beleuchte. wenn ich die "halogenersatzvariante" wähle, brauch ich einen allgemeinen deckekauslass und einen beim esstisch. wenn ich's anders löse, müsst ich ja die decke abhängen um spots einzubauen.


    die wohnwände sind ja leider immer noch überwiegend mit halogen beleuchtet, und die müsste ich also umbauen.



    die heizung ist lvorgegeben, fernwärme (biomasse) mit kontrollierter wohnraumlüftung. ziegelmassiv.



    ok, also solar hab ich mir schon mal abgeschminkt.

  • Och. Das hatten wir bei einer Freundin auch geplant mit Solarzelle, Ladeelektronik, 24V Puffer, Netzteil zur Unterstützung bei Tiefentladung. Für ein 80m² Reihenhaus mit LED Beleuchtung in den meisten Räumen hätte eine 1m² Poly Solarzelle dicke gereicht (außer wenn grad Schnee auf der Solarzelle liegt). Zum Puffern 2 Notstromakkus vom Elektronikverwerter mit je 40Ah, und alle Elektronik hätte in die vorhandene Hausverteilung gepaßt. Ist ja mit der heutigen Technologie nicht mehr groß.
    Zum Glück hätten wir die vorhandenen Leitungen meist nehmen können, weil alle Schalter, alle Lichtanschlüsse und alle Steckdosenkreise einzeln in der Hausverteilung angekommen sind. Die war 2 Nummern zu groß gekauft, und das stellte sich als sehr vorteilhaft raus. Nur die Akkus mußten unter die Verteilung. Außerdem ist es sinnvoll, wenn die Hausverteilung als Übergabepunkt zu den Kabeln im Haus Klemmenleisten hat. Für 24V gibts die sogar mit eingebauter Flachsicherung. Wenn ich irgendwo eine Umrüstung habe, sind die immer mit drin.
    Diese Punkte sind wichtig, und viele Elektrische sträuben sich so etwas zu machen.
    Schade, sie hat das Haus verkauft.

  • Meine Empfehlung: Leg überall genügend große Leerrohre. (dicker als 25mm) Lege auch an Stellen Leerrohre wo du im Moment keine LEDs geplant hast. Zum Beispiel für eventuelle Erweiterungen im Audiobereich.


    Ich hab gerade ein ähnliches Problem, dass man hier überall 15 mm Röhrchen verlegt hat. Zieh da mal ein paar Kabel durch.

  • naja "überall" muss man die auch nicht unbedingt legen. viel wichtiger finde ich ausreichend deckenauslässe für lampen (mit leerrohr) und ich würde keine konventionellen lichtschalter mehr einsetzen sondern alles über niedervolt-stromstoßschalter. so kannst du später relativ problemlos auch einen hausautomatisierung nachpflegen.

  • Mir fällt grad ein, daß ich noch irgendwo in der Scheune ne fette Siemens 135U SPS liegen hab. Die sollte ursprünglich in dem Haus, in dem ich vor paar Jahren gewohnt hatte, alles Licht, das Alarmsystem und ein Mini-BHKW steuern... CPU 928B, 128 Eingänge, 96 Ausgänge je 24V. Optional noch ein Erweiterungsgerät mit noch viiiel mehr Karten. Wer mal richtig dolle rumspielen will... :D Aber für ein Reihenhaus ist das Ding bissel dicke.


    Ich würde für so eine WAGO oder Beckhoff Hutschienen-SPS (BC9000 und bis zu 255 E/A - Module) Platz vorsehen. Dann hast du die Freiheit, z.B. EnOcean Bedienelemente grad da auf die Wand zu kleben, wo du schalten willst. Oder halt normale Schalter oder Taster verdrahten. Die ist auch schnell genug, wenigstens eine einfache PWM in der Software aufzubauen, wenn dir 16 Helligkeitsstufen reichen. Und Programmieren, Diagnose und Fernbedienung über TCP-IP. Falls dich das interessiert, kann ich vielleicht von meiner früheren Firma paar Teile bekommen. Und E/A Module gibts in der Bucht recht billig.


    Was Solar angeht, das würd ich mir immer noch offen halten. Aber nicht mit 230V Konverter, sondern mit ein, zwei Modulen und Laderegler auf 24V Akkus zum Puffern gehen. Und damit die Beleuchtung machen. Warum nicht 12V? Ganz einfach - 2 Gründe: Geringere Verlustleistung in den Leitungen und Modulen, 7 statt 3 LED hinter KSQen möglich (ist effizienter), und SPSen laufen mit 24V.


    Ich hab eh vor, meinen adaptiven Solar - Laderegler fertigzubauen: 8 - 22V aus Solarmodulen auf 24V Bleiakku mit Ladeschlußerkennung. Krieg ich hoffentlich irgendwann im Sommer fertig und programmiert, wird dann so 2-3 Automaten groß werden. Vielleicht magst den dann ja nachbauen.

  • achso wieder per mikrocontroller. ich hatte gehofft es würde mal vernünftig analog realisieren. wenns funktionieren sollte wär ich aber trotzdem interessiert. planst du über die schnittstelle irgendwas vernünftiges laufen zu lassen? ich persönlich hätte ja am liebsten gleich wieder rs485 und ausgabe von strom, spannung, leistung usw.