Moin,
ich stell mir grade die Frage, wie die Voraussetzungen dafür wären, wenn man selbst entworfene Leuchten etc. verkaufen wollte.
Ich habe, einige Ideen, die ich gerne umsetzen würde, die sich aber erst bei einer gewissen Stückzahl lohnen und von denen ich mir auch vorstellen könnte, dass sich dafür Käufer finden würden. Es geht größtenteils um Kleinserien, mit anfänglichen Auflagen von vll 50 Teilen oder so. Es geht nicht nur um LEDs, sondern auch um andere elektrische Schaltungen oder Formteile. Ich hab mir mal ein paar Gedanken gemacht, aber so richtig sicher bin ich mir nicht, wie das alles in unserm Land funktioniert...
Ich will jetzt nicht davon leben oder so, mir geht es in erster Linie darum, die Kosten für meine Entwicklungen zu decken, bzw es etwas wirtschaftlicher zu machen Platinen ätzen zu lassen, Formteile herzustellen etc.
Angenommen, man fertigt z.B. eine Lichtleiste mit LEDs und einer eingebauten KSQ auf einem Aluprofil. Dazu bietet man noch passende Netzteile an.
Zu Überlegen sind jetzt meiner Meinung drei Aspekte:
1. Sicherheit der angebotenen Teile
Man kann in Deutschland wahrscheinlich nicht einfach irgendwas zusammenlöten und dass dann verkaufen, oder?
Also braucht man sicherlich eine Abnahme bei TÜV oder VDE, was das ganze Unternehmen dann auch schon für Kleinserien und Sonderanfertigungen wieder uninteressant macht, weils einfach zu teuer wäre. Ich habe aber noch irgendwas im Kopf, dass jemand, der ausreichend Sachkundig ist, entsprechende Fertigteile herstellen kann, ist das richtig? Weiß jemand, wie sowas geregelt ist, oder wo ich es nachlesen könnte? Wer ist denn sachkundig im Bezug auf elektrische Schaltungen? Elektrotechnikstudenten? Elektoinstallateur? Radio- Fernsehtechniker?
Außerdem gibt es sicherlich noch einen Unterschied, in Bezug auf Design eines Teils (also die Entwicklung der Schaltung ) und die Fertigung des Teils. Das hieße, wenn man ein Referenzmuster hat, dass von jemandem, der Sachkundig ist, entworfen wurde, könnte derjenige doch wahrscheinlich jemanden, der nicht sachkundig ist, einweisen, wie dieses Teil in Serie zu fertigen ist, oder?
2. Marken- und Patentschutz
Gefährlich ist wahrscheinlich auch, dass man sich ohne Ausführliche Prüfung (die auch wieder in Auftrag zu geben wäre und sicherliich genauso teuer, wie eine TüV Prüfung wäre) nicht 100% sicher sein könnte, mit eine selber entworfenen Schaltung keine Rechte Dritter zu verletzen. Wenn nach 2 Jahren auf einmal Siemens bemerkt, dass die verwendete Schaltung von Ihnen geschützt ist und dann Unterlassung und vor allem Regress durch nachträgliche Lizenzgebühren fordern würde...
Dies lässt sicher aber sicher umgehen, indem man sich z.B. für KSQs an Referenzschaltungen hält oder einfach Fertigteile verbaut.
3. Handwerkskammern etc.
Wenn man ein Teil herstellt (z.B. einen Kühlkörper für LED Taschenlampen drehen, Aluproflile schneidet), muss man irgendwie Metall bearbeiten. In dem Moment, wenn ich meine Fräse, Drehbank, etc.. gewerblich einsetze, um damit irgendwelche Formteile herzustellen, kann es passieren, dass mir die Handwerkskammer aufs Dach steigt? Weil ja auch da wieder Sachkunde, Mitgliedschaft in der Innung usw normalerweise gefordert sind, oder? In diesem Bereich kenne ich mich leider gar nicht aus, auch hier wäre ich sehr dankbar für alle Hinweise oder guten Links, die ihr mir geben könntet!
Vielleicht weiß der eine oder andere etwas zu einem oder mehreren Themenbereichen, oder habe ich vll sogar noch etwas vergessen?
Ich freue mich sehr auf eure Beiträge!