KSQs in Reihe an Netzteil anschließen möglich?

  • Alles klar. Wollts auch nur sicherstellen.
    Mal noch ne andere Frage:
    Ich habe meine 4 KSQs nebeneinander auf ein kleines Breadboard geklebt. An die PINs der KSQ habe ich diese dünnen Steckkabel, die man für Microcontroller nutzt, anngelötet (sind ca 7 cm lang) und die dann auf das Breadboard gelötet. Daran löte ich dann die Kabel zum Netzteil oder zur LED.
    Diese Kabel meine ich: http://www.lipoly.de/index.php?main…ducts_id=163444

    Meine Frage: Sind die vom Querschnitt zu dünn und was kann im worst case passieren?
    Benutzt habe ich die aufgrund der Überscihtlichkeit. Dadurch habe ich das alles recht ordentlich hinbekommen.
    Hab mal nen Foto in Anhang gepackt.

    Gruß
    Thorsten

  • Naja... 700mA sind jetzt nicht die Welt, und wenn sie alle parallel angeschlossen sind, hat jede KSQ ihre eigenen Kabel, da gehen nicht 2,8A über ein solches Käbelchen.
    Wegen dem Querschnitt der Kabel: natürlich weiß man es nicht, aber die Webseite sagt "Perfect design for breadboard.", also sind die Pins (die eigentlich nicht zum Einlöten gedacht sind; "Breadboard" bedeutet nämlich (in diesem Fall) Steckplatinen, nicht die zum Löten ;) ) ungefähr so dick wie die von einer 5mm LED. Daraus folgt, daß die Kabel geschätzt einen ähnlichen, vielleicht sogar geringfügig größeren, Querschnitt haben, da ihr Außendurchmesser deutlich dicker ist und man annehmen darf, daß auch die Isolation nicht übertrieben dick ist (OK, bei Chinaware darf man froh sein, wenn überhaupt Metall im Kabel ist, außer Cadmium und Blei in der Farbe...).

    Den Spannungsverlust gleicht die KSQ aus, wenn spannungsmäßig noch Luft ist.

    Das Übelste bei diesen Kabeln ist ohnehin nicht der Querschnitt, sondern die fast immer absolut miese Verarbeitung (sowas wird leider nicht gelötet, sondern nur abisoliert, 70% der Litzen dabei angeschnitten, der Rest angekerbt und locker und mit viel Restisolation in eine billige, gern auch voroxidierte, Quetschhülse gesteckt, leicht zusammengedrückt und dann mit Schrumpfschlauch getarnt). Dadurch ergeben sich am Übergang von Kabel zu Steckpin die größten Widerstände und damit Verluste. Dort wird es dann auch am wärmsten.

    Nun habe ich hier Drähtchen, die ganz sicher dünner sind als die im Link, und da messe ich (jaja, ich weiß, sowas müßte indirekt mittels konstantem Strom gemessen werden, nicht mit dem DMM), bei 17cm 0,1 Ohm (Unterschied zwischen Prüfspitzen direkt verbunden vs, mit Kabel dazwischen). Der Übergangswiderstand zur Prüfspitze ist deutlich größer (>1 Ohm).
    Nehmen wir mal an, das Kabel an sich (2 mal 7cm) hätte insgesamt 0,5 Ohm (was schon ziemlich übel wäre). Dann wären das bei 700mA 0,35V Verlust. P=U*I ergibt 0,245W. Auf die 14cm verteilt hielte sich das noch in Grenzen. Haben die Übergänge aber schon je 1 Ohm, fehlen nicht nur 1,4V, sondern tauchen auch 1,4*0,7=0,98W an den Übergängen auf (also je ca. 0,5W), und das wäre definitiv zu viel.

    Was passieren kann: rein theoretisch (echter Worst Case) könnten die Kabel / Übergänge heiß werden und abbrennen oder sich verformen. Wahrscheinlicher ist aber, daß die Übergänge auf Dauer korrodieren (verschmoren), dadurch immer schlechter werden und schließlich ganz ausfallen, oder mit Wackelkontakt.

    Fazit: das Kabel ist nicht der Hit, geht aber, nur die Steckerchen stören.

    Normalerweise würde man von den KSQs blanken Draht (1cm) direkt nach unten in die Lochplatine löten, und dann auf der Unterseite schön sorgfältig blanken Draht bis zur Kontaktstelle führen (auf Deiner Platine scheint sonst ja nichts zu sein, unten dürfte die also komplett frei sein). Für mehr mechanische Stabilität kann man den Draht zwischendurch stellenweise anlöten und am Ende von unten durch ein Loch stecken und oben abschneiden, dann kann man auch recht gut Kabel anlöten.
    Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, daß das Anlöten von dicken Kabeln (wie die Netzkabel in Deinem Fall) an Platinen keine gute Idee ist, da durch die mechanische Belastung die Lötpunkte schnell abgehen und dann wackelt alles herum. Abhilfe schaffen hier fest installierte Schraubklemmen, Lötnägel (besonders, wenn sie schon unverlötet halten) oder viel (Heiß)kleber.

    Einmal editiert, zuletzt von Illuminatus! (10. Februar 2011 um 04:02)

  • Hi und vielen Dank,

    leider habe ich gemerkt, dass die Kabel nicht der Hit sind und sich die Stecker teilweise lösen. Hätte mir die Frage also sparen können, denn ich werde das ganze noch mal neu löten mit richtigen Kabeln.
    Sah halt nett/strukturiert aus so, aber bringt mir nix, wenn sich die Kabel nacheinander lösen.
    Fazit: Ich werd noch mal ran gehen.

    Gruß