Ersa i-con A Lötstation oder eine von Weller?

  • Hallo.

    Möchte mir eine Lötstation kaufen. Was haltet ihr von der Ersa i-con A?? Habe im Internet leider nur alte Beiträge gefunden. Wollte mal wissen ob es mitlerweile eine gute Alternative gibt??? Eventuell was von Weller?? Oder ist die Ersa gut??

  • Gute Frage,
    Ich habe die I-CON 1 von Ersa und muss sagen es ist ein Traum damit zu löten. :love:

    Ich hatte vorher einen 20€ Lötkolben und das ist überhaupt nicht vergleichbar meiner Meinung nach.
    Vor allem der handliche Lötkolben, das schnelle aufheizen, verschiedenen Spitzen, die Standby Funktion und die super flexible Leitung sind weitere Plus Punkte.

    Joa, zur Weller kann ich leider nichts sagen.

  • Hi,

    ob die 80W reichen? Auf jeden Fall! Ich löte mit meiner i-Con sehr viel und praktisch nur mit Bleifreilot. Wenn Du selbst nicht gewerblich mit dem Teil arbeitest dann benutze Dir zur Liebe nur Bleilot, damit lötet es sich um Welten leichter und die Lötspitzen halten beinahe ewig. Und was eine Alternative von Weller zur i-Con angeht, vergiss es, die haben da nichts. Wenn es allerdings noch besser als eine i-Con sein soll, dann nimm eine JBC Station, die sind wirklich göttlich und werden irgendwann meine beiden i-Cons ersetzen :love:

    Gruß, Benny.

  • In der 4ma haben wir, bzw. die lötenden Kolegen, ich bin Softwerker, Weller Lötstationen. Die Dinger sind ein Graus. Angeblich 80 W Leistung, aber man krigt einen popligen, kleinen SMD-Elko nicht von einer Massefläche runter. Mit meinem ollen ERSA Multitip 25 Netzlötkloben ist sowas kein Problem. Hab mir letztens eine ERSA RDS80 gegönnt, hatte aber noch keine Gelegenheit wirklich damit zu arbeiten.

    p.s. Wenn es was ganz nobles sein darf: Metcal.

    \end{Jochen}

  • Hab mir letztens eine ERSA RDS80 gegönnt

    Gerade von der RDS80 ließt man im Internet fast nur extrem unzufrieden Berichte:
    - extrem gering standzeit der normalen spitzen erst die 'alten' 842 er sind wieder OK
    - extrem starres PVC Lötkolbenkabel
    - probleme mit der Wärenachfuhr weil die Digitalreglung zu langsam nachregeln

    Besser als die RDS80 soll die Analog80 sein.

    Ich selber löte seit 25 Jahren auf einer Ersa MS6000 immernoch der erste Kolben und keinerlei Probleme.

    mfg
    Falo

  • Gerade von der RDS80 ließt man im Internet fast nur extrem unzufrieden Berichte:
    - extrem gering standzeit der normalen spitzen erst die 'alten' 842 er sind wieder OK
    - extrem starres PVC Lötkolbenkabel
    - probleme mit der Wärenachfuhr weil die Digitalreglung zu langsam nachregeln

    Wie gesagt, ich habe noch nicht viel mit der RDS80 gearbeitet. Das mit dem Lötkolbenkabel stimmt aber leider. Auf der anderen Seite: Das Ding hat 130,- EUR gekostet. Bei dem Preis muss man mit sowas leben. Maßgabe war bei mir den 25 W Netzlötkolben zu ersetzen, der gelegentlich an seine Leistungsgrenze kam und Probleme bereitete, da nicht potentialfrei. Die I-CON kostet drei mal so viel. Das sich der Preisunterschied irgendwie bemerkbar machen muss ist wohl klar. Wollt ich Geld ausgeben, würd ich mir ne OKI / Metcal MX-5010 hinstellen.

    \end{Jochen}

  • Ich trag mal auch noch meinen Senf zu Ersa RDS80 bei. Hatte mir die auch gegönnt und hab sie enttäuscht nach zwei Tagen zurückgegeben. Aus folgenden Gründen:

    - Das Kabel ist schon fast ne Frechheit. Da macht deine Hand schon fast was das Kabel will und nicht was du willst.
    - Das Lötspitzensortiment und auch die Qualität kommt weit nicht an die von Weller ran.
    - Beim Aufheizen macht der Lötkolben nen ganz schönen Temperaturüberschwinger (Stört jetzt nicht direkt, ist für mich aber ne Prinzipsache)

    Ich hab mir dann ne Weller 1000 rausgelassen und möchte sie nicht mehr missen.
    Also meine Meinung: Ganz klar Weller

    Bei Fragen bzgl. ULC einfach hier ins Forum oder auch gerne per PN an mich...

    Einmal editiert, zuletzt von naeschd (24. Juni 2011 um 22:24)

  • Hi,

    ich habe auch eine RDS80 Lötstation.

    Mittlerweile würde ich aber lieber noch etwas mehr Geld für eine bessere Station hinlegen. Mit Weller konnte ich mich aber bisher noch gar nicht anfreunden. Am liebsten habe ich at Work mit JBC gelötet. Bei der RDS80 fehlen mir vor allem die kleineren Hohlkehlenspitzen. Die gibt es da scheinbar nicht.

    Ansonsten gleiche Kritikpunkte wie naeschd, nur dass Weller auch nicht mein Ding ist.

    Gruß Flo

    Gruß Flo
    ----------------------------

  • Wird die Ersa RDS80 mittlerweile eigentlich mit einem vernünftigen (flexiblen) Kabel produziert und ausgeliefert :?: Hat da jemand kürzlich eine davon besorgt? Eine Marke wie Ersa dürfte sich solche Sachen eigentlich nicht erlauben, ist ja direkt Rufschädigend. Aber vielleicht werden diese Dinger ja auch in China produziert :pinch:  
    Wollte mir eigentlich auch mal so eine besorgen, aber wenn man da so viel schlechtes hört..........., ich weiss ned :(

    MfG Phillux

  • Frage aber auch noch mal bei ERSA an, was die dazu meinen...

    Die RDS80 soll halt als Einsteigergerät dienen und um sich von den teureren Stationen abzusetzen .

    Also macht man ein Schickes Display dran das zwar toll aussieht aber der Nutzen ist recht zweifelhaft (weil die die wirklich Temperaturgenau löten müssen habe halt ganz anderes equipment).

    Aber beim Kabel kann man 1-2€ sparen weil man kein teures Silikonkabel nimmt.

    Ich löte privat mit der alten Ersa MS6000 (ist wohl der Vorgänger der Analog Reihe auch mit Silikonkabel) und beruflich mit einer Weller und ICH kann da keinen großen Unterschied feststellen
    außer das das die Weller etwas langsammr aufheitzt und ich die Spitzenbefestigung auch bei Ersa besser finde weil man da die Spitze auch im heißen Zustand mit jeder Zange austauschen kann.

    ABER ich löte auch hauptsächlich Leitungen/Stecker oder mal ein Bauteil von einer Platine auswechseln.
    Selten mal einzelne SMD teile aber nie komplette SMD Platinen/IC's.


    mfg
    Falo

  • Im Elektor November 2006 verglichen sie einige Lötstationen. Zu der Ersa schrieben sie wie folgt:

    Wenn es um Lötgeräte geht, ist Ersa neben
    Weller wahrscheinlich der bekannteste
    Name. Aus dem umfangreichen Angebot
    von Ersa haben wir die Modelle
    RDS80 und Digital 2000A ausgewählt.
    Das Modell RDS80 ist außen ansprechend
    gestaltet, Station und Ablageständer
    sind voneinander getrennt. Das recht
    große Display auf der Frontseite lässt sich
    bequem ablesen. Die Bedienung ist völlig
    unkompliziert, so dass das Handbuch
    eigentlich unnötig ist.
    Die Leistung des zum Lieferumfang gehörenden
    Lötkolbens (80 W) bietet genügend
    hohe Reserven. Die ziemlich feine
    Lötspitze hat eine vorn abgeflachte Kante.
    Die meisten Tester waren von der Lötstation
    RDS80 voll überzeugt, solange herkömmliche
    Lötarbeiten auszuführen waren.
    Beim Löten von SMD-Bauelementen
    gingen die Meinungen auseinander. Der
    Grund war vor allem die abgeflachte Lötspitze.
    Eine für SMDs geeignetere Lötspitze
    würde hier sicher Abhilfe schaffen. Der
    Lötkolben-Handgriff hat eine sehr schlanke
    Form, er liegt gut und bequem in der
    Hand. Das Kabel, das den Lötkolben mit
    der Station verbindet, könnte etwas flexibler
    sein.
    Das Gesamturteil, das die Tester über
    dieses der mittleren Preisklasse angehörende
    Modell abgaben, war durchweg
    positiv.

    Naja, dünnere Lötspitzen gibt's ja mittlerweile dazu. War vielleicht 2006 noch nicht der Fall. Aber wie gesagt: Ein schönes Display ist auch nicht alles ;)