• Hallo,

    zuerst: Dies ist ein Doppelaccount :whistling: Bin hier schon lange angemeldet aber möchte nicht dass dieses Topic bei google unter meinen namen gelistet wird! und als Gast konnte ich nicht posten.

    Ich habe mir überlegt mich selbstständig zu machen, also zumindest nebenbei etwas anzumelden. Ich habe bereits eine Ausbildung im IT-Bereich abgeschlossen und bin nun auf dem weg zum Bachelor im E-Technik/Informatik-Bereich.
    Neben meinem Studium habe ich natürlich schon das ein oder andere für "Bekannte" getan aber würde es gerne etwas ausbauen. Grund dazu: Ich arbeite nebenbei in einer Werkstatt und dort bin ich der Elektro/Informatiker-Mensch weil die KFZ gelernt haben. Nun fängt mein Cheff aber an mein Know-How zu verkaufen und ich solle für ihm Dinge entwickeln. Aber ICH will das Geld für MEIN Know-How haben. Nebenbei kann ich mich mit der Firma nicht identifizieren weil oft Qualität auf der Strecke bleibt und ich meinen Kunden Dinge verkaufen will wo ich gerne mit meinen Namen für unterschreibe.

    Nun stellt sich natürlich die Frage wie ich das anstellen kann.

    Ich würde mich gerne offiziell als Gewerbe anmelden und Visitenkarten von meiner Firma verteilen können. Bisschen Buchhaltung ist auch okay aber wenn ich alles ins detail protokollieren muss und die Buchhaltung komplizierter ist als die eigentliche Arbeit lass ich es sein.

    mfg

  • nun unternehmen lohnen oft erst ab ner bestimmten größe (economy of scale) weil der verwaltungsafwand hohe fixkosten birgt, umsatzzuwächse aber nur geringe kostensteigerungen verursachen.

    das solltest du bei deinem "businessplan"berücksichtigen.

    infos und zuschüsse gibts bei der IHK, dem Arbeitsamt, usw.

    wenn du nur expertise verkaufen willst und keine / nur ne geringe fertigungstiefe inhouse benötigst, würde das die schwelle noch weiter sinken. dann sind die fixkosten eh gering (nen rechner, internet + der verwaltungskram)

  • Habe gerade schon mit einem Freund gesprochen der ein kleines Gewerbe am laufen hat und klang recht "einfach". Ich kann UST befreit werden wenn ich erstmal unter 17500€ Jahresumsatz bleibe. Exceltabelle was rein und raus geht. Er hat freiwillig auf die UST Befreiung verzichtet, da er viele Geschäftskunden hat und diese sich die UST eh wiederholen. Nebenbei muss ich ja nichtmal große Gewinne einfahren, was reinkommt wird direkt wieder investiert =)

    Aber interessant finde ich es, weil man sich schon einen eigenen Namen machen kann.

  • Nebenbei muss ich ja nichtmal große Gewinne einfahren, was reinkommt wird direkt wieder investiert =)

    Da wird dir das Finanzamt aber schnell was anderes erzählen.... ;(
    Keine Gewinne = keine Steuereinnahmen = Das ist ja nur ein Hobby
    Da braucht man dann schon gute Ausreden und/oder einen guten Steuerberater um die zu beschwichtigen 8|

  • Betrieb/Produktversicherung nicht vergessen sonst bis du mit Person und Kaptial haftbar.

    Danke ich werde mich dort auch erkundingen

    Da wird dir das Finanzamt aber schnell was anderes erzählen.... ;(
    Keine Gewinne = keine Steuereinnahmen = Das ist ja nur ein Hobby
    Da braucht man dann schon gute Ausreden und/oder einen guten Steuerberater um die zu beschwichtigen 8|

    Jain, ein Kleingewerbe wird ja oft als Einstieg benutzt. Wenn ich die ersten Aufträge habe ist es klar, dass ich investiere um größer/besser zu werden. Wenn es auf dauer gute Aufträge gibt wird sich vieles ändern. Aktuell ist es aber als geringer Nebenverdienst neben dem Studium geplant. Um schon ein bisschen mehr Erfahrungen zu sammeln, und Kunden für später zu bekommen

  • Keine Gewinne = keine Steuereinnahmen = Das ist ja nur ein Hobby
    Da braucht man dann schon gute Ausreden und/oder einen guten Steuerberater um die zu beschwichtigen

    Meinem Schwiegervater wurde seine Modellbauklitsche rückwirkend als Liebhaber-Betrieb eingestuft, da er über viele Jahre nur zugebuttert hat und die Verluste dann gegen anderes Einkommen verrechnet. Diese steuerliche Abschreibung geht als Liebhaber NICHT mehr und führt zu z.T. horrenden Steuernachzahlungen (da RÜCKwirkende Einstufung ...). Allerdings sind zukünftige Gewinne (sollten sie denn auftreten) dann auch steuerfrei.

    Sowie ich den TE verstehe, will er aber Einnahmen aus der Selbständigkeit reinvestieren (?), damit wäre das dann ja eine Nullnummer und das FA interessiert's nicht groß. Anders ist es wenn er "andere Mittel" investiert und dann vom steuerpflichtigen Einkommen abzieht, sprich das Gewerbe (selbständige Tätigkeit) macht Miese und wird gegen z.B. Einkommen aus Vermietung oder Nichtselbständiger Arbeit verrechnet. Wenn sich das dann über einige Jahre hinzieht, wird das Finanzamt wohl einen Riegel vorschieben mit der Einstufung als Liebhaberei/Hobby.

  • Keine Gewinne = keine Steuereinnahmen = Das ist ja nur ein Hobby

    Das stimmt so nicht. Wenn investiert wird, und das auh nachgewiesen werden kann, braucht man sich keine Sorgen machen. Ich habe mein Gewerbe schon ne Weile, genug Umsatz und trotzdem schaue ich das ich am Ende des Jahres so gegen Null herauskomme. Da wird dann halt im Dezember noch ordentlich Material eingekauft oder in neue Projekte, Werkzeuge oder was auch immer investiert.

    ABER, einen Steuerberater solltest haben und der will auch von was leben. Meiner kostet mich aktuell im Jahr insg. so um die 3000,-€. Und dann darf man nicht vergessen das das Finanzamt auch ab und zu mal prüfen kommt. Ich lasse die Prüfung dann vom Steuerberater machen, der lässt sich vom Finanzamt nicht verarschen ;) Dafür kostet mich dann eine Prüfung um die 1000,-€. Wobei ich erst 2 Prüfungen hatte und bei beiden alles in Ordnung war.

    Gruß, Benny.

  • Dafür kostet mich dann eine Prüfung um die 1000,-?. Wobei ich erst 2 Prüfungen hatte und bei beiden alles in Ordnung war.

    8| "Erst 2 Prüfungen" - wie lange hast Du denn Dein Gewerbe schon, nehmen die Schwaben es da so genau....?

    Ich bin seit 10 Jahren selbständig (EDIT: Äh, im September werden es 11, krass wie die Zeit vergeht...), bis jetzt noch keine Prüfung, ebenso wie bei nem Freund, der seit 9 Jahren Gewerbe hat - es heisst ja immer so, dass nach 10 Jahren die erste Prüfung kommt :S , bei meinem Ex-Chef war das auch so... aber ich bin ja auch nur ein Kleingewerbe mit ca. 80.000 Umsatz im Jahr, und sie bekommen ja auch Steuern von mir... ;)

    *Könnte* mir denken, dass sie eben bei Null Gewinn auch misstrauisch werden, und dann deswegen zum Prüfen kommen, eben weil sie sehen wollen, ob *wirklich* alles wieder investiert wurde, und nicht das Werkzeug, dass "Du Dir" für 4.000 Euro gekauft hast, dann schwarz bei Ebay verhökert wurde... ;) - so wie der iMac auf meiner Afa-Liste physikalisch bei meinem Vater zu Hause steht :D - zwei, drei mal geht sowas ja, aber wenn Du wirklich dauernd viel Umsatz und keinen Gewinn machst, dann kann ich mir schon denken, dass sie mal gucken wollen, was da los ist...

    ABER, einen Steuerberater solltest haben und der will auch von was leben. Meiner kostet mich aktuell im Jahr insg. so um die 3000,-?.

    8| Krasse Scheiße! - Du zahlst 3.000 im Jahr für den Steuerberater..?!? 8o - hast Du so komplizierte Fälle, oder macht der wirklich *alles* (Freund von mir war bis vor kurzem auch noch beim SB, der hat dann z.B. gleich mal 200 Euro verlangt dafür, dass er die Belege in dem Ordner anders einsortiert... :D)

    Muss jeder selbst wissen, aber mir wäre das zu viel Kohle zum Fenster raus geworfen - ich mache von Anfang an ohne Steuerberater alles selbst, da ist weder groß was dabei, noch groß Arbeit - halt Belege sammeln, zamrechnen, sortieren nach Zweck, AfA, GWG, Eigenverbrauch Telefon, die privaten Sachen wie KV, BUV, Rentenversicherung, Gewinne aus Geldanalgen, usw., unter'm Strich kommt ne Zahl bei raus, und ich habe jedes Jahr weniger EKSt gezahlt, als Du für Deinen Steuerberater... ;)

    OK, ich gehe halt alle 2 Jahre mal da hin und lasse mich ne Stunde lang (60 Euro) beraten, was es so neues gibt oder man anders machen muss - bei der Entnahme meines Firmenwagens (hätte ich im Prinzip auch ohne Probleme selbst geschafft) war so ein Spezialfall, dass man ein paar Jahre die Betriebskosten nur zur Hälfte absetzen konnte, wurde dann rückwirkend geändert, so dass ich mir das zum damaligen Zeitpunkt wieder holen konnte, *das* war mir dann zu kompliziert - also zum Steuerberater, der hat dafür 600 Euro kassiert, und ich 400 vom Finanzamt bekommen, top Sache! :thumbup: :pinch:

    Äääh, ich schweife ab - also das ist (wenn man addieren und subtrahieren kann) das kleinste Problem, das mit der Buchhaltung - mehr Gedanken würde ich mir eben (wenn du was herstellst) über WEEE usw. machen, ob man hier&da spezielle Befähigungsnachweise braucht usw. - Versicherung immer, auch wenn Du nur Know-How verkaufst, kann dadurch ein Schaden entstehen, für den Du haftest...

    naja, wie auch immer, wurde alles schon x mal hier durchgekaut - und immer der selbe Tipp: Mal zur IHK o.ä. gehen und dort beraten lassen, das sollen die schon machen - da musst Du dann nämlich auch Beitrag zahlen, egal ob Du was verdienst oder nicht, weil Du zwangsweise in dem Verein Mitglied bist... :thumbdown:

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    Da es sich in letzter Zeit häuft: Ich beantworte keine PNs mit Fragen, die sich auch im Forum beantworten lassen!
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    Einmal editiert, zuletzt von Pesi (11. August 2011 um 22:16)

  • Ich kann UST befreit werden wenn ich erstmal unter 17500? Jahresumsatz bleibe.

    Das geht aber auch nur solange gut, wie du nicht an Firmen verkaufst. Die wollen nähmlich fast immer auf der Rechnung die MwSt/USt ausgewiesen haben.

    Bevor ich mich damals als Entwickler selbstständig gemacht habe, hat mir mein da schon feststehender Hauptkunde ganz klar signalisiert, dass ich garnicht erst an "Kleinunternehmerregel" denken brauche... davon abgesehen sind 17,5k EUR schneller erreicht als man denken mag... das sind nichteinmal 1,5k EUR Umsatz im Monat.

  • hat mir mein da schon feststehender Hauptkunde ganz klar signalisiert, dass ich garnicht erst an "Kleinunternehmerregel" denken brauche...

    Verstehe ich nun aber auch nicht, weil da ist Brutto=Netto, macht doch keinen Unterschied...

    ich habe auch ab&zu mit Kleinunternehmergeregeltenkleinunternehmern zu tun, das ist ja kein Problem - sagen wir mal, ich kaufe ne Leistung für 100 Euro:

    beim Kleinunternehmer steht dann 100 Euro ohne MWSt. drauf, das kostet mich dann also 100 Euro
    normal steht 100 Euro + 19 Euro MWSt. drauf, die 19 Euro bekomme ich vom Finanzamt wieder, das kostet mich dann also 100 Euro 8o

    k.A., warum Dein Kunde sich da so gesträubt hat... ?(

    abgesehen davon ist Umsatzsteuer nun echt kein Hexenwerk, das ist halt auch ein mal im Quartal die eingenommene MWst. mit der gezahlten Vorsteuer verrechnen, und je nach dem die Differenz an's FA zahlen, oder vom FA bekommen... ;)

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  • Ja, das ist wohl neu, muss ein Kumpel von mir, der sich vor 2 Jahren selbständig gemacht hat, auch monatlich - ich seit Anfang an 1x im Quartal...

    und ja, es empfiehlt sich, immer nen Überblick zu haben, wie viel von der Kohle auf dem Konto gerade dem Finanzamt gehört, sonst hat man schnell mal mehr ausgegeben, als man eigentlich hat... ;)

    Wegen dem anderen: Gut, kann mir vorstellen, dass es denen dann einfach vom Buchen etc. zu aufwändig geworden wäre - ist bei mir auch so, wenn ich z.B. mal ne Rechnung mit 7% MWSt. bekomme oder schreibe, dann ist das auch "komplizierter", 10x im Monat müsste ich das auch nicht haben - andere lehnen's dann wohl gleich kategorisch ab...

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  • Ja, das ist wohl neu, muss ein Kumpel von mir, der sich vor 2 Jahren selbständig gemacht hat, auch monatlich - ich seit Anfang an 1x im Quartal...

    Das wollten die von mir auch monatlich haben, obwohl ich es nur einmal im Quartal haben wollte. Als ich anfragte wollten die mir das nicht anpassen. Erst als der Steuerberater das anfragte wurde es gleich akzeptiert.
    Ich eh doof von denen gewesen, keine Ahnung warum die mir monnatlich die Vorsteuer erstatten wollen wenn die diese auch noch 2 Monate länger behalten könnten :P

    Deine Rechnung mit den 100,-€ geht so leider nicht auf. Um mal bei Deinen 100,-€ zu bleiben. Wenn ich als Kleinunternehmer einkaufe, dann muss ich die 19% bezahlen die ich nicht zurückholen kann. Also muss ich diese 19% auf meinen VK mit draufhauen weil ich auf denen ja nicht sitzen bleiben will. So, nun kommt ne Firma die bei mir einkaufen will die aber nun ein Produkt von mir kaufen muss wo die 19% schon versteckt mit drin sind und die Firma somit nicht zurückholen kann. Deshalb passt denen das nicht.

    Das es bei mir bisher 2 Prüfungen gab ist einfach erklärt. Wenn das Finanzamt Dir jedes Quartal ca. 3000,-€ bis 4000,-€ an Vorsteuer erstatten müsste, dann würden die bei Dir auch öfters auf der Matte stehen ;)
    Ich sagte ja bereits öfters das ich mein Geld nicht mit den paar LEDs hier verdiene.

    Gruß, Benny.

  • Zitat

    "Das wollten die von mir auch monatlich haben, obwohl ich es nur einmal im Quartal haben wollte."

    Seit ein paar Jahren muss man die ersten beiden Gründungsjahre monatlich die Umsatzsteuervoranmeldung machen. Im dritten Jahr wirds dann je nach Umsatz angepasst. Find ich eigentlich nicht verkehrt. So lernen die Neulinge direkt immer eine korrekte Buchhaltung und somit auch den Überblick zu haben.

  • Das ist ja ok, aber ich habe die ersten Jahre auch als Kleinunternehmer gearbeitet und erst im 3. oder 4. Jahr dann mit Vorsteuer und das Finanzamt wollte mir das nicht gewähren. Erst als der Steuerberater bei denen Druck machte war es auf einmal kein Problem mehr.

    Wenn da selbst ankommst machen die teilweise mit einem was se wollen, wenn ein Steuerberater dahinter steht dann trauen die sich auf einmal nicht mehr so viel, das ist meine Erfahrung.

    Gruß, Benny.

  • Ich hatte damals mit dem FA hier (bzw. am vorherigen Wohnort) eigentlich nie Probleme. Auch mein Antrag auf Ist- statt Sollbesteuerung wurde innerhalb weniger Tage positiv beantwortet, obwohl mir andere schon berichtet hatten, dass es da manchmal Probleme gibt und man genau darlegen muss, wieso man anders besteuert werden will.

  • Um mal bei Deinen 100,-? zu bleiben. Wenn ich als Kleinunternehmer einkaufe, dann muss ich die 19% bezahlen die ich nicht zurückholen kann. Also muss ich diese 19% auf meinen VK mit draufhauen weil ich auf denen ja nicht sitzen bleiben will.

    Ja, das interessiert aber doch dann *mich* nicht, wie *Du* intern kalkuliertst! :D - für mich zählt nur, was auf dem Angebot steht, egal ob nun ne andere Firma mehr oder weniger dran verdienen würde, und vielleicht verdienst Du als Kleinunternehmer an dem job dann unter'm Strich trotzdem mehr, weil Du keine Sekretärin zahlen musst und weniger EKSt., Fuhrpark etc. ;)

    So, nun kommt ne Firma die bei mir einkaufen will die aber nun ein Produkt von mir kaufen muss wo die 19% schon versteckt mit drin sind und die Firma somit nicht zurückholen kann. Deshalb passt denen das nicht.

    Da wären die aber schon ganz schön doof! - Eben Beispiel zu meiner Aussage oben (dass ich auch hin & wieder bei "solchen" Einkaufe): Ich habe mal bedruckte T-Shirts für ne Veranstaltung gebraucht - also div. Angebote eingeholt von den üblichen Verdächtigen (Textildruckereien, Werbeartikelfirmen, etc.) - der günstigste war ein Newcomer mit Kleinunternehmerregelung, bei dem habe ich die also gekauft.

    Und dabei war's mir völlig wurscht, wie der intern kalkuliert :D, ob er evtl. mehr dran verdient hat für mehr Arbeit, weil er mit nem günstig erworbenen Handkarussel druckt und die andere Firma mit ner teuer erstandenen Automatik-4-Farbmaschine, er das in seinem Keller macht und die andere Firma in ner teuer gemieteten Halle usw.

    Das interessiert mich doch nicht! - 7 Euro/T-Shirt Bruttowienetto vom Kleinunternehmer sind trotzdem biliger als 8,50 + MWSt. von der anderen Firma... :D

    Und 100 Euro vom Kleinunternehmer für die selbe Leistung wie 100 Euro + MWSt. von ner anderen Firma sind beides Mal 100 Euro Kosten für mich...

    Wenn das Finanzamt Dir jedes Quartal ca. 3000,-? bis 4000,-? an Vorsteuer erstatten müsste

    8| immer noch, *jedes Quartal*...? das ist aber extremst heftig! - da kann von "so gegen Null herauskomme" aber keinerlei Rede sein! 8o

    also, Du bekommst dann 12.000 - 16.000 Euro Vorsteuer im Jahr vom Finanzamt zurück...? - Auch wenn das bei Dir der Steuerberater macht, Dir ist schon klar, dass das ja im Prinzip ein Prozentsatz vom Betriebsergebnis ist, also die MWSt, die Du auf Deine Rechnungen schreibst, verrechnest Du mit der Vorsteuer, die auf Rechnungen von anderen Unternehmen steht - normal ist das ne positve Summe, die Du an's Finanzamt abführst...

    Wenn Du nun 14.000 Vorsteuer vom Finanzamt zurück bekommst, dann bedeutet das also, dass Du *netto* 73.684 Euro :!: mehr ausgegeben als eingenommen hast.

    Unter der hypothetischen Annahme, dass Du an Deinen Stripes, LEDs, Eiwo.. *gar nix* verdienst, also knapp 74.000 Euro ausgegeben für Werkzeug, Miete Geschäftsräume, (Firmenwagen..?)...?

    Buchhalterisch kann das Betriebsergebnis natürlich trotzdem auf Null rauskommen, weil Du viele Sachen ja über längere Zeit abschreibst - aber das geht auf Dauer auch nicht, Stichwort "Gewinnerzielungsabsicht", wenn das ein paar Jahre so geht, ohne dass Gewinn (und damit EKSt.) rausspringt, dann kommt auch schnell der Vorwurf "Liebhaberei", also dass Du Dir damit Deine private Bastelausrüstung finanzierst... ;)

    So ähnlich bei meinem Bruder passiert, damals Gewerbe aufgemacht, weil er für nen Bekannten (der hat ein Geschäft) die HP machen sollte - hat das dann auch gemacht, auch mal hier & da für jemand anderen, natürlich seinen neu gekauften Mac mit Zubehör (alles in allem ca. 4.000 Euro) und Arbeitszimmer von der Steuer abgesetzt.

    viel Arbeit war das dann nicht, er ist zwar vom *Ergebnis* jedes Jahr ca. auf Null gekommen, hat im *ersten Jahr* (die Umsatzsteuer ist ja unabhängig von AfA oder nicht) aber eben deutlich Vorsteuer vom Finanzamt kassiert (aber *weit* weniger, als Du im Quartal) die folgenden Jahre das auch immer bei Null, er also weder was vom Finanzamt bekommen, noch was an's Finanzamt gezahlt - und das war der Punkt, nach drei Jahren hiess es "keine Steuern, keine Gewinnerzielungsabsicht, Liebhaberei" - da sind die Bayern wohl strenger... 8o

    *Jetzt* könnte er natürlich - wie oben beschrieben - weiter HPs machen etc. und *ganz offiziell* "schwarz" dafür kassieren - nur, jetzt kann er eben auch keine Rechnungen mehr schreiben, und *ganz ohne* Rechnung nimmt's dann auch kein Firmenkunde... ;)

    Klar, dass bei ihm nach 3 Jahren schon dicht gemacht wurde, lag auch an den sehr geringen Umsätzen - man sagt ja auch, das es (je nach Branche) normal ist, dass ne Firma die ersten 3-5 Jahre Verlust oder keinen Gewinn macht... kommt dann halt auch sehr auf's Redetalent an, dass man denen verklickern kann, dass man ne Firma aufbaut die Zukunft hat und erst mal investieren muss etc. - EDIT: Macht natürlich auch nen Unterschied, ob man z.B. Angestellte hat, die dann auch auf der Straße stehen würden, wenn die Firma dicht gemacht wird - mit dem Argument "Arbeitsplätze" kann man sich in Deutschland schon auch so einiges erlauben... ;)

    Nur - damit das nicht falsch verstanden wird, lange Rede, kurzer Sinn - auf *Dauer* geht das nicht so, dass man immer an der Nulllinie rumkrebst und sich dann auch noch 12.000 Euro Vorsteuer im Jahr vom Finanzamt zurück holt - es muss schon das feste Ziel sein (den TE meine ich jetzt), mit der Firma auch in absehbarer Zeit *tatsächlich* Gewinn zu machen...

    EDIT: Oh, Neues! - Ja, bei uns hier ist auch das Finanzamt das netteste von allen Ämtern - gebe *jedes* Jahr meine Steuererklärung erst bei der 2. Mahnung ab, musste noch nie Verspätungszuschlag zahlen :D - ein mal haben sie mich geschätzt, natürlich viel zu hoch, bei meinem Anruf hat man den Beamten direkt durch den Hörer grinsen hören, als er gesagt hat, "ja, das hat so ne *Schätzung* eben an sich, dass das *geschätzt* ist, machen Sie halt die Erklärung die nächsten 2 Wochen fertig" - Dauerfristverlängerung etc. kein Problem usw. - alles ohne Steuerberater...

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    2 Mal editiert, zuletzt von Pesi (12. August 2011 um 18:56)