Merkwürdiges Verhalten von HP LEDs

  • Hallo,
    ich habe mir eine LED Beleuchtung für mein Aquarium gebaut.
    Bin endlich fast fertig, dennoch stelle ich jetzt was sehr merkwürdiges fest:

    Ich habe u.a. 6* 3W Cree XML T6 bei 1000mA laufen. Das Netzteil hiefür habe ich aktuell noch aus, da ich den Lüfter austauschen möchte.
    Außerdem habe ich u.a ein Mondlicht installiert, 2 mal je 3 5mm LEDs die an einem 12V Netzteil hängen.

    Wenn ich jetzt das 12 V Netzteil einstecke, fangen 2 von den T6 an leicht zu leuchten (geschätzte 10%)
    Zudem flackern die auch noch, wenn ich das Mondlicht dimme.

    Kann mir das einer erklären?
    Was muss ich ändern? Liegts an der Abschirmung? Habe für die Verkabelung 0,8mm Klingeldraht genommen.

    Ähnliches habe ich auch bei meinen 2 weißen 10W LEDs die (in diesem Fall unabhängig von dem 12W Netzteil) immer leicht leuchten. Das Netzteil ist eingesteckt, allerdings sind die komplett per PWM runtergedimmt, dennoch leuchten die stärker als sie sollten.

    Bin gespannt
    Gruß
    Thorsten

  • Hab mal ein wenig gelesen - kann sich hierbei um Kriechstrom handeln?
    WIe kann ich den verhindern? Dickere Abschirmung? Oder ich habe auch was über parallel geschaltete Widerstände gelesen, aber leider nicht ganz nachvollzogen.
    Hoffe doch, dass jemand helfen kann.

    Gruß

  • Sry aber ich werde aus deinen post nicht so ganz schlau was genau du machst.

    Was für ein Netzteil, welche KSQ, wie sind die LED's verschaltet (Reihe/parrallel) ?

    Wie lang sind die Zuleitung zu den LED's?

    'Glimmen' die LED's dauerhaft oder geht das nach einiger Zeit weg?

    Sicher das du mittels PWM wirklich GANZ runter gedimmt hast ?
    Etliche PWM Routinen regeln nicht von 0-255 sondern von 1-254.


    mfg
    Falo

  • Hi,
    alles klar, war vielleicht ein wenig schwammig.

    Meine Lampe ist folgend aufgebaut:
    1) Gesteuert wird über Arduino
    2) Am Arduino habe ich einen TLC 5490 sitzen, der eine modifizierte Schaltung hat, mit der ich auch in der Lage bin, KSQs anzusteuern. DAs funktioniert wunderbar, allerdings ist das Signal invertiert, d.h. bei PWM=0 habe ich 5v und bei PWM=4095 habe ich 0V
    3) Mittels TLC steuer ich 16 Konstantstromquellen (700mA und bei den T6 1000mA) an
    4) Hinter jeder KSQ sitzen 6 High Power LEDs
    5) Externe Stromversorgung kommt über MEanwell Netzteile
    6) Zuleitungen:
    - Netzteil zur KSQ: ca. 1-1,5m
    - KSQ zur LED: ca 10 cm
    - Serien Verkabelung LEDs: zwischen 10 und 30 cm
    - STeuerkabel zur KSQ: ca 1-1,5m
    7) Zusätzlich zu den 16 habe ich noch ein Mondlicht, das hinter einem ULN2003 sitzt und mittels ext 12V Netzteil über einen analogen Ausgang des Arduinos mit 0-255 PWM gesteuert wird. INsgesamt 6 LEDs, die jeweils in 3er Folge (seriell) parallel geschaltet sind.

    Soviel zum Aufbau.

    Jetzt zum Problem:
    Problem 1) 12v Netzteil (siehe Punkt 4) angeschlossen, 2 LEDs von 6 LEDs hinter einer bestimmten 1000mA KSQ leuchten leicht, obwohl die Stromversorgung für diese KSQ nicht eingeschaltet ist.
    Problem 2) 2 10W LEDs in Reihe hinter einer eigenen KSQ leuchten immer auf minimum ca 5-10% (gefühlt), auch wenn PWM komplett runtergedimmt

    Das Glimmen ist dauerhaft.
    PWM ist definitiv runtergefahren. Zumal es auch bei allen anderen LEDs klappt sollte der Fehler woanders liegen.

    Hoffe das erklärt alles ein wenig deutlicher.

    Gruß
    Thorsten

  • STeuerkabel zur KSQ: ca 1-1,5m


    Ist das Kabel geschirmt? Würde jetzt mal spontan da das Problem vermuten. D.h. Einstreuungen in die PWM Leitung sorgen für einen nicht richtig definierten Pegel. Hast du die Möglichkeit nahe der KSQ einen Pull up oder Pull down Widerstand (je nachdem was zu deiner Schaltung am TLC passt) einzulöten?

    Sowas kenne ich von PWM Eingängen, die einfach "offen" gelassen werden. Widerstand dran und das Problem ist da erledigt.

  • Hallo foo,

    habe die Möglichkeit.
    Wie schalte ich den Widerstand uind wie groß sollte er sein?
    Zwischen PWMin und VCC- (Gnd am Arduino)?
    Meine KSQ hat folgende PINs:
    LED + / -
    VCC + / -
    PWM in

    Von VCC- gehen zwei Kabel an GND, einmal an VCC- der externen Stromquelle sowie einmal an Arduino GND.

    Gruß

  • Hi,

    test mal ob die LED's ganz ausgehen wenn du den den Dim Anschluß fest auf GND legst (also einfach Brücken) sollte dann die LED'S immer noch mit 5-140% Leuchte würde ich auf ein Problem mit der KSQ dann würde auch ein Pull Up/Down Widerstand nichts bringen.

    mfg
    Falo

  • Hi,
    schließe ich das dann nciht kurz?
    IM Grunde geht doch dann vom Arduino 5v an den PWM in, direkt rüber an den GND und dann zurück zum Arduino GND.
    Oder sollte das nur bei 0v getestet werden?

    FÜr den Fall, dass das funktinoiert und nix mehr leuchtet - schalte ich dann genau so den Widerstand zwischen (DIM an GND)?
    Wie hoch sollte der sein? 10kOhm?


    Gruß

  • Problem 1) 12v Netzteil (siehe Punkt 4) angeschlossen, 2 LEDs von 6 LEDs hinter einer bestimmten 1000mA KSQ leuchten leicht, obwohl die Stromversorgung für diese KSQ nicht eingeschaltet ist.

    6 LEDs zu je ca. 3 V Flussspannung macht 18 V. Die KSQs sind Bucks. Das kann bei 12 V Eingangsspannung nicht, nie und nimmer funktionieren. Wenn es schon so anfängt ist eine größere Falschverschaltung zu befürchten.

    Problem 2) 2 10W LEDs in Reihe hinter einer eigenen KSQ leuchten immer auf minimum ca 5-10% (gefühlt), auch wenn PWM komplett runtergedimmt

    Ich hab jetzt keinen Bock für dich das Datenblatt zu studieren: Kann der Chip überhaupt auf 0 % runterdimmen? Manche Schaltregler konnen nicht 0 % runter und bleiben auf einem Minimum stehen. Alternativ: Bist du dir sicher, dass bei 0 % auch wirklich ein konstanter 0-Pegel aud der Steurung raus kommt? Es jann nämlich sein, dass das PWM Signal immer eine Mindestpulsbreite hat. => Oszi.

    \end{Jochen}

  • EInfach mal genauer lesen:
    24v Stromversorgung für die KSQs.
    12v Stromversorgung für das Mondlicht.
    Problem: 24v Stromversorgung ist aus, also dürfen die LEDs auch nicht leuchten. Schalte ich die 12v ein, leuchten aber einige der HP-LEDs trotz ausgeschalteter 24v Stromquelle.

    Wenn Du keinen Bock hast ist das völlig in Ordnung. Wer helfen will - ich freu mich und bedanke mich. Wer keinen Bock hat ist auch in Ordnung

    Gruß

  • Na jo, die 12V Versorgung saut da bissl rum. Hast du gemeinsame Anode/Kathode der Versorgungen, evtl. über den gemeinsamen Kühlkörper?
    Kann man mit nem normalen Muttimeter in der Regel nachweisen.
    Dann einfach den entsprechenden "Pol" vom 12V- Teil mal hochohmig "erden", also nen pulldown Widerstand einbauen. Der sollte möglichst hochohmig sein um keine (kaum) Verlustleistung zu erzeugen, aber halt niederohmig genug daß die HPs aus sind - denen reichen ja schon paar Mikroampere daß sie im dunklen sichtbar leuchten.

    Nicht die professionelle Lösung, aber funzt und macht nix kaputt. Den Widerstandswert würde ich durch try&error rausfinden, einfach mit hohem Wert anfangen.

  • Hi Elektorbert,

    wie verlöte ich denn dann den Widerstand? Zwischen dem Pol und direkt auf den Kühlkörper?
    Wobei, sag mir einfach wie ich das zunächst messe? Schau ich ob da Spannung liegt, wenn ich das Multimeter an einen Pol und den KK ansetze?

    Gruß

  • Ich würde zweimal die Schaltung durchmessen:
    - Bei ausgeschalteten Netzteilen, Widerstandsmessung zwischen den einzelnen Lötkontakten der HP-LEDs zum Kühlkörper. Dabei nicht die Durchgangsprüfer-Funktion verwenden, die misst nur niedrige Widerstände, sondern auf hohen Messbereich stellen im Megaohm-Bereich.
    Ausserdem eine mögliche Verbindung zwischen den beiden Polen der 12V-Versorgung zu den einzelnen HP-LEDs.
    - Zum zweiten, bei eingeschaltenem 12V-Kreis, Spannungsmessung zw. 12V-Ausgängen und den (ausgeschaltenen) HP-LEDs. Vor allem bei denjenigen die dann leicht leuchten.

    Auf diese Weise kommst du dem Fehler in der Schaltung wahrscheinlich auf die Spur. Ich tippe mal, daß dein Kühlkörper zwar eloxiert ist, aber durch eine winzige Verletzung des Eloxalschicht, da irgendwo ein wenig Strom fliesst.
    Dann kann man weiter überlegen - entweder die betreffende(n) LED(s) elektrisch isolieren zum KK, oder eben mit nem Pulldownwiderstand die unerwüschte Spannung auf Null ziehen. Für mehr Details müsste ich die Leuchte jetzt selber mal ansehen ..... gibt sicherlich noch mehr in Frage kommende Fehlerquellen, aber da ist Ferndiagnose fast unmöglich.

  • EInfach mal genauer lesen:

    Einfach mal genauer schreiben. Da steht nirgends irgendwo igendwas von 24 V. Es ist nur von "MEanwell Netzteile" die Rede. Und was das mit dem Bock angeht: Wir sind nicht dazu da deine "Hausaufgaben" zu machen. (= Datenblätter verwendeter Bauteile und Geräte zu studieren.)

    Vermutlich hast du irgendwie eine Verbindung zwischen 12 V und 24 V "Schiene" eingebaut. Oder es ist irgendwo was mit der Masse nicht in Ordnung wodurch die 12 V irgendwo herumvagabundieren. Deshalb kontrollier zuerst mal ob die Masseführung überall OK ist. Dann ob die 12 V und 24 V "Schienen" voneinander unabhängig sind. Es kann auch sein, dass eine Koppelung durch die ESD-Schutzdioden an gemeinsam genutzten IC-Eingängen entsteht.

    \end{Jochen}

  • Hi,
    ich möchte das THema noch mal aufleben lassen, da immer noch nicht weiter bin:

    Zitat

    Vermutlich hast du irgendwie eine Verbindung zwischen 12 V und 24 V "Schiene" eingebaut. Oder es ist irgendwo was mit der Masse nicht in Ordnung wodurch die 12 V irgendwo herumvagabundieren. Deshalb kontrollier zuerst mal ob die Masseführung überall OK ist. Dann ob die 12 V und 24 V "Schienen" voneinander unabhängig sind. Es kann auch sein, dass eine Koppelung durch die ESD-Schutzdioden an gemeinsam genutzten IC-Eingängen entsteht.

    Kann es ein Problem geben, wenn ich eine gemeinsame Massefläche nutze?
    - die KSQ hat nur einen GND-PIN, über den sowohl die 24v VErsorgung zum Netzteil sowie die PWM 5v Versorgung zum Arduino zurück führt
    - spätestens am Arduino GND Pin werden dann die GND VErbindung des 12V Netzteils sowie die der 5v PWM Spannung zusammengeführt


    Zitat

    entweder die betreffende(n) LED(s) elektrisch isolieren zum KK, oder eben mit nem Pulldownwiderstand die unerwüschte Spannung auf Null ziehen.


    Wäre es eine vorsorgliche Maßnahme, dieses bei jeder LED durchzuführen? Ich würde das gerne mal testen, aber ich habe nicht genau verstanden wie ich den PulldownWiderstand anlegen muss. Kann mir das noch mal jem,and skizzieren/beschrieben?

    VieleN Dank und Gruß