War mal wieder fleißig, und habe eine "Machbarkeitsstudie" realisiert. Gewinnt gewiß keinen Schönheitspreis. Bietet aber im Gegensatz zu den allermeisten vorhandenen LED-Leuchtmitteln den richtigen Abstrahlwinkel.
Die Schaltung ist eine einfache KSQ mit dem LM317L und einem kleinen Brückengleichrichter davor. Da nur eine LED betrieben wird, ist zur Verlustleistungsreduzierung noch ein 82 Ohm Widerstand in Reihe geschaltet. Die LED ist ein Avago 1W Emitter in Rot-Orange (617nm), also exakt der Lichtfarbe von Glühlampen durch rotes Polycarbonat. Die LED läuft auf 52mA. (Bei höheren Strömen werden die Komponenten zu heiß.) Dieses Leuchtmittel soll eine 5W Glühlampe ersetzen können. Kühlbohrungen im Sockel und ein mit Wärmeleitkleber aufgeklebtes Lochblech gewähren ein Minimum an Kühlung für die Komponenten und auch die LED selber.
Die Optik ist ein Side-Emitter-Aufsatz für Luxeon und Seoul Z-LED.
Größte Herausforderung war die niedrige Konstruktion ohne auftragenden Kühlkörper.
Leuchtmittel Ba15s
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feine Arbeit, im wahrsten Sinne!
haste keine "Angst" wegen Vibrationen, dass die nur Verklebung "bricht" oder drückt die Optik etwas auf die LED?
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Genau, die Optik umschließt die LED, und hält sie so zusätzlich in Position.
Die Platine selbst wird durch die beiden elektrischen Lötstellen (am Fußkontakt und am Sockelrand) in Position gehalten.Hab heute mal einen Testlauf gemacht. Und Volltreffer!
Die auf gerade 52mA (sind bei KFZ-Spannung nur 0,8W!) laufende Avago kommt augescheinlich mit der verwendeten Optik auf die nahezu identische Lichtausbeute und Farbe wie eine 5W Glühlampe.
Auf dem Foto leuchtet in der einen Kammer die besagte Glühlampe und in der anderen die LED. Ich sag extra nicht, in welcher!
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Die LED sitzt nicht zufälligerweiße im rechten Gehäuse?
Kommt mir nähmlich etwas rötlicher vor?!
Grüße, Tobi
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Ja.
In der Realität sieht der Rotanteil bei beiden aber gleich aus, das Glühlampenlicht hat jedoch noch einen Weißanteil (also "Rosa-Eindruck") im Licht, der bei der LED wiederum gelblicher wirkt. -
@ Romiman
super gemacht!Die LED läuft auf 52mA.
Wenn ich sehe was uns China an 0,5Watt Leds im 10mm Gehäuse verkauft,
entwickelt die Avago im Vergleich dazu doch bei 52mA sicher noch keine signifikante Abwärme, oder?
Die meisten Verluste entstehen doch in der KSQ. Und wenn man die aus dem BA Sockel heraus schafft (ich weiß, dein Ziel war es gerade die mit drin zu haben) geht dann möglicherweise auch das 21 Watt Bremslicht
mit dem Sockel selbst als KK für die LedWas sagt denn das Checkcontrol zu der Lampe?
Gruss
Thomas -
Die Checkcontrol sagt (wie die Rennleitung auch) Pfui Bäh!
Bei 52mA bleibt das Kühlblech nach längerem Leuchten gerade handwarm. In Verbindung mit den Löchern im Sockel sollte das reichen. Die LED könnte auch mehr mA vertragen. Die Stromreduzierung erfolgte hier auch aus Rücksicht auf die übrigen Komponenten.
Problem bei der Avago ist auch noch, daß die Kühlfläche volles Anodenpotential hat. Eine termische Verbindung zum Sockel also problematisch (und hier desw. nicht vorhanden) ist.Die Wahl fiel auf die Avago weil es die einzige Emitter-LED in 617nm ist, die ich bekommen konnte. Habe vorher mit der Osram Oslon experientiert, auch die gibt es (beim R) in 615-620nm, und die hat sogar eine elektrisch neutrale Kühlfläche, und sie leuchtet bei 50mA deutlich stärker als die Avago. Aber ich komme einfach mit dem SMD-Löten nicht klar. Egal ob mit Lötnadel (Lötverbindung hielt nicht) oder Herd (LEDs wurden zu Tode geröstet).
Auch die Vishay Telux gibt es mit 610-620nm, aber deren eigener Abstrahlwinkel funktioniert nicht mit der Side-Emitter-Linse.Perfekt für diesen Zweck wäre freilich eine Cree MC-E in 615nm, da man hier durch Reihenschaltung der Chips die Verlustleistung drastisch reduzieren, und die Lichtleistung maximieren könnte.
Diese LEDs (Foto v. Thomas W.) kenn ich auch. Bei ebay.com werden die sogar als 1W-LEDs mit 350mA Nennstrom verkauft. Ist bei der Bauform natürlich vollkommen illusorisch. Aber bis 100mA kann man die tatsächlich betreiben. Und die jüngeren 1-Chip Varianten sind schon bei 30 oder 70mA erfreulich kräftig. (Von den Mehrchip-Varianten halte ich nach wie vor nichts.)
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Das ist echt gut gelungen! Das es aus China niemand nachgebaut hat ist echt seltsam
Man hat doch oft genug Probleme mit LEDs auf BA15S/BAY15D Sockel die nicht die Spiegel treffen und einfach nicht hell sind. Gibt es Modelle die ggf. ähnliche Werte aufweisen wie deine ... oder hängt das stark vom Gehäuse ab worin die LED eingesetzt wird. Ich dachte an diese ... die müsste doch ähnliche Werte erreichen oder?[Blockierte Grafik: http://www.lights4future.com/Shop/IMG_5336.jpg]
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Leider nicht. (Hab sie schon getestet)
Einmal strahlt auch hier das meiste Licht einfach nach vorn. Das kann man im Bild am Lichtkegel schon erkennen. (Vergleich den mal mit dem Lichtkegel auf meinem Bild.)
Und dann ist der Kühlkörper zwischen Sockel und LED genau an der Stelle, an der eigentlich der Leuchtkörper sitzen müßte.
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Ich muß nochmal nachreichen:
Jetzt hab ich mein Leuchtmittel mal bei laufendem Motor in Aktion gesehen. Aufgrund der KSQ bleibt es ja gleich hell, die 5W-Glühlampe hingegen legt durch die ca. 1,5V mehr* doch sichtbar zu. Somit bleiben "nur noch" ca 90% der Helligkeit übrig. Die LED könnte man mit ihrer Kühlmöglichkeit sicher auch höher bestromen als mit nur 52mA. (Geschätzt ca. 70mA). Nur die stromregelnden Komponenten kommen da nicht mehr mit.
Also:
Mit einer effizienteren LED** oder verlustleistungsärmeren Stromregelung ginge da noch mehr.
Oder andersherum:
Als alleiniges KFZ-Rücklicht ist die Lichtausbeute an der unteren Grenze.
(Also immernoch deutlich heller als zugelassene(!) Funzeln wie beispielsweise an diversen 50er Rollern oder einem Polo 2, aber nicht so kräftig wie das Glühlampen-Rücklicht eines Golf VI).* Im Stand nur Batteriespannung: ca 12,5 - 13V. Bei laufendem Motor Ladespannung 13,8 - 14,4V.
**Die Avagos gehören leider nicht zu den Effizienzwundern. Und die Kühlung ist aufgrund des vollen Anodenpotentials der Kühlfäche auf kleinem Raum auch problematisch.