Infos über Funkstörungen durch KSQ

  • EDIT Pesi: Posts wurde auf Wunsch des TE aus diesem Thread verschoben

    Da Leuchtmittel auf diesen Sockeln i.d.R. Spots sind, also gerichtetes Licht liefern, entfällt der Punkt 1 oben. Alle anderen bleiben mit kleinen Einschränkungen gültig.
    Die Retrofits für Niedervolt-Halogen-Systeme (typ. GU5.3, GU4) benötigen kein eigenes Netzteil, lediglich einen Gleichrichter (und vllt KSQ). Aber ACHTUNG: Halogentrafos haben eine Mindestlast, die bei Austausch aller angeschlossenen Halogenlampen durch LED-Replacements meist deutlich unterschritten wird. An elektronischen Halogentrafos sollten generell keine LEDs betrieben werden. Also ist i.d.R. der Austausch des Netzteils sinnvollerweise gleich durch ein Gleichspannungsnetzteil notwendig.

    ich möchte diesen Abschnitt ergänzen/korrigieren (unterstrichener Part):


    Da Leuchtmittel auf diesen Sockeln i.d.R. Spots sind, also gerichtetes Licht liefern, entfällt der Punkt 1 oben. Alle anderen bleiben mit kleinen Einschränkungen gültig.
    Die Retrofits für Niedervolt-Halogen-Systeme (typ. GU5.3, GU4) benötigen kein eigenes Netzteil, lediglich einen Gleichrichter (und vllt KSQ). Aber ACHTUNG: elektronische Halogentrafos haben gegenüber konventionellen Trafos eine Mindestlast, die bei Austausch aller angeschlossenen Halogenlampen durch LED-Replacements meist deutlich unterschritten wird. An elektronischen Halogentrafos sollten generell keine LEDs betrieben werden. Also ist i.d.R. der Austausch des Netzteils sinnvollerweise gleich durch ein Gleichspannungsnetzteil notwendig. Weiterhin können die 12 Volt GU5.3 / GU4 Leuchtmittel den Rundfunkempfang bei Betrieb in einem Halogenseilsystem empfindlich stören. Die Seile wirken für die Störfrequenzen der eingebauten KSQs wie Sendeantennen. Beispielbild


    Meine Empfehlung an die Mods: im oberen Post ergänzen und meinen Post löschen.


    Gruss
    Thomas

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  • Danke Thomas! Korrektur eingepflegt; war mir beim Schreiben nicht sicher ob die Mindestlast das einzige Argument gegen elektronische Trafos mit LED-Replacements ist. Ich meine irgendwo hier aus berufenem Munde bereits gelesen zu haben, dass man das generell nicht tun sollte. Vielleicht kann das nochmal jemand aufklären?!


    Gibt es noch weitere Bestätigungen für diese Störsender-Nummer? Habe nur vorher noch nicht davon gehört und will jetzt nicht ständig hin und her editieren.


    Weitere Ergänzungen da draußen? Bin mir sicher, dass da noch einige Erfahrung und Expertise (angerdan?) einfließen sollte.


    Gruß,J

  • ob die Mindestlast das einzige Argument gegen elektronische Trafos mit LED-Replacements ist. Ich meine irgendwo hier aus berufenem Munde bereits gelesen zu haben, dass man das generell nicht tun sollte. Vielleicht kann das nochmal jemand aufklären?!

    Ja - aus so nem elektronischen Trafo kommt weder ein sauberer Sinus noch Gleichspannung raus, sondern i.d.R. irgendwas rechteckig zerhacktes im Kilohertz-Bereich - damit sind dann viele KSQ auch überfordert...


    wegen dem Störsender: Was auf jeden Fall einen solchen darstellt, ist, wenn man ne getaktete KSQ hat, und an der Sekundärseite lange Leitungen...


    normalerweise erzeugt die KSQ auf der Primärseite keine Störungen, macht also auch nix, wenn sie in nem Seilsystem hängt... bei billigen kann da aber durchaus auch was auf die Primärseite duchkommen... bei denen von DX (und irgendwie sind die ja alle gleich) soll es ang. helfen, wenn man den Gleichrichter ausbaut ud die Teile gleich mit Gleichspannung versorgt - ist dann natürlich wieder heikler, weil man auf die Polung acht geben muss...


    der Hinweis, dass es Rundfunkstörungen bei sowas geben *kann* (Übrigens nicht nur bei Seilsystemen, für die Abstrahlung ist es unerheblich, ob da nun noch ein Kabel-Mantel rum ist oder nicht) schadet auf jeden Fall nicht...


    ja, wäre super, wenn Du so nach und nach die Infos oben rein ediierst, dann lösche ich wie vorgeschlagen die anderen Posts (inkl. meinen) wieder, damit's übersichtlich bleibt...

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    Da es sich in letzter Zeit häuft: Ich beantworte keine PNs mit Fragen, die sich auch im Forum beantworten lassen!
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  • wegen dem Störsender: Was auf jeden Fall einen solchen darstellt, ist, wenn man ne getaktete KSQ hat, und an der Sekundärseite lange Leitungen...

    Einspruch!


    an der Sekundärseite kommt der Saft in einen Glättungskondensator mit Freilaufdiode über der Drossel. Da strahlt fast nix
    Auf der Primärseite wird aber knallhart ohne Entstörmaßnahmen ein nicht unerheblicher Strom 1Mio mal pro Sekunde an und ausgeschaltet.
    Ich konnte mit einem speziellen Empfänger bei einem halben Meter Zuleitung zwischen 12V Batterie und Lampe ein Störsignal nachweisen was in allen Harmonischen von 1MHz bis weit über 500MHz einen Rauschteppich erzeugt. :-) ich wette bei 3GHz hätte man auch noch was gesehen

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    Einmal editiert, zuletzt von Thomas W. ()

  • Auf der Primärseite wird aber knallhart ohne Entstörmaßnahmen ein nicht unerheblicher Strom 1Mio mal pro Sekunde an und ausgeschaltet.

    Also so hoch sind die Frequenzen nicht. Die Schaltung in so einem Trafo ist praktisch identisch mit den Vorschaltgeräten für Energiesparlampen (vom zusätzlichen Trafo und der entfallenen Drossel + Startkondensator mal abgesehen). Daher kommt da auch etwa das selbe raus. Die Frequenz liegt im Bereich einiger 10kHz (deutlich über dem Hörbereich, ~35kHz).


    Der Eingangsgleichrichter und die Glättung müssten die hohen Frequenzen abkönnen, dass heißt 1N400x und billige high-ESR-Elkos sind da überfordert. Man müsste schnelle Gleichrichter und low-ESR-Elkos bzw. keramische Kondensatoren einsetzen, oder wie gesagt, die Teile mit Gleichspannung versorgen. Aber dann sinds ja keine einfachen Replacements mehr.

  • Also so hoch sind die Frequenzen nicht

    Der Glättungskondensator ist nicht vorhanden, nur an der LED ist ein Elko,
    die Dioden im Gleichrichter sind Schottky SS24 und der Schaltregler PT4115 / CL6808 schaltet mit bis zu 1MHz


    ich bin zum Messen nicht mit einen Spielzeug daran gegangen


    Du bist dran :P


    Gruss
    Thomas

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  • an der Sekundärseite kommt der Saft in einen Glättungskondensator mit Freilaufdiode über der Drossel. Da strahlt fast nix

    Das kann man doch nicht pauschal sagen, das hängt doch ganz von der jeweiligen KSQ ab, oder...? - es gab jedenfalls hier im Forum schon Berichte über stark den Rundfunkempfang störende 230-V-KSQ mit zu langer Zuleitung zu den LEDs - bei diesen wurde auch immer drauf hin gewiesen, die Leitung zwischen KSQ und LED möglichst kurz zu halten...


    Auf der Primärseite wird aber knallhart ohne Entstörmaßnahmen

    ja, aber auch das hängt doch von der jeweiligen KSQ ab, man kann doch nicht sagen, dass da *keine* irgendwelche Entstörmaßnahmen drin hat...? - deswegen schrob ich ja auch:

    bei billigen kann da aber durchaus auch was auf die Primärseite duchkommen...

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  • Ich finde diese Diskussion echt interessant - passt aber nur periphär zum Thread-Thema. Ich würde vorschlagen, damit das nicht verloren geht, den Teil zu Funkstörungen durch KSQs in einen eigenen Thread abzutrennen, der dann an der entsprechenden Stelle im Eingangspost verlinkt wird. Anschließend kann dann dieser Post hier nat. wieder gelöscht werden.
    Gruß,J