Arbeitszimmerlampe

  • Tach.


    So. Endlich hängt sie, meine selbstgebastelte Arbeitszimmerlampe.


    Anforderungen:
    - hell ;-)
    - Farbtemperatur 5000 K
    - CRI > 90
    - weiches, indirektes Licht.


    Zutaten:
    - 10 Stück CL-L103-HC3N1 von der blauen Konkurrenz. (Der Gastgeber hat leider kein vergleichbares Produkt mit 5000 K und CRI > 90 im Angebot.)
    Diese COB-Module verwandeln 3 W elektrische Leistung in 235 lm bei 5000 K und CRI > 90.
    Kosten: ca. 110,-EUR
    - 48 V Netzteil von einem POE-Switch, aus dem Schrott gefischt.
    Kosten: nix.
    - Aluprofile, L-förmig, zwei Stück 15 mm x 40 mm x 1 m, vier Stück 15 mm x 10 mm x 330 mm.
    Kosten: ca. 15 EUR
    - zwei LT1086 nebst 3,3 Ohm Widerständen als KSQ.
    Kosten: ??? lag schon in der Bastelkiste
    - Kleinteile wie Schrauben, Muttern, Wärmeleitpampe, Strippen, ...


    Kosten zusammen ca. 130,-EUR + diverser schon vorhandener Kleinkram. Ein Samstag basteln.


    Bilder siehe Anhänge.


    Die Konstruktion ist wie man auf den Bildern von der Seite sehen kann primitiv. Die beiden großen L-Profile werden mit ca. 30 mm Abstand durch M4 Schrauben zu einem T Zusammengehalten. Die kleinen L-Profile stehen im Winkel von 90 Grad dazu und gehen nach oben. Dort sind ebenfalls M4 Schrauben als Abstandhalter. An diesen ist die Lampe auch aufgehängt. An einer Seite ist noch ein Winkel eingeschraubt, der die Buchse für die Stromzuführung trägt. An der anderen Seite sitzen die KSQn. Diese verschwinden in den kleinen, senkrechten L-Profilen.


    Den Kühlungsbedarf habe ich reichlich überschätzt. Die Aluprofile werden unter den COBs bestenfalls handwarm. Es sind je fünf der zehn COBs in Reihe geschaltet. Jeder Strang hat natürlich eine eigene KSQ in "LM317 KSQ" Schaltungstechnik. Die KSQn sind zwar primitiv und linear, müssen aber nur knapp 3 V bei 375 mA verheizen. Das ergibt bei 45 V Flussspannung immer noch über 90 % Wirkungsgrad. Das ganze ist sehr knapp. Die COBs brauchen 45 V, die KSQ min. 2,25 V. Tatsächlich fallen nur ca. 2,4 V an den KSQn ab, da das Netzteil nur ca. 47,4 V bringt. Daher waren auch LT1086 an Stelle von LM317 nötig, die LT1086 sind Low Drop Regler. Es sind zwei mal 375 mA und das Netzteil liefert max. 800 mA. Also auch bei Strom geht das nur grad so auf. Die Zeit wird zeigen, ob es ein Problem wird. Die Helligkeit ist auf jeden Fall perfekt. Mit dem Belichtungsmesser auf ein weißes Blatt Papier auf dem Schreibtich gemessen komme ich auf einen Lichtwert von 7,6. An diesem sonnigen Oktobermittag kommt das natürliche Licht von den Fenstern auf Lichtwert 8,2. die Lampe sorgt also auf meiner Arbeitsfäche für tagesähnliche Lichtverhältnisse. Genau das war das Ziel der Bastelaktion.


    Noch zu tun: Wie man sehen kann ist das Netzteil zu verstecken. Es hängt jetzt einfach an der Decke, wo vorher die ESL betriebene Deckenlampe hing. Ich muss auch noch aus transparentem Kunststoff kleine Abdeckungen für die COBs schnitzen. Sonst rieselt mit der Zeit der Staub auf die COBs.





    Edit: Korrekturgelesen und einige Details nachgetragen.
    [ModEdit: Bilder ordentlich eingebunden.]

  • Kannst Du auch Fotos von dem Arbeitszimmer machen mit der Lampe so das man sich ein Bild von der leuchtkraft machen kann.
    Desweiteren...an der Kabeführung wird noch gearbeitet oder??? Sonst find ich die Idee gut und auch die Konstruktion. Will sowas auch noch bei mir im Esszimmer haben :-)

  • Kannst Du auch Fotos von dem Arbeitszimmer machen mit der Lampe so das man sich ein Bild von der leuchtkraft machen kann.

    Zwecklos. Da das die Belichtungsschlautomatik der Handyknipse (hab nix besseres) ausbügelt sieht das Zimmer auch im Kernzenschein hell aus. (Modulo Rauschen des Bildsensors natürlich.) Die beiden Bilder aus der Totalen können dir einen Eindruck vermitteln. Du kannst in den Ecken noch die (Nord-) Fenster sehen. Die Bilder wurden gegen Mittag geschossen. Messtechnich erreiche ich fast Tageslichthelligkeit.


    Desweiteren...an der Kabeführung wird noch gearbeitet oder???

    Wie gesagt: Ja. Das Bild war eher als abschreckendes Beispiel gedacht. Das Netzteil kann auf keinen Fall so auf Dauer hängen bleiben. Ich muss zuerst mal sehen ob das Netzteil auf Dauer taugt, es läuft auf fast 95% Nennlast... Ein 1,45 A Netzteil liegt bereit, das möchte ich aber nicht "verschwenden", wenn es nicht sein muss. (Von den 0,8 A Netzteilen habe ich drei Stück.) Vielleicht werde ich das Kabel auch kürzen um den dicken, schwarzen Ferritknubbel los zu werden. Oder gegen ein weißes Kabel tauschen. Ich wußte anfangs ja auch nicht ob das Netzteil von der Spannung her überhaupt reicht. Auch das ist, wie gesagt, sehr knapp aber noch grad so OK. Wenn die 48 V des Netzteils nicht gereicht hätten, hätte ich ein passendes KSQ-Netzteil beim Gastgeber nachgeordert.