Einstieg in µController Programierung

  • Einfach zu lernen ist Bascom -
    Arduino finde ich nicht so günstig zum anfangen - sind super Boards aber ohne viel drumherum - sprich - Du brauchst noch Zusatzplatinen.
    Besser ist myavr . Bei diesem Board ist ein Programmer mit dabei der super arbeitet.

  • Arduino find ich für die ersten Gehversuche gar nicht so schlecht. Man kann sich ins gemachte Bett legen - und das Frühstück wird einem des Morgens auch noch an eben dieses gebracht. Arduino spricht ja gerade genau die Leute an, die von E-Technik nicht so die Ahnung haben und auch noch nicht wirklich programmieren können. Die Platform ist recht weit verbreitet, weshalb sich viele Beispiele finden, an denen man sich was abguggen kann.

    Wenn man so langsam ohne Stützräder fahren kann, kann man eigene Platinen bauen und in die Arduino IDE einbinden. Man muss dann nicht mehr die teuren Arduino Module kaufen, sondern kann "nackte" AVR Controller programmieren. Dazu ist dann freilich etwas Handarbeit nötig um der IDE die Eigenkreation schmackhaft zu machen. Man wird dann ein ISP-Programmiergerät brauchen. Gibts fertig in der Bucht aus Fernost für unter 10,-EUR, kann man aber auch selbst auf Lochraster löten. (USBasp Den Controler fürs Programmiergerät kann man ja mit dem Arduino programmieren.)

    Wenn man erwachsen ist kann man dann ohne den ganzen Arduino-Wasserkopf direkt mit AVR-GCC und AVR-LibC auf dem blanken Eisen programmieren.

    Von Bascom halt ich nix, weil man sich damit selbst in ein Gefängnis sperrt. Sowohl von der eigentlichen Programmiersprache, als auch vom Anbieter her. Die Arduino Umgebung basiert auf C / C++, was mächtige und ausgewachsene Programmiersprachen sind. Die Arduino Werkzeuge (Compiler, Bibliotheken, ...) sind offen. Man ist nicht von irgenwas oder irgendwem abhängig. Vor allem kann man diese C / C++ Kenntnisse auch leicht auf andere Controller (AVR32, ARM, MSP430, ...) übertragen.

    \end{Jochen}

  • Nicht vergessen, es gibt auch noch die andere Seite: Microchip mit seinen PIC-µC's. Ist zwar eine etwas andere Mentalität als Atmel mit seinen AVR's, aber mindestens genauso gut. Auch dafür gibt es viel freie Software und Entwicklungsumgebungen in Assembler oder C, nur halt kein Bascom. Und graphische KlickiBunti-Frontends zum Aneinanderreihen von Funktionen sind sowieso nur eine Krücke für Gelegenheitsprogrammierer ohne Durchblick... ;)

  • Nicht vergessen, es gibt auch noch die andere Seite: Microchip mit seinen PIC-µC's.

    Mein erstes "richtiges" µC Projekt realisierte ich mit Intel 8051. Nie wieder Intel... Ich habe mir daraufhin die PICs angesehen. Deren total verquere "Architektur" ist nicht wirklich besser als der 8051 Murks. Dann hab ich mir die AVRs angesehen und dachte nur: Ja, so sieht das aus, wenn man eine anständige Architektur baut.

    Vorsicht. PIC32 ist was ganz anderes, nämlich ein verkappter MIPS Kern.

    Abgesehen davon: Bei Olimex gibt es diverse Platinen im Arduino Formfaktor mit anderen Prozessoren. Ein späterer Umstieg ist somit keine unüberwindbare Hürde. Deshalb auch mein Plädoyer für C. Das ist einigermaßen hardwareunabhängig und für alle möglichen und unmöglichen µC zu haben. Mit sowas wie Bascom ist man festgekettet im goldenen Käfig.

    \end{Jochen}