Edelstahl statt Alu zum Kühlen & Design einer Schreibtischbeleuchtung

  • Das Projekt, eine Schreibtischbeleuchtung mit viel Licht,
    aufgehängt so einen Meter über der Schreibtischfläche.


    Das Edelstahlflachmaterial ist 140 cm lang, 3 cm breit und 1 cm hoch (da bin ich aber noch flexibel).
    Auf das Edelstahl würde ich mehrere Cree-High-Power aufkleben, welche ich dann ohne Reflektor nach unten strahlen lassen würde.
    Die Frage ist, wieviel Lummen brauche ich - dann verteilt auf die Länge des Profils.
    Ebenfalls aufkleben würde ich dann noch ein farbiges Plexiglas (6mm), etwas länger und breiter als das Edelstahlprofil und für die LED's ein Loch aussparren.
    Natürlich wäre ein Reflektor schon sehr sehr gut, aber der würde über das Plexiglas rausstehen und dass sieht eher nicht gut aus.


    Die wichtigste Frage lautet, bietet Edelstahl eine ausreichende Grundlage für die Wärmeableitung.
    Wäre das Profil aus Alu oder Kupfer (letzteres wäre nicht soo viel teurer als Edelstahl - sieht aber doch bescheiden aus oder?) hätte ich keine Bedenken, alle 30 cm
    eine Cree hinzupappen.


    Sonstiges:
    Oben an die Decke ein Meanwell-Netzteil sowie zwei Edelstahlseile zur Aufhängung. Hier stellt sich noch die Frage, ob man die Seile zur Stromführung benutzen kann?


    Vergleichbare Leuchten kosten in den Möbelhäusern ein kleines Vermögen mit m.E. dürftiger Lichtausbeute.


    Was meint ihr?

  • Theoretisch müsste Aluminium eine bessere Wärmeabstrahlung ermöglichen, wenn ich mich richtig erinnere.
    Edelstahl oder Kupfer leiten die Wärme zwar besser und können mehr davon in einem gegebenen Volumen speichern, werde die Wärme aber nicht so gut wieder los wie Alu.


    Ob das bei den Dimensionen die Du beschreibst was ausmacht kann ich nicht sagen.
    Ich würd's ausprobieren, so wie ich Deinen Post lese kommst Du scheinbar relativ günstig an das Edelstahlmaterial dran oder?
    Dann halt die Crees nicht kleben sondern mit Star-Platine festschrauben - so kannst Du immer noch umsteigen wenn's nicht hinhaut.

  • Natürlich bietet Aluminium eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit
    zu vergleich zu Edelstahl.


    Es kommt drauf an welche du Edelstahl du verwenden willst, wenn Mann sich da
    nicht auskennt kann man auf ein rostende Edelstahl reinfallen...


    Zu der estetik von Aluminium.. warum soll alu schlicht sein???? Du kannst
    einfach mit Hilfe von Schleifpapier so um P1200 -P2000 und mit Hilfe von Polierpaste
    eine sehr schicke oberfläche hinbekommen in der man sich spiegeln kannst :)

  • @ Illuminatus
    Dass Edelstahl schlechter ist als Alu und Kupfer wußte ich, aber so misserabel ist V2A! Bin überrachst, auch weil ich mir die Leuchten in den Möbelhäusern angesehen haben.
    Dort sind die Schreibtischleuchten so aufgebaut wie ich das beschrieben habe, also so ein mehr oder weniger langes Edelstahlflachprofil.


    Ich kann jetzt nur noch vermuten, dass die Diode nicht direkt dort aufgeklebt ist, sondern noch irgendwas als "Puffer" fungiert. Das Edelstahl nach dem Puffer dann "nur" noch
    zur Aufnahme/Speicherung (Wärmekapazitifität) fungiert (also nachdem die Wärme vorher durch den Puffer schon auf Fläche verteilt wurde).


    Man müßte halt wissen, ob das z.B. schon mit dem Starplatinen bewerkstelligt werden kann.


    ODER die Leuchten in den Möbelhäusern sind deshalb so lichtschwach, weil die mit nur geringem Strom und damit wenig Wärme angesteuert werden?

  • Oben an die Decke ein Meanwell-Netzteil sowie zwei Edelstahlseile zur Aufhängung. Hier stellt sich noch die Frage, ob man die Seile zur Stromführung benutzen kann?

    Soweit ich weiß wird das bei Halogenleuchten doch oft gemacht. Zwei Seile quer durch den Raum gespannt, und jede HL zieht ihren Strom direkt aus ihrer Befestigung. Allerdings glaub ich, dass das dann kein Edelstahl ist. Wenn mich meine kurze Google-Suche eben richtig informiert hat, dann ist die elektrische Leitfähigkeit von Edelstahl in etwa genauso mies wie die thermische. Laut Wikipedia hat selbst Graphit eine bessere Leitfähigkeit als Edelstahl.


    Ich kann jetzt nur noch vermuten, dass die Diode nicht direkt dort aufgeklebt ist, sondern noch irgendwas als "Puffer" fungiert. Das Edelstahl nach dem Puffer dann "nur" noch
    zur Aufnahme/Speicherung (Wärmekapazitifität) fungiert (also nachdem die Wärme vorher durch den Puffer schon auf Fläche verteilt wurde).

    Ich denke eher, du liegst mit deiner zweiten Einschätzung richtig. Geringe Leistung, wenig Abwärme, und den Schrott dann teuer verkauft...


    Wenn du auf das Edelstahldesign nicht verzichten willst und die Eigenschaften von Edelstahl nicht mit der von dir gewünschten Lichtleistung vereinbar sind musst du wohl ne Menge tüfteln. Vielleicht mit zwei Werkstoffen hantieren...

    Das Erfolgskonzept von Windows ist eine gelungene Mischung aus Marketing, Korruption, Kartellmißbrauch und der erfolgreichen Spekulation auf das Naturgesetz, daß Scheiße oben schwimmt.


    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden,
    kann man Schönes bauen.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Das ganze ist doch recht simpel: Du nimmst einen Alukern, der für die Wärmeabfuhr verantwortlich ist und machst für die Optik drumherum eine U-förmige Wanne aus Edelstahl. Das ganze bleibt also nach oben hin offen, damit die Abwärme über die Konvektionsströmung abgeführt werden kann.


    Je nachdem wieviel Alukörper und welche LED Lichtleistung du dir vorstellst, könnte das Edelstahlgehäuse auch komplett geschlossen, und nur nach oben hin mit Löchern, oder Lüftungsschlitzen versehen sein. Die Edelstahlwanne hat unten wo die LEDs sitzen entweder einen langen Schlitz oder ebenfalls runde Löcher.


    Da du die Wanne auch aus Edelstahlblech formen (lassen) kannst, und Alu ja bekanntlich leichter ist als Stahl, wird deine Lampe auch nicht so schwer und du musst an der Decke keine Betonanker anbringen um das Teil aufzuhängen. :P

  • Hi,

    Soweit ich weiß wird das bei Halogenleuchten doch oft gemacht. Zwei Seile quer durch den Raum gespannt, und jede HL zieht ihren Strom direkt aus ihrer Befestigung.

    aber Achtung, ab einer bestimmten Anzahl LED in Reihe (8..9 )ist die Spannung dann aber über der Schutzkleinspannung von 24V=...


    Wenn theoretisch jemand an die Leitungen fassen könnte ist es so ohne weiteres nicht mehr zugelassen.
    Bei Halogen sind die Lampen parallel und die 12 bzw. 24V werden nicht überschritten.


    //hufnala

  • Edelstahl kann man als effektiven Kühlkörper ziemlich vergessen.


    Wo es inzwischen echt richtig gute Optik gibt , ist Alu mit Niro Optik, aber ob es in kleinserie bezahlbar ist???


    Ansonsten noch die Idee es aus Kupfer zu machen, in die Oberfläche mit einem sehr feinen Scotch den typischen Niro Schliff machen und dann Matt verchromen. (Galvanisieren)
    Sieht auch gut aus, kann man alles selbst machen im Hobby Keller.

  • Die wichtigste Frage lautet, bietet Edelstahl eine ausreichende Grundlage für die Wärmeableitung.

    Hallo,
    also ich habe mir schon mehrere kleine Schreibtischlampen mit LED gemacht. -> Link Link2
    Das Profil mit 30mm x 10mm Querschnitt ist ja doch schon ganz ordentlich, so daß da auch genügend Wärme abgeleitet wird.
    Zumindest wenn du mit dem LED-Strom nicht zu hoch gehst, wird das allemal reichen, also z.B. mit max. 500...700mA (ca. 1,5.... 2W pro Strahler).
    Rechne bei der Kühlfläche mal mit der Faustformel ca. 20cm² wirksame freie Oberfläche pro 1W.
    Für 2W pro Strahler würden also schon ca. 3cm Länge reichen. So eng müssen die LED aber nicht sein.
    Nimm lieber paar LED mehr und gehe mit der Leistung pro LED etwas runter. Da ist die Kühlung noch unkritischer
    und die Lichtverteilung besser.


    Für die Lampe sollten insgesamt ca. 8...10W reichen.
    Mache aber einen Dimmer ran. Meine ca. 3...4W sind bei voller Helligkeit schon unangenehm hell.


    Die Befestigung mit Kleber scheint mir nicht so günstig. Mache doch Gewinde in den Stahl (M2,5 oder M3) und
    schraube die LED mit den gängigen Alu-Träger drauf fest. Etwas Wärmeleitpaste dazwischen ist auch gut.
    Gruß Uwi



    [ModEdit: Fullquote eingekürzt ...]

  • Hallo,
    ja , ist ja deutlich zu sehen.
    Stromversorgung ist ein kleines Steckernetzteil mit 5V. Deshalb LED parallel.


    LED parallel sind auch nicht generell ein Problem, wenn man weiß was man tut.
    Es wird zwar öfters publiziert, das man das nicht machen soll, aber bei baugleichen
    LED, die auch noch aus einer Charge stammen, ist es so rel. unkritisch.
    Wichtig ist hier, dass die LED thermisch gekoppelt sind und dehalb der neg. Temp-Koeff. kaum wirksam wird.


    Ich habe ähnliche Lampen auch mit 3 LED in Reihe, da nehme ich dann 12V -NT.


    Die Stromquelle ist sehr primitiv, aber trotzdem völlig problemlos (linke Schaltung).
    Dafür habe ich passende kleine LP .
    Bei 12V nehme ich die auch, nur wird dann der obere Potianschluss über der 1. LED angeklemmt.


    [ModEdit: nutzlosen Fullquote entfernt ...]