Dimmbare Ansteuerung von LEDs bis ca. 300W

  • Hallo Leute,

    ich habe eine Frage zum Dimmen von LEDs, speziell von LED-Panels.

    Aufgabenstellung: Mehrere LED Panels zur Bürobeleuchtung sollen zentral über UP-Dimmer gesteuert werden.

    Ich habe gelesen, dass es inzwischen LED Treiber gibt, die mit Phasenanschnittsdimmern gedimmt werden können. Hat schon jemand Erfahrung damit? Kann man mehrere passende Treiber parallel an einen Dimmer hängen? Beim dimmen unter 5 oder 10% fangen die LEDs teilweise an zu flackern und ich frage mich ob es Dimmer gibt die z.B. nur von 10-100% gehen.

    Die Panels die ich bisher gesehen bzw. getestet habe, haben ein oder zwei Eingänge für Konstantstrom von 1200/1580mA und je nach Leistung und Anzahl der LEDs 20 bis 48V Vorlaufspannung. Dafür habe ich auch ein paar wenige passende Vorschaltgeräte gefunden die dimmbar sind. Die meisten zwar nur per Poti oder 1-10V Eingang, aber auch welche mit der gewünschten Phasenanschnittsdimmung.

    Soweit so gut, aber jetzt suche ich passende Dimmer die nach Möglichkeit geräuschlos arbeiten und bei denen man die Mindestleuchtstärke einstellen kann. Außerdem wäre es natürlich toll, wenn die nicht teurer sind wie die Vorschaltgeräte.

    Andere Lösungsvorschläge sind natürlich ebenfalls willkommen, aber um die vorhandene Installation zu verwenden wäre das die einfachste Lösung. Bei allen anderen Lösungen müsste ich neue Strippen ziehen oder auf Funklösungen zurückgreifen.

    Irgendwelche Erfahrungen, Tipps oder ähnliches?

    Gruß
    Knut

    2 Mal editiert, zuletzt von xKnut (2. Mai 2013 um 15:41)

  • Funk will er ja nicht.
    Und Infrarot kommt wohl nicht in Frage, so wie ich sein Posting verstehe.

    xKnut: Die Aufgabenstellung ist schwierig ...
    Es schaut so aus: LEDs mit 'nem eigentlich für Glühlampen gedachten Dimmer einzustellen, ist Krampf.
    Ja, es gibt Module, die das einigermaßen können. Kosten viel Geld und sind irgendwie doch ...

    Ein herkömmlicher Dimmer basiert nunmal darauf, alle 10 ms den Saft zu unterschlagen (für eine Zeit von Null bis max. 10 ms).
    LEDs sind aber nicht träge, wie Glühlampen. Sie fangen da unweigerlich an, sichtbar zu flimmern.
    Gegenmaßnahme: Den Strom zwischenspeichern. Also irgendwie Kondensatoren, nachgeschalteter DC/DC-Wandler ...

    Alles aufwändig, teuer und nicht unbedingt langlebig.
    Und dann soll der Dimmer auch noch geräuschlos arbeiten. Heftige Anforderungen!


    Vielleicht ein ganz anderer Ansatz:
    Speise in die Leitung einfach 'ne Niederspannung von 'nem Netzteil ein.
    Ist ja wurscht, ob es "eigentlich" eine für 230V taugliche Leitung ist. Vielleicht kannst du den Stromkreis von allem Anderen abkapseln und ihn an ein Netzteil klemmen.
    Wenn der Schaltkasten groß genug ist, passt da vielleicht noch ein Hutschienen-Netzteil rein.
    Je nach Last ist dabei zu bedenken, dass bei geringerer Spannung ein höherer Strom fließen muss, für eine bestimmte Leistung in Watt.

    Falls möglich, sind 48V ein guter Kompromiss.
    Wobei 24V-Module vielleicht handelsüblicher sind. Muttu mal überlegen, ob Du da mit dem Strom noch hin kommst, den 'ne typische (für 16A ausgelegte) Unterputzleitung transportieren kann.
    16A * 24V = 384W.

    Den Dimmer müsstest Du dann wohl durch eine Eigenkonstruktion ersetzen. Zumindest wüsste ich auf Anhieb nichts Geeignetes.

    Wenn der Strombedarf der Module zusammen genommen gering genug ist, kann der PWM-MOSFET in das Dimmergehäuse integriert werden (bei 384W wohl grenzwertig). Das geht aber nur, wenn der wirklich nicht groß heiß wird; die Wärme kann dort ja nicht weg! Der müsste am Gate also steilflankig angesteuert werden.
    Das wiederum, verursacht über die Leitungslänge zu den Modulen ziemliche Radiostörungen ...
    Dafür brauchst Du an der Verkabelung nichts zu ändern.

    Wenn die PWM-Schaltung in die Module soll, wird es schwieriger, bei bestehender Verkabelung das "Poti-Signal" an die Module zu reichen.
    Nicht unmöglich, wir leben ja im digitalen Zeitalter, aber eben aufwändig.

    Bist Du denn bereit, selbst was zu basteln, oder willst Du einfach Fertigware kaufen?


    Und falls das mit der Niederspannung nicht in Betracht kommen sollte: Was spricht denn gegen Funktechnik?
    Es gibt da seit Jahren ziemlich gute Systeme, die ja genau dazu gedacht sind, 'ne bestehende Verkabelung verwenden zu können.

    Bei Funk kann Dir nicht mehr passieren, als dass Dir ein böser Nachbarsjunge mal das Licht einschaltet, wenn es aus sein soll. Dazu muss er aber durchaus 'nen gewissen Aufwand treiben. Die Signale mitloggen und so. Ist schon sehr unwahrscheinlich.
    Enocean verwendet Protokolle, die auf einem 32-Bit Schlüssel basieren. Da sind zufällige Fehlschaltungen ausgeschlossen, zumal dort das Protokoll jeweils drei Mal hintereinander gesendet wird, um gegen Einflüsse von Störfunk resistent zu sein.
    Soweit ich weiß, gibt es von denen inzwischen auch bidirektionale Module. Damit könnte man eine Verbindung realisieren, bei der einem "Angreifer" nicht mal das Mitloggen der Signale etwas nützen würde.
    Etwas Hirnschmalz und eventuell Bastelei müsste da aber wohl doch noch einfließen. Also wohl eher nix mit Fertigware.