48x COB-LED-Fluter, wie am besten ansteuern?

  • Hallo!
    Für mein Heimfotostudio, aus Experminentierfreude und weil die Teile rum lagen klebte ich spontan folgendes zusammen:
    [Blockierte Grafik: http://www.tomsawer.de/forum/ledscheinwerfer.jpg]
    Ich hab so'n Monster noch nie gebaut und glaube, wenn ich ein zwei Hinweise von euch einsammle machts mehr Spaß!
    Nun nöchte ich die unterschiedlichen temperierten LEDs (im Schachbrettmuster angeordnet) getrennt Ansteuern um so die Lichttemperatur wählbar zu machen. 1 Poti: Helligkeit, 1 Poti Farbtemperatur. D.h. es Werden nicht immer alle LEDs an sein und die Wärmeentwicklung ist daher nur ca. 60% der maximalen Wärmeabgabe aller LEDs! Soll heißen: ich hoffe ich brauche keinen aktiven Ventilator bei dem Kühlkörper.


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    Die LEDs haben folgende Werte:
    6V
    800mA
    Das Raster ist 6 x 8 LEDs also:
    LEDs pro Farbe = 6 * 8 / 2 = 24 LEDs


    2 Serienschaltungen:
    2 x [24 LEDs * 6V = 144V] - 800mA
    8 Serienschaltungen:
    4 x [4 LEDs * 6V = 24V] - 800mA
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    Für den Ansteuerung hab ich momentan auf dem Schirm:


    GEFÄHRLICHER, DAFÜR BILLIGER UND LEICHT(Gewicht):
    - Buck-Down von 230V-gleichgerichtet und Gepuffert auf 144V
    - PWM mit Shuntmessung von 230V-gleichgerichtet und Gepuffert auf 144V
    SICHERER, DAFÜR MEHR TEURE, SCHWERE BAUTEILE:
    - Buck-Up von 48V Schaltnetzteil oder Akku auf 144V
    - Buck-Down von U >= 26V auf 24V


    Was sagt Ihr dazu?
    Hat einer nen Tipp zu ner fertigen Schaltung oder nem BUCK-IC?!?


    Grüße,
    Thomas

  • Hm, mal gucken ... pro LED 4,8 Watt Leistung, mal 48 Stück ... rund 230 Watt. Davon also max. 60% ...
    Kühlkörper passiv, l * b * Pi * Daumen ... vllt. 30-40 Watt Kühlvermögen. Fürchte, daß du da nen dicken Lüfter brauchst, allerdings ist der KK mit seinen wenigen dicken Lamellen dafür auch nicht sonderlich geeignet.

  • Schraub nen 160mm-Lüfter hinten drauf, wie sie in PC-Netzteilen drin sind. Die haben häufig gleich nen NTC dran zur Temperaturregelung.


    Ich würde auf der 24V-Richtung weiterforschen und die billjen KSQ nehmen bis 30V. Die haben meist einen Dim-Eingang. Dazu Meanwell 24-28V einstellbar, weil deine LED haben garantiert nit genau 6V..

  • Ich würde zwei per Poti dimmbare Netzteile mit Konstantstromausgang verwenden, z. B. Philips Xitanium LEDINTA0700C210DO oder Meanwell HLG-120H-C700B. Die liefern zwar nur 700 mA, aber ich persönlich ziehe Einfachheit, Robustheit und Bewährtheit irgendwelchen Bastellösungen vor.

  • Danke für die Konstruktiven Antworten!


    @Cossart Von den Netzteilen mit Konstantstromausgang hab ich nichts gewusst! Das ist genau was ich gesucht hab, da ich eigentlich auch nicht fummeln will. Dann bau ich das alles schön ein und vergieß mit Silikon und es ist Safe!
    Dann schau ich noch nach nem optimalen Netzteil dieser Kategorie. oder akzeptiere die 700mA:
    - LEDs halten länger
    - weniger Wärmeentwicklung -> weniger Kühlprobleme.


    Wegen dem Kühler, und es ist ja auch ein Experminent (viel Licht im Rucksackformat für Photo / Video):
    Wenn mir am Ende alles zu heiß wird, bastel ich ne kleine Schaltung an den Dimmeingang und reduziere die Einschaltzeit: Zum Einrichten der Szene läuft die Lampe ~30% damit man was sieht, per Funk Fahr ich dann kurzzeitig (von Blitzen bis 2,3 Minuten) auf Leistung. Ein Temperaturfühler überwacht das ganze und schaltet notfalls ab.
    - Wenn das Netzteil angebaut ist, bleibt bestimmt ne Lücke für nen Lüfter!


    @Fakrae Ich hab die LEDs vor 2 Jahren nach der Lichtqualität ausgewählt! Hab die CRI-Kurve gerade nicht da aber vertraue auf meinen damaligen kritischen Blick.


    Dann brauch ich jetzt nur noch das optimale Netzteil. Ich mach mal ein paar Messungen zu den realen Werten der LEDs und ne kleine Zeichnung. Schaff ich erst zu Mitte der Woche.
    Bis gleich :), Thomas

  • Zitat

    Hab die CRI-Kurve gerade nicht da aber vertraue auf meinen damaligen kritischen Blick.


    Du weist schon, über was Du redest??
    Was verstehst Du unter einer CRI-Kurve? Ich gehe mal davon aus, dass das ein von Dir frei erfundener Begriff ist.


    Der vom Hersteller oder auch dem Händler angegebene CRI-Wert hat nur bedingt mit der Lichtqualität und der Farbwiedergabe zu tun.


    Aussagekräftiger ist die Spektralverteilung, bei namhaften Herstellern im Datenblatt normalerweise grafisch dargestellt. Mit diesen Kurven ist es durchaus möglich, die jeweilige LED mit dem entsprechenden Schwarzkörper bei gleicher Farbtemperatur zu vergleichen und einen ersten Rückschluss auf die Qualität der Farbwiedergabe zu schliessen.


    Wo hast Du deine LEDs gekauft? ebay? Das wäre ein absolutes NoGo.


    Deine LEDs sind inzwischen mehr als 2 Jahre alt?


    In den letzten 2 Jahren hat sich unglaublich viel im Bereich LEDs getan. Bezüglich Lichtqualität und Effizienz dürften Deine (immer noch unbekannten) LEDs eher ein Fall für die Tonne sein - die Mülltonne.

  • Servus...


    Du weist schon, über was Du redest??


    Ich bin sicher, daß Thomas weiß, worüber er spricht, auch wenn er keine deine dir wohlgefällige Nomenklatur benutzt.


    Der CRI-Wert ist ein Papiertiger, mehr nicht. Der Einfachheit recycle ich mal einen älteren Beitrag von mir. Der derzeit verwendete CRI basiert auf der CIE 13.3-1995. Er ist ein rein rechnerischer Wert, abgeleitet aus der Farbortverschiebung von Testfarben beim Licht der getesten Lampe. Da sitzt niemand davor und vergleicht. Und deshalb erzielen Dreibandenlampen mit ihrem stark lückenhaften Spektrum vergleichsweise gute Resultate: Weil ihre drei Farben in etwa mit den Empfindlichkeitsmaxima der Seh-Zapfen zusammenfallen. Der CRI entspricht in etwa der Farbtreue. Unser Farbensehen hat aber mehr Qualitäten: Neben der Farbtreue auch noch das Farbdifferenzierungsvermögen, den Farbkontrast, die Farbsättigung. Eine Anekdote aus meiner Frühzeit: Als junger, forscher Beleuchtungsplaner wollte ich alle unsere Leuchtstofflampen gegen die tollen Dreibandenlampen tauschen. Mein alter Elektromeister hat sich in seiner Werkstatt mit Händen und Füßen dagegen gewehrt. Er meinte: Mit den alten Halophosphat-Lampen könne er die Adernfarben viel besser auseinanderhalten. Ich habe das als Spleen belächelt. Inzwischen bin ich älter - und schlauer. Wir haben eine unserer Liegenschaften komplett auf Retrofit-LED-Beleuchtung umgestellt, ich denke, ich habe das hier schon erwähnt. Die dort arbeitende Belegschaft berichtet übereinstimmend, daß sie unter dem LED-Licht mit dem papiermäßig schlechten CRI (unter 80) die Farben von Kabeln und Leitungen besser differenzieren könne als unter dem vermeintlich besseren Licht der vorherigen Dreibandenlampen.


    Auch die Wiedergabe von gesättigten Farben (die CRI-Testfarben sind alles gedeckte Farben) ist unter LED-Licht besser als unter Dreibandenlicht. Das hat auch das CIE erkannt und arbeitet gerade an einer Ergänzung, damit der gesehene CRI besser mit dem errechneten CRI zusammenpasst. Beschrieben ist das in der CIE 177:2007, als von dem Institut, aus dem auch die noch aktuelle gültige Vorschrift zu Bestimmung des CRI stammt. Die frei herunterladbare Zusammenfassung dieses Papers gibt bereits einen guten Überblick. Eigentlich sollte diese Ergänzung bereits 2012 veröffentlicht werden, bislang ist allerdings leider noch nichts in Sicht.


    Und deshalb vertraue ich Thomas' Augen mehr als irgendwelchen Datenblattangaben.


    In diesem Sinne,
    Robert

  • Tex : Ersetze "CRI-Kurven" durch "Spektralkurven" und alles ist gut, oder nicht? -.-" Schließlich sind das die Kurven, aus denen der CRI berechnet wird/die sich bei der Messung des CRI mit ergeben. (wierum auch immer jetzt die Reihenfolge ist)

  • Zitat

    Ersetze "CRI-Kurven" durch "Spektralkurven" und alles ist gut, oder nicht? -.-" Schließlich sind das die Kurven, aus denen der CRI berechnet wird/die sich bei der Messung des CRI mit ergeben. (wierum auch immer jetzt die Reihenfolge ist)


    Leider eben nicht.
    Zwar kann man aus der Spektralkurve einen CRI-Wert errechnen, umgekehrt funktioniert das aber nicht.


    Genau darum geht es ja. Aufgrund des herstellerfreundlichen Testverfahrens ist ein hoher CRI-Wert auch mit einer 5-Banden-Leuchtstoffröhre erreichbar (Herstellerangaben: bis CRI 93), obwohl so ein Spektrum absolut nichts mit dem natürlichen Sonnenspektrum zu tun hat. Betrachte einfach mal diverse Leuchtmittel mit einem Spektroskop; da stellen sich Dir teilweise die Haare zu Berge.


    Was ursprünglich mal als politische Hilfe für Hersteller von Leuchtstoffröhren (prinzipiell RGB-Strahler) gedacht war, ermöglicht auch einen brauchbaren CRI-Wert bei LEDs mit einem deutlichen Farbstich.


    Deshalb: einzig mögliches Kriterium zur Beurteilung der Farbwiedergabe bei LEDs (vor dem Kauf) ist die Spektralkurve. Eine Angabe des CRI-Werts ist nichts weiter als ein Verkaufsargument des Herstellers ohne jede Aussage über die tatsächliche Qualität.

  • Möchtest du es nicht verstehen? ;-)
    Niemand hat jemals irgendetwas davon gesagt, dass man die Kurven aus dem CRI berechnen könnte... Deswegen ist es völlig egal, dass das nicht möglich ist, denn es wollte sowieso niemand tun ^^ (Zur Erläuterung meiner Aussage: Die Spektralkurven werden gemessen und daraus der CRI berechnet - oder eben der CRI wird gemessen und die Kurven fallen als Nebenprodukt an - völlig egal, am Ende hat man sowohl die Kurve als auch den CRI (der für uns alle relativ uninteressant ist, das stimmt))


    Mein Hinweis auf die CRI bezog sich rein darauf, dass es mit eventuellen billigen China COBs nicht unbedingt gut wird - aber da er sich ganz offensichtlich seine Kurven (unabhängig davon ob er die jetzt als CRI-Kurven bezeichnet oder nicht - alleine die Tatsache dass es Kurven macht es relativ eindeutig, dass er weiß was er tut) angeschaut hat und die für in Ordnung hält, ist das Thema eigentlich erschöpft...