High-Power-LED-Leuchte fürs Aquarium

  • Hallo Astronaut,


    ich werd mich morgen mal nach einem geeigneten Netzteil umschauen und ein evtl. geeignetes dann hier verlinken, um sicher zu gehen. :)
    Der wäre sogar recht günstig, wäre super wenn das klappt. Danke dir.


    Wenn ich meine LEDs nun auf 700mA betreiben würde und sie doch zu warm werden sollten oder gar zu hell,
    hätte die permanente PWM-Dimmung auswirkungen auf die haltbarkeit der Komponenten?
    Oder wäre der einzige Nachteil, dass alles etwas überdimensioniert ist und nen bisschen teurer vom Stromverbrauch her wird?


    Grüße

  • Hallo Isee,


    Ich würde vorher auch mal überschlagen, ob du mit einem Bluetwiled Controller nicht einfach besser kommst. Da kannst du dir die 12 Kanäle bestücken lassen (schlage 700ma für weiße vor). Dann brauchst du nur noch ein 24v Netzteil und hängst 7 leds an einen Kanal, oder je nachdem wie viele passen. Der Vorteil ist, du kannst das anpassen, wenn das Aquarium mal wächst und einfach weitere Kanäle nutzen oder aber ein zweites.


    Ich empfehle dir auch ein paar RGB für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.

  • Der verlinkte Dimmer könnte tatsächlich funktionieren - musst dir halt mit einem LM7805 oder so deine 5V besorgen. Der ist zwar nur für einen Kanal, aber ich glaube bis du dazu kommst es richtig zu machen (=uC) können wohl auch die blauen munter fröhlich vor sich hin leuchten ^^


    Die 80%-Regel bekommt man nicht aus den Köpfen der Leute raus, oder? ^^ Bei guten Netzteilen sind die absolut nicht nötig, wenn die zu 99% ausgelastet sind, schadet das denen nicht! Ein Chinakracher sollte natürlich nicht voll betrieben werden, aber eigentlich aus dem Grund, dass der sowieso häufig nur für 80% ausgelegt ist und man einfach auf dem Papier die Angabe "hochschraubt". Das LCM-40 als Beispiel hat eine MTBF von 260k Stunden... Soll heißen: Nach 260k Stunden (knapp 30 Jahre) Dauerbetrieb bei spezifizierter Last (okay und 25°C, das hat man natürlich nicht ganz) sind 60% kaputt, bei 520k Stunden sind 85% kaputt... Das sollte für die meißten Anwendungen ausreichen ^^


    (Abgesehen davon: Ein 60W Netzteil hat da bei weitem genug Reserve, die LEDs brauchen ~40W, die LDDs haben 80-95% Effizienz, also hast du einen Stromverbrauch von <50W (nach Netzteil)). Du kannst also auch ein 50W Netzteil nutzen. Schau einfach was du passendes findest. Die Effizienz der Netzteile ist häufig bei 70-90% am größten, aber wir reden auch hier von unteren einstelligen Prozentbereichen. (Als Gegenbeispiel wieder das LCM-40, das hat tatsächlich bei Volllast die höchste Effizienz)



    Die PWM-Dimmung hat auf die LEDs keine Auswirkung - und auf LDD und Netzteil vermutlich kaum. Das Netzteil könntest du mit einem richtig dicken ElKo noch etwas schützen, aber ich habe noch von niemandem gehört, der das tatsächlich getan hat - es lohnt den Aufwand einfach nicht. Wenn du die falsche Frequenz wählst, hast du vielleicht Auswirkungen auf dein Radio, aber das werden wir ja dann sehen *gg* (Spaß) Und deine Helligkeit (pro Watt) wird um wenige Prozent sinken durch die etwas verminderte Effizienz bei höheren Strömen

  • Hallo Ihr lieben.


    Heute kam schonmal mein Becken mit Zubehör und die LEDs, fehlt eigt nur noch der KK...
    Also geht der oben genannte Dimmer nicht oder mit iwelchen Tricks nun doch? Die ganzen verschiedenen Transistoren sind leider nicht meine stärke.


    Ich habe mir mal überlegt wie ich es nun machen könnte, wenn das mit dem Dimmer nicht geht...
    Dabei hatte ich die Idee dieses Netzteil zu nehmen (müsste doch passen? 24V, 2,5A, 60W) und mein "Problem" mit dem Dimmen erstmal zu übergehen,
    indem ich mir 500mA KSQs holen und falls das wirklich viel zu hell sein sollte, diese durch 350mA KSQs austausche.
    Was haltet Ihr davon? Oder wäre die Dimensionierung dann für die 350er schon wieder etwas zu gut gemeint?


    Dann würde ich die LEDs auf der Leuchte verdrahten und das Netzteil + KSQs in einer Box mit Lüftungsschlitzen unterbringen, sofern die nicht zu viel Wärme erzeugen.
    Also auch leicht auszutauschen/erweiterbar.
    So zumindest meine Spinnerei. :D

  • Das LPV-60-24 kannst du benutzen, ja. (Lustig finde ich, wie im Datenblatt steht: "Für Beleuchtung geeignet" und Reichelt aber schreibt "Nur, wenn die Beleuchtung nicht der Hauptzweck ist" ^^)


    Du kannst das mit den 500/350mA KSQs machen - die Kosten ja zum Glück nicht die Welt und das wird bestimmt nicht deine letzte Leuchte sein *grins*


    Prinzipiell: Einem Netzteil ist egal, wenn es mit "Unterlast" betrieben wird. Das schadet weder dem Netzteil noch deiner Stromrechnung - du kannst also auch ein 500W Netzteil dafür benutzen, wenn du magst. Die 60W bieten den Vorteil, dass du genug Power hast um vielleicht auch später noch mit roten LEDs oder sonstetwas zu arbeiten, wer weiß ^^


    Achte beim Anschluss noch darauf, dass zuerst alle LEDs mit den KSQ verbunden sind und erst DANACH Strom vom Netzteil kommt! Sonst kannst du gleich neue LEDs kaufen gehen.



    Der Dimmer schaltet die Kathode, die LDD erwarten aber eine Schaltung auf der Anode. Umgehen kannst du das, indem du einen PNP-Transistor mit PullDown-Widerstand an die Anode (5V) anschließt und den mit dem "negativen" Kathodensignal des Dimmers schaltest. Dadurch schaltet der Dimmer den Transistor und der Transistor die Anode, die dann wiederum die LDDs schaltet. PNP deswegen, weil die mit einer negativen Gatespannung schalten, wohingegen NPN ja eine positive brauchen.

  • Hihi ja, das hatte mich auch erst leicht verwundert/abgeschreckt, aber nach Begutachtung der technischen Daten dachte ich dass das quatsch sein muss... Und ich lag offensichtlich richtig. :)
    Ja genau, das dachte ich mir auch... so teuer sind die ja nicht und gebrauchen kann man die bestimmt noch irgendwann... Hab ja eh schon eine Menge Widerstände, einfache LEDs etc. rumliegen.


    Ja werd ich drauf achten, danke.


    Dann heißt es jetzt auf den KK zu warten.

  • Guten Morgen…


    (Lustig finde ich, wie im Datenblatt steht: "Für Beleuchtung geeignet" und Reichelt aber schreibt "Nur, wenn die Beleuchtung nicht der Hauptzweck ist" ^^)


    Im Gegensatz zu seinen Kollegen, beispielsweise der PLD-60-Serie, bei der die entsprechenden Angaben im Datenblatt vorhanden sind, ist die LPV-60-Serie nicht nach EN 61347-1, nicht nach EN 61347-2-13 und auch nicht mach EN 62384 geprüft. Es darf daher im EU-Raum nicht für kommerzielle Beleuchtungszwecke eingesetzt werden. Was Reichelt zu diesem Netzteil schreibt, ist also richtig.


    Was man zuhause im stillen Kämmerlein daraus macht, muß jeder mit sich selbst und seinem Gewissen ausmachen.

  • Lese ich das richtig, dass sich die Normen um besondere Vorkehrungen gegen das Auftreten von Netzspannung auf der Gleichspannungsseite drehen?
    Ich bin bisher noch drum herum gekommen, mich mit dem "Beamteningenieurisch" herum zu schlagen.


    Wobei im Datenblatt der LPV-60 dann wieder die "EN61347-2-13" drin steht

  • Die einschlägigen Normen definieren jede Menge Sicherheitsbestimmungen, beispielsweise Verhalten im Fehlerfall, Kriech- und Luftstrecken, Wärmebeständigkeit, Feuchtigkeitsbeständigkeit und Isolierung, etc. p.p.


    Daß die entsprechenden Hinweise beim LPV-60 fehlen heißt jetzt nicht zwingend, daß es die Vorschriften nicht vielleicht doch erfüllt. Es fanden jedoch keine Prüfungen statt - oder es hat sie nicht bestanden.

  • Wenn du die erste Seite liest, siehst du, dass die LCM schon im Gespräch waren ;-)
    Waren aber nicht gewünscht wegen geringerer Flexibilität und höherer Kosten.


    Dazu kommt, dass sich die LDD sehr leicht mit einem uC dimmen lassen, die LCM da aber schon etwas mehr brauchen (10V Pegelwandler bspw)

  • Dass das NT die Normen vielleicht nicht erfüllt ist natürlich blöd.
    Klar ist das meine Sache, welches NT ich nehme, kann ja niemand überprüfen aber wenn ich schon relativ viel Geld für meine Leuchte ausgebe, dann doch besser "richtig". ^^
    Ich bin mal guter Hoffnung dass ich noch ein geeignetes finde, das vom Preis her akzeptabel ist.
    Habe gerade leider wenig Zeit, aber wenn ich ein anderes gefunden habe, würde ich euch das gern nochmal zeigen.
    Da der KK ja noch eine Weile auf sich warten lässt ist also auch keine Eile geboten. :D


    wallace: Ja das wurde schon vorgeschlagen aber trotzdem danke. :)
    Das Teil ist schon super, vorallem dass der Strom einstellbar ist, nur halt etwas teurer(wobei das nicht so wichtig ist) und komplizierter mit einem Microcontroller zu dimmen.
    Außerdem habe ich weiße und blaue LEDs, die unabhängig voneinander angesteuert werden sollen, da bräuchte ich ja für die blauen dann eh ein NT + KSQs?


    Grüße

  • Ob das Netzteil auf diese spezifischen Normen hin geprüft wurde, hat eigentlich nur dann eine Relevanz, wenn du vor hast, die Lampe zu verkaufen. Dazu muss das Netzteil eben entsprechend zugelassen sein, und diese Zulassung (aufgrund der Tests und Spezifikation) fehlt eben. Die Dinge, die für dich wichtig sind (ist ja eigentlich nicht so viel, denn unter normalem Betrieb Netzspannung auf die Ausgänge geben darf es sowieso nicht), sind eigentlich alle erfüllt und wenn du 150% sicher gehen willst, dann kannst du noch deinen Kühlkörper mit einem Erdungskabel versehen (Schuko-Stecker in die Steckdose, zwei Drähte an das Netzteil und die Erde mit dem Kühlkörper verschrauben) - gegen Berührung ist es ja unter deiner Abdeckung auch geschützt. Nicht umsonst schreibt auch Reichelt "die anderen Primärgebrauch aufweisen als die Beleuchtung, z.B. Kopiergeräte, Overhead- und Diaprojektoren" - die leuchten ja auch alle, sind aber geerdet und gegen Berührung geschützt und müssen deswegen andere Normen erfüllen.


    Häufig kommt es auch vor, dass bestimmte Dinge gar nicht erst getestet werden, einfach weil die Zulassung für dieses spezifische Gerät gar nicht erforderlich ist. Meanwell könnte es prüfen und dann dürftest du es ohne Prüfung verwenden - da du aber dein fertiges Produkt möglicherweise auf die selben Dinge sowieso prüfen musst, kann sich Meanwell hier Zeit und Geld für unnütze Zertifiziererei sparen.

  • Hey,
    weiss nicht wie weit du an deiner Planung der LEDs festhalten willst, aber ich werfe hier auch nochmal ein Sonderangebot ins Rennen, was ich in anderen Threads bereits empfohlen hatte:
    LED-Treiber 350mA von Osram, regelbar per 10V-Schnittstelle
    zum selben Preis noch mit schicken blauen Einbauspots - die LEDs sind verschraubt und könnten auch woanders eingebaut werden
    günstige LEDs in kaltweiss 350mA von Osram


    Bräuchtest wohl mehrere Netzteile, pro Stück gehen 8 LEDs, aber qualitativ sind das wohl sehr gute Teile.

  • Ich bin grad bei einer Freundin zu Besuch. Hier steht ein Aquarium Süßwasser mit 35 x 60cm, 45cm hoch. Es sind weiße LED-Lampen eingebaut mit 2 x 8W und eine Pflanzenlampe rot/blau/weiß mit 15W. Ihr reicht die Helligkeit, die Pflanzen wachsen und Algen halten sich in Grenzen. Mir ist das etwas dunkel. Da dein Aquarium etwas kleiner ist und die hier eingebauten Lampen eher unter "Billigware" laufen, könntest du mit der Gesamtleistung von ungefähr 30W schon glücklich werden. Vielleicht reicht auch weniger.

  • Hallo ihr. :)


    Fakrae, wie immer gute Tipps. Also verkaufen möchte ich die Leuchte nicht, das wäre also egal.
    Da ich keine Abdeckung auf meinem Becken habe, ist die Leuchte also nicht gegen Berührung geschützt aber das mit der Erdung ist eine gute Idee.
    Bei 24V sollte ja auch eigentlich nichts passieren... habe schon öfter das Vergnügen von 230V gehabt und lebe auch noch. :D


    Die LEDs habe ich schon hier aber dennoch danke, Lichtgestalter.


    Schön zu hören dass meine Beleuchtung ausreichen sollte. :)
    Dein Becken sieht auch schön ausgeleuchtet aus, Astronaut. (Wenn man sich die bunten "Flecken" wegdenkt^^)


    Liebe Grüße