Tauchlampe - Hilfestellung benötigt

  • Hallo liebes Forum, :D


    ich habe mir vor kurzem in den Kopf gesetzt mit ein paar Freunden zusammen einen Lampenkopf zu bauen, welchen wir beim Tauchen benutzen wollen.
    Der Kopf soll dabei aus Aluminium sein und per Kabel mit einem Akku verbunden werden.
    Ich habe jetzt schon ein wenig durch die LED-Welt geklickt doch leider fehlt mir ein wenig das gewissen Know-How um was passendes zu finden.


    Evtl. könnte mir hier der ein oder andere weiterhelfen.


    Folgende Gedanken habe ich mir bisher gemacht:
    - 18-20W power
    - 12V-Akku als Stromquelle
    - etwa 6° Abstrahlwinkel
    - 1400-2000 Lumen
    - Gehäuse soll in etwa 50mm Durchmesser haben (wobei ich hier nicht so ganz genau bin)
    - Single-LED
    - 5000-6500 Kelvin (weißes Licht)
    - Stromverbrauch maximal 1,5Ah


    nach was für LED's müsste ich hier suchen? Was sollte ich sonst beachten?


    Ich habe vor kurzem eine Lampe gesehen die Linse vorne nutzt die aussieht wie das Glas einer Einstecklinse, also mit so Rillen drinnen. Kann mir jemand erklären wie diese funktionieren?


    Ich würde mich super freuen wenn ihr mir ein wenig weiterhelfen könntet. :thumbsup:


    Liebe Grüße
    Marcel

  • Hi! Kurze Antwort:


    Such mal nach der Cree MK-R. Das ist eine LED mit 4 Chips für ~12v.


    Als Optik solltest du keinen Reflektor sondern eine Plastiklinse nehmen.



    Die Rillen verzerren den Lichtpunkt, man bekommt da was ovales oder längliches heraus. Für dich eher ungeeignet.

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    Bin kein RGB-Freund

  • Vielen Dank für deine Antwort, die LED sieht wirklich sehr interessant aus :)


    Ich habe jetzt mal nach einer passenden Optik gesucht mit 6-10° allerdings nichts gefunden, aber viele Hersteller werben damit das andere Optiken kein Problem wären. Hat damit jemand Erfahrung?


    Wieso kein Reflektor sondern eine Plastiklinse?
    Ich kenn bei Tauchlampen 80% mit Reflektor.
    In der Mitte soll ein fester Spot entstehen, und darum dann eine sanfte Corona


    In wie weit müsste ich bei einer solchen LED eine zusätzliche Kühlung einbauen? Überhaupt nötig? Das ganze kommt in ein Alu-Gehäuse (dicke weiß ich noch nicht genau, da es mehrere Möglichkeiten gibt wie das Gehäuse aussehen soll)


    Das mit den Rillen finde ich interessant, da diese Lampe sogar einen 4-Eckigen Spot ausstrahlt.


    Hoffe der ein oder andere hat noch ein paar Ideen :)

  • Hi!


    Eine Linse hat weniger Licht ausserhalb vom Haupt-Lichtstrahl - aber wenn du sowas willst, nimm freilich einen Reflektor :)


    Diese LED wird weitgehend ignoriert, aber es gibt ein paar Teile:
    http://www.ledil.com/products/?search=true&led=MK-R
    Aber weniger als 12° gibts auch da nicht.


    Ich glaube, dass LED-Tech ein Vertragshändler von Ledil ist - die könnten dir das Ding wohl besorgen.



    Kühlung braucht diese LED unbedingt - aber bei Tacuhlampen ist es natürlich nicht so kritisch. Eine gute Anbindung der LED ans Gehäuse (nicht zu wenig Fläche und zu dünnes Material) sollte reichen.

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  • Erstmal wieder vielen Dank :)


    ich habe noch eine 2. LED gefunden die ich recht spannend finde: Cree XLamp XHP50. Die hat zwar laut Cree bis zu 2500 Lumen, aber ich habe aktuell folgende Überlegung.


    Egal welche der 2 LED's ich betreibe ich benötige eine Konstantstromquelle. Nutze ich nun die MK-R und eine 1200mA KSQ komme ich in etwa auf die 1600 Lumen.
    Bei der XHP50 finde ich jetzt leider nicht genau diese Werte, da die Händler die neue LED noch nicht im Shop haben. Aber theoretisch müsste man doch bei weniger mA mehr Lumen rausbekommen? Also würde ich sozusagen mit der XHP50 noch Energie gegenüber der MK-R sparen, oder?


    Vom Reflektor sind beide Lampen sehr ähnlich, 11° oder 12° macht die Kuh nicht fett ;) Wobei auf der Ledil-Seite der 12° Reflektor für die MK-R ein schöneres Lichtbild entstehen lässt. Oder sind das mehr so allgemeine Bilder und weniger auf die spezifische LED bezogen?

  • Warum nicht gleich die XHP70?
    Über 4000 Lumen :P
    SInd soweit ich weis 4 XM-L2 Chips unter einer Haube.


    Die MK-R hat halt den Vorteil, dass sie spottbillig ist - 5 Stück auf Kupferplatine für 20$: http://www.topledlight.com/Cre…500K-Light-12V_p1867.html



    Die Energieersparnis XHP50 -> MK-R ist überschaubar:
    XHP50: 2250 Lm / 19Watt = 118,42 Lm/Watt
    MK-R: 1600Lm / 15W = 106,67Lm/Watt

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  • 6° Reflektoren gibt es für diese LED gar nicht - es sind 11 bzw. 12°


    War ja nur ein Vorschlag ;)
    Vielleicht will er den Mariannengraben runtertauchen? Da braucht man schon etwas Licht.


    Ich hab mir jetzt mal 5 von den MK-R in 4500K bestellt. Für Taschenlampen unbrauchbar (12V = mind. 3 LiIons, eher 4), aber für Arbeitsleuchten gut Nutzbar mit einem simplen Widerstand und 12V Netzteil.

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  • btw gestern von ner Lampe von Heinrich Weikamp gelesen, die hat laut Datenblatt 9000 Lumen hat und der Abstrahlwinkel ist zwischen 9° und 36° ;)


    Kann man eigentlich von nem bestimmten Verlust gegenüber dem Datenblatt ausgehen? Also wenn da 1650 Lumen stehen, dass es effektiv nur 1400 sind oder so?
    Mir ist natürlich klar, dass das Wasser hier viel Power verzehrt, ich nutze ja auch andere Lampen und kenne die Werte davon ;)

  • Ob du von der Angabe etwas abziehen musst kommt darauf an wie sie zustande gekommen ist :D


    In Deutschland (und vielen anderen Teilen der Welt) ist nicht genau spezifiziert was man angeben muss für Lampen. Da darfst du im Prinzip mehr oder weniger jeden Wert nehmen: Lichtleistung der verbauten LED bei 25°C Chiptemperatur, Lichtleistung bei 85°C, bei der tatsächlichen Temperatur (wünschenswert aber sehr selten - idR sind die LEDs zu heiß und deswegen ineffizienter) oder hochrechnungen vom typischen Strom auf den Betriebsstrom, Angaben aus dem Datenblatt, Durschschnittswerte einer LED, obwohl man eine minderwertige Charge benutzt etc etc etc... Leider findet man nahezu niemals den Wert, der nach der Optik aus dem Leuchtmittel raus kommt.

  • Könntet ihr mir noch eine Orientierung geben, wie groß in etwa der Kühlkörper für die LED sein müsste? Da ich leider noch nicht genau weiß in wie weit das Gehäuse dazu passt würde ich hier gern durch den Kühlkörper schon auf Nummer sicher gehen ;)

  • Gegenfrage:
    Willst du die Lampe auch hin und wieder ausserhalb des Wassers verwenden?
    Denn dann müsste die Kühlstruktur um einiges "beefiger" sein.

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  • Hauptsächlich im Wasser, allein aus dem Grund das der Akku der daran angeschlossen wird nicht gerade der leichteste ist. Aber sie soll natürlich nicht nach 2 Sek an Land kaputt gehen ;)


    bzw weiß ich von meiner aktuell im Einsatz befindlichen Lampe mit Piezo-Taster wie leicht sich so eine Lampe mal ausversehen beim Gerät anziehen anschaltet und mal ne Minute leuchtet.

  • Naja, so kritisch wird das jetzt nicht ;)


    Auch wenn du die MK-R voll bestromst sollte es genügen, die LED gut ans Gehäuse zu koppeln - d.H: unter der LED (die am besten verschraubt ist) ca. 5mm Alu und viel Fläche aussen am Gehäuse.
    Am Besten natürlich aus einem Stück gedreht.

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  • also einfach eine Art Ableitung in Richtung Gehäuse?
    Dazu sollte das Gehäuse dann aber auch ein paar mm dick sein, oder? Ich kenne einige Gehäuse die sind sehr dünnwandig ;)


    Aus einem Stück drehen wird schwer, da alle Teile inklusive KSQ von vorne reingesteckt werden müssen ;) Möchte möglichst wenig schwachstellen durch O-Ringe erzeugen.

  • Ob in einem Teil oder nicht, wichtig ist nur, dass die LED thermisch gut ans Gehäuse gebunden ist.
    Also keine 1mm Lücken die man mit Wärmeleitpaste zuspachtelt - "Wird schon gehen" :P


    Das Gehäuse sollte nicht zu dünn sein, ja - aber 10mm müssen es auch nicht gerade sein.

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