derschwert - Chili Grow 2014/2015

  • Hallo zusammen!
    Nach nun ungefähr zwei Wochen Keimzeit gibt es auch bei mir endlich etwas blättriges zu sehen und ich möchte euch den Verlauf und den bisherigen Stand meines Projektes zeigen :)


    Zum Keimen habe ich die Samen zu Anfang auch hierbei in einer Kunststoffschale auf ein feuchtes (Toiletten-) Papier gelegt. Zusammen wurde es dann in einem wiederverschließbaren Beutel relativ warm aufbewahrt. Der Beutel ist wichtig, damit die keimenden Samen auf keinen Fall austrocknen können. Die Schimmelgefahr durch das ständig feucht/nasse Millieu ist durch das Papier auch für lange Zeit sehr gering. Die einzige Quelle für Schimmelsporen können die Samenkörner selbst sein, aber auch da passiert äußerst selten etwas.
    Diese Methode hat sich bisher bei den verschiedensten Pflanzensamen ganz gut bewährt:




    In der Zwischenzeit konnte ich mich der späteren Beleuchtung widmen und für ein gemütliches Kämmerchen der Chili zu sorgen.
    Da das LED Modul mit knapp acht Watt doch recht viel Wärme erzeugt, entschied ich mich gegen die Klebefolie und schnitt drei M3 Gewinde in das Aluprofil. Warum drei? Zwei natürlich für das LED Modul und eines an der Seite für eine Kunststoffschelle. Die Idee hier aus dem Forum, wo Leitungsrohr als Halterung für das Alu Profil genutzt wurde, gefiel mir gut und der Keller hatte zufällig passende Teile auf Lager. Allerdings wird es in meinem Fall etwas anders aussehen, aber dazu später mehr. Das LED Modul lässt sich mit Senkkopfschrauben wunderbar und sicher auf das Profil schrauben, ohne, dass es zu Kurzschlüssen an den Lötpads kommt.




    Nach ungefähr 10 Tagen begannen die ersten Wurzeln aus den Samenkörnern zu sprießen. Hiervon habe ich leider kein Foto, aber ich denke, es kann sich jeder vorstellen, wie diese kleinen, flauschigen Würzelchen aus den Körnern heraus kommen. Hier trennt sich dann auch direkt die Spreu vom Weizen: Defekte Samen, die immer noch nicht gekeimt sind, können direkt ausgesondert werden. Mit schwachen oder krüppeligen Keimlingen verfahre ich genauso. So kommen dann auch nur die starken Pflanzen ins nächste Level. Das spart Aufwand.


    Nun, nach den Weihnachtstagen, hatte ich dann auch endlich Zeit mich wieder um die Pflänzchen zu kümmern. Mittlerweile waren sogar schon die kleinen Keimblätter gewachsen. Es wird also Zeit, die Babies in die Erde zu pflanzen.
    Hier seht ihr nochmal einen Keimling vor dem Einpflanzen. Die Schale hat er bereits abgeworfen:




    Jetzt aber schnell die Erde in den Topf gegeben und vorsichtig den kräftigsten Keimling in die Erde gesetzt. Die Wuchskiste (es handelt sich hierbei um einen Karton) für meine Chili wurde noch mit weißem Lackpapier zur besseren Lichtausbeute ausgekleidet und die Konstruktion mit Aluprofil und Leitungsrohr in die Kiste integriert. Ein kleines 24V Netzteil von einem alten Scanner oder Drucker sorgt für die nötige Energie und dann gehts los:




    Als nächstes noch ein Portrait von dem kleinen nach dem Einzug in sein neues Zuhause:




    Er sieht noch etwas geschafft aus, aber das gibt sich bestimmt bald.
    Nun wurde noch eine Zeitschaltuhr vor das Netzteil gehängt, damit das Pflänzchen nicht durch andauerndes Licht gequält wird. Chilies brauchen unbedingt eine Nachtruhe, da sie sonst eingehen würden. Ich habe eine Zeit von 14 Stunden Tag und 10 Stunden Nacht gewählt. Mal sehen, wie die Pflanze darauf reagiert. Eventuell muss ich da noch etwas anpassen.


    So, das war es dann auch erst einmal von mir. Ich werde weiter berichten, sobald es Neuigkeiten in der Wuchskiste gibt!


    Gruß,
    Jan.


  • Nun wurde noch eine Zeitschaltuhr vor das Netzteil gehängt, damit das Pflänzchen nicht durch andauerndes Licht gequält wird. Chilies brauchen unbedingt eine Nachtruhe, da sie sonst eingehen würden.


    Einspruch ;)


    Zitat

    In contrast, other plant species such as peppers, lettuces and roses do not have this problem—they can be grown in continuous light all the time, which is a boon for big factory-style greenhouses.


    ist hier ein schöner Artikel zum nachlesen (geht zwar um Tomaten, denen dieses Gen "eingepflanzt" wurde) ... http://www.hortibiz.com/hortib…47/#.U-q4nme4epo.facebook

  • Nunja, aber hat unsere Chili diese Funktion bereits integriert? Man weiss es nicht. Wenn du dich mal etwas im Internet umsiehst, haben schon ein paar Leute Versuche angestellt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Chili unter Dauerbeleuchtung anfängt zu schwächeln.


    Weiterhin steht dort was von 20% mehr Ertrag bei 24/7 Licht. Ob sich das dann allerdings lohnt, wenn man dafür 50% (bei 16h Tag) mehr Licht und dementsprechend Energie aufwenden muss...

  • Hallo Stefan,


    ich benutze den von LED-Tech zur Verfügung gestellten Stripe. Frag mich nicht, welche LEDs dort genau verlötet sind, aber es sind auf jeden Fall eher welche in Richtung 4000K. Wie man auf dem Foto sieht, wurde eine weiße LED zusätzlich durch eine blaue LED ersetzt um das Farbspektrum im blauen Bereich zu erweitern.


    Schau doch mal im Hauptthema des Chili Grow Projekts. Ziemlich am Ende schreibt ein Teilnehmer, dass er keine Zeit habe und das Equipment gerne weitergeben würde. Wenn du Interesse hast ;)


    Gruß zurück!

  • Es wäre echt gut, wenn du die Sache genauer beschreiben könntest. Also z. B. Temperatur, Abstand zur Lampe (in cm), wie oft genau wie viel Gießen, welche Erde u. s. w.. Irgend einen Fehler muss ich ja gemacht haben; sonst wären meine 3 Pflanzen so groß wie Deine.

  • Die aktuelle Temperatur und Luftfeuchtigkeit kannst du seit dem letzten Foto auf selbigem ablesen.
    Je nach Tageszeit (Leuchtdauer bzw. Dunkelphase) und Umgebungstemperatur schwankt die Temperatur in der Kiste ungefähr zwischen 21 und 24°C. Leider bekomme ich selbst mit einer kleinen wassergefüllten Schale die Luftfeuchtigkeit nicht höher. Das gefällt mir noch nicht so, denn bei niedriger Luftfeuchtigkeit ist die Pflanze anfälliger für Schädlinge.


    Wie gesagt, giessen tu ich die Pflanze nicht so oft. Erst wenn die Erde sichtbar trocken ist und der Topf sich leicht anfühlt, gibts neues Wasser.


    Die Erde ist das mitgelieferte Substrat von LED-Tech. Scheint irgendeine Art von Blumenerde zu sein. Mag ich eigentlich nicht, ich nehme lieber Kokos, aber das gehört ja nicht zu dem Experiment.


    Ich versuche den Abstand der Leuchte immer möglichst gering zu halten, damit die Pflanze so viel wie es eben geht von dem Licht abbekommt. Aktuell sind das ungefähr 1,5cm, aber ich muss wieder etwas höher gehen, damit die äußeren Blattspitzen auch wieder Licht bekommen. Bei dem Keimling würde ich am Anfang mehr Abstand lassen, damit er nicht trocken wird, aber sobald ein richtiges Blattpaar gebildet ist, kann das Pflänzchen die volle Dröhnung schon ab.

  • Hier für unser Projekt benutze ich natürlich das mitgelieferte Substrat.
    Ansonsten bin ich ein großer Freund von "Kokosnöt" vom schwedischen Möbelhaus. Es gibt natürlich auch woanders Kokossubstrat, u.a. für Kräuterzucht oder Terrarien, aber mit dem Kokosnöt hab ich die besten Erfahrungen gemacht, vorallem was die Verarbeitung und den Preis betrifft.