Kupfer-Aluminiumverbindung vor Korrosion schützen / Widerstand verringern?

  • Tagchen!


    Ich plane derzeit eine Taschenlampe von relativ Kraftvollem Ausmaße - 12 XP-G2 auf DTP Kupferplatinen, bestromt von 4 18650ern im quasi-DirectDrive.


    Innerhalb der Taschenlampe habe ich einmal einen Übergang von reinem Kupfer auf den Aluminiumkörper - und da soll der elektr. Widerstand bitte so gering wie möglich sein + vor Korrosion geschützt werden.
    Ich bin sehr geleitet, da einfach Batteriepolfett dazwischen zu schmieren und die Schrauben gescheit anzuknallen - aber ist das der richtige Weg?
    Oder ganz verzichten?
    oder...?


    Sagt mir, was ihr dazu wisst / denkt :)


    Grüße
    Felix

    A Christian telling an atheist he is going to Hell is about as scary as a small child telling an adult they wont get any presents from Santa.

    Bin kein RGB-Freund

  • Moin!


    Sieh einfach zu, dass die Flächen schön plan aufeinander liegen und kein Schmutz oder irgendwas anderes dazwischen liegt. Solang da keine Feuchtigkeit/Wasser ran gelangt ist alles gut, was ja in einer Taschenlampe gegeben sein sollte.
    Im besten Fall wären die beiden Teile natürlich miteinander zu verschweißen.

  • Das geht nun wirklich nicht ;)


    Ich dachte nur, um Unebenheiten auszugleichen (Drehrillen), wäre vllt. irgendein niederohmiger Füllstoff gut.


    Danke dir!

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    Bin kein RGB-Freund

  • 12 HP-LEDs ... der Begriff "Taschenlampe" scheint mir hier weit gedehnt :-)


    Irgend ne Möglichkeit, den Leuchtenkpf, bzw. den Kühlkörper auch aus Kupfer zu fertigen? Das könnt man gut hartlöten... aber, klar, ist zu weich ...
    Wieviele Generationen soll das Ding denn überleben, daß du dir Gedanken über Korrosion machst?
    Den niederohmigen Aspekt könnte man ja durch ne Drahtbrücke gewährleiten...

  • wie wäre es mit einer WLP auf metall-basis?
    Die bilden eine extrem glatte, feste oberfläche.
    wird bei den ganzen overklockern auf die Heatspreader oder gleich aufs DIE getan, umd bestmöglichen kontakt zum kühlkörper zu erreichen. Dort einer der Nachteile, weshalb man dort auch "vorsichtiger" mit dem Zeug ist, dass es elektrisch gut leitet.
    Also quasi deine Anforderung :D


    Hmm, auf den zweiten Blick: nicht für den Einsatz mit Aluminium :( Damn. zumindest die Coollaboratory Liquid Pro.
    Scheint auch allgemein so zu sein. mist.


    €: was geeignet scheint:
    http://www.coollaboratory.com/de/produkte/liquid-metalpad/
    ist auch für Alu geeignet, bloß ist das käufliche maximalmaß 42x42mm...

  • Dieses Liquid Pro funktioniert tatsächlich nicht mit Aluminium. Das gibt ganz hässliches Aufblühen vom Al.


    Meiner Meinung nach reicht es völlig, die beiden Teile sauber miteinander zu verbinden. Ohne irgendetwas dazwischen. Die Übergangswiderstände sollten auch so vernachlässigbar sein.

  • Lichtgestalter: Der Host ist eine King Taschenlampe, also noch recht handlich. Und den kopf kann ich nicht aus Kupofer machen, wäre auch sinnlos, weil die Cu-Al Verbindung am Minuspol der Batterien ist ;)


    OK, dann mache ich das ordentlich sauber und schraub das gut fest. Ist mir auch ganz lieb so.


    Vielen Dank!

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  • Wenn ich das Thema nochmal aufgreifen darf, da ich mich damit eine Weile beschäftigt habe:


    Meinst du mit Korrosion das Phänomen, das man aus der Energietechnik gut kennt und als Lochfraß bezeichnet? Bei Kabeln oder Schienen hat man das Problem, daß das Kupfer das Alu wegkorrodiert. Grund ist eine elektrochemische Reaktion zwischen Kupfer und Aluminium, wobei das Alu eine Opferanode darstellt. Innerhalb von so etwa zwei bis fünf Jahren kann man die Kabelverbindung komplett erneuern, wenn man Cu- und Al-Kabel miteinander verbindet (es gibt aber Spezialverbindungselemente, mit denen geht das).


    Ein weit verbreiteter Irrtum ist, daß die Reaktion etwas mit dem eigentlichen Stromfluß durch die Kabel zu tun hat. Die Reaktion findet auch bei elektrisch unbelasteten Al-Cu-Verbindungen statt. Vorraussetzung für diese Reaktion ist die Anwesenheit eines Elektrolyts, unter normalen Umgebungsbedingungen also Wasser bzw. Feuchtigkeit. Die normale Luftfeuchte reicht hierfür übrigens schon aus.


    An deiner Stelle würde ich mir überlegen, ob du nicht lieber alles aus einem einzigen Material machst. Das ist einfacher als Feuchtigkeit richtig fernzuhalten.


    Als zweites Problem sehe ich die Oxydschicht von Alu, denn die isoliert bekanntlich schön. Vor allem baut sich diese Oxydschicht innerhalb von Minuten auf. Man kriegt zwar auch mit Schrauben eine leitfähige Verbindung zustande, da die Oxydschicht an einzelnen Punkten irgendwo natürlich auch aufbricht und die Stelle beim Schrauben sofort mit "Material von der anderen Seite" aufgefüllt wird, aber wirlkich schön finde ich das nicht. Ich muß aber an dieser Stelle zugeben, äußerst penibel bei solchen Dingen zu sein und manchmal doch etwas theoretisiere.


    Wie wäre es mit folgendem Vorschlag: Den Körper komplett aus Cu zu machen? Wird etwas schwerer werden, aber dafür kannst du mit weniger Querschnitt (=weniger Material) eine genauso gute oder bessere Leitfähigkeit erreichen, sowohl thermisch als auch elektrisch. (Ich vermute einfach mal, daß du den Metallkörper auch zur Kühlung verwenden willst.)


    Damit das kupferfarbene Äußere östliche Schrotthändler nicht zu sehr lockt, würde ich dem Ganzen noch eine Beschichtung spendieren. Vielleicht Lack, oder, ganz besonders edel: das Cu galvanisieren. Sauber verzinntes Kupfer sieht klasse aus.

    Das Erfolgskonzept von Windows ist eine gelungene Mischung aus Marketing, Korruption, Kartellmißbrauch und der erfolgreichen Spekulation auf das Naturgesetz, daß Scheiße oben schwimmt.


    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden,
    kann man Schönes bauen.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Wie wäre es mit folgendem Vorschlag: Den Körper komplett aus Cu zu machen?


    Ginge.
    Aber für den bestimmt 10-fachen Preis der originalen Lampe.
    Von daher keine wirkliche Option ;)


    Ich habe das Ganze jetzt einfach so gemacht, dass das Kupfer ohne alles direkt auf dem Alu sitzt. Wird schon halten.
    Zur Not lasse ich das Teil vergolden - aber das wird kaum nötig sein.

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    Bin kein RGB-Freund

  • Sowas gibt es auch unter dem Verkaufsnamen CopAl. Sowohl CopAl als auch AlCu sind einfach ein Al- und ein Cu-Blech aufeinandergewalzt (vermute ich zumindest mal). Ist halt aber nur für flächige Verbindungen geeignet. L4M4 schrieb zwar von Schraubverbindungen, aber bei einem TaLa-Körper kann ich mir einen geeigneten Einsatz nur schwer vorstellen.


    Es gibt auch Kabelverbinder, die sehen auf beiden Seiten wie Bolzen aus, auf einer Seite aus Cu (und etwas dünner) und auf der anderen aus Al (und etwas dicker). Die sind dann gereibschweißt.
    Vielleicht kann sich L4Ma aber auch aus sowas hier ein Teil zurechtdrehen fällt mir grad ein.
    https://shop.druseidt.de/verbi…-und-verbindungsmaterial/

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