4 fach blitz

  • Moin.
    Und zwar ist bei meinem Blaulicht die Platinen defekt. Aber ich würde es gerne versuchen mit einer neuen schaltung wieder in Betrieb zu nehmen.
    Die Led's sollten in einer 4er folge blitzen.
    -.-.-.-....-.-.-.-....-.-.-.- (- = an / . =aus)
    Die alte Platine war "analog" und arbeitete so, dass der erste Blitz heller war und die drei folgenden weniger hell.
    Dies ist aber nicht notwendig. Nun würde ich gerne einen Mikrocontroller programmieren. Allerdings hab ich da nicht die Fähigkeit zu. Löten wäre kein Problem.
    Ich hab auch bereits einen Arduino Mega (da wir nächstes Jahr in der Schule damit anfangen zu arbeiten), somit könnte ich das Programm auf einen Mikrocontroller laden.
    Das Blaulicht hat eine mittlere Stromaufnahme von 2 A, also müsste man mit einem Transistor arbeiten (der diese Belastung aushält), oder gäbe es eine sinnvollere Lösung?
    Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand ein Programm schreiben könnte. Und mir beschreibt, wie es funktioniert. Bestenfalls mit variablen Zeiten.

  • Das Blaulicht ist für's Auto? Wenn dem so wäre kämen habe ich weitere Fragen.


    Nun würde ich gerne einen Mikrocontroller programmieren. Allerdings hab ich da nicht die Fähigkeit zu.
    Ich hab auch bereits einen Arduino Mega (da wir nächstes Jahr in der Schule damit anfangen zu arbeiten), somit könnte ich das Programm auf einen Mikrocontroller laden.


    Versuche mal eine andere Sichtweise:
    "Allerdings hab ich da noch nicht die Fähigkeit zu."



    Das Blaulicht hat eine mittlere Stromaufnahme von 2 A, also müsste man mit einem Transistor arbeiten (der diese Belastung aushält), oder gäbe es eine sinnvollere Lösung?


    Transisitor ist ok, aber kein bipolarer, sondern MOSFET. Die schalten auch noch einige Amps mehr.


    Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand ein Programm schreiben könnte. Und mir beschreibt, wie es funktioniert. Bestenfalls mit variablen Zeiten.


    Das ist eine relativ simpele Aufgabe. Und genau deswegen eine Herausforderung für dich. Knie dich rein! Was meinste, wie groß das Erfolgserlebnis sein wird? Vor allem, wenn du *alles* selber gemacht hättest. Dabei meine ich jetzt nicht, dass du nicht fragen dürftest, aber die Realisierung ist deine Spielwiese. Zudem ist es auch echt suboptimal, andere Leute zu fragen, ob sie deine Arbeit machen möchten.


    Außerdem würde für das Blinken ein Winz-Prozessor reichen, so'n 8-Beiner vllt.


    Das Problem an der Analogen schaltung ist, dass die Leuchte momentan dauerhaft leuchtet. Am Wahrscheinlichsten ist wohl, dass der Kondensator defekt ist, oder?


    Ferndiagnosen zu stellen ist schwierig. Ich schätze aber eher auf einen Halbleiterfehler. Aber weil das alles analoger Kram ist könnte auch ein Elko in Frage kommen oder Dreck, Korrosion und Kontaktfehler.

  • Vielen dank für die Antwort. D
    Das Blaulicht ist nicht für's Auto sondern für ein Polizei-Bobby-Car.
    Ich Schätze eine Programmierung eines Mikrocontrollers wäre die dann schon fast die einfachere Lösung, anstatt den Fehler zu finden.
    Programmiersprache wäre C++ empfehlenswert schätze ich? Allerdings bin ich mir unsicher, wie das Programm übertragen wird. Ich möchte meinen Arduino auch nicht Schrotten :D

  • Nimm die normale Arduino-IDE. Im Prinzip gibt es nur drei Möglichkeiten, den zu schrotten:
    1) Du schließt ihn falsch an und bringst bspw 12V auf seine 5V-Leitungen (= benutz nur den dafür definierten Spannungs-Eingang)
    2) Du passt nicht auf den maximalen Strom auf und überlastest ihn (= Nicht LEDs direkt damit treiben sondern der Arduino schaltet einen Mosfet, der fet schaltet die LEDs)
    3) Du flashst den Bootloader kaputt (= nimm die normale Arduino IDE und nicht s anderes zum programmieren)


    Bei dieser "Komplexität" tut es dir auch normales C - aber C++ geht genauso.

  • Hallo,


    guck dir mal meinen Sketch an, da kannst du sicherlich was von "ausschlachten" ;)
    Ich hatte letztes Jahr ein animiertes Werbeschild gebaut. Was es tut, ist recht gut im Code dokumentiert.
    Benenne die txt in ino um, dann frisst sie die Arduino IDE, so wie sie ist. Da die Forensoftware ino nicht akzeptiert, habe ich sie in txt umbebannt.
    Ich habe ein 595'er Schieberegister verwendet, was prinzipiell nicht nötig ist. Ich habe es genommen, da ich mir so die Option des Dimmens noch offen gehalte habe. Prinzipiell sind aber ohnehin genug Pins am Controller vorhanden. Wenn du noch nie mit µC gearbeitet hast, nimm ruhig erst mal den ATMEGA328 bzw. einen kleinen Arduino. Das schließt einige Einstiegshürden erst mal aus.
    Ich nutze einen Arduino Uno und ein Steckbrett als Entwicklungsumgebung und wenn ich mit dem Programm zufieden bin, wird das Ganze auf Lochrasterplatine aufgebaut oder eventuell eine Leiterplatte entworfen.
    Zur LED Ansteuerung würde ich entweder Logic Level FETs nehmen IRLZ44 z.B., oder eine getaktete Konstantstromquelle nehmen. Die kann man über den Dimm Pin etweder per PWM dimmen, oder digital schalten. Der DIM Pin kann direkt auf einen Ausgangspin, oder mit einem kleinen npn Transistor als Treiber dazwischen.
    Dafür habe ich diese Platine hier entworfen und gleich mal ein paar mehr davon fertigen lassen :D

  • Cool danke. Mir kam Grade auch ein Geistesblittz ich kann ja einfach mit einem ne 555 einen " lauflicht IC " ansteuern.(war irgendwas mit 4050 glaub ich) die Ausgänge des lauflichts trenne ich durch Dioden von einander. Dann wird jeder 2 Ausgang "zusammen gefasst. Sodass man 3 oder 4 Ausgänge zusammen gefasst hat, welche dann das Bläulich ansteuern. Die 2 darauf folgenden und die, die zwischen den 3 oder 4 zusammen gefassten pins verbraten den Strom über einennen Widerstand.
    Hab das blaulicht auch vorhin mit dem ne 555 alleine betrieben. Allerdings hab ich versucht das ganze mit einem relais zu lösen. Dieses war aber zu träge. Und ein bc 547 ist natürlich durchgebrannt. Das Problem bei dem Mos-fet (oder wie die heißen) war, dass ich nicht wusste, wo die Basi, der collector und der Emitor waren. Das Datenblatt hat mich auch nicht schlauer gemacht.

  • Du meinst den 4017, der hat 10 Ausgänge und ist für den "Knight Rider" Effekt prä­de­s­ti­niert.
    Mit den Transistoren verwechselst du quasi Äpfel mit Birnen. Bipolare Transistoren (npn oder pnp) haben Basis Enitter und Kollektor.
    MOSFETs dagegen Sorce Drain und Gate. Gate heißt übersetzt Tor und steuert den im Source - Drain Kanal fließenden Strom und ist quasi das, was beim Bipolartransistor die Basis ist. Nur mit dem Unterschied, das in die Basis ein Strom fließen muß, wärend am Gate nur eine Spannung anliegen muß. Es wird also leistungslos angesteuert! Bis auf Lade- und Entlade- und Leckströme ist dem auch so. Source heißt Quelle und Drain Abfluss. In einem Datenblatt für MOSFETs findest du folgerichtig die Abkürzungen G D und S. Damit solltest du klarkommen ;)

  • Ich habe mich in das Thema eingelesen und mir folgenden Schaltplan "zusammen geschnitten". Und zwar hab ich gedacht einen N-Kanal MosFet zu verwenden. und zwar folgenden
    http://www.reichelt.de/IRFB-IR…UPID=2892&artnr=IRFB+260N
    meint ihr das funktioniert mit dem? Und was haltet ihr von dem Schaltplan? Ich habe überlegt vor die IC`s Widerstände zu verbauen, da es mit einer Autobatterie angetrieben werden soll. Haltet ihr das für Notwendig?
    Vielen Dank für eure Hilfe!

  • Die LED braucht eine Konstantstromquelle oder einen Vorwiderstand. So wie du es gezeichnet hast, dampft sonst der MOSFET und die LED ab.
    Außerdem solltest du das Gate an den Kollektor anschließen, den Emitter auf Masse legen und zwischen plus und Kollelktor einen Widerstand Größenordnung 1-10K. Oder einen pnp Transi mit dem Emitter gegen Plus und dann Kollekor mit Vorwiderstand gegen Masse und das Gate auf den Kollektor. Über den Zähler setze kürzestmöglich noch einen Keramikkondensator 33-100n. Eine Verpolungsschutzdiode kann ebenfalls nicht schaden, falls man mal die Batterie verpolt. Falls das Ganze in einem Fahrzeug verbaut wird, wo die Batterie wärend der Fahrt geladen wird, sollte auch ein Überspannungsschutz mit von der Partie sein.
    das ist das, was mir auf die Schnelle so dazu einfällt, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Danke nochmals.
    als Kondensatoren würde ich die hier nehmen:
    http://www.reichelt.de/Vielsch…=3162&artnr=X7R-2%2C5+47N
    und als Überspannungsschutz diese (würde sie wie in der neuen Zeichnung nicht beide Aufgaben erfüllen? Überspannungs- und Verpolungsschutz?):
    http://www.reichelt.de/Uebersp…ID=3000&artnr=1%2C5KE+12A
    Die hat Folgende Werte:
    Modellbezeichnung
    1N6273A
    Typ
    Zenerdiode
    Technologie
    unidirektional
    Ausführung
    Überspannungsschutzdiode
    Bauform
    DO-201
    Temperaturbereich
    -55 … +175 °C


    Elektrische Werte
    Leistung
    1500 W
    Spannung
    12 V
    UF
    3,5 / 5,0 V
    IFSM
    200 A


    Maße
    Länge
    60,3 mm
    Ø
    5 mm


    Wenn ich diese wie im Schaltplan in Reihe einbaue hab ich ja einen Spannungsverlust von ca. 0.3 - 0.5 Volt, dies dürfte aber irrelevant sein, oder?



    Wieso, beziehungsweise wie ich das Gate anschließen soll hab ich nicht ganz verstanden.
    Desweiteren kam mir die Idee, nach dem 4017er IC ein DIP Schalter zu setzen, so kann man variieren, wie die LED blinken soll.


  • und als Überspannungsschutz diese (würde sie wie in der neuen Zeichnung nicht beide Aufgaben erfüllen? Überspannungs- und Verpolungsschutz?):


    Der Kondensator in der Art ist geeignet, allerdings würde ich 100nF wählen und nicht weniger. Das ist übrigens ein Standard-Wert zum Abblocken.


    Die Diode 1.5KE bla ist eine Überspannungssutzdiode bzw. Suppressordiaode. Diese werden an Plus und Minus angeschlossen und werden leitend, wenn eine bestimmte Spannung überschritten wird. Zener-Dioden machen das auch, aber die sind zum einen evtl. langsamer und können kurzzeitige Spannungsspitzen mit entsprechender Energie nicht verdauen = Zener-Diode ganz kaputt. Aber braucht ein Bobby-Car so'n Teil? Vllt. bei einem Kettcar mit Vollausstattung (2. Sitz f. Mitfahrer, Hupe, Blaulicht, und und und....), da könnte das evtl. sinnvoll sein.


    Eine Verpolschutzdiode ist i.d.R. eine Shottky-Diode. Da fallen ungefähr 0,2 Volt Spannung ab, je nach dem, wieviel Strom fließt. Sollte aber absolut unkritisch sein.


    Wieso, beziehungsweise wie ich das Gate anschließen soll hab ich nicht ganz verstanden.


    Dann kuck dir mal dies an: https://de.wikipedia.org/wiki/…reiber#Treiberschaltungen


    oder in etwas ausführlicher: https://www.mikrocontroller.net/articles/Treiber


    Suppressordiode: https://de.wikipedia.org/wiki/Suppressordiode


    Aber die Strombegrenzung für die LED's fehlt noch.
    https://www.mikrocontroller.net/articles/Konstantstromquelle
    https://www.mikrocontroller.ne…tromquelle_fuer_Power_LED

  • Oh super fhw für deinen Beitrag, auf die Idee das Ding vom bobby car zu reparieren bin ich noch gar nicht gekommen, obwohl sonst immer alles fertig mache oder ich hab es verdrängt weil es mir ein wenig zu kompliziert vor kam! Nun hab ich ja dank dieses Threads einen Schaltplan ;-) Mal sehen ob ich mich doch mal an das Blaulicht wage um es zu reparieren denn sonst ist mein Enkel bald aus dem Alter raus!