Farbkoordinaten aus Spektrum berechnen?

  • Hallo zusammen,


    ich stehe vor einem Problem. Ich habe eine LED-Spektrum gemessen, genauer gesagt die spektrale Strahldichte im Bereich von 380-780nm. Es waren mehrere Messungen, die bei verschiedenen Umgebungstemperaturen gemacht wurden. Um nun eine Farbverschiebung deutlich zu machen würde ich gern die x,y Koordinaten in die Farbwerttafel eintragen. Das Problem ist nur, dass beim Export nur die spektrale Strahldichte ausgegeben wurde, nicht aber die x,y Koordinaten. Leider habe ich keinen Zugriff mehr auf die Originaldaten, da diese nach meiner Messung gelöscht wurden. Der Mitarbeiter aus dem Lichtlabor meinte dann nur das man die Daten leicht aus errechnen kann, dazu durchsuche ich nun seit 5h das Internet, aber ohne sinnvolle Ergebnisse.


    Ich habe mittlerweile herrausgefunden das man die Normspektralwertkurven x,y,z über die Spektren legen soll, aber wie mache ich das? Bzw wo bekomme ich die Werte der Normspektralwertkurven her?
    Gefunden habe ich eine vlambda, aber das ist ja nur eine Kurve. Ich dachte das sollten 3 sein? Eine für grün, eine für rot und eine für blau?


    Ich komme nicht aus dem Bereich der Lichtmesstechnik, was die Sache nicht gerade einfacher macht.
    Gibts Freeware Programme/Excel Sheets für sowas?


    Ich hänge mal eine .csv mit an, damit ihr seht was ich aus Ausgangsmaterial habe.
    Die Endung musste ich auf jpg ändern, sonst nimmt das Forum die Datei nicht an.


    Viele Grüße
    Paul

  • Wo ist mein Beitrag oben hin?


    Dann nochmal. :(


    Wenn ich mich nicht ganz vertan habe sollte das x=0,150 und y=0,028 sein.
    Beim berechnen warst du schon richtig mit XYZ bekommt man xy nicht verwechseln das eine ist groß das andere klein. DIe xy koordinate ist für das eigentlich ncihtmehr gültige aber immer noch weites verbreitete CIE 1931.


    Wenn du mal nach coloCalculator.exe googlest solltest du bei einer Deutschen LED firma fündig werden ;-)

  • Hallo,


    danke für deine Antwort(en). Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben.


    Ich habs mittlerweile hinbekommen, komme aber auf etwas andere Werte als du. x = 0,14323034 und y = 0,04249329.
    Habe mit den 2° Beobachter-Werten für x quer, y quer und z quer gerechnet. Du auch?


    Es wurde ein LED-Streifen vermessen. Da das Ganze ins KFZ soll war interessant ob sich die Farbe der LEDs ändert und wenn ja, bekommt der Mensch oder nur das Messgerät diese Änderung mit.
    Ich wollte nun x und y von allen Messungen gern in ein CIE-Hufeisen zeichnen, damit man die Verschiebung sieht.
    Ich komme nicht aus der Lichtmesstechnik und habe heute erst herausgefunden, dass ich die xy Werte auch in Luv Werte umrechnen könnte, um so den Farbabstand DeltaE zu berechnen. Ist dieser größer 1, dann sieht der Mensch die Farbunterschiede.
    Leider brauche ich dazu Normfarbwerte XN, YN und ZN, die ich bekommen würde wenn ich meine LEDs auf eine vollkommen mattweise Fläche leuchten lasse. Leider sind es genau die Werte die mir fehlen. Bis zum Lichtlabor sind es 200km, also diese Messung mal eben so schnell nachholen wird schwierig.


    Danke für den Tip mit dem Osram Programm, sieht ja echt schick aus. Hab die Berechnungen jetz zwar mit Excel gemacht aber ein paar schöne Grafiken sollten sich damit dennoch erzeugen lassen :thumbsup:.


    Viele Grüße
    Paul

  • Bitte, gern.


    Wenn du die LEDs ins Auto bauen willst dann soltest du in die Spec schauen ob die eine Automotiv zulassung haben. Denn im Automotovibereich haben wir etwas andere Temperatur Anforderungen. Bei Temperatur haben wir auch schonen eine Hauptursache für Farbtrifft. Den Die LEds schieben die Farbe bei temperatur. Wenn es warm wird in den Höhehren Wellenlängenbereich wenn es kühl wird in den niederen. AUch die Intensität schwankt mit der temperatur. Ebenfalls geht die Temperatur deutlich auf die Lebensdauer.
    Farbschifft ist eher unktitisch wenn du gute LEds hast. Im Auto werden toleranzen von mehrern Farbbins zugelassen. Wenn es um das erkenen des schiftes geht ist die Berechnung nicht schlecht. Was ich dir grob mit auf den Weg geben kann ist. 50% Helligkeitsunterschied sieht die mehrheit der Menschen. Ebenfalls informier dich mal nach Macadams Elipsen.

  • Letzte Woche war etwas stressig, deswegen erst jetzt.
    Ja, das mit der Wellenlängenverschiebung habe ich festgestellt. Bei den LEDs (20mA Klasse) waren es 7nm bei rot von 20°C bis 70°C. Leistungseinbußen waren auch eindeutig feststellbar, ca. 33% (wieder im Vergleich 22/70°C).


    Eine Automotive-Zulassung haben die nicht, ist aber auch noch nicht erforderlich da absolute Grundlagenforschung, die Kombi unseres Ansteuerchips + Automotive zulässige LEDs gibts noch gar nicht^^. Aber wenn sich das System bewährt kann man sowas ja produzieren lassen. Wobei der Steuerchip auch keine Automotive Specs erfüllt, müssen wir halt LEDs + Chip auf 20°C heizen^^.


    Ja, die Ellipsen werd ich mir nochmal in Ruhe reinziehen, bin ich bis jetzt noch nicht zu gekommen.