LED Schreibtischlampe mit Netzanschluss 230V

  • Hallo Leute,
    Ich bin relativ neu in der LED-Szene was das angeht, drum hab ich für mein nächstes Projekt das ich plane ein paar Fragen.
    Ich will mir eine Schreibtischlampe aus Holz bauen (bin Tischler) und will aber Led's verbauen mit einem direkten Anschluss an die Steckdose.
    Das ich dabei ein Netzteil brauche ist mir klar (brauch ich doch, oder?).


    Vorgestellt hätte ich mir folgendes:
    etwa 10-15 Led's: Wobei ich nicht weiß wie hell das dann wird. Sollte nur so hell sein das man genug Licht wie mit einer 30-40 Watt Glühbirne ca hat.
    das ganze sollte eben auch direkt an die Steckdose angeschlossen werden. Nur weiß ich nicht welches Netzteil da man nehmen muss damit die Leds nicht kaputt gehen.
    Welchen Widerstand ich brauche hängt von den Led's ab, an dem Thema hängts bei mir nicht. Nur an den anderen beiden ist es schwer einzuschätzen.


    Wäre super wenn ihr mir dabei weiterhelfen könntet. :)
    lg Joennk

  • Hallo,
    schau mal hier, da gibt es viele Beispiele:
    http://uwiatwerweisswas.schmus…LAMPEN/SCHREIBTISCHLAMPE/


    Um eine Lichtleistung äquivalent zu 30...40W Glühlampe zu erhalten, braucht man keine 10 LED.
    Es reichen dazu ca. 3 High-Power-LED mit gesamt max ca. 5...6W Leistungsaufnahme.
    https://www.led-tech.de/de/Hig…Star-LT-1747_120_170.html


    z.B. XM-L auf Starplatinen
    Bezüglich Stromversorgung gibt es 2 Varianten
    1) Ein Einbau-Netzteil (Vorteil: kann mit Netzschalter installiert werden)
    2) ein Steckernetzteil (Vorteil: elektrisch sicher auch für Laien).
    Da du kein Elektriker bist, empfehle ich die 2. Variante.
    Da ordentliche moderne Schaltnettzeile einen sehr geringen Ruhestrom haben, kann man dieses dauerhaft gesteckt halten.


    Bezüglich praktischem Aufbau solltest du 3 Sachen überlegen:
    a) LED brauche eine gute Kühlung: Rechne am besten pro 1W LED-Leistung mit ca. 20cm² effktive Kühlleistung
    b) Überlege dir, welche Lichtfarbe die Lampe haben soll. Je nach persönlichem Empfinden mehr inn Richtung Warmweiß oder eher richtung Neuttalweiß/Kaltweiß
    c) Eine LED-Lampe sollte einen Dimmerfunktion haben. Ich würde jedenfalls keine LED-Lampe ohne solche bauen.


    Ich persönlich bevorzuge bei einer Arbeitsbeleuchtung eher neutralweißes Licht.
    Praktisch mische ich oft eine warmweiße LED (ca. 3000k) mit 2 neutralweißen LED (ca. 4500....5000K).
    Gruß Helles Licht

  • Nun, es gibt auch Module, die direkt an 230V angeschlossen werden können
    Da musst du neben der Kühlung auch auf Berührungsschutz und Erdung achten.
    Die 4,3W Acrich2 Module sollten dann Ausreichen. Welche Farbtemperatur du wählst sei dir überlassen, ich würde 4000K nehmen
    Als Kühlkörper würde z.B. dieser in Frage kommen
    Bei der Montage unbedingt Wärmeleitpaste oder -kleber verwenden

  • (und außerdem darf ein Laie nicht an 230V rumpfuschen)


    Und wer bitte hält sich in diesem Forum daran. Streng genommen dürften dann die Meisten hier im Forum nicht die Anschlussleitung ans Netzteil mit Schraubklemmen anschließen. Ob er nun die Strippe ans Netzteil klemmt oder direkt an die Platine anlötet ist da erstmal egal. Wichtig ist
    1. Der Berührungsschutz (z.B. 2mm Plexiglasscheibe über dem Modul) und
    2. den KK sowie alle anderen Metallteile, die im Fehlerfall Spannung führen könnten, zu Erden.


    Das ganze mit einer passenden Anschlussleitung (z.B. H05VV-F 3G1 oder 1,5) und Zugentlastung (z.B.) versehen, gibt es kein Problem.


    Der TE könnte mal mit einer Skizze zeigen, was er überhaupt bauen möchte. Dann könnte man da gezielte unterstützen, denn ich denke er hat sich über die Kühlung wahrscheinlich keine

  • Streng genommen dürften dann die Meisten hier im Forum nicht die Anschlussleitung ans Netzteil mit Schraubklemmen anschließen.


    So ist es. Dieser Hinweis lag einem Schukostecker bei, den ich kürzlich im Baumarkt gekauft habe. Und im Fall des Falles gelten nun mal die Vorschriften.


  • Und wer bitte hält sich in diesem Forum daran. Streng genommen dürften dann die Meisten hier im Forum nicht die Anschlussleitung ans Netzteil mit Schraubklemmen anschließen.

    Das ist schon richtig, aber warum sollte uns das davon abhalten, Leute ohne entsprechende Kenntnisse darauf hin zu weisen? Vorallem wenn es sich, wie in diesem Fall, um eine Lampe handelt die permanent in Reichweite ist... Ob ich jetzt eine Deckenlampe habe, wo einmalig mit ausgeschalteter Sicherung der Anschluss gemacht wird und die danach den Rest ihres Lebens an der Decke hängt, oder ob es eine Schreibtischlampe ist, bei der Kinder (ich kenne da durchaus welche, die sich einen Spaß daraus machen, mit Schraubenziehern in Löchern rumzufummeln), Haustiere, Finger beim nach-etwas-greifen etc. permanent in der Nähe sind...
    Dinge, diepermanent in Reichweite von Händen sind sollten bei 230V nicht nur durch 2 Tipps in einem Forum (wie in deinem Beitrag, die sind nicht schlecht, aber ersetzen kein entsprechendes Wissen) gesichert sein, sondern durch jemanden der weiß was er tut.

  • Grundsätzlich habt ihr Recht und ich finde es gut und richtig ausdrücklich auf die Gefahren hin zu weisen :!:
    Ich wollte eigentlich auch nur aufzeigen, dass es auch 230V Module gibt und nicht diese Debatte ins Rollen bringen. Wenn ich das jetzt mal ausspinnen darf, dann gibt es eigentlich nur 2 Lösungen, die der TE rechtlich hat


    1. SELV mit Netzteil das per Kalt- oder Heißgerätekabel angschlossen wird oder das Netzteil ist im Steckergehäuse integriert (bzw. Akkubetrieb)
    2. Elektrischen Teil von einer Elektrofachkraft installieren lassen, der dann auch für entsprechenden Schutz sorgen muss


    Ich kann von hier die Rahmenbedingungen des Einsatzes der Lampe nicht beurteilen. Der TE bekommt Tipps und Hilfe, was er daras macht bleibt ihm überlassen.
    Ich werde da in Zukunft entweder ausdrücklicher drauf hinweisen oder eben andere Vorschläge machen

  • Erst mal danke für die Antworten an alle.
    Also ich hätte eh auch eher an ein Netzsteckteil gedacht...das einfach nur so stark ist das es die Led's zum leuchten bringt.


    Zu de Frage wie ich mir das vorgestellt habe. Also einen endgültigen Entwurf gibt es nicht aber ich möchte mich an eine Lampe richten die mich recht anzieht.
    Da stellt sich jedoch die Frage ob man bei so einem dünnen Aufbau überhaupt eine Kühlung unterbringt?


    [Blockierte Grafik: http://officearc.com/wp-content/uploads/2012/12/Ardea-wooden-LED-task-lamp.jpg]

    Oder lässt sich das so selber gar nicht herstellen wegen den vielen Sachen die man beachten muss?
    lg Joennk

  • Ich würde an deiner Stelle folgende LED-Streifen in der gewünschten Farbtemperatur wählen
    1) https://www.led-tech.de/de/Hig…-24V-LT-2260_121_223.html


    Das ganze zur Kühlung testweise auf ein solches Kühlprofil zugeschnitten auf die Länge des geplanten Lampenkopfes setzen:
    2) https://www.led-tech.de/de/Hig…are--LT-1205_106_114.html


    Falls das temperaturmäßig akzeptabel ist, dann eine (Holz-)Leiste nehmen, schlitzen und das Profil einsetzen und testen. Wenn das immer noch geht, wunderbar, dann brauchst nur noch nen Falz an der Unterseite des Schlitzes vorzusehen, um einen passenden Plexistreifen einzulassen. Wenn nicht, wäre eine Variante, die Oberseite als durchgehendes Blech (4mm?!) zu gestalten und die LEDs thermisch daran zu koppeln. Je nach endgültigen Maßen könnte das nach der Daumenregel von HellesLicht reichen.


    Als Netzteil brauchst du dann nur noch sowas in der 24V Ausführung:
    3) http://www.meanwell.com/webapp…t/search.aspx?prod=SGA12E

  • Hallo Juisoo,
    die Idee ist echt ziemlich gut mit den Led Streifen und dem Kühlkörper..die 6mm sind auch echt zu verkraften.
    Wie kann ich dann die Led-streifen an das Netzteil binden? sind die benötigten Anschlüsse beim Netzteil bzw. Streifen dabei?
    und wenn ich nen Schalter dazwischenschalten möchte, wie könnte das am besten gehen?


    lg Joennk

  • Die LEDs werden direkt an + und - angeschlossen. Einen Verbinder brauchst du nicht für die Platinen, die Strippen werden angelötet. Bei den Hohlsteckern ist der Plus in der mitte und der Minus außen. Einen Schalter kannst du einfach dazwischen hängen.
    eine Alternative wäre vielleicht noch der Duri E3 Streifen. Den gibt es in 3000K (warmweiß) und 5000K (neutralweiß) und sind passender weise heute im Daytrade. 1 Streifen sollte deiner Vorgabe entsprechen. Dadurch, dass der Streifen länger ist dürfte die Kühlung noch einfacher werden. Das oben genannte Netzteil passt auch für diesen Streifen

  • Perfekt, dann kann ich also ganz einfach nen neuen Stecker kaufen, den an die Led's dranstecken und dazwischen nen Schalter einbauen. Und das ganze kann ich dann mit dem Netzteil betreiben. Super Sache!


    Vielen Dank an alle! :thumbsup:


    Wenn noch fragen auftauchen meld ich mich wieder^^ :)
    lg Joennk

  • Die Streifen haben keinen Anschluss für einen Stecker, das sieht man aber auf dem Bild sofort... Du musst da das Kabel anlöten.
    Also Vorgehensweise: Beim Netzteil den kleinen runden Stecker abschneiden und die beiden enthaltenen Adern entsprechend am LED-Streifen anlöten. Einen Schalter kannst du dabei auch gerne irgendwo unterbringen


  • aber ich möchte mich an eine Lampe richten die mich recht anzieht.
    Da stellt sich jedoch die Frage ob man bei so einem dünnen Aufbau überhaupt eine Kühlung unterbringt?


    Hallo,
    bei so einem flächigen Gebilde würde ich unten ein ALU-Blech befestigen, das die punktuelle Wärme von den LED (egal ob Einzelstrahler oder Streifen) auf die Fläche abführt.
    Wenn du das von unten etwas ausfräst, so dass ein Rand mit paar mm Höhe stehen bleibt, dann sind die LED auch etwas versenkt, was sicher noch besser aussieht


    Schalter kannst in die Zuleitung setzen. Alternativ hatte ich oben schon auf eine einfache analoge Dimmerschaltung hingewiesen.
    -> am besten wie oben rechts. Die Schaltung kann man auch auf andere Spannungen anpassen (z.B. 24V) .
    http://uwiatwerweisswas.schmus…AMPEN/12-KSQ_3_HP-LED.pdf
    Diese taugt auch als Schalter, wenn der Poti auf Linksanschlag steht ist die Lampe aus. Der Ruhestrom geht gegen Null.
    Gruß Helles Licht

  • Wenn du das von unten etwas ausfräst, so dass ein Rand mit paar mm Höhe stehen bleibt, dann sind die LED auch etwas versenkt, was sicher noch besser aussieht


    Das sieht nicht nur besser aus.
    Wichtiger finde ich dabei, dass versenkte Lichtquellen nicht so blenden. Es kann ja je nach Stellung des Leuchtenkopfs durchaus mal sein, dass der Blick auf einer Linie mit der unteren Fläche des Kopf liegt und dann würden herausschauende LEDs nervig blenden.