Hilfe bei Backlite / Acrylglas-Beleuchtung

  • Hallo liebes Forum,


    ich wollte mir gern ein Motiv drucken und aufhängen und es soll von hinten beleuchtet werden, um noch besser zur Geltung zu kommen.
    Die Maße sind recht exotische 60x35cm.


    Backlite-Plakate scheinen dafür gemacht zu sein beleuchtet zu werden, jedoch scheint man dazu einen Rahmen zu benötigen und ich hätte es eigentlich, sofern irgendwie möglich, lieber in rahmenloser Optik.


    Acrylglas würde mir von der Optik her gut gefallen. Nun druckt es die Druckerei direkt auf Acrylglas, wahlweise komplett transparent oder hinten weiß in Stärken von bis zu einem Zentimeter.( https://www.wir-machen-druck.d…ig-40farbig-bedruckt.html )


    Was wäre die beste Vorgehensweise?
    Als absoluter Laie würde ich aktuell so vorgehen, bin aber sehr skeptisch ob das richtig ist:


    Ein Backlite-Plakat auf eine Endligthen-Plexiglasplatte (mit Aufpreis für geschliffene Kanten?) "kleben" (?) und darunter noch eine weiße Folie/Platte zwischen Wand und Bild (oder gleich die bedruckte Acrylglas-Platte nehmen - das wäre am einfachsten aber ich bin mir unsicher wie die das Licht streut?).
    Ein LED-Band einmal komplett darum herum und damit es von der Seite her nicht zu sehen ist, Gaffa zur "Abschirmung" darüber.
    Das ganze mit ner Packung Tesa Powerstrips an die Wand.


    Wie würdet ihr mir empfehlen vorzugehen? Ist so eine Beleuchtung ohne Rahmen eigentlich realisierbar?

  • Willkommen im Forum :led:


    Ich glaube nicht, dass Gaffa dir hilft eine Rahmenlose Optik zu erreichen ;)


    Am dünnsten wird es mit Endlighten und LEDs ein mal rundum. Alles andere wird dann nur dicker im Aufbau.
    Wenn es denn vernünftig sein soll geht das nur mit einem Aluminium Rahmen mit den LEDs drin.

  • Ich geb da Kanwas Recht, das einfachste ist Endlighten und LED drumrum, evtl. kannst du versuchen ob es reicht von einer oder 2 Seiten ein zu koppeln.


    Ohne Rahmen ginge auch:
    - Backlight mit einkopplung hinter dem Bild -> Sehr Aufwendig
    - mit OLED -> Teuer
    - mit EL Folien -> Hochspannung

  • Ich frag mal ganz dumm welche Funktion der Rahmen eigentlich hat? Er hindert das Licht vermutlich daran hinter dem Bild hervorzutreten? Und man klebt die LED's dran? Und ermöglicht es die verschiedenen Schichten übereinander zu klemmen?


    Bei dem Rahmen stört mich eigentlich wenn man ihn von vorne sieht, ich möchte einfach kein farbiges Rechteckt rund um das Bild. Ein Keilrahmen z.B., den man ja von der Seite sieht aber nicht von vorn, wäre für mich okay. Problem wäre hier das die LEDs nicht ganz am Rand des Bildes angebracht werden könnten - kommt Endlighten damit klar das dann trotzdem gleichmäßig zu verteilen? Müsste ich die Seiten trotzdem irgendwie "abschirmen"? Gäbe es überhaupt einen "Kleber"/"Leim" der, wenn er durchstrahlt wird, nicht zu Vertrübungen führen würde?
    Man könnte die Folie nun entweder irgendwie auf dem Rahmen befestigen oder sie tatsächlich größer anlegen, um sie über den Rahmen zu spannen (wie es ja eigentlich bei Keilrahmen gedacht ist).

  • Endlighten ist auf Kanteneinkopplung ausgelegt, du wirst die LEDs einzeln sehen, wenn du sie dahinter machst und keine flächige Beleuchtung erzielen. Mach doch das Endlighten minimal kleiner als das Posteracryl, dann kannst du die LEDs sauber in ein Aluprofil kleben, hast eine gute Aufhängung und siehst von vorne trotzdem keinen Rahmen.


    Zum Kleber: Acrifix härtet klar aus, du solltest die Platten bei größeren Klebestellen aber hinterher tempern, sonst hast du nicht lange Freude an deinem Bild.


    Hast du schon angefragt, ob die überhaupt randlos auf das Acryl drucken?

  • Das Endlighten knapp schmaler zu machen ist eine sehr gute Idee!
    Aber würde das Aluprofil nicht dafür sorgen das ein (schmaler) Rand des Bildes nicht beleuchtet wird?


    Ähm.. was ist tempern?


    Bei der aktuellen Idee würde ich ein Backlit-Plakat nehmen statt Acrylglas. Oder bietet das Acrylglas irgendwelche Vorteile?

  • Ne, Acryl hat meines Wissens keinen Vorteil, ich bin nur auf deine Anforderungen eingegangen ;-)


    Wenn du ein U-Profil nimmst und das über das Endlighten stülpst, wird ein Rand bleiben.
    Aber nimm doch einfach ein L-Profil und lass den Schenkel hinter das Endlighten laufen.


    Tempern ist ein Prozess, bei dem üer ein langsames Erwärmen und Abkühlen Spannungen im Material abgebaut werden.
    Spannungen können durch mechanische (z.B. sägen), thermische (lasern) oder chemische (kleben) Einflüsse ins Material kommen.
    Die Temperatur sollte bei Plexiglas unter 100°C bleiben und das Werkstück plan aufliegen. Sonst hat man hinterher Wellen drin, da das Material schon etwas verformbar wird.