Mehrere Netzteile mit einem Dimmer dimmen

  • Liebe Leute,

    Ich hab von einem Freund 4 LED-Leisten mit je einem Netzteil (Meanwell LPF-60-24) geschenkt bekommen. Ich würd diese nun gerne verbauen und auch dimmen.

    Meine Frage wäre nun wie stell ich das am Besten an, dass ich alle Leisten mit einem Dimmer regle?

    Hab schon daran gedacht alle NTs einfach parallel an den Dimmereingang zu hängen, ist jetzt aber nicht sonderlich elegant und ich kann mir auch vorstellen das es nicht das allerbeste für die NTs ist?!

    ich könnte mir natürlich auch ein NT mit 200W besorgen aber die sind nicht gerade günstig, und die anderen hätt ich ja schon...


    lg

    Quo

  • Zitat

    Hab schon daran gedacht alle NTs einfach parallel an den Dimmereingang zu hängen,

    Ich weiß nicht 100% was du damit genau meinst aber ich würde es folgendermaßen machen: Dim- aller Netzteile miteinander verbinden, und nur die! 10V PWM Signal über je einen 1k Widerstand an die einzelnen Dim+ Eingänge aller NTs.

  • Das Meanwell LPF-60-24 ist nicht dimmbar. Dimmbar ist nur das LPF-60D-24


    Bei dem kanner schlicht und ergreifend die Dimmeingange aller Netzteile parallel schalten und per 1…10 Volt, PWM (als Open Collector bzw. Open Drain Signal) oder Widerstand dimmen.


    Einen dazwischengeschalteten Widerstand braucht's dazu nicht. Das LPF-60D-24 dimmt auch nur bis 10 % runter, das ist noch ziemlich viel.


    "Dimmbar" bedeutet auch nicht, daß es an einen Haushaltsdimmer angeschlossen werden kann. Bei Meanwell geht das nur mit Netzteilen der PCD-Serie.

  • Das Meanwell LPF-60-24 ist nicht dimmbar. Dimmbar ist nur das LPF-60D-24

    Du hast Recht und der TE ein Problem. Was die Leute auch immer an Leistung verbauen wollen - um es danach nur doch wieder zu dimmen ^^


    Der Widerstand war nur als Sicherheitsmoment gedacht, damit sich die Hilfsspannungen der einzelnen Netzteile nicht in die Quere kommen.

  • Du hast Recht und der TE ein Problem. Was die Leute auch immer an Leistung verbauen wollen - um es danach nur doch wieder zu dimmen ^^


    Der Widerstand war nur als Sicherheitsmoment gedacht, damit sich die Hilfsspannungen der einzelnen Netzteile nicht in die Quere kommen.

    Das die NTs per se nicht Dimmbar sind ist mir schon klar ich dachte natürlich daran einen Dimmer nach den NTs zu schalten.
    die Eigentliche Frage ist also macht es Probleme wenn ich 4 NTs an den einen Eingang des Dimmers schließe und vom Output des Dimmers dann alle Leisten versorge.



    Mein Gedankengang wär ja das es Theoretisch gehen müsste aber dachte mir das wohl nicht alle NTs die exakt selbe Ausgangsspannung bringen was dann ja vl zu Problemen führt weil die anderen dann versuchen die Spannung rauf/runter zu regeln?!

  • Das die NTs per se nicht Dimmbar sind ist mir schon klar ich dachte natürlich daran einen Dimmer nach den NTs zu schalten.


    Geht nicht. Man kann eine nicht-dimmbare Konstantstromquelle nicht durch Vor- oder Nachschalten eines Dimmer nachträglich dimmbar machen.


    Das geht nur bei Konstantspannungsquellen und da auch nur durch Nachschalten.

  • Geht nicht. Man kann eine nicht-dimmbare Konstantstromquelle nicht durch Vor- oder Nachschalten eines Dimmer nachträglich dimmbar machen.


    Das geht nur bei Konstantspannungsquellen und da auch nur durch Nachschalten.

    Is das LPF-60 wirklich nur einen Konstantstromquelle? Im Datenblatt steht: "LPF-60 series os 60W AC/DC LED driver featuring the dual modes constant voltage and constant current output."


    also dachte ich es Funktioniert auch wie eine Konstantspannungsquelle. Es fließen auch wenn eine leiste an einem NT hängt nur 1,8A und nicht die angegeben 2,5A aber 24V...


    außerdem funktioniert das dimmen einer Leiste mit nachgeschaltetem Dimmer wunderbar...

  • Das Meanwell LPF-60-24 ist eine Konstantspannungsquelle.


    Nein. Es ist sowohl Konstantstrom-, als auch Konstantspannungsquelle. Den entsprechenden Abschnitt aus dem Datenblatt hat QU ja bereits zitiert.


    Betreibt man es als Konstantspannungsquelle, kann man es durch Nachschalten eines PWM-Dimmers dimmbar machen, beim Betrieb als Konstantstromquelle nicht.


    Ich bin zunächst, vielleicht irrtümlich, vom Konstantstrombetrieb ausgegangen. Beim Konstantspannungsbetrieb benötigt QU für jedes Netzteil einen eigenen Dimmer.

  • Parallel mit einem einzigen Poti zu dimmen halte ich für keine so gute Idee.

    Bin aber persönlich auch nicht mehr so der Freund vom direkten Poti-dimmen, nachdem bei einem nicht gerade billigen Meanwell mal die interne Spannungsquelle des Dimmeingangs begonnen hatte zu Flackern, mit entsprechendem Flackern der LEDs. Mit aufgeprägter Spannung funktioniert der Dimmeingang aber nach wie vor.

    Würde bei dem Versuch mit einem einzigen Poti zumindest jedem Pol jedes Dimmeingangs nochmal einen Festwiderstand verpassen.

    Ideal um alle gleichzeitig zu dimmen fände eine externe Spannungsquelle mit bis zu 10 V. Notfalls eben

    - an einem (1) Netzteil die 24 V abgreifen

    - mit großen Widerständen in Reihe einen Spannungsteiler erzeugen der auf 10 V kommt

    - zu dem 10-V-Widerstand ein Poti parallel schalten um die 10 V variabel zu gestalten

    - und von den bis-zu-10-V würde ich mit noch größeren Widerständen die bis zu 10 V Spannung auf die Dimmer aufprägen.

    Müsste man ausmessen, wieviel Strom bei den 10 V am Dimmeingang fließt und die Widerstände und deren Leistung entsprechend auslegen.

    Ziel ist,

    - nicht unnötig Strom zu verbraten

    - maximal exakt 10 V zu erreichen

    - minimal exakt 1 V zu erreichen

    - und an allen Dimmeingängen die selbe Spannung zu erreichen

  • Parallel mit einem einzigen Poti zu dimmen halte ich für keine so gute Idee.


    Ich halte das im Gegenteil für eine sehr gute Idee. Quadratisch, praktisch gut. Ich betreibe seit Jahren zwei an ihren Dimmeingängen parallelgeschaltete, per Poti gedimmte Meanwell-Netzteile, das funktioniert im Gegenteil ganz hervorragend.


    Die Dimmschnittstelle des LPF -60D, des von BR verlinkten Dimmers und die vieler anderer Meanwell-Netzteile auch verhält sich gemäß IEC 60929 Abschn. E.2.3.1, ist also selbst Stromquelle. Was BR angestellt hat, damit die LEDs flackern, weiß wohl nur er selbst, er hat ja nicht mal verstanden, daß die "interne Spannungsquelle" eigentlich eine Stromquelle ist.


    Da ganze Gehample mit zusätzlicher Spannungsquelle, Gehample, um den von der Dimmschnittstelle gelieferten Strom, Gehample mit irgendwelchen Entkopplungswiderständen kann man sich getrost sparen.


    Die Dimmschnittstelle gemäß IEC 60929 Abschn. E.2.3.1 wurde geschaffen, um den externen Aufwand für eine Dimmung so klein wie möglich zu halten,

  • Also zum Flackern der LEDs beim dimmen mit einem Poti: das hatt ich auch einmal wo die LPF-25D als konstantstromquelle genutzt wurden und über einen Poti gedimmt wurden lösung war damals, dass ich einen vorwiderstand vor den poti geschalten hab-->kein flackern mehr

  • Fehlendes Wissen und Fähigkeiten ;)

    Dem fehlende Wissen kann man abhelfen, und bzgl der Fähigkeiten: hilfreich ist zu wissen, an welcher Seite der Lötkolben warm wird :) Wenn man einen hat.


    Nein im Ernst, eigentlich ist so ein Modul recht trivial, aber auf dem Markt habe ich nichts direkt passendes gefunden weil eben doch recht speziell. Man könnte ja aber auch von sowas ausgehen, und das per Lochraster auf 4 Kanäle "aufbohren".

  • Dem fehlende Wissen kann man abhelfen, und bzgl der Fähigkeiten: hilfreich ist zu wissen, an welcher Seite der Lötkolben warm wird :) Wenn man einen hat.

    Ja das mit dem Lötkolben geht meistens noch so halbwegs :)

    Also ich denk mal du meinst irgentwie das ich die NTs über einen MOSFET an die Leiste hänge und das Gate der MOSFETs über das PWM Signal öffne?!

    Aber wozu der NE55 (muss gestehen ich hab keine ahnung was der macht) wär der um irgentwie spannung eines NTs abzugreifen um damit das PWM modul zu versorgen und die gates zu öfnnen??


    Man könnte ja aber auch von sowas ausgehen, und das per Lochraster auf 4 Kanäle "aufbohren".

    was du damit meinst versteh ich leider auch so gar nicht. :/


    Aber liebe Leute ich bedank mich mal für eure Hilfe. Falls ihr keinen bock mehr habt mir zu erklären wie man sich sowas bauen kann ist auch gut dann wird einfach nicht gedimmt und passt auch! :thumbup:

  • Aber liebe Leute ich bedank mich mal für eure Hilfe. Falls ihr keinen bock mehr habt mir zu erklären wie man sich sowas bauen kann ist auch gut dann wird einfach nicht gedimmt und passt auch! :thumbup:


    Was soll der Quatsch? BroightLoight und dottoreD haben dir mit ihren Links Geräte bzw. Baugruppen gezeigt, mit denen du mit geringst möglichem Aufwand dein Ziel erreichen kannst. Was willst du jetzt noch?

  • Was soll der Quatsch? BroightLoight und dottoreD haben dir mit ihren Links Geräte bzw. Baugruppen gezeigt, mit denen du mit geringst möglichem Aufwand dein Ziel erreichen kannst. Was willst du jetzt noch?

    Ich will gar nichts mehr. Die Beleuchtung ist für einen Wirtschaftsraum die Dimmung wäre also nur ein "nice to have" gewesen zumal die Leisten ordentlich hell sind. Für jedes NT einen Dimmer zu kaufen ist mir daher zu teuer. Für die Selbstbau-Variante fehlt mir schlicht und ergreifend das Wissen. Ich habe momentan aber auch nicht die Zeit mich soweit damit zu befassen um so etwas realisieren zu können.


    Wenn jetzt jemand von euch sagt: "ach schau her so schwer ist das doch nicht du hängst einfach dein V+ von einem NT an den Vcc eingang des NE555 und von dort gehst du dan nach xy..." wär ich sehr Dankbar und würd das so machen.

    ich fänds aber ein bissl viel verlangt wenn ich jetzt nach einer schritt für schritt Anleitung für Idioten fragen würde.

  • Wenn jetzt jemand von euch sagt: "ach schau her so schwer ist das doch nicht du hängst einfach dein V+ von einem NT an den Vcc eingang des NE555 und von dort gehst du dan nach xy..." wär ich sehr Dankbar und würd das so machen.

    ich fänds aber ein bissl viel verlangt wenn ich jetzt nach einer schritt für schritt Anleitung für Idioten fragen würde.


    Das schlimmste was dir passieren kann, auch wenn man lieb fragt, ist dennoch keine Antwort zu bekommen.


    Das obige verlinkte Modul ist ein PWM Modul auf Basis des NE555 (vermute ich mal, ist aber auch egal was genau für ein IC drauf ist), mit Spannungsregler und 1 Ausgang. Es braucht eigentlich nicht mehr, als 3 weitere Ausgänge genau gleich auf separater Platine aufzubauen: 3x je 1 Widerstand, 1 Mosfet, 2 Konnektoren. Details bei Bedarf.