Überlegung einer Aquarienbeleuchtung

  • Guten Abend zusammen,


    ich plane gerade eine dimmbare Beleuchtung für ein Pflanzenaquarium. Als Beleuchtung kommen 6x die linearen 50cm Platinen mit 98x LM301B LEDs zum Einsatz, jeweils drei in Reihe gelötet um auf 150cm zu kommen. Ich würde dies gerne mit einem einzigen Netzteil realisieren, geplant ist, die LED mit ~25mA-27mA zu betreiben, bei 84 LED Blöcken macht das ca. 2100-2300 mA Gesamtstrom. Von der Helligkeit her reicht das mehr als gut. Nun hadere ich aber an den Netzteilen bezüglich der Spannung. Dass mit zunehmendem Strom die Spannung größer wird ist klar. Der Liste auf der Produktseite nach sollte die Spannung bei 2000mA ca. 19,88V betragen. In diesem Spannungsbereich habe ich bisher jedoch kein dimmbares Netzteil mit 2100-2300mA gefunden.

    Das Meanwell NPF-120D-54 würde 2300mA liefern, jedoch in einem Bereich von 32,4V-54V. Das dürfte in dem Moment dann flach fallen.

    Das Meanwell NPF-60-30 würde mit 2500mA im Bereich 18-30V liegen, liefert mir aber ein Stück zu viel Strom.


    Hat mir jemand einen passenden Vorschlag? Gedimmt werden soll mit 0-10V


    Grüße

  • Wenn du eh 3 Platinen in Reihe baust, wäre es evtl sinnvoller drei Module in Reihe und zwei parallel zu schalten. Die 98x LM301B brauchen bei 350mA etwa 18,5V.


    -Drei in Reihe macht also ca 55,5V. zb IDLC-45-700 (25mA je LED),


    -oder du kannst mit 2W weniger leben und nimmst zb ein LPF-40D-20 , oder NPF-40D-20 o.ä. mit 40Watt und 2000mA bei bis zu 20Volt(ca 23mA je LED),


    -oder halt eins mit 60Watt bei 24Volt und 2500mA (ca 30mA je LED), also LPF-60D-24, NPF-60D-24.

  • Servus und guten Morgen,


    wenn ich mir die Platinen so ansehe, so dürfte sich an der Spannung doch gar nichts ändern? Wenn ich mehrere Platinen aneinander Löte, so habe ich lediglich einen größeren Stromteiler, an der in reihe geschalteten LEDs ändert sich in dem Moment doch nichts. Oder habe ich auf den Platinen etwas übersehen?

  • Hallo Cossart,

    das ist mir schon bewusst. Hilft mir in dem Moment bei meiner Frage aber nicht weiter. Ob ich nun sechs der LED Module aneinander löte oder jeweils drei, es bleiben 84 Mal sieben LED parallel zueinander, sofern ich das Platinenlayout richtig interpretiere. Das würde immer noch heißen, ich bräuchte ein Netzteil mit ~20V, aber 2,1-2,3A Konstantstrom, möglichst dimmbar... Die eingängige Frage, ob ich im Bezug auf die Spannung hier einen Denkfehler vorliegen habe bleibt aber.


    Grüße

  • Hilft mir in dem Moment bei meiner Frage aber nicht weiter.


    Dann verstehe ich deine Frage nicht. Du kannst die Module sowohl parallel



    als auch in Reihe



    verschalten.


    Also alle 6 parallel, alle 6 in Reihe, 2 Reihen à 3 parallel, 3 Reihen à 2 parallel. Ganz, wie es dir beliebt.Und deshalb ist deine Frage auch nicht beantwortbar, sondern hängt davon ab, wie du die Module verschaltest.

  • Das Schema passt aber nicht zur Beschreibung. "In Reihe gelötet" sieht anders aus, nämlich so wie bei mir gezeichnet. Auf deinem Schema sind alle 6 Streifen elektrisch parallel geschaltet.


    Egal...


    Neben den von Falko87 schon genannten LPF-60D-24 und NPF-60D-24 gehen auch noch das HLN-60H-24B und das HLG-60H-24B, bzw., wenn du dich mit ein paar Milliampere weniger begnügen kannst, auch die jeweiligen 40-Watt-Versionen. Den Maximalstrom kannst Du durch einen einfach an die Dimmanschlüsse geklemmten Widerstand beliebig begrenzen.


    Ich würde mich trotzdem eher an Falkos Vorschlag orientieren und elektrisch 3 Streifen in Reihe und dann 2 Reihen parallel schalten.

  • N-Scale

    Hat den Titel des Themas von „Dimmbares Netzteil für 6x 50cm 98x LM301B“ zu „Überlegung einer Aquarienbeleuchtung“ geändert.
  • Hallo Cossart,


    sorry für die späte Rückantwort. Bezüglich deines Aufzeichnungs-Schemas hast Du natürlich recht, ich hatte da einen Denkfehler drin und bin von einer anderen Verschaltung ausgegangen. Die Projektüberlegung ist nach wie vor aktuell, jedoch stoße ich auf einen unangenehmen Faktor, den der Kosten. Wenn ich das Projekt rein mit den bei Led-Tech zur Verfügung stehenden Produkten ausführe, lande ich bei fast 300€ was mir etwas zu viel ist.

    Bei der aktuellen Überlegung: 3x 150cm LED Profil mit Abdeckung, 9x LED Module + Netzteil.

    Ich habe mittlerweile eine zweite Projekt-Umsetzungsidee, basierend auf den normalen LED Bändern mit 5m Länge. Ich habe den Titel dieses Threads auch entsprechend mal überarbeitet.


    Mein Ursprünglicher Plan die Aluminiumprofile gepaart mit den 98x LM301B Modulen gerät mir also etwas zu teuer. Meine neue Idee wäre, mittels zwei Aluminium-U-Profilen, einem LED Band, sowie einer Arcylplatte eine Wassergekühlte Beleuchtung zu realisieren. Anhängig mal ein Bild.


    Bei Reichelt habe ich folgendes LED Band entdeckt:
    https://www.reichelt.de/led-st….html?&trstct=pol_5&nbc=1


    3000 lm/m sind meiner Meinung nach eine echte Ansage für LED Bänder, sofern die Angabe auch wirklich stimmt, die elektrischen Werte wirken mir erheblich zu klein. Rechne ich von den 15000 Lumen rückwärts komme ich gerundet auf 91W, nicht auf 18W. Meine momentanen T8-Retrofit von Mextronic haben 2800 lm/m. Da die Röhren aber nur IP 20 haben und nicht aktiv gekühlt werden, ist die Lebensdauer abzusehen. Zwar suche ich mehr nach 5000K Beleuchtungen, jedoch ist in dieser gleichzeitig auch zu wenig Rotanteil im Spektrum enthalten. Ideal wäre eine Mischbeleuchtung aus 5000K und Blau/Roten LEDs. Gedacht alle 20-30cm ein 5cm Abschnitt mit 3x Rot 2x Blau, falls es das gibt. Aufgrund der aktiven Kühlung wäre auch die Überlegung die 12V Bänder mit 15V etwas zu "Übertakten", sofern dies funktioniert.

    In die Profile würde ich - hier nur Schematisch, in die seiten bzw. unter das LED Band PUR-Schläuche/ PVC Rohren einsetzen und mittels Harz vergießen. So könnte ich die mit Sicherheit enorme Abwärme der LEDS (bei 166 lm/W wird das nicht wenig sein) dazu nutzen das Aquarienwasser zu erwärmen und damit gleichzeitig den Heizstab entlasten.


    Kostentechnisch würde ich so auf rund die Hälfte der Kosten zur ursprünglichen Idee kommen wenn ich das bereits vorhandene Material rausrechne. Wie es mit der Wärmeabfuhr aussieht ist natürlich eine Frage des experimentierens, ideal wäre es natürlich direkt unter dem LED Band direkt Wasser durchlaufen zu lassen, bei Aluminium ist da nur das Problem der Oxidation. Und VA Stahl ist für dieses Projekt nicht erschwinglich genug.

    Bezüglich der LED Bänder stellt sich mir noch die Frage ob und wo es alternativen gibt, wie angesprochen mit 5000 K zum entsprechenden Preis. Kennt Da jemand etwas? Oder hat noch jemand einen Alternativvorschlag?


    Vielleicht noch als Anhaltspunkt, das Becken hat 160x60x60 cm, die Richtangabe für meine Pflanzen belaufen sich auf 40 lm/L, also 14.400 Lumen. Aktuell habe ich zwei Mextronik 30W T8 LED Röhren mit 5000k/4200lm drüber, was zu wenig ist.


    Viele Grüße und Danke für die bisherige Hilfe.

    Mario

  • Die 18W gelten pro Meter.


    Ich habe mir von LT diese Module: https://www.led-tech.de/de/21x…01B-Streifenplatine-3000k sonderbestücken lassen.

    16x6500K, 3x4000K, 3x2700K

    Alles in CRI90.

    Die Module brauchen keine bzw. in einer Abdeckung nur einen Hauch Kühlung, den Spass mit dem Wasser kannst du dir sparen.


    Auf deine 14k Lumen kommst du mit 10 dieser Module, 5 in Reihe kannst du an einer Meanwell LDD1000 betreiben, als Spannungsquelle z.B. zwei Meanwell LPV-60-48 . Das ist dann per Arduino und passendem Programm dimmbar inkl. Sonnenaufgang und sowas.

    Kostentechnisch liegen die Bauteile bei knapp über 100€, sind allerdings noch nicht wasserdicht verpackt.

    Ich habe für meine kleinen Becken eine Aluplatte genommen, am Rand mit Silikon 6x6mm Alustäbe aufgeklebt und obendrauf eine Glasscheibe. EIn Loch fürs Kabel, welches natprlich auch mit Silikon abgedichtet wurde.

    Hält bis dato dicht.



    Rote und blaue LED-Bänder kannst du ja dazu packen, wobei meine Pflanzen auch so gut wachsen. Blauanteil in 6500K und Rotanteil in den 2700K.


    Zusätzliche farbige LEDs sorgen für blaue/rote Schatten - muss man selber wissen, ob die einen stören.

    A Christian telling an atheist he is going to Hell is about as scary as a small child telling an adult they wont get any presents from Santa.

    Bin kein RGB-Freund

  • Hallo L4M4,


    der Vorschlag ist gar nicht schlecht. Die Module hatte ich schon mal im Blick, ich finde die 25cm Länge nur etwas unhandlich, auf der Anderen Seite wird es so auch wieder in der Länge (modular) planbarer. Bisher hatte ich aber auch immer die Befürchtung (bei zehn Modulen, je fünf sauber aufgeteilt in der Länge) dass die 7cm Abstand zwischen den Modulen gegebenenfalls unschöne Schattenverwerfungen am oberen Beckenrand fabrizieren. Und um das zu testen ist es leider etwas Teuer in der Anschaffung. Die Wasserkühlung würde ich so oder so umsetzen, ein Fehler ist es nicht und ein halbes °C kann auf Dauer auch einiges aus machen.

    Vom Leistungsbezug her schenken sich beide Lösungen nicht viel, mit dem Band würde ich jedoch drei Bahnen schaffen und so eine gleichmäßigere Beleuchtung schaffen. Müsste jedoch auch den halben Meter Band, der über bleibt, ausrechnen. Vom Lichtstrom falle ich dann hinter den LED Modulen zurück, sofern ich die Zahlen gerade alle richtig im Kopf habe, wären dass dann 13500 lm zu 15100 lm. Dafür ist das LED Band aber auch um einiges günstiger und CRI 80 reicht auch vollkommen, sofern das noch aktuell ist, ist der CRI Wert bei LED nicht sonderlich vergleichbar mit denen anderer Lichttechniken. Andererseits muss das Band - sofern ich noch eine andere Lichtfarbe mit passender Lichtausbeute finde - auch doppelt gekauft werden, dann bin ich Preislich gleich weit. Das muss ich nochmal durchrechnen, die übrigen LED Bandteile kann ich anderweitig aber noch gut gebrauchen. Ist nicht das einzige Aquarium. Mit den roten und blauen LED hast Du vollkommen recht, die Mischbestückung mit 6500 K, 4000K und 2700K ist da die bedeutend bessere Alternative. Ein Mischbestücktes Band wäre natürlich edel, ich bezweifle aber dies zu Handelsüblichen Preisen bekommen zu können.


    So richtig die zündende Idee habe ich Umsetzungstechnisch einfach noch nicht.

  • Nicht-Gleichmäßige Beleuchtung ergibt einen sehr schönen Effekt.

    Ich habe viele Becken mit den besagten LM301b Platinen ausgestattet, aber auch derzeit 6, bald 7 Becken, die einen einzelnen kleinen 8W LED-Scheinwerfer, den ich auf LM561b+ CRI90 umgelötet habe, Aufteilung 7x6500K, 3x5000K, und je 1x 2700 und 4000K.

    Der Effekt ist wie der Welleneffekt auf dem Meeresboden, sieht sehr schön und natürlich aus, zudem finde ich dunklere Ecken sehr ansprechend.


    Um bei der LED-Band Lösung zu bleiben - da würde ich wohl dieses Leistungsstarke Band nehmen und um zwei etwas schwächere Bänder mit ~3000 und 6500K ergänzen.

    Meine Beleuchtung bestand vorher aus den 21xLM301b Platinen in 4000K - aber das Wasser in einem Aquarium ist ja selten glasklar, sondern meistens leicht bräunlich, was dann aus den 4000K eher was im Bereich 3000K gemacht hat.

    6500K hat einen höheren Blauanteil, aber es wirkt trotzdem natürlicher, eben wegen der besagten bräunlichen Verfärbung des Wassers.

    Meine Beleuchtungen sind jetzt rein rechnerisch irgendwo bei 5600K angesiedelt - und drunter würde ich auch nicht mehr gehen.


    Die Band-Lösung würde ich eher so gestalten, dass ein 6500K Stripe viel Licht bringt und zwei weitere 2700 und 4000K deutlich schwächer.

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    Bin kein RGB-Freund