Bauteilsuche an Stiebel Eltron Platine

  • Hallo Forum,


    ich habe von meinem Arbeitgeber eine Platine aus einem Boiler von Stiebel Eltron mitbekommen, da gab es durch eine Sternpunktverschiebung einen Lichtbogen, der den Vorwiderstand gegrillt hat. Ich darf das ganze nun prüfen und versuchen zu reparieren, das Bauteil auf anhängigem Bild wirkt auch etwas mitgenommen, ich finde unter der aufgedruckten Bezeichnung jedoch nichts näheres. Vielleicht hat von Euch ja jemand eine Idee. Falls die Aufschrift zu schlecht zu lesen ist:

    300V

    593 * BC

    1813



    Grüße

  • Da war schon jemand schneller ;)

    Hier der Link zum Sortiment von TME

    https://www.tme.eu/de/katalog/…ed_params=45%3A1441920%3B

    Die 300V sind AC, denn 230 x Wurzel 2 gibt schon 310V Scheitelspannung. Durch das Weglaufen des Sternpunktes wurde dieser Wert überschritten und der Varistor hat die Überspannung kurzgeschlossen. Meist bekommt er dabei einen Hau weg und hat danach einen höheren Reststrom. Wechseln kann angesichts des Preises nicht schaden.

    Du kannst die Suche noch verfeinern, indem du den Alten auslötest, den Scheibendurchmesser und den Lochabstand der Anschlüsse misst und danach den Eratz eingrenzt. Und dazu einen Typ, der in einer dir genehmen minimalen Stückzahl lieferbar ist. 5 Stck sind bei 15 Cent ja immer noch ok. Hat man mal was für eine weitere Reparatur.

    Kannst durchaus auch eine Nummer größer kaufen, desdo robuster ist er, weil das Ableitvermögen größer ist.

    In der Massenproduktion wird da mit Bruchteilen eines Cent gefeilscht und das billigste, kleinstmögliche Modell genommen, wo der "Dicke", der 4 Cent teurer ist, vielleicht auch noch einen Blitzschlag wegstecken würde.


    PS der Vorwiderstand wird ein Sicherungswiderstand sein, der im Fehlerfall den Strom begrenzt und abbrennt.

    Da nicht einfach irgendwas einlöten. Kannst du praktischerweise gleich mit bestellen, das Porto ist eh der Löwenanteil

    https://www.tme.eu/de/katalog/sicherungswiderstande_100298/

    10 Ohm sollte ein gängiger Wert sein, wenn über diesen Pfad nur die Elektronik geschützt wird und nicht der Strom für den Heizstab da drüber fließt.

  • unter Laborbedingungen für einen kurzen Test, löte einfach freifliegend eine Sicherung von 1 Ampere oder etwas weniger und einen Vorwiderstand von 10 bis 68 Ohm ein und den Varistor aus.

    Der Varistor soll sich eben bei aüberspannung opfern und den Widerstand abbrennen lassen und den Rest schützen.

    Wenn die Schaltung dann arbeitet, kannst du die Ersatzteile bestellen. Gibt sie Rauchzeichen, liegt noch mehr im Argen und du kannst dir die Mehrausgaben schenken

  • Der Vorwiderstand ist (war) ein 3W 68 Ohm Widerstand +/- 10%. Mein Plan war nun, diesen hier einzubauen:
    https://www.reichelt.de/drahtw….html?&trstct=pos_0&nbc=1

    Ok, da hast du ja zum Varistor auch gleich kompetente Antwort bekommen.

    Der von dir verlinkte Widerstand sollte okay sein. Nur eignet sich nicht jeder x-beliebige 3W 68 Ohm Widerstand, da nicht alle gleichermaßen sicher abbrennen und unterbrechen. Bei Draht und Kohleschicht ist das konstruktiv gegeben. Insbesondere Metalloxid (MOX) und die großen eckigen Zementwiderstände sind da zu robust. Die brennen nicht ab, die verhalten sich eher, wie eine Glühlampe. Die heizen sich auf, bis zur Rotglut, gehen aber nicht kaputt. Bestenfalls löten sich sich selber aus der Leiterplatte aus, schlimmstenfalls verursachen sie einen Schwelbrand!

    Von da her ist nicht alles so einfach, wie es auf den 1. Blick aussieht.

  • Der von dir verlinkte Widerstand sollte okay sein. Nur eignet sich nicht jeder x-beliebige 3W 68 Ohm Widerstand, da nicht alle gleichermaßen sicher abbrennen und unterbrechen. Bei Draht und Kohleschicht ist das konstruktiv gegeben.

    Aus diesem Grund habe ich mich für einen Drahtwiderstand entschieden, ist zugleich auch der einzige 3W 68 Ohm Widerstand mit axialer Bedrahtung, den Reichelt da hat. Mehr als nicht funktionieren kann es nicht.


    Cossart Danke für die Information


    Der genaue Wert ist nicht so wichtig. Wichtiger ist, dass er im Fehlerfall den Stromkreis unterbricht,

    ohne abzufackeln oder zu explodieren. Das ist bei einem normalen Widerstand nicht zu gewährleisten.

    Kann man sehen wie man möchte, wenn zuvor 68 Ohm verbaut waren, dann baue ich auch gleichwertig wieder ein.