• Hallo,

    ich suche ein 10 KanalLED Lauflicht wo die angesteuerten LEDs weiterleuchten und nicht ausgehen.
    Schaltpläne für ein Lauflicht habe ich bereits gefunden, aber die LEDs gehen alle nacheinander aus.

    Der Abstand zwischen den LEDs sollte ca. 1/2 Sekunde sein, einstellbar wäre natürlich noch besser.

    Danke

  • WS2812 Stripe und einen kleinen Mikrocontroller (Arduino). Für die WS2812 LEDs gibt es fertige Bibliotheken, die du nur noch mit ein paar Parametern aufrufen brauchst. An einen Analogeingang ein Poti als Spannunsteiler, die gemessene Spannung multiplizierst du mit Millisekunden, diese Variable nimmst du als Pausenlänge. Das sind ca. 10 Zeilen Programmcode.

    Für die Jüngeren: Led Zeppelin ist KEIN beleuchtetes Luftschiff! :D

  • Moin,
    es ist sicher die elegantere Lösung mit einem Mikrocontroller zu arbeiten, aber ich habe überhaupt
    kein Plan von diesen Teilen. Mit der LED habe ich mich falsch augedrückt, sie dient nur zu Kontrollzwecken.
    Angesteuert werden soll jeweils ein Transistor der evtl. ein Relais ansteuert.

  • Bei 10 LEDs bietet sich der gute alte CD4017 CMOS-Johnsonzähler an. wie meinst du, "LEDs sollen nicht mehr ausgehen"?

    Kannst du mal eine Art Zustandstabelle aufzeichnen? So in der Art: Impuls 1 - LED1 geht an, Impuls 2, LED2 geht an... was soll ab dem 11. Impuls passieren?

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  • Ja, an den 4017 habe ich auch gedacht.
    LED1 geht an, ca.1/2 Sec. Pause (LED bleibt an), LED2 geht an ca.1/2 Sec. Pause (LED bleibt an) usw. bis LED10.
    Stimmt, an den 11 Impuls habe ich gar nicht gedacht, das wiederholt sich ja ständig. Das beste für mich wäre, wenn
    nach dem 10. Impuls kein Signal mehr rausgeht. Alle LEDs an und fertig.

    Aber wenn alle LEDs an sind (und bleiben) könnte der 4017 ja eigentlich weiter das Signal rausgeben, stört ja weiter nicht.

    2 Mal editiert, zuletzt von Stachel (20. Mai 2026 um 12:54)

  • Also ein "Bauteil" mit 10 Ausgängen die nach und nach auf "An" gehen. Eine Art Reset muss es ja dennoch geben, zumindest einmal beim Anschalten vor dem ersten Puls. Oder auch da nicht?

    Ich denke da gerade an eine gestaffelte Anlaufverzögerung (auch Timer genannt), halt mit 10 Stufen. Sprich jeder Ausgang stößt den nächsten an, der entsprechend verzögert bis der Ausgang "An" wird. Ist dann aber nicht zentral gesteuert. Da wäre ein µC aber vermutlich die einfachste Möglichkeit. Einen entsprechenden IC der genau das kann, kenne ich nicht. Über einen 4017 mit Diodenlogik könnte man die Ausgangstabelle aber nachbilden. Sprich bei Diode 1 Kathode an Ausgang 1, Anode an 2. Diode 2 kathode an 2, Anode an 3 und so weiter.


    Edit: es benötigt natürlich immer 2 Dioden pro Ausgang. Siehe Oder-Gatter bei DTL Logik: https://www.elektronik-kompendium.de/sites/dig/0710091.htm

    Einmal editiert, zuletzt von dottoreD (20. Mai 2026 um 19:11)

  • Hm, ich habe gerade mal geschaut, wie die Logiktabelle des 4017 ausschaut. Mit dem 10. Impuls verriegeln, gegen weiteres Takten ginge recht easy. A9 (es wird mit 0 angefangen zu zählen) einfach auf Pin 13 (clock inhibit) legen. Wenn der high wird, werden weitere Taktimpulse an clock ignoriert. Reset ist ebenfalls high aktiv. R gegen Masse, ein Kondensator gegen +, ergibt einen Power on Reset.

    Das einzig blöde ist, das immer nur ein Ausgang aktiv ist. Man bräuchte folglich eine zusätzliche Logik, oder 10 Flipflop, damit die LEDs dann auch an bleiben. Es bleibt also nicht bei 2 IC (der Takt muß ja auch erzeugt werden). Es läuft also auf ein "IC Grab" hinaus - oder doch ein µC. Ich hab mich auch lange davor gedrückt. Die Scheu davor ist eigentlich unbegründet. Ein Arduino Nano als China Clone kostet 2,50€. Dazu noch ein USB Kabel, den Treiber auf dem PC und die Entwicklungsumgebung installiert und das Entwicklungsboard per USB an den PC stöpseln. Viel mehr ist da nicht dazu.

    Ich kann von Eric Bartmann "mit Arduino die elektronische Welt entdecken" empfehlen. Damit habe ich angefangen. Parallel werden dort die Grundlagen der Elektronik und des Programmierens erklärt. Ohne unnötigen Ballast. Es fängt mit einer LED und blinken an und steigert sich dann Beispiel für Beispiel. man muß das nicht alles durchackern, man kann auch nach persönlichen Vorlieben einiges überspringen, oder was zielgerichtet nachschlagen.

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  • Ich habe mir das alles etwas einfacher vorgestellt. Ich überdenke das noch einmal, das mit dem Arduino macht wohl am meisten Sinn.

    Danke für eure Bemühungen.

  • Sieh es umgekehrt: 10 Transistoren plus Relais brauchst du laut deiner Info sowieso, plus diverses Kleinzeug. Dazu 2 ICs und nochmal 20Dioden. Oder ein µC board. Für mich bleibt der Ansteuerteil der kleinere Aufwand des Projekts.

    Was ich bei Programmierphobie empfehlen kann ist ESPeasy. Logischerweise geht es ganz ohne Regeldefinition zwar auch nicht, aber es braucht nicht die Hürde einer IDE Installation plus dem ganzen Geraffel. ESP32 Dev board an USB einstecken, per Browser die Software draufziehen, ESP ins Netzwerk anmelden und dann über den Browser auf dem µC direkt die Regeln eingeben. Neutral betrachtet zwar eine große Kanaone für den Spatzen, aber tut.

  • Wenn es wirklich nur 10 Kanäle werden: https://www.fambach.net/esp32-c3-super-mini-board/

    Und was wäre der Code, um einen Kanal zeitverzögert einzuschalten, Start per Taster. "Programmieren" kann man das fast nicht nennen.

  • der ESP32 ist ja schon deutlich komplexer als der Arduino.

    Jein, was die Möglichkeiten angeht ja (große Kanone), aber genutzt wird ja nur ein Bruchteil, was es dann aber auch so bequem macht. Sprich das Ganze ist in maximal 30min erledigt.
    BTW, zu gleichem Preis wie ein Nano. Deren einziger Vorteil für mich ist das schnellere Booten wenn es darauf ankommt, ansonsten nutze ich derzeit gern die SuperMini boards.

  • Wie sagte mal jemand: "Für nicht genutzte Ressourcen eines µC gibt es kein Geld zurück"

    Und wenn die Dinger gleich viel, oder sogar weniger kosten, wen störts...

    Ok, vom Thema Sicherheit, schneidet ein kleiner Atmega sicherlich besser ab, denn der hat kein WLAN und bei dessen begrenztem Flash muß man den Schadcode erstmal darin unterbringen. So ein ESP32 ist rasend schnell, hat Flash ohne Ende, WLAN und dessen Bootloader ist nicht offengelegt. Man kann also nicht nachprüfen, ob es keine Backdoor gibt. Schadcode braucht nichtmal besonders klein oder effizient sein, der wird unter Fernerliefen mit abgearbeitet :evil:

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  • Es lohnt sich nicht für deine Sache mit einem Microcontroller anzufangen!Warum nimmst du für deine einfache Sache keinen Classicer LM3915 den kann du umschalten Punkt,Linie ,auch muss die Ansteuerung kein Audio Signal sein.Das kann auch ein Impuls sein.Ein angepaster Impuls ist hier wichtig.Um das Ganze zu stoppen , den letzten Led Ausgang mit einen Transistor Eingang sperren und spannungs mässig anstehen lassen,oder wie auch immer, es gibt viele Möglichkeiten aber ist eine Bastelei ,es geht auch nur mit Transisoren.Einfach ausprobieren.---Habe mal ausprobiert ..vergiss es mit meinem Vorschlag ,der 3915 hier nicht zugebrauchen..,,die Schaltzeiten die du haben willst sind hier nicht möglich:cursing::cursing:

    Sei nicht traurig wenn du kein Profi bist.Ein Amateur hat die Arche gebaut,Profis die Titanic. Durch die Digitalisierung werden unsere Kinder lebensuntüchtig...diese sind den Anforderungen des Lebens in allen Bereichen kaum noch gewachsen.Kinder der 70 und 80 Jahren konnten mehr Technik als Studenten heute!

    6 Mal editiert, zuletzt von Tom 80 (30. Mai 2026 um 14:02)

  • Es bleibt dann doch nur die Möglichkeit mit Microcontroller.Dieser muss aber Programiert werden sonst macht er nichts sinnvolles.Hier mit 8 Leds.Taster für Programm Umschaltung.Regler für Takt.

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  • Noch mal du deinen Vorstellungen es geht doch, habe es geahnt.,es geht auch ohne Microcontroller mit Dioden......habe mich schlau gemacht..:):)Wenn du ein stehendes Band haben willst muss du vor Reset den 555 unterbrechen.

    Hier die Lösung aber nicht nur mit dem 4017 allein.
    Der CD4017 hat sogenannte „one-hot“-Ausgänge: Es ist immer nur ein Ausgang
    gleichzeitig HIGH, der vorherige wird automatisch LOW.
    Wenn die LEDs nach ihrer Ansteuerung eingeschaltet bleiben sollen, bis der letzte
    Ausgang erreicht wird, brauchst du eine Speicherfunktion (Latch).
    Möglichkeit 1: Diodenmatrix + Reset am letzten Ausgang
    Wenn du den Effekt möchtest:
    Takt 1 → LED1 an
    Takt 2 → LED1 + LED2 an
    Takt 3 → LED1 + LED2 + LED3 an
    bis
    Takt 10 → alle LEDs an
    nächster Schritt → alle aus und von vorne
    Dann verbindet man die 4017-Ausgänge über Dioden:
    Das ergibt eine „Balkenanzeige“. Danach kann Q9 oder Q10 den Reset auslösen.
    Möglichkeit 2: Flipflops / Schieberegister
    Wenn wirklich jede LED nach dem Einschalten gespeichert werden soll:
    4017-Ausgänge setzen RS-Flipflops oder D-Flipflops.
    Der letzte Ausgang (Q9) erzeugt einen Resetimpuls für alle Flipflops.
    Ergebnis:
    Möglichkeit 3: Anderer IC (einfacher)
    Für genau diesen Effekt ist ein Schieberegister oft besser geeignet:
    CD4015
    74HC164
    74HC595
    Bei einem Schieberegister bleiben die bereits gesetzten LEDs automatisch an und am Ende
    kann man alles löschen.
    Für eine gezeigte Schaltung mit 555 + 4017 würde ich eine Diodenmatrix empfehlen.

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    3 Mal editiert, zuletzt von Tom 80 (31. Mai 2026 um 14:48)

  • Na ja, wenn man (was ich durchaus nachvollziehen kann) Berührungsängste mit µC und dem Programm schreiben hat, kann man durchaus ein "Zählergrab" aus Gattern und Zählern bauen.

    Vorteil: man braucht nichts Neues lernen, wenn die Teile eh schon da sind, kann man die weiter nutzen

    Nachteil: der Aufwand ist höher, als ein einziger Controller, wenn der Effekt anders aussehen soll, z.B. rückwärts laufen, Richtung ändern... heißt es, die Schaltung ändern und umverdrahten.

    Wenn man von Elektronik garkeine Ahnung hat und quasi bei Null anfängt, dann kann man ebensogut zu einem µC greifen. Da haut man mal kurz in die Tasten und schon macht das Programm was anders, ohne den Lötkolben anheizen zu müssen.

    Ich würde einen Controller mit genug I/Os verwenden, dann man braucht nur den Controller an sich, eine Spannungsversorgung und ein paar Ausgangstreiber. An einen 8 Beiner noch einen Portexpander, oder was in der Preislage dranzudengeln, verkompliziert das Programm und erhöht den Verdrahtungsaufwand. Man hat quasi die Nachteile beider Welten erfolgreich vereint 8o

    Ja, ich weiß, wenn beides da ist und man über die Ersten Gehversuche hinaus ist, beides kein Beinbruch. Einem Anfänger würde ich das als erstes Projekt aber nicht zumuten wollen ;)

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  • Hast recht, gebe dir recht.Kenne einige die sich scheuen mit dieser Programmierung.Bin auch kein Freund alters bedingt davon.Hatte angefangen Dampfmaschine für meine Engel zu Programieren habe aber abgebrochen weil mir der Aufwand doch sehr groß war.Kann ja jeder machen wie er möchte,war nur mal einen hinweis in dieser Sache.Na so schlimm wird es ja auch nicht-

    Leider ein falsches Bild eingefügt hier das richtige!

    gruss Tom

    (

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    5 Mal editiert, zuletzt von Tom 80 (4. Juni 2026 um 08:10) aus folgendem Grund: Falsches Bild eingefügt hier das richtige