Heiliger gral für µC anfänger gefunden?

  • Hallo erstmal,
    hab mich in letzter zeit mal wieder mehr mit LED und µC im speziellen beschäftigt, bin dabei auf etliche interessante Sachen gestoßen!


    u.a. Arduino, ein Kleines, aber kräftiges Developement Board, 14 Digitale I/O´s, 6 davon mit PWM, 6 Analog In, USB on board...
    Basieren tut das ganze auf einem ATMEL ATmega168.
    Hat aber einen eigenen Bootloader integriert, welcher es mit der dazugehörigen IDE ermöglicht ohne weitere zubehörteile ein Programm auf den µC zu laden.


    Mich fasziniert das teil. Hab meinen grade in den USA bestellt, jetzt würde ich gerne mal eure meinung zu dem teil hören, hoffe neben bei auch das ich nicht der einzige bleibe der zum arduino jünger konvertiert.


    MfG


    Tim

  • Willkommen im Forum!


    Ich habs mir mal angesehen, aber ich mach das meistens ohne Bootloader.
    Das Ding hat natürlich den Vorteil, dass man es super über Wiring ansprechen kann -damit lassen sich schnell sehr gute, visuelle Sachen aufbauen.


    Um nur ein Display anzusprechen oder einen RGB Fader zu bauen ists aber etwas überdimensioniert. Ansonsten sicherlich ein Top Teil!


    Halte uns mal auf dem Laufenden, was du damit so machst!

  • Hab schon einige Progrämmchen geschrieben, z.B um mit einem Poti und drei Tastern eine RGB Led zu steuern.
    Bin grade dabei ein Programm zu schreiben mit dem ich über ein Membran Poti die Farben ala Phillips Livingcolor lampe auswählen kann, mir fehlt nur der Algorithmus für den Farbverlauf...




    Aber was noch viel genialer ist, das teil Kommuniziert ohne Probleme über RS232/USB mit genauso einfach geschriebenen Processing Programmen auf dem PC und im Stand-Alone betrieb läuft es mit 6-12V.


    Find ich ziemlich praktisch das ganze..

  • Für 'blutige' Anfänger ist Arduino sicherlich nicht schlecht; man kommt sehr schnell zu brauchbaren Ergebnissen und hat dann entsprechend schnell Erfolgserlebnisse, welche einen ermuntern, weiter zu 'probieren' und zu lernen.


    Das Problem sehe ich aber etwas in der Entwicklungssoftware, welche sehr stark auf den verwendeten Chip (ATmega8 oder ATmega168) bzw. auf die angebotenen Boards/Module ausgerichtet ist. Ist man nämlich irgendwann mal über die Anfängerphase hinaus gekommen, wird man sich wohl nur ungern auf diese beiden AVR-Chips beschränken und auch mal eigene Hardware entwickeln und programmieren wollen.


    Dann muss man aber auf eine andere Entwicklungssoftware (AVR-GCC bzw. WinAVR ist nach Arduino wohl am naheliegendsten) wechseln, und sich wieder neu einarbeiten. Dass dabei dann gelernte und liebgewonnene Grundkonzepte von Arduino über Bord geworfen werden müssen (besonders problematisch für Anfänger), sollte einem klar sein.


    Ich finde aus didaktischer Sicht offene Entwicklungsumgebungen, welche ein flexibles Entwicklungs-Board (versch. AVR µCs möglich) und vor allem eine 'echte', proffessionelle Entwicklungssoftware beinhalten, deshalb besser. Der Einstieg mag etwas schwieriger sein, aber man ist nicht limitiert, wenn das eigene KnowHow und damit auch die Wünsche wachsen. Ausserdem hat man dann von Anfang an die proffessionellen Grundkonzepte der AVR-Programmierung erlernt, und auch ein Umstieg auf einen beliebigen Compiler würde einem später dann deutlich leichter fallen.


    Es ist vielleicht etwas ungerecht, aber ich würde Arduino vom Konzept her eher so mit der LEGO-µC-Umgebung vergleichen, also eher für ganz junge (um nicht Kinder zu sagen) Programmieranfänger bzw. µC-Interessierte geeignet.


    Gruss
    Neni

  • Das gibt's bei Segor.
    Eigentlich ganz nett, das Teil.
    So für Anfänger bestimmt interessant.
    Und die Software muss man ja nicht dauernd benutzen.


    Wer will kann doch schnell zu Bascom AVR oder ähnlichem wechseln.

  • Ich find es absolut geil, das alle Funktionen auf der HomePage von Ardunio stehen! :twisted:
    Und das es sogar Software für Mac! gibt, und man es an USB anschließen kann..
    Endlich kann ich experimente machen, ohne Windoof :lol:
    Vielen Dank, werde mir da gleich einen bestellen..
    mfg

  • Bei der elektor gibt's sowas ähnliches.


    Hier findest Du es.
    In Verbindung mit dem CC2 und einem Drohnenentwickler haben die ein kleines Board gebaut.


    Die Entwicklersoftware gibts bestimmt auch für den Mac und den probramierten µC kann man dann für eigene Projekte benutzen.

  • will auch mit uCs anfangen , und verleihnix hat mir schon sehr geholfen :-)
    Ist das Ding wirklich so viel besser wie ein herkömmlich uC, was heißt man mus weniger lernen ? oder ists einfach nur ein wenig einfacher?
    Was sind die spezifischen Gründe?

  • Jau, entweder machst du das mit dem Arduino oder was ähnlichem und einer Java-ähnlichen Sprache, oder halt mit ner billigen Lösung und Bascom/C.


    http://wiring.org.co/hardware/index.html ist auch interessant - quasi ein Hardware-Frontend für Processing (Java-Dialekt zur Visualisierung)...


    Aber all das kann man auch selber löten, ist wirklich nicht schwer, wenn man Geld sparen will.


    Für Macuser ist übrigens das hier EXTREM interessant!
    http://www.obdev.at/products/avrmacpack/index-de.html
    Komplette OpenSource Entwicklungsumgebung "mit alles" für OS X. Nicht unbedingt GUI-lastig, aber funktioniert....

  • Hab jetzt schon einiges an fadern usw. geschrieben, inklusive verschiedener farbverläufe per knopfdruck nur müssen jetzt erstmal meine RGB leds ankommen ohne die taugt das alles nix^^



    Stefan_Z:


    Die Wiring Hardware ist der große bruder vom arduino, sie benutzen den gleichen C dialekt und der arduino kann genau so einfach über RS232 mit Processing kommunizieren.