Lichtantwort von weißen LEDs

  • Hallo zusammen,
    ich hätt da mal ne Frage: wie schnell sind weiße LEDs wirklich? Das heißt wie schnell folgt das Licht dem Diodenstrom. Ich gehe mal davon aus, dass die Leuchtschicht deutlich langsamer ist als die Diode selbst. Ich habe eine Weile in Datenblättern gesucht, bin aber nicht fündig geworden. Vielleicht weiß hier jemand etwas genaueres.

    Der Grund meiner Frage ist: ich will ein Stroboscope mit ca. 1µS Blitzdauer bauen.

    Grüße Krangel

  • Ähm, mal nur mal so eine dumme Frage:
    was willst du mit einem Stroboskop im MIKROsekundenbereich???
    Das siehst du nie, eine Millisekunde ist schon ziemlich sehr schnell.
    Licht bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von rund 300000km/s in Luft.
    Also bewegt es sich in einer µs noch 300m. Ich weis nicht ob dir das weiterhilft.

  • Setzen, 6.
    300.000km durch 1000 sind nicht 300m :D

    Hab an ner Antwort übrigens auch Interesse. Minimaler möglicher Leuchtintervall, bei dem trotzdem die volle Leuchtkraft erreicht wird.
    Mein Ziel liegt allerdings weit unter 1 Mikrosekunde, das höchste wäre noch 0,1µs.
    Genial wären Ostar und Konsorten bei unter 0,01µs.
    Möglich?

  • ich glaube er will mit dem stroboskop einen rotor oder so ausmessen. wenn der rotor im stroboskoplicht scheinbar seht, entspricht die drehzahl einer ganzen burchzahl der blinkfrequenz des strobos.

  • Servus,

    1µs ist mit Sicherheit mit vielen LEDs noch machbar, aber das Auge sieht schon bei wenigen ms Impulsen nix mehr,
    weil hier die Leistung der LEDs nicht mehr ausreicht. Hier sind Blitzröhren einfach unerreicht.
    Ich habe mal Versuche bis ca. 30µs gemacht, für eine Spezielle Anwendung, das ging ohne Probleme.
    Diese Blitze sind aber nur noch Messbar, nicht mehr sichtbar !

    MfG Raimund

  • muß das lciht denn weiß sein? gelbe leds würde die frequenz,da keine leuchtschicht, mitmachen. oder du nimmst eine rgb led und setzt die vorwidederstände so,das sie weiß gibt und pulst diese.

  • auf jeden Fall musst du dir im klaren sein, das du dafür einen sauberen Rechteckimpuls brauchst und nicht einfach ne Wechselspannung mit 500kHz oder so nehmen kannst.

    Aber sollte ja mit µCs ja sowieso einfacher gehn als so ne Wechselspannung zu erzeugen, obwohl dann ferrymans Vorstellungen sicherlich schon recht schwer umsetzbar werden und außerhalb der möglichkeiten einfacher µC liegen, weiß ja nicht was es da dann für möglichkeiten gibt...

  • Hallo zusammen

    Zitat

    1µs ist mit Sicherheit mit vielen LEDs noch machbar, aber das Auge sieht schon bei wenigen ms Impulsen nix mehr,
    weil hier die Leistung der LEDs nicht mehr ausreicht. Hier sind Blitzröhren einfach unerreicht.
    Ich habe mal Versuche bis ca. 30µs gemacht, für eine Spezielle Anwendung, das ging ohne Probleme.
    Diese Blitze sind aber nur noch Messbar, nicht mehr sichtbar !

    ich will die Blitze fotografisch auswerten. Ein Elektronenblitz mit 1/32000 sek. Blitzdauer besitze ich. Der hat aber eine zu lange Wiederholzeit.

    Zitat

    von: Eraser
    auf jeden Fall musst du dir im klaren sein, das du dafür einen sauberen Rechteckimpuls brauchst und nicht einfach ne Wechselspannung mit 500kHz oder so nehmen kannst.

    Die Schaltung soll im Prinzi so aussehen.

    Grüße Krangel

  • Servus,

    also die Schaltung sollte so schon funktionieren, ich würde aber C2 noch etwas vergrößern. :huh:

    Evtl. jeder LED direkt oder so nahe wie möglich am Anschluss einen Elko spendieren,
    Bei den Spulen ist ein besonderes Augenmerk auf den Widerstand zu richten, ob die unbedingt
    Notwendig sind könnte ja mal getestet werden, ich sehe so keinen direkten Vorteil darin,
    die Verzögerung ist bei diesen kleinen Werten ja fast nicht zu sehen..
    Lasse mich aber gerne darüber genau aufklären.

    Die Zeiten sind natürlich schon extrem kurz, bitte gib auf jeden Fall Rückmeldung wenn
    Du da was aufgebaut hast wie es funktioniert. :thumbup:

    MfG Raimund

  • Bei den Spulen ist ein besonderes Augenmerk auf den Widerstand zu richten, ...


    Damit wirst du kaum Probleme bekommen. Induktivitäten im unteren Nanohenrybereich werden im Normalfall durch Luftspulen mit wenigen Windungen realisiert.
    Mit 1 mm Drahtstärke bist du auf der sicheren Seite.
    Zur Not noch versilberten Draht einsetzen wegen des Skin-Effektes.

  • hallo,

    Zitat


    also die Schaltung sollte so schon funktionieren, ich würde aber C2 noch etwas vergrößern. :huh:

    C2 ist ein 640µf Rubycon ZL. Die Spulen sollen nur den Stromanstieg im C2 etwas abflachen um ihm ein langes Leben zu gönnen.

    Grüße Krangel

  • Die Spulen sollen nur den Stromanstieg im C2 etwas abflachen um ihm ein langes Leben zu gönnen.

    Und du bist der Meinung, da helfen Spulen mit Nanohenry-Werten?
    Da ist ja die Eigeninduktivität des Elkos schon wesentlich größer. Das Kunststück kannste dir wirklich sparen.

  • Servus,

    ich bin jetzt wegen der Spulen mal davon ausgegangen, das die durch die Leiterbahnen
    (egal ob gewendelt oder gerade) dargestellt werden, daher meine Bemerkung.
    10nH ist schon fast eine Kunst zum Wickeln.

    Den Elko würde ich persönlich trotzdem etwas vergrößern, hier fliesen schon kräftige
    Ströme, es geht natürlich auch so, jeder so wie er das für richtig hält.

    MfG Raimund

    PS: Den R7 würde ich weder ersetzen noch ändern, das kommt jetzt auf die Pulsfrequenz an.

  • Hallo zusammen,

    Einen 640µF Kondensator mit low-ESR (oder 10×64µF parallelschalten) würde ich empfehlen. Möglicherweise den R7 durch eine (Schottky-)Diode ersetzen.

    der Rubycon ZL hat 20m Ohm. R7 durch eine Diode zu ersetzen erschließt sich mir nicht, er dient zur Strombegrenzung falls es mit dem Steuersignal eine Havarie gibt.

    Zitat

    Und du bist der Meinung, da helfen Spulen mit Nanohenry-Werten?
    Da ist ja die Eigeninduktivität des Elkos schon wesentlich größer. Das Kunststück kannste dir wirklich sparen.

    Lötmeister ich habe keine Werte für Induktivität des Rubycon, wenn du ihn hast währe es freundlich ihn mir mitzuteilen.
    Grüße Krangel

  • tau = R × C = 100Ω * 0,00064F = 0,064s.
    Faustformel: nach 5×tau ist der Kondensator geladen, also ~0,32s. Du könntest damit also ca. 3 mal in der Sekunde einen Blitz erzeugen. Wenn das reicht, dann kannst Du den Widerstand so lassen. Ich würde fast zur Sicherheit ein Monoflop vorschalten, dann bist Du vom Steuersignal unabhängiger, falls Du vermutest, dass es Fehlerhafterweise ein Dauersignal geben kann.