LEDs beim biegen zerstören?

  • Hallo, jemand meinte dass wenn man eine LED am Korpus festhält während man sie biegt, der Bonddraht unter Umständen reissen könnte weil sich die Kraft in das Kunsstoffgehäuse übertragen könnte. Mann sollte auf jeden Fall den Draht mit einer Zange festhalten.


    Von einer anderen Seite habe ich gehört, dass dies nicht stimmen kann, da der Kunststoff so stabil ist, dass absolut nichts passieren kann und außerdem hätte er von sowas noch nie etwas gehört.


    Hat jemand von euch vielleicht diesbezüglich schonmal Erfahrungen gesammelt oder eine Meinung dazu?

  • Naja, also bei den meisten LEDs sind die Beinchen ja so butterweich, da kann ich mir nicht vorstellen, dass man die Aufnahme vom Chip und/oder vom Golddraht so verschiebt, dass man den Draht abreißt. Da bricht eher vom Biegen ein Beinchen ab, und dann kannste die LED auch wegschmeißen...

  • Hallo,


    so seh ich das auch. Sowas kann eigentlich NUR passieren, wenn die LED minderwertig ist, will heissen, wenn Lufteinschlüsse um das Lead Frame bzw. auch den Bonddraht auftreten, sodass wirklich eine physikalische Bewegung durch Hebelwirkung statt finden kann. Ansonsten ist das eigentlich ausgeschlossen.

    Grüße aus unserem LED-Shop Moers


    Ihr & Euer


    Stefan
    LED-TECH.DE optoelectronics GmbH


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  • Habe eben durch Zufall diesen Beitrag gelesen.
    Aus Erfahrung kann ich sagen, daß LEDs mit Beinchen sehr empfindliche Bauteile sind.
    Ich bin beruflich in der Elektronikbranche tätig und bin für ein Produkt verantwortlich, welches bis jetzt mit Millionen! von LEDs bestückt wurde.
    Die Beinchen der LEDs werden dabei maschinell gekürzt. Eine minimale mechanische Spannung auf die Beinchen (wenn sich z.B. ein Parameter des Cutters ändert) kann dazu führen, daß sich der Bonddraht von dem Chip löst, auch wenn das Gehäuse noch so stabil aussieht.
    Klar begünstigen dabei Lufteinschlüsse oder aber auch die Delamination (wenn sich das Beinchen vom Gehäusematerial trennt) diese Beschädigung.
    Leider läßt sich das durch einen anschließenden Test durch Bestromung meistens nicht feststellen, da der Bonddraht immernoch Kontakt zu dem Chip hat, d.h. die LED ist vorbeschädigt und fällt erst durch Erwärmen und Abkühlen des Chips im Betrieb dann irgendwann mal aus, was natürlich dann beim Kunden passiert, was sehr ärgerlich ist.
    Zuhause kann sich das dann so äußern, daß die LED z.B. nach ein paar (hundert) Stunden Betrieb plötzlich nur noch sporadisch funktioniert oder aber eben ganz ausfällt.

  • In meinem Text bezieht sich das auf 5mm LEDs, die 3mm LEDs sind noch kritischer.
    Bei anderen LEDs hängt es natürlich von der Geometrie des Gehäuses und des Leadframes ab und natürlich vom Herstellungsprozess (Molding, Bonding, etc.).
    Die Probleme gibt es auch bei bedrahteten ICs, jedoch bautechnisch bedingt nicht in diesem Maße wie bei den LEDs.