HowTo: Platinen selbst herstellen

  • Hallo, ich bin's wieder.
    Also ich habe geübt und ich muss sagen es funktioniert wunderbar.

    Zitat

    Tonerverdichter macht allerdings die schwarzen Flächen sehr lichtdicht und ich denke, das würde dir noch einen Sprung in der Qualität bringen.

    Habe mal Nagellackentferner, Alkohol, Klarlack probiert und es bringt bei diesem Toner rein garnichts, außer dass wegen dem Lack die Folie durchsichtiger geworden ist. Werde irgendwann mal andere Toner ausprobieren. Tonerverdichter habe ich leider keinen aber so wie es aussieht klappt es auch ohne super. Reicht zumindest für meine Anforderungen, was kleineres bekomme ich auch (noch) nicht gelötet.

    Zitat

    Ich belichte das Bungardmaterial immer 2min lang damit auch alle Stellen ausreichend belichtet werden.
    Vor allem bei engen und dünnen leiterbahnen sollte man etwas länger belichten.

    das hat's gebracht. Wie ich auch vermutet hatte

    Zitat

    links Reichelt (etwas unterätzt, hatte keine Geduld), rechts Bungard (noch etwas unterbelichtet)

    Diesmal habe ich 2min mit 8 Röhren belichtet.


    sogar die 0,3mm Leiterbahn unter einem 0603 Widerstand ist geglückt


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    belichtet und entwickelt


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    geätzt


    am Montag bekome ich einen alten Scanner, ihr wisst wofür
    demnächst nehme ich mir dieses alte Schätzchen mal zur Brust
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    der Ofen hat schon seine bessten Jahre hinter sich aber funktioniert immernoch und ich habe es völlig kostenlos bekommen. Sollte ein hübscherer mir in die Hände fallen, dann kann man sicherlich die Ansteuerung ganz schnell übertragen.

  • schwarze?
    die ist nicht schwarz, stinknormale Bungard Platine von Reichelt
    sieht nur so aus, da die Kupferflächen das Licht einer Lampe reflektieren und die Kameraelektronik regelt die Empfindlichkeit nach, somit ist die Platine selbst unterbelichtet und damit erscheint diese "schwarz"
    die Kanten waren halt so besser zu sehen, deswegen habe ich dieses genommen

  • Ja sieht schonmal nicht schlecht aus,hoffendlich sind und bleiben die Kuverten auch dicht. ;)
    Ich hatte auch schon daran gedacht solche Kuverten zum Ätzen zu bauen , habe mich aber schlussendlich dazu endschieden mir solche Ovalen-PVC Vorratsdosen die es in 1,5 Litern für Mehl gibt anzuschaffen die eignen sich auch sehr gut dafür und sind um ein vielfaches billiger.

  • einen kräftigen Schuss Silikon und es ist alles Dicht, habe extra dicke Kanten gelassen um alles zu verfüllen.
    Es hat mich einfach gereizt soetwas selber zu bauen. Selbstgebaut finde ich besser als gekauft, denn kaufen kann jeder bauen nicht.
    Und gekostet hat es mich auch nichts. Alte Fensterscheibe stand noch im Hof herum, jetzt hat sie ein zweites Leben und wandert nicht in den Glaskontainer. Und Silikon war auch über. Luftpumpe und Schlauch habe ich auch noch da.
    Nur stellt sich mir jetzt die Frage wie ich das ganze beheize. Reichelt bietet Heizungen an oder man könnte eine fürs Aquarium nehmen und das Thermostat deaktivieren, nur wie schon gesagt wollte ich mir selbst was bauen. Ich denke ich schweiße mir eine Hohlstange aus Edelstahl, die hinein passt. Und bewickle mit Toaster Heizdraht einen keramischen Träger und verfülle das ganze mit Quarzsand. Das muss ich aber noch ausprobieren.


    Und wenn es nicht klappt besorge ich mir eine PVC Schale

  • Das sollte auch keine Kritik am Selbstbau sein,ich persönlich finde auch selbstgebautes wesendlich besser :thumbup: 1. man weiß was es für Material ist was man verbaut (meisten besser als gekauft) und 2. oftmals Stabiler.
    Nur sollte man sich nicht das Leben unnötig schwer machen.
    Die PVC Dosen die ich meinte hatte ich mal von so einem 1 Euro Laden, die es ja mittlerweile überall gibt, davon habe ich mir dann 3stk.inkl. Deckel geholt (Entwickeln,Ätzen und Spühlen) und in einem Zoofachgroßhandel die einfachste Membranpumpe und Stabheizung.Und fertig war meine Platinenherstellung.Okay für das Belichtungsgerät habe ich mir dann doch etwas richtiges zusammen gebaut.

  • So habe gleich zwei Gesichtsbräuner bei eBay sehr günstig abgestaubt.

    Wieviel hast du bezahlt? Hab auch schonmal drüber nachgedacht, allerdings schrecken mich da meist die versandkosten ab, die dann 4mal so hoch sind wie der preis für den son ding manchmal rausgeht :( Hatte überlegt demnächst was vom Trödel zu holen, aber ob man den da unter 5 Euro bekommt? Fragwürdig.

    insgesamt brauchen Bungard Platinen eine deutlich längere Belichtung und die Ergebnisse sind viel besser (zumindest subjektiv)

    Manchmal gilt halt doch noch das Prinzip, dass teure Sachen besser sind :)

    links Reichelt (etwas unterätzt, hatte keine Geduld), rechts Bungard (noch etwas unterbelichtet)

    Uhh, ist aber schon ein krasser Unterschied.

    Hab' letzte Woche mit dem ProMa-Vertrieb telefoniert, denen sind Probleme mit der Beschichtung (natürlich) nicht bekannt.

    Wieso auch, wer würde freiwillig zugeben, dass die eigenen Produkte im Vergleich zur Konkurrenz scheiße sind? Das ewige Los, des Kostenführers im vergleich zum differenzierte Anbieter.

    Ähhm, was will der Autor damit sagen?

    Vielleicht, dass die bei ihm gefrästen Platinen qualitativ besser sind ;) Kann ich auch nicht wiedersprechen :D Nur mit den Kosten kommt man da nicht so hin.

    Ich belichte das Bungardmaterial immer 2min lang damit auch alle Stellen ausreichend belichtet werden.

    Kann eine zu lange Belichtung eigentlich irgendwelche Nachteile bringen?

    Habe mal Nagellackentferner, Alkohol, Klarlack probiert und es bringt bei diesem Toner rein garnichts, außer dass wegen dem Lack die Folie durchsichtiger geworden ist. Werde irgendwann mal andere Toner ausprobieren.

    Angeblich liegts auch teilweise sogar am Drucker, je nachdem wie fein der drucken kann. HPs sollen da ziemlich gut sein.

  • Angeblich liegts auch teilweise sogar am Drucker, ....

    Eher weniger. Wobei berichtet wird, HP-Laserdrucker mit Original-Toner bringen die besten Ergebnisse.
    Hab' zwar auch einen HP LJ 1300, aber auch der Pelikan-Refill-Toner, den ich jetzt drin habe, bringt sehr gute Deckungswerte.
    Hauptproblem ist die Haftung des Toners auf der Folienoberfläche.
    Daher hat sich die Avery-Zweckform-Spezialfolie, die an der Oberfläche auch noch angeraut ist, bestens bewährt.
    Tonerverdichter beseitigt dann die letzten Poren, die das UV-Licht noch durchscheinen lassen.

  • Fightclub«
    Wieviel hast du bezahlt? Hab auch schonmal drüber nachgedacht, allerdings schrecken mich da meist die versandkosten ab, die dann 4mal so hoch sind wie der preis für den son ding manchmal rausgeht :( Hatte überlegt demnächst was vom Trödel zu holen, aber ob man den da unter 5 Euro bekommt? Fragwürdig.


    Ich habe bis jetzt je 5 Gesichtsbräuner und 5 alte Scanner (Die großen alten) gekauft umgebaut und weiter verkauft.


    Habe für die Bräuner zwischen 2 und 5€ bezahlt. :D
    Die Scanner gab es teilweise sogar für 2-3€. :D


    Bei den Verhandlungen muss man nur argumentieren das daß bräunen mit den alten Dingern gefährlich für dir Haut ist. :whistling:
    Wird ja auch durch Presse und TV ständig da vor gewarnt. (Gut für uns, die sich einen Belichter selbst bauen wollen.) :thumbsup:


    Kurz vor Flohmarktende gibts dann auch die Scanner dazu. Mach denen dann ein Angebot von ca 2-3€.
    Das funktioniert sehr gut weil die meisten keine Lust haben den schweren alten Scanner wieder nachhause zu schleppen. :thumbsup:


    Also trau dich :P
    mfg

  • Zitat

    Das sollte auch keine Kritik am Selbstbau sein

    wurde auch nicht als solche verstanden.


    Zitat

    Wieviel hast du bezahlt?

    das 6 Röhren Gerät hat 1€ gekostet (konnte ich abholen lassen) und der mit 8 Röhren etwa knapp 12 mit Versandkosten (leider zu weit weg). Einen Scanner habe ich auch hier in der Nähe ersteigert für einen Euro und dieser wird morgen abgeholt. Hab extra nach Angeboten gesucht, die hier in der Nähe liegen.
    Ganz nett wäre noch die dicken Drosseln und Starter gegen die Elektronik aus Energiesparlampen auszutauschen. Dann könnte man auch einen flacheren und hübscheren Scaner nehmen. Wie weit sollten die Lampen von der Platine weg sein? Hat da jemand Erfahrungen?

  • Ich finde den Link gerade nicht mehr, aber irgendwo (auf einer Seite, die vertrauenswürdig gewirkt hat) hiess, es, der Abstand von den Röhren zur Platine sollte der selbe sein wie der zwischen den Röhren untereinander - ist bei meinem gekauften Belichter (Lemmen Aktina S) "zufällig" auch so... ;)

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    Da es sich in letzter Zeit häuft: Ich beantworte keine PNs mit Fragen, die sich auch im Forum beantworten lassen!
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    Ich bin keine private Bastler-Hotline, technische Tipps etc. sollen möglichst vielen Lesern im Forum helfen!

  • Hallo


    @ turi


    P.S.: habe heute Alu-Platinen mit Positiv-Beschichtung bekommen, Ideal für die CAT4101-Platine; da will ich nicht daneben liegen ...


    Hast Du die Platinen jetzt schon geätzt? Ich hab gestern mal dieses Basismaterial getestet und war erschrocken wie schlecht sich das verarbeiten lässt. Die Belichtungszeit muss erheblich kürzer sein, als bei anderen Basismaterialien, trotzdem sind die Ergebnisse bei mir nicht wirklich schön. An den unbelichteten Masseflächen wird viel Material rausgeätzt und die Oberfläche des Kupfers schaut regelrecht zerfressen aus. Rein technisch sind die Platinen okay, aber sie schauen wirklich grauenhaft aus. Die Entwicklungszeit beträgt darüberhinaus ca. 10 Minuten, also ein vielfaches von den normalen ProMa- oder Bungardplatinen. Beim Ätzvorgang hat man zudem gegenüber FR4-Platinen den Nachteil, dass die Unterschicht aus Keramikpolymer weiss ist und man so genau schauen muss wann an den belichteten Stellen, das weiss wirkende Kupfer abgetragen wurde. Also ich hab schon viel geätzt, aber das ist jetzt echt schwierig...!



    Zur Kontrolle der Belichtungszeiten und der Mischungsverhältnisse wollte ich dann nochmal in die Verarbeitungsanleitung schauen, aber die ist momentan nicht bei Gie-Tec verfügbar.


    Hat die zufällig jemand abgespeichert?


    Viele Grüße

  • Hallo, ich hätte nochmal eine Frage bazüglich der Platinen. Ich habe da das Folgende Problem. Die Leiterbahnen liege sehr dicht zusammen, im frisch geätzten Zustand ist alles schön isoliert, gehe ich da aber mit Flussmittel und Lötpaste dran ist die Isolierung dahin. Wie unterbindet ihr das. Eine <a href="http://www.reichelt.de/?;ARTICLE=9486">Lötlack</a> Beschichtung vor dem Verlöten oder sind mein Flussmittel und Lötpaste mist. Was sagt ihr zu der <a href="http://www.reichelt.de/?;ARTICLE=6833">Lötpaste von Reichelt</a>. Ist die gut?<br>

  • Hallo


    Was möchtest Du denn machen? Verzinnen oder Bauteile drauf verlöten? Das geht aus Deiner Frage nicht so richtig hervor...


    Generell muss man halt den Leiterbahnenabstand auf seine Heimwerkerfähigkeiten anpassen, wenn man keine Lötstoppmaske verwendet, ansonsten läuft man immer gefahr mit Lötzinn die Bahnen zu überbrücken. Wenn ich keine Lötstoppmaske aufbringe, verzinne ich die Leiterbahnen entweder chemisch oder sprüh die Platinen mit Lötlack ein und verzinne nur die Lötaugen/ Kontaktflächen beim Auflöten der Bauteile. Die Dosierung vom Lot/ Lotpaste muss natürlich so gering sein, dass Du Dir nicht alles zuschmierst. Flussmittel verwende ich gar nicht extra im normalen Loten ist meist eh welches enthalten.


    Viele Grüße