CE-Kennzeichnung

  • Soweit ich weiss ist hier keine CE-Kennzeichnung erforderlich da dieses Teil keine aktiven Komponenten beinhaltet und ein Betrieb quasi zwingend einen Einbau erfordert. Einzig die ROHS-Richtlinie muss eingehalten werden wenn man es in der EU verkaufen will aber sonst wäre mir nichts bekannt.
    Für die notwendigen Zertifizierungen muss also derjenige sorgen, der die Teile verbaut.


    Grüße


    Fasti

  • Und wie macht man sowas? Wie läuft denn eine CE Prüfung ab und was kostet das? Oder kann man sowas als Elektroniker mit bestimmten Anlageprüfungen ähnlich wie VDE selbst durchführen? Habe mich das schon öfter gefragt was eigentlich Notwendig ist für eine CE-Kennung.


    lg
    ledsi

  • jn1480
    Diese Platine braucht KEINE CE-Kennzeichnung. Diese wäre, wenn überhaupt vorhanden, freiwillig und bestätigt auch nur, dass sich der Hersteller an gewisse Normen hält. Es ist keine Garantie oder dergleichen. Aber wie gesagt, in diesem Falle eh nicht notwendig.

  • Die CE ist für den Importeur, bzw. Endverkäufer eines fertigen elektrotechnischen Geräts zwingend erforderlich.
    Ohne CE ist der Verkauf an Endverbraucher nicht erlaubt.


    Die Prüfung kann aber selbser erfolgen - wenn man passende Experten und Prüfgeräte hat.
    Derjenige der die Prüfung bestätigt ist dann aber auch haftend.


    Das CE-Zertifikat muss auf Abruf durch den Verbraucher innerhalb von 36 Std. (oder so) verfügbar sein.


    Ich persönlich finde CE an sich nicht verkehrt, aber dank EU ist das gesamte Verfahren schon sehr kompliziert und in vielen Fällen einfach geschäftsschädigend.
    Man muss selber rausfinden welche Norman wie zu erfüllen sind und die detailierten Texte kosten schonmal einige hundert Euro - pro Norm!

  • Das kann ich im Wesentlichen so bestätigen, da wir selbst ein Gerät (bestehend aus Gehäuse, NT, KSQs, Lüfter und LEDs) zertifizieren lassen müssen.


    Es ist aber nicht zwingend erforderlich die entsprechenden Normen selbst zukennen oder gar zu kaufen. Man kann sich die entsprechenden EMV- und Sicherheitsnormen auch bei bereits bestehenden Produkten "abgucken" durch einen Blick auf das Datenblatt - falls verhanden. Eine andere Möglichkeit ist eine offizielle Anfrage zur Zertifizierung bei den entsprechenden Stellen (z.B. TÜV oder DEKRA) zu stellen. Im Angebot werden dann die zu überprüfenden Normen genannt.
    Aber...eine CE-Zertifizierung kann bei solchen Anbietern (z.B. für o.g. Gerät) dann schon mal auf eine hohe 4-stellige oder kleine 5-stellige Euro-Summe herauslaufen.... :thumbdown:

  • Hi,


    naja, manches ist richtig, manches nicht. Ein CE-Zertifikat muss ich nicht haben, genausowenig einen Prüfbericht aushändigen. Das Einzige worauf der Endkunde ein Anrecht hat ist die Konformitätserklärung! In der steht aber wiederum nur vom Hersteller erklärt das dass Gerät CE-Konform ist und nach welchen Normen, Prüfberichte sind auch hier, je nach Gerät, nicht notwenig. Im Falle unserer LED-Geschichten ist nie ein Prüfbericht vorgeschrieben, das betrifft meist nur Medizingeräte bzw. sonstige Sicherheitsrelevante Geräte.


    Wer sowas günstig machen lassen will kann ja mal mit dem Kollegen hier Kontakt aufnehmen. Berät sehr gut und ist sehr günstig bei der CE-Abnahme:


    http://www.nor-elektronik.de/


    Gruß, Benny.

  • Nunja, das Zertifikat muss verfügbar sein - die Prüfberichte auch, aber nur wenn berechtigter Zweifel besteht.
    Also wenn man z.B. ein Gerät als EMV-verträglich vertreibt, aber der Verstärker daneben anfängt zu fiepsen.
    Wenn das dann jemand nutzt um einen anzuschwärzen, dann muss man halt nachweisen, dass der Bericht was anderes festgestellt hat.

  • Die Konformitätserklärung kann sowieso jeder selber ausfüllen, wenn er der Meinung ist, dass das entsprechende Gerät/Produkt die Richtlinien erfüllt. Erst im Zweifelsfall muss er das belegen können und dann dafür Prüfen lassen.

    Genau!

    Nunja, das Zertifikat muss verfügbar sein - die Prüfberichte auch, aber nur wenn berechtigter Zweifel besteht.
    Also wenn man z.B. ein Gerät als EMV-verträglich vertreibt, aber der Verstärker daneben anfängt zu fiepsen.
    Wenn das dann jemand nutzt um einen anzuschwärzen, dann muss man halt nachweisen, dass der Bericht was anderes festgestellt hat.

    Und das stimmt nur zur Hälfte, man muss erst ein Zertifikat, das dass einhalten der EMV bestätigt, erst dann rausrücken wenn einem z.B. einer einen entgegensprechenden Prüfbericht vorlegt. Also solange keiner einem das Gegenteil anhand einer Prüfung beweisen kann, muss man auch selbst keinen Prüfbericht vorlegen.
    Und ganz ehrlich, wenn mich einer wegen einem fiepsenden Verstärker anschwärzen würde oder es versuchen würde, dann würde ich meinen Prüfbericht bis vors Gericht zurückbehalten und erst vor dem Richter herausgeben, damit der Klagende mal so richtig Gerichtiskosten blechen darf. Denn es wäre ja auch möglich das der Verstärker nicht CE-Konform ist oder der PC daneben der die Störung dann in Verbindung mit anderen angeschlossenen Geräten verursacht?!?


    Zu der Sache nur soviel. Wenn mein Kollege im Büro sein Nokia Handy auf die Dell Dockingstation des Laptops legt, dann friert der PC ein. Also wer Lust hat (bzw. sich traut), viel Spaß beim Klagen :D


    Gruß, Benny.

  • Ich sags hier nur so deutlich, weil man sich damit SEHR in die Nesseln setzen kann - vor allem wenn einem die Konkurrenz böses will.


    Grad für Kleinserien kann man sich zwar die Konformität selber bestätigen, aber eine echte Prüfung nur theoretisch machen.
    EMV Messung und ähnliche Dinge kosten in der Tat sehr viel Geld, auch die bestimmung zu erfüllender Normen usw...
    Wers also wasserdicht legal machen will, der muss tief in die Tashce greifen, nur um ein paar Geräte zu verkaufen.