Beiträge von Tex

    Ein Ausfall bei Erstinbetriebnahme kann verschiedene Gründe haben (u.a. Produktionsfehler, Transportschaden etc.) und ist extrem selten, kann aber schon mal passieren - unabhängig vom Hersteller und Gerät.

    So ein Ausfall hat aber absolut nichts mit der Beurteilung der Lebensdauer zu tun.

    Zusatz zu @Cossarts Beitrag:

    Zusätzlich zu Störsignalen durch die Netzteile kommt dann oft die teils sehr kurze Lebensdauer.

    Beides lässt sich vermeiden, wenn man weder Chinaschrott noch Billigware vom Discounter oder Noname-Herstellern kauft.

    Weder bei mir noch im Bekanntenkreis ist jemals ein LED-Retrofit-Leuchtmittel ausgefallen. Die funktionieren alle noch.

    Falls nicht bereits vorhanden:

    Wärmeleitkleber bzw. Wärmeleitpaste (je nach Art der Montage) nicht vergessen!


    Für beide gilt: weniger ist mehr. Je dünner die aufgetragene Schicht, desto besser ist die Wärmeableitung.

    Vom Spannungsbereich her sind beide Treiber für die Nichia-COBs geeignet.

    Der LPF-16D48 liefert ungedimmt 340mA - und zwar genau (±5%) 340mA. Woher Du die von Dir angegebenen Werte hast, ist mir schleierhaft.

    Einfach mal einen Blick ins Datenblatt werfen. 😉

    Der LPF-16D42 liefert ungedimmt 390mA, also ca. 15% mehr.

    Damit sind auch die weiter oben angegebenen Strom- und Lichtstromwerte um ca. 15% höher.


    Für welche KSQ Du Dich entscheidest, solltest Du von diesen Werten abhängig machen.

    Die Leistung und damit auch die abzuführende Wärmeleistung der COBs ist bei Verwendung des LPF-16D42 entsprechend höher, der kleinstmögliche Lichtstrom liegt bei 180lm.

    Frage: Falschbedienung möglich ? zB. ohne Poti ?; LED bekommt dann 350 mA

    Ja. Ohne Poti wird die LED mit 340mA bestromt. Maximal erlaubter Dauerstrom (bei sehr guter Kühlung) ist 300mA. Das überlebt die LED nicht allzu lange.

    also die LED nie ohne Poti an den DIM-Anschlüssen betreiben!

    Außerdem beachten: KSQ erst einschalten, wenn die LED bereits angeschlossen ist. Einschalten der KSQ und anschließendes Anklemmen der LED zerstört die LED mit 100%iger Sicherheit.


    warum Bereich bis ~ 700 Lumen, wenn 600lm Lichtstrom

    Die 600lm gelten für den Sollstrom von 135mA. Bei 160mA liegt der Lichtstrom etwas höher (160/135 = Faktor 1,185).


    Test 2:

    Kannst Du Dir wahrscheinlich sparen, da die 5W COB wohl schon um einiges heller sein dürfte als das Original.

    Nichtsdestotrotz:


    Poti mit 100kOhm anschließen , voller Bereich von ~ 160- 1600 ?? Lumen

    Ja, so ungefähr.


    Poti mit 47kOhm anschließen , somit reduzierter Bereich von ~ 160-800 Lumen; voller Drehwinkel möglich ?

    Lichtstrom ja, Drehwinkel aber weiterhin reduziert. Reduzierter Drehwinkel gilt übrigens auch für das 100k-Poti, dort aber nur um 27° reduziert.


    Poti mit 20kOhm anschließen: nochmals reduzierter Bereich von ~ 160- xxx? Lumen; Drehwinkel ?

    Macht keinen Sinn, da Du keinesfalls unter 160lm kommst. Wirksamer Drehwinkel wäre sogar um 50% reduziert (10% bei 100kOhm, 20% bei 47kOhm).


    Frage: Treiber ok, da 350 mA wenn iF=460mA ???

    Ja. 460mA ist nur der Nennstrom, bei dem die technischen Daten aus dem Datenblatt aufgenommen wurden. Bei entsprechender Kühlung darf der Betriebsstrom auch größer werden, aber nie größer als der erlaubte maximale Dauerstrom.

    Geringerer Strom ist immer erlaubt und bringt sogar diverse Vorteile wie leichtere Kühlung und etwas höhere Effizienz.

    Stimmt. An diese Möglichkeit hatte ich gar nicht gedacht. Die KSQ ist damit zwar vollkommen überdimensioniert, trotzdem dürfte diese Lösung sogar die bessere sein, da das Dimmen dann ganz einfach über ein Potentiometer funktioniert.


    Am einfachsten ein Poti mit 47kOhm, z.B. dieses an die DIM-Anschlüsse des LPF-16D (blaue und weiße Leitung) anschließen.

    Der Maximale Strom liegt dann bei 160mA, also ausreichend deutlich unter dem zulässigen Maximalstrom von 300 mA.


    Zu beachten: der Regelbereich des LPF-16D liegt zwischen 10kOhm und 100kOhm, unterhalb von 10kOhm ist der Ausgangsstrom nicht definiert. Unterschreitet der Widerstandswert 10kOhm, verändert sich der Ausgangsstrom nichtlinear (steigt aber auch nicht an). Bei Unterschreiten eines bestimmten Werts (ca. 5kOhm) schaltet das LPF den Ausgangsstrom ab.

    In der Praxis kann man die unteren ca. 50° des 270°-Drehwinkels des Potis also nicht nutzen.


    Der Lichtstrom des COB-Moduls lässt sich daher zwischen ca. 150 Lumen und 700 Lumen einstellen.

    Würde der vorgeschlagene Treiber LPF-16D48 hier auch passen, kann man diesen für den 1.Schritt mit 0,135A begrenzen ? (für den Fall dass ich später doch eine anderen COB verwenden werde/muss ) ?

    Nein, das geht nicht. Du brauchst auf jeden Fall eine passende Konstantstromquelle (KSQ), die einen Ausgangsstrom zwischen 130 und 180 mA liefert (diese Ströme wären für das COB-Modul geeignet).

    Die einzige mir bekannte KSQ, die so niedrige Ströme liefert, ist diese:

    OT FIT Konstantstromquelle, 8/220...240/180 CS PC

    Die kann per DIP-Switch auf 100, 120, 155 oder 180mA eingestellt werden. Ein Problem dabei ist das Dimmen. Diese KSQ kann nur über einen Phasenan- oder Phasenabschnittdimmer in der Primärleitung gedimmt werden. Könnte z.B. über einen Schnurdimmer erfolgen. Allerdings kann Dir niemand garantieren, dass der verwendete Dimmer auch mit dieser KSQ zusammen funktioniert - da hilft nur ausprobieren.


    Da ich ja jetzt nur ca. 5 Watt fahre reicht es aus, den COB direkt auf dem Lampendeckel zu befestigen ohne extra Kühlkörper ?

    Das sollte reichen. Allerdings nur bei guter thermischer Kopplung, also z.B. bei Montage mit einem Wärmeleitkleber oder Wärmeleitpaste.

    ...zum Test mit einem Labormessgerät die Spannung vorgeben.

    Nein, auf keinen Fall! Der Strom des Labornetzteils muss vor Anschluss der LED korrekt eingestellt werden. Die angegebenen 35 V sind ein typischer Wert. Laut Datenblatt kann die Vorwärtsspannung bei 460 mA zwischen 33,7 V und 36,5 V liegen. Eine geringe Änderung der Spannung bewirkt aufgrund der Diodenkennlinie des COB-Moduls eine große Änderung des Stroms.

    Also:

    - Ausgänge des Labornetzteils kurzschließen, Spannungsregler etwas hochdrehen, Kurzschlussstrom auf 340 mA einstellen.

    - Kurzschluss entfernen und Ausgangsspannung auf ca. 25 V stellen.

    - Das auf einem Kühlkörper montierte COB-Modul anschließen und Spannung langsam hochdrehen.


    Und wie dimme ich ?

    Bei der von L4M4 verlinkten KSQ einfach ein 100kOhm-Poti an die Dim-Anschlüsse der KSQ anschließen (sind farblich markiert). Der Lichtstrom des COB-Moduls lässt sich dann zwischen ca. 160 Lumen und 1600 Lumen regeln (10% - 100%).


    Wenn Du bei Deinem Labornetzteilversuch feststellst, dass die maximale Helligkeit viel zu groß ist, kannst Du statt des 100kOhm-Potis auch ein 47kOhm-Poti anschließen. Der Regelbereich reduziert sich dann auf den Bereich 160 bis 800 Lumen. Vorteil: Zwischenwerte in diesem Bereich lassen sich leichter einstellen.


    Den PWM brauche ich nicht mehr ?

    Nein, ist völlig überflüssig.

    Ich wollte mit der Frage nach 230v-240v bei den Wagos in Erfahrung bringen, ob es ein Problem ist die 240v durch so eine Klemme zu schicken.

    Reichen max. 32 A bei max. 450V? 😉

    Ich werde die Litzen für die Wagos mit Lötsilber stabilisieren.

    Kannst Du Dir sparen. Die Klemmen sind sowohl für Litze als auch starre Kabel geeignet.


    Das gilt auch für die alte Bauform (graues Gehäuse), die ist allerdings "nur" bis 400 V spannungsfest.

    Noch als Info zu den Kupferbahnen:


    Die Leiterbahnstärke auf Platinen beträgt meist 35µm. Kann man gut als Vergleich zur Strombelastbarkeit der obigen Kupferbahnen herannehmen:


    Da es meist um relativ kurze Leitungen (<1m) geht, kann man den Spannungsabfall meist vernachlässigen. Will man ihn berücksichtigen, muss man den Widerstand der Leitung berechnen.


    Ich verwende meist das 4,8 mm breite Band. Der Querschnitt beträgt dann 0,1824 mm² was einen Widerstand von 0,094 Ohm je Meter ergibt.

    Bei dem verlinkten 6,4 mm breiten Band sind es sind es 0,2432 mm² und 0,07 Ohm je Meter.


    Dass diese Leitungen natürlich nicht für Netzspannung geeignet sind versteht sich von selbst.


    Hier mal ein altes Projekt von mir, bei dem ich diese Kupferfolien verwendet habe:

    Tischleuchte


    Die Leiterbahnführung ist dort hinterher praktisch unsichtbar.

    Zitat

    Habe ich da etwas falsch verstanden?

    Nein, hast Du nicht. G9 ist eine Hochvoltfassung für Leuchtmittel mit 230V-Wechselspannung.

    Auch die 7W dürften sowohl der Fassung als auch Leitungen und Schalter herzlich egal sein.

    Zitat

    Normalerweise ist das so: 230V~> Sicherung (sehe keine) -> Gleichrichter -> Elko (325V) -> Schaltregler -> Diode & Spule -> Last.


    Wenn Du meinst .... :whistling:


    Ein kurzer Blick auf die Fotos hätte Dir gezeigt, dass der Elko am Ausgang des Schaltreglers sitzt.
    Schon mal einen 25V-Elko gesehen, der an 325 V hing? :D

    Zitat

    Der Elko hängt direkt i.d.R. an den 4 Dioden (Gleichrichter). Dummerweise hat der nur eine Spannungsfestigkeit von 25V. Ich gehe davon aus, dass du das Teil an 230V geklemmt hast = 325V gleichgerichtet = Elko würde platzen. Da aber die Dioden wohl auch nicht für diverse hundert Volt ausgelegt sind, hat es sofort die Dioden gefetzt.


    :D:D:thumbdown:


    Zu dumm zum zum... ;)


    Schon mal was von eine Schaltregler gehört?

    Zitat

    In der Praxis benutze ich auch lieber ein mittelmässiges Luxmeter in Hardware.


    Na, das hört sich doch gut an. Zeigt mir zumindest, dass Du weißt wovon Du redest. Saw0 offensichtlich nicht. :P


    Dislikes wirken bei mir übrigens nicht. Ist eben das rote Forum. :P